Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Hier könnt ihr eurer Reisemobil ausgiebeig vorstellen
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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von harcon » Sa 29. Sep 2018, 23:18

Ein liebes Hallo Euch allen.

Ja es war wieder einmal Zeit und natürlich auch Gelegenheit etwas zu schreiben. Es juckte mich schon ziemlich in den Fingern und wenn es Euch immer noch gefällt, um so besser. Ist aber auch sehr nett, dass Ihr mir ein solches Feedback gebt........... es juckt schon wieder!

Leider konnten wir dieses Jahr nicht beim Jahrestreffen dabei sein, wir waren da nämlich auf einer großen Nordamerikatour. Hoffen aber, dass das nächste Klingenberg- oder Jahrestreffen dann auch wieder für uns passt. Freuen würden wir uns auf jeden Fall Euch wieder zu sehen.

Somit seit gegrüßt aus dem Norden, lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund und munter

Hartmut und Conni
 



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von Fibi » So 30. Sep 2018, 10:35

Sage auch Danke für den wirklich schönen Reisebericht  :)

Und deinen letzten Satz hab'  ich mir nochmal, wie man in Hamburg so schön
sagt, hinter die Ohren geschrieben.
Man vergisst so manches mal, wie gut es einem eigentlich geht !

Liebe Grüße  Fibi :)
 



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von harcon » So 7. Okt 2018, 22:29

Hallo Fibi,
auch Dir ein liebes Dankeschön für Dein Feedback. Es freut mich immer, wenn sich für meine Tipperei jemand interessiert und noch dazu wenn es ihm gefällt. Insofern werde ich also weiter schreiben und hoffen, dass mir der Stoff nicht ausgeht. Es muss ja nicht immer Reisebericht über eine Womoreise sein. Wie ich finde, ist Reisen gleich Reisen. Schönen Erlebnisse sind ja nicht ausschließlich von einem Womo abhängig.
Also schaun wir mal was mir als nächstes aus der Feder fließen wird.

Gruß Hartmut
 



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von harcon » Sa 17. Nov 2018, 21:54

Hallo und einen schönen guten Abend, ihr gerne aushäusig Schlafenden.

Nun ist es ja nicht so, dass wir ebenso unentwegt mit unserem Oskar unterwegs sind. Viel mehr waren dies in den letzten beiden Jahren eher Ausnahmen. Die Umstände, die Umstände eben. Was jedoch im kommenden Jahr besser werden soll.

Nichtsdestotrotz, es geschehen auch außerhalb Oskars Grundfläche Dinge, die bemerkenswert sind. Zum Beispiel stellte sich die Frage:

Was ist Kunst?

 Eine Diskussion, die nie ein Ende nimmt. Ist doch Kunst ein mehr als löchriger Begriff.

  Mag die berühmte Frage: „Ist das Kunst oder kann das weg?“, noch als Witz gedacht sein, ist sie jedoch keinesfalls an den Haaren herbei gezogen. Und so haben auch wir, so mitten aus dem Leben heraus und ohne wirklich Ahnung von der Sache zu haben, unser Problem damit, Kunst zu definieren.

  Was z.B. Monet, Michelangelo oder Dürer produzierten, nein, man sagt ja erschafften, das ist ganz eindeutig Kunst. Muss es sein, wird es doch allseits und ausgiebig bewundert. Zu dem ist es doch nicht von jedermann und somit auch nicht von mir reproduzierbar, trotz meines häuslichen, göttchenähnlichen Status.

  Betrachte ich nun aber Künstler wie Beuyes, das ist der mit dem Fettstuhl, oder S.Dali, welcher der ist, der Uhren über Tischkanten fließen und Elefanten auf Streichholzbeinen stolzieren lies, dann scheint abseitig produziertes, in der Kunstwelt auch nicht abwegig zu sein, findet doch selbst dies seine Bewunderer.

  Kurz: Kunst ist eben tatsächlich das, was nach dem auf- und abräumen des Schnickschnack, zu guter Letzt übrig bleibt und dann, manchmal vielleicht auch nur klammheimlich, Bewunderung findet.

  Grad so und nicht anders geschieht es nun, dass wir drei dastehen, damit meine ich Mutter, Oma und Opa, freudig hinabgebeugt, um ein vollbrachtes Werk zu bewundern, den Künstler ob seines vollbrachtes Werkes wahrhaftig loben, wobei dieser, unser Künstler gerade mal runde zweieinhalb Jahre alt ist. Doch er hat es vollbracht, sozusagen erschaffen. Dabei hatte er es nur kurz angekündigt, doch schon waren alle herbei gesprungen und boten ihre Hilfe an. Doch da war es schon geschehen.

  Das erste, wirklich das allererste Häufchen in der Schüssel, zwei kleine Kringel mit Spitze, sauber in die Mitte der Porzellanschüssel gesetzt, fast frei balancierend saß er dabei auf der Brille, als wär`s der einzig wahre Platz. Und nicht die bis dato so schön wärmende, geliebte und dann cremig, feucht am Hintern pappende Pampers.

  Nun was soll ich noch sagen: Der Stolz, die Bewunderung, die Einzigartigkeit des Erstlingswerkes, selbst die Abseitig- und Abartigkeit finden Berücksichtigung. Sind sie doch ebenfalls ein untrüglichen Zeichen, dass unser Kleinster, also der, wegen dem wir gerade in völliger Überzeugung, hinein gequetscht in unser minimalistisches Gästeklo, nickend und in die Hände klatschend verharren und der freudestrahlend zu uns aufschaut, auf dass er höchstselbst in diesen Augenblicken, zu einem kleinen oder vielleicht sogar zukünftig großen Künstler geworden ist.

 (Zauberer war er vorher schon. Er konnte nämlich aus dem Stegreif heraus machen, das vormals klare, reine und frische Luft so ganz plötzlich unangenehm roch.)

  Nach all dem kann ich nun nur noch sagen: „Welt, pass auf er kommt.“ 

images/smilies/sch...haufen.gif



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von GO207 » So 18. Nov 2018, 11:50

Hallo Harcon,
nach Beuyes ist jeder Mensch ein Künstler, das gilt somit auch für Kleinkinder. Wie erfreut sind doch Oma
und Opa als sie dieses Erstlingswerk sahen. (bitte keine Fotos)
Die schmelzende Uhr "Die Beständigkeit der Erinnerung" als auch der Elefant "Elefant mit Spinnenbeinen"
sind Werke von Dali.
Wer mal mit seinem rollenden Altersruhesitz an die Costa Brava kommt,, sollte sich nicht nur
der Sonne und dem Wasser hingeben, sondern unbedingt das Dalimuseum in Figueres besuchen.

Gruß
Horst



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von harcon » So 18. Nov 2018, 17:30

Hallo Horst,
was bin ich froh, von Wissenden umgeben zu sein.
Picasso, der Name sollte es sein, doch es fehlte die Eingebung zu einem seiner Werke. Der Dali hing dereinst als Druck jahrelang an der Wand, sozusagen zum sattsehen, doch der Name... ja der Name ist, wie fast alle Namen im Laufe der Zeit so nach und nach verdampft.
Was blieb also meinem kleinen Mann zwischen den Ohren denn da als Alternative. Nun, die Kombination dessen was noch vorhanden war.images/smilies/lol28.gif

Hach ja, was bin ich froh, dass ich nicht alles wissen muss, sondern dass es reicht, jemanden zu kennen der es weiß.
Also danke für den Hinweis.

Viele haben den Text gelesen, doch niemandem sonst fiel es auf. Ich habe es also in Deinem Sinne geändert. images/smilies/pray.gif

 



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von Chinotto » So 18. Nov 2018, 18:07

Köstlich, einfach köstlich geschrieben lieber  Hartmut - wie eigentlich alle Deine Beiträge!  

Vielen lieben Dank dafür!  :dau3



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von Lira » So 18. Nov 2018, 19:15

Nun – Kunst und Kunst. Dein wirklich launig geschriebener Beitrag, Harcon -  zeigt mir auf, was ich lange schon weiss, Kunst kann ganz schöner Scheiss sein!! Und – ich gebe noch mehr zu bedenken. Es fällt mir auf, dass heutzutage nur noch Genies und supertolle Kinder geboren und erzogen werden, es gibt fast keine „normalen“ mehr – aber was ist schon normal?! Die Quittung für all dies bekommen diejenigen, die diese Ausbünde einer dekadenten Gesellschaft dann zur Erziehung überlassen bekommen mit all ihren Auswirkungen. Wenn man den Kindern schon von ganz winzig auf einbläut, sie seien was ganz Besonderes – bitteschön – wie soll sich so jemand im Verlauf des Lebens in eine Gesellschaft integrieren? Nein, ich bin nicht kommunistisch und jedwede Gleichmacherei liegt mir fern – aber auch, Kinder über das hinauszuheben, was sie sind – Kinder. Dass man sie lobt, wenn sie etwas gut gemacht haben, dass man sie fördert, wenn sie besondere Talente haben – keine Frage, wichtig. Aber......Ja, es muss nicht jeder alles lesen und kommentieren, keine Frage. Aber jetzt ist es mir wirklich aufgestoßen. Sorry.Und ja – in Figueres lohnt es wirklich, mal einen dreiviertel Tag im skurrilen Dali-Museum zu verweilen..... 



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von harcon » So 18. Nov 2018, 20:03

gelöscht weil sinnlos



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Re: Wer´s glaubt wird selig, wer nicht, muss auch warten

Beitrag von Lira » Mo 19. Nov 2018, 14:18

Hallo Harcon, 

nein, ich denke nicht, dass wir uns persönlich kennen. Woher auch? Und – ich habe mir noch keine Gedanken drüber gemacht, wie ich Dich/oder Euch einschätze, weil ich mir generell keine größeren Gedanken über Menschen mache, die ich nicht ganz persönlich kenne. Außerdem – auch das ist ehrlich – ist es MIR völlig egal, was die Menschen über MICH denken – und ich eigenartigerweise auch davon ausgehe, dass andere so denken. Tun sie aber offenbar nicht. Egal.
Aber ich habe Deinen Text nicht als „voll daneben“ - zerrissen, sondern mich darüber mokiert, dass es heutzutage offenbar nur Superhelden gibt. Im Job komme ich mit vielen vielen Eltern und ihren Kindern zusammen und betreibe so meine Studien. 

 [Oder habe mich im Supermarkt auch schon mal vor so einen Bankerten (süddeutsches Schimpfwort für unartiges Kind!) hingestellt, der sich schreiend auf dem Boden vor der Kasse gewälzt hatte weil die Mutter ihm keine Süßigkeiten an der Kasse gekauft hatte – und habe ihn gefragt, ob er sich denn nicht schämen würde, sich so zu gebärden. Meine Kinder hätten sich geschämt, wenn sie sich derartig aufgeführt hätten. Daraufhin hatte ich die Hälfte Befürworter – und die andere Hälfte Kritiker in den Schlangen vor der Kasse am Hals.....aber über sowas steh ich dann auch wieder. Da hänge ich dann meine doch schlummernde Arroganz raus, die ich normal gar nicht habe. ]  

Klar vergleicht man dann sein eigenes Verhalten früher, als man auch noch so kleine Kinder hatte – und kommt zu dem Schluss, dass man seine Kinder oft ganz anders erzogen hatte. Mit dem Erfolg, dass es ganz liebe, herzliche, empathische Menschen geworden sind. Wann die erstmals ins Töpfchen oder Klöchen gemacht haben, weiss ich nicht mehr, es war beim ersten Kind so mit zweieinhalb Jahren und beim zweiten mit unter zwei. Sie wurden zwar dafür gelobt, aber es wurde auch nicht übertrieben, denn es ist ein Entwicklungsschritt, ganz normal würde ich sagen. (Ich lobe auch den Hund, wenn er auf Zuruf „Gacks“ macht, weil ich wenig Zeit habe, um zuzusehen, wie das Mädel minutenlang erfolglos einen Platz sucht, der es würdig ist, ihre Losung aufzunehmen). Und dass meine beiden Jungs so geworden sind wie sie sind, darauf bin ich auch stolz, ja. Immerhin war der Jüngere mit 17 Jahren voll in der Pubertät, als von einem Moment auf den anderen sein Vater starb – und ich meine Kinder buchstäblich „fallen“ gelassen habe, weil ich zunächst nicht wusste, wie ich mit diesem Leben weiter umgehen sollte. Mein Kleiner wurde dann über Nacht erwachsen – der 4 Jahre ältere war es durch seinen Job als Krankenpfleger in der Altenpflege schon, Tod war für ihn nix Neues, nur wenns halt der eigene Vater ist, wird es doch leicht traumatisch. Mein Kleiner ist übrigens auch „Künstler“ - hat aber auch einen Brotberuf, in dem er auch ziemlich erfolgreich ist und von dem er lebt. Die „Kunst“ lebt er in der Freizeit exzessiv aus.....

Wünsche viel Freude mit Enkelchen – und entschuldige mich für OT...... aber es war explizit angefragt....



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