Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

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Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von Havoerred » Mo 14. Jan 2019, 23:02

Hallo zusammen,

bei unserem letzten Besuch in den Niederlanden habe ich auf einem Stellplatz ein älteres Poster entdeckt, worauf eine mehrtägige Fahrunterweisung im eigenen Womo, nur für Frauen, durchgeführt durch eine "Fahrlehrerin" angeboten wurde.

Als ich meine Lieblingsbeifahrerin darauf ansprach, ob sie nicht mal so einen Kurs besuchen wollte, naja war sie nicht so begeistert. 

Meine Versuche sie dazu bewegen unseren Knauser zu fahren, sind trotz Fahrtraining mit unserem Knauser auf unserem Firmengelände kläglich gescheitert.

Das Phänomen, dass Frauen  (ich weiß nicht ob das nur für meine Frau zutrifft) sich von ihrem Göttergatten nichts reinreden lassen wollen, im Bezug auf das wie fahre ich ein Auto hat wieder zugeschlagen. :mrgreen:  

Dieses Phänomen trifft aber auch beim Skifahren zu, da konnte ich ihr auch nichts vermitteln, obwohl andere Personen gerne bei mir Skiunterricht genommen haben und das erlernte auch schnell umgesetzt haben. 

Versteh schon einer die Frauen, überhaupt wenn es ums Autofahren geht. :mrgreen:

Und was passiert heute????

Wir saßen vorhin zusammen um unsere Touren für 2018 gemeinsam zu besprechen. Da kommt doch plötzlich aus heiterem Himmel ihre Frage, wann mache ich denn den Knauser Fahrkurs??? 

Die Chance habe ich mir natürlich nicht entgehen gelassen und sofort nachgesehen wo ich das Foto von dem Poster gespeichert hatte.

Die Anfrage zu diesem Kurs ist nun gerade aus und ich warte darauf, dass die Fahrlehrerin uns den Termin Anfang April in den Niederlanden bestätigt.

In Deutschland bin ich leider nicht fündig geworden. Hier habe ich nur Kurse für Wohnmobilfahrer gefunden, mit dem Inhalt Schleuderkurs, fahren bei Aquaplaning, Ausweichen vor Hindernissen, etc. Also Stuntman Ausbildung, aber nicht das einfache, wie schätze ich die Größe des Womos richtig ein, wenn es um eine Kurve geht, oder wie parke ich damit rückwärts ein, oder wie rangiere ich damit rückwärts.

Also die Dinge die Frau erst einmal benötigt um überhaupt etwas Routine im fahren mit dem Womo zu erreichen.
Wenn alles klappt fahre ich dann ab Mitte April nur noch als Lieblingsbeifahrer in unserem Knauser mit.   :lach1

 



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von Lira » Di 15. Jan 2019, 04:31

:o wie seid IHR denn drauf?
Während meiner fast 30jährigen Ehe wäre uns NIEMALS ein Fahrzeug ins Haus oder davor gekommen,  das nicht von beiden gefahren hätte werden können. Dass zumeist das Wohnmobil doch meistens von meinem Mann gefahren wurde, lag eindeutig an der Tatsache, dass ich die bessere Beifahrerin als er war. So wurden durch mich alle Reiseteilnehmer, also auch Kinder und Hunde, während der Fahrt bestens mit ggf nötiger Aufnahme von Lebensmitteln wie auch von Informationen in Vor-Navi-Zeiten nicht nur zum Streckenverlauf, sondern auch zu den Destinationen an den durchfahrenen Strecken versorgt. Selbstverständlich bin ich auch zu Klassentreffen, meinen Weiberabenden oder auch zu Mädels-Wander- oder Langlauf-ausflügen immer auch alleine mit dem Wohnmobil gefahren, genauso wie er zu seinen Männer-Skiwochenenden. Auch habe meistens ich aus Termingründen die Wohnmobile in die Werkstätten gebracht wenn es nötig war. Früher als wir noch gemietet hatten, habe zumeist ich das Fahrzeug abgeholt und auch wieder zurück gebracht, weil ich als Freiberufler das besser vereinbaren und mein Mann seine Urlaubstage schonen konnte.
Ein wenig mehr Emanzipation von beiden Seiten dürfte nach meinem Empfinden also schon sein!!!



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von womopeter » Di 15. Jan 2019, 05:39

Hallo Rainer,
ich finde es prima, dass Deine Frau auch Euer WOMO fahren möchte.
Wenn es bei Knaus nicht klappt, bewerbt Euch doch bei Dethleffs:
Anmeldung_Fahrtraining_2019.pdf
Meine Frau fährt unseren Advantage seit 2014 und auch den Vorgänger,
einen Alkoven TEC Freetec 598, fuhr sie ab 2007.
So können wir uns auf langen Autobahnetappen immer abwechseln.
Landstraßen, Ortschaften und bei starkem Regen fahre ich, das mag ich ihr nicht zumuten,
da ich als ehemaliger Außendienstler auch eine etwas größere und längere Fahrpraxis habe.
Führerscheinprüfung 1966 und ab 1968 bis zur Rente jährlich bis zu 80 000 Km unfallfrei gefahren.
Die letzte Tour 2017 mußte sie die gesamte Strecke heimwärts fast alleine fahren,
stramme 1500 km, da ich mir in Apulien links eine Ellbogenluxation zugezogen hatte.
Mit eingegipstem Arm und sehr starken Schmerzen war ich einmal mehr froh,
eine so gute Fahrerin an meiner Seite zu wissen und nicht selber fahren zu müssen.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich als Beifahrer agieren darf,
denn sie ist eine excellente Fahrerin, sie fährt besser wie ich,
sie fährt mit viel mehr Ruhe und Gelassenheit.
Laß Deine GG jetzt schon, so bald wie möglich fahren,
wartet nicht damit, bis es für einen Kurs klappt, je eher desto besser.
Nur Mut ! :)




 



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von Tedela » Di 15. Jan 2019, 07:50

Guten Morgen Rainer,

Prima das Deine Frau sich jetzt ran traut. Ich habe auch einige Zeit gebraucht bis ich mich bei unserem jetzigen hinter das Lenkrad gesetzt habe. Ganz ehrlich hat mich die Breite abgeschreckt 😳 und meine Ausrede war immer: ich fahre dann mal wenn du nicht kannst 😉😂

Aber mein Schlüsselerlebnis war eine Fahrt in den Urlaub...... Stau auf der Autobahn und Göga musste auf die Toilette. IN DER BAUSTELLE!!! Aber egal, wir standen ja eh schon ewig und rollten nicht. Tja, was soll ich sagen, kaum saß er auf dem Thron ging es vorwärts. Und nun? Tatsächlich Augen zu und durch. Ich war nach 40 km fix und alle, da alleine die Baustelle schon über 30 km hatte. Aber ganz ehrlich, heute fahre ich unseren großen auch ( nicht allzu oft, aber bei längeren Strecken teilen wir) und parke ihn am liebsten rückwärts ein. Das macht Spaß.......

Deiner Frau viel Freude beim Kurs und beim zukünftigen fahren...



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von Tschuringa » Di 15. Jan 2019, 07:51

Ich fahre unseren Laika und davor den Rapido auch.
Demnächst kommt das Fahren des Laika mit 7,70 m Länge und dem Anhängsel von 4,50 dazu.
Okay, da werde ich mich auf's Vorwärtsfahren beschränken. Rangieren muss Männe,
der hat das lange mit dem 12 m Gespann (VW-Bus mit Wohnanhänger) gemacht.

Ich hatte damals gar keine Probleme mit dem Wohnmobil.
Bin aber auch vorher den VW-Bus und auch den CX Break mit 5 m Länge gefahren.

Viele Frauen fahren 3,50 m Autos und trauen sich an die großen Kisten nicht ran.
Unsere beiden Töchter würden das Wohnmobil auch nicht fahren wollen.
Wobei eine sich wohl dran trauen würde, die andere eher nicht, denk ich.



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von SuperDuty » Di 15. Jan 2019, 09:05

Hallo Rainer, ich kann das gut nachvollziehen, Frau nimmt schwer an, was Mann ihr zeigt. Aber super, dass es deine Frau nun anpacken möchte.
Meine Monika fährt auch den Concorde, nur Baustellen bereiten ihr großen Stress. Mit dem Pössl fährt sie sehr gerne.
Es ist wichtig, dass Frau auch das WoMo fahren kann, denn wie schnell kann etwas geschehen und Mann ist erst mal außer Gefecht gesetzt. Alles schon erlebt.
Wir kennen hier mehrere Frauen die richtig große WoMo fahren, bis hin zum LKW. Überhaupt ist der LKW keine reine Männerdomäne mehr. Ist doch klasse.
 



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von tuppes » Di 15. Jan 2019, 11:12

Lira hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 04:31
:o wie seid IHR denn drauf?
...
Ein wenig mehr Emanzipation von beiden Seiten dürfte nach meinem Empfinden also schon sein!!!
Hallo Lira,
ich kann in Rainers Beitrag bzw. seiner Einstellung keine mangelhafte Emanzipation feststellen - im Gegenteil. Er gehört sicherlich und offensichtlich nicht zur Fraktion, die Frauen das Führen eines Wohnmobils etc. nicht zutrauen. - Ich finde das toll, dass er seine Frau ermutigt, den Kurs zu absolvieren und genauso toll finde ich es, dass diese daran teilnehmen möchte! - Aber vielleicht habe ich Deinen o.a. Einwand falsch verstanden?
Erhard (Tuppes)



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von GO207 » Di 15. Jan 2019, 12:17

Hallo Lira,

wie gut fände ich es, wenn meine Frau es sich zutrauen würde, unser Wohnmobil zu fahren.
Für mich wäre es, besonders bei sehr langen Touren, ein beruhigendes Gefühl, daß im Notfall
das Fahrzeug weiter bewegt werden könnte.

Ein dahingehender Versuch auf einem riesigen, völlig leeren Parkplatz, wurde allerdings schnell
abgebrochen; wirklich schade.

Hier den Begriff "Emanzipation" zu gebrauchen, erscheint mir doch ein wenig an der Definition
vorbei. Emanzipation darf durchaus freiwillig geschehen und muß von beiden Partner gewollt sein.
LG
Horst



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von Heiko » Di 15. Jan 2019, 12:52

Meine Frau fährt auch unser WoMo - warum auch nicht.
Allerdings versucht sie es auf Autobahnen im Inland zu begrenzen.
Auch bei Dunkelheit vermeidet sie es gerne.

Manchmal kommt es aber anders, und dann wird daraus auch mal ein Stück Landstraße und das Anfahren einer Tankstelle.

Ich (als Fahrlehrer) denke aber auch, das viele Männer dran Schuld sind, dass die Frauen nicht fahren wollen.
Da wird ein Gezeter gemacht, Mann zuckt zusammen und schreit dann wohlmöglich noch rum, wenn es anders läuft, als man es selber machen würde.
Mann muss sich dann zum guten Beifahrer zwingen.
Und nach ein paar Fahrten wird es dann alles zur Normalität - wie es eben sein muss.



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Re: Meine Lieblingsbeifahrerin, will aufsteigen zur Lieblingsfahrerin

Beitrag von Lira » Di 15. Jan 2019, 13:02

Als absolut selbstständige Frau, die ich übrigens auch während der Ehe schon war, liest man evtl zwischen den Zeilen Dinge, die andere, vor allem Männer..... nicht so interpretieren. Übrigens war mein Mann kein "Weichei" der sich von seinem weiblichen Drachen kommandieren hat lassen, sondern ein durchaus willensstarker und erfolgreicher Unternehmer und Arbeitgeber, geschätzt und beliebt bei den Mitarbeitern, die mir heute, mehr als 10 Jahre nach seinem Tod, noch Respekt für seinen Führungsstil bekunden. Deshalb wollte er auch kein Weibchen daheim haben, sondern eine gleichwertige Partnerin, die durchaus auch " Männerdinge" macht. So fluche ich beim Schafkopfen, ackere und wüte im Garten Dinge, wo bei andren immer der Mann her muss, trinke Bier - und fahre auch das Wohnmobil. Ganz selbstverständlich. Habe da auch schon immer VE gemacht (was ja auch meist der Mann macht). Das nenne ich dann auch Emanzipation - von beiden Seiten her...



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