pro Elektromobilität

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pro Elektromobilität

Beitrag von nordlandfan » Sa 9. Feb 2019, 15:54

Hallo,
da dieses Thema der neuen (?) Antriebesart

ja in aller Munde ist, viel mehr Vorurteile kursieren als neutrale Infos darüber bekannt, will ich mal etwas dagegen tun. 

Als Einstieg : hier ein sehr aktueller TV-Bericht 3SAT Makro 

Ich beabsichtige, euch hier sehr aktuelle links über dieses Thema zu bringen. Gibt dem eine faire Chance und schaut es euch (bei Interesse) in Ruhe an.

Mit sonnigen Grüßen,
Heinz  

 
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Re: Elektromobilität

Beitrag von nordlandfan » Sa 9. Feb 2019, 16:05

Anhang, der nicht auf Startseite draufging : 

Beschreibung.jpg
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Re: Elektromobilität

Beitrag von nordlandfan » Sa 9. Feb 2019, 16:06

bis zu den Neuesten

Fahrender Computer.jpg


 
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Havoerred » Sa 9. Feb 2019, 20:22

Hallo Heinz,

danke dass du dich mal der Problematik mit den E Autos annimmst.

Wird sicher irgendwann in Zukunft, ungeachtet der stärkeren Umweltbelastung durch die Batterieproduktion, ein Thema werden.
Zur Zeit ist aber wohl noch abwarten angesagt.

Diese Erfahrung hat zumindest mein Geschäftsführer in Dänemark gemacht.
Der dort vor knapp einem Jahr 3 Renault Kangoo ZE in den Fuhrpark für unsere Monteure aufgenommen hatte.

Sein Argument, dass die von Renault angegebene Fahrleistung mit knapp 280 km für den regionalen Einsatz der über Dänemark verteilt sitzenden Monteure auf jeden Fall ausreichten, da Monteure im Regelfall nur um die 100- 140 Kilometer um ihren Standort fahren müssten um zu den Kunden zu kommen. Dies hat dann auch mein OK gebracht. Noch dazu, wo das E Ladesystem in DK ja unserem in Deutschland weit überlegen ist.

Nur jetzt nach knapp einem Jahr hat er mich in der vergangen Woche angerufen und mir mitgeteilt, dass sie die Autos nun nach nicht einmal einem Jahr wieder verkauft haben, mit großem Verlust. Da es im täglichen Einsatz doch nicht so funktioniert hatte wie gewünscht. Die Entscheidung ist wohl auch deshalb gefallen, nachdem es in den letzten Monaten in Dänemark kälter geworden war und die Reichweite der E Mobile teilweise auf unter 150 km abgesunken ist. Was natürlich die Monteure geärgert hat, da diese wegen Wartezeiten beim aufladen, welches in der Regel nicht zeitnah möglich war, nicht pünktlich wieder zu Hause waren und ihren Feierabend verschieben mussten. 

Ausschlag hat wohl auch gegeben, dass trotz des an und für sich gut  ausgebauten Ladesystemes in DK eine problemlose Aufladung meistens nicht möglich war, da die Ladestationen in den Städten oft besetzt waren und die Angaben auf den Internetseiten, wie viele Ladepunkte an den eingetragenen Stationen frei seien, kaum zugetroffen hätte.

Nun ist man dort wieder dabei neue Dieselfahrzeuge zu kaufen. Glücklicher Weise, kam der Hinweis aus DK gerade noch rechtzeitig. Meine Tochter wollte kommende Woche bei Renault 2 neue Master ZE bestellen. Die werden jetzt auch wieder mit Dieselantrieb bestellt.

Ich bin der Meinung, allen Vorteilen zum trotz, es wird noch einige Jahre dauern, bis ein flächendeckender Betrieb von E Autos überall zufrieden stellend möglich und sinnvoll sein wird.

Bin mal gespannt auf deine persönlichen Erfahrungen, mit deinem E Mobil.






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Re: Elektromobilität

Beitrag von nordlandfan » Sa 9. Feb 2019, 22:13

Hallo Rainer,

Renault verspricht da nicht zuviel :
"Z.E. 33 Batterie (33 kWh):Mit unserer neuen Z.E. 33 Batterie kann der KANGOO Z.E. bis zu 270 km* weit fahren, d.h. bis zu 200 km unter Realbedingungen**

Tatsächlich wurden noch im warmen September nach Volladung 240 km Reichweite angezeigt und jetzt im Winter 200km(wenn keine Heizung eingeschaltet wird, brrr) .
Ja, bei diesem Fahrzeug ist die doch geringe Ladung mit maximal 3,7 KVA an der Wallbox vermutlich ein Manko. An der Schuko sind es sogar nur 2,3 KVA.  Der Kleintransporter soll wohl mehr nachts vollgeladen werden. Würde man nicht tagsüber damit fahren wollen,  könnte man ihn prima mit Solarstrom füllen.
Klar, es ist ein Umgewöhnen+Vorherschau nötig. Es geht aber.

Fasszinierend ist die Rekuperation, so kann man begeistert zusehen wie bei einer steilen Abfahrt fast 40kW in der Akku zurückgeschoben werden. Wirklich gebremst wird seltenst, so werden auch B-Belege ziemlich ewig halten und die B-Scheiben eher verrosten als abgenutzt.
Was sehr fasziniert, ist das Starten bei einer Ampel :  mich packt da bei der lautlosen Beschleunigung immer ein inneres Grinsen. :lol:

Natürlich muß der benachbarte Hochmotorisierte dann aufheulend doch noch verzögert überholen(die Höchstgeschwindigkeit überschreitend). Wo kommt man denn da hin, die Hackordung muss schon bewahrt bleiben! :P    

Der Master electric kommt auch nur auf max 200km, dessen Akku dürfte so um die 40 kWh haben, also im Verhältnis relativ klein. Klar geht es größer, wird dann entsprechend schwerer. Mehr Gewicht immer rumfahren, ist aber auch nicht sinnvoll. 

Bei der Wahl eines E-Mobils muß man schon sehr genau abwägen was das Optimum für den eigenen Bedarf ist.
Eines ist aber ziemlich sicher : für die meisten Autofahrer wird es bestimmet heissen "nicht ob, sondern eher wann". 

Meine Mitfahtren schon vielen Jahren in einem Tesla Roadster (= ein Gefühl beim Beschleunigen, wie beim Start eines Flugzeuges), oder dem Modell X , sowie neulich im Modell 3, sind schon erhaben,   .. aber ich bin ja kein Autofreak.     

Apropos Solarstrom : vollbelegt man das Flachdach einer Norm-Garage (3x6m) mit 3 kWp, fährt man im E-Mobil mit dieser Jahresstromernte 17 Tkm weit. Welcher Skeptiker hätte das gedacht ?! 

Eigentlich haben alle mir persönlich bekannten E-Mobilfahrer eigene Solarkraftwerke (oder Beteiligungen). So ist es auch  richtig ! 

Mit sonnigen Grüßen, Heinz

         



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Re: Elektromobilität

Beitrag von Havoerred » So 10. Feb 2019, 00:19

Hallo Heinz,

tja da werden wir doch dann noch warten,bevor wir auf E umsteigen und weiter unsere 3.5 t mit Diesel fahren. Da da ja zur Zeit auch wesentlich günstiger ist und mit viel Gewicht für die Akkus, bringt es ja gar keinen Sinn.

Bin mal gespannt wann es vernünftige E - LKW´S gibt und ob man dann da noch etwas zuladen kann. :mrgreen:

Man darf gespannt sein, was noch alles kommt Antriebsmäßig. Ich gehe mal davon aus, das in Zukunft noch was kommt, an das momentan noch gar keiner denkt.





 



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Re: Elektromobilität

Beitrag von nordlandfan » So 10. Feb 2019, 10:09

Hallo Rainer, 

... deiner Tochter würde ich empfehlen, ein Kaufkompromiss mit mindestens einem E-Master zu machen, die dazu nötigen Bedingungen für das regelmässige Laden natürlich vorausgesetzt. Die Akzeptanz ist besonders bei'm persönlichen Kennenlernen gegeben. 

Ich bin ja grundsätzlich gegen ein Schwarz-Weiss-Denken, das Meiste geschieht sowieso in den Grautönen. 

So habe ich auch kein Problem damit, wenn sich die diesbezüglichen Skeptiker sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.
Eines sollte aber beachtet werden : wie in oben verlinktem TV-Bericht gut dargestellt, rollt dieser Hochgeschwindigkeitszug an unserer heimischen Wirtschaft uneinholbar vorbei. Wollen wir das denn ?! 

Wenn der Ton in diesem Thread fair bleibt, bringe ich euch gerne auch Infos aus meinem näheren praktischen E-Mobil-Umfeld.

Mit sonnigen Grüßen,
Heinz          
       



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Re: pro Elektromobilität

Beitrag von Havoerred » So 10. Feb 2019, 10:40

Hallo Heinz,

da unsere Monteure bundesweit im Einsatz sind und die Aufladesituation in Deutschland doch noch recht dürftig ist, haben wir uns festgelegt, dass wir in den nächsten Jahren hinter dem Fortschritt hinterherfahren werden. Den momentan werden uns die E Fahrzeuge noch keinen spürbaren Nutzen bringen.

Auch ist die Stimmung unter unseren Monteuren momentan noch, nach den Erfahrungen der dänischen Kollegen äußerst ungünstig pro E Fahrzeug. Kommt vielleicht auch noch hinzu, dass sie bisher die Fahrzeuge nach 3 Jahren Nutzung für 1,- € für sich übernehmen konnten. Da höre ich jetzt auch das Argument, da würde ich ja dann zu Hause mehr Strom verbrauchen und das kann ich mir nicht leisten.



 



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Re: pro Elektromobilität

Beitrag von SuperDuty » So 10. Feb 2019, 10:50

Hallo Heinz, nun kommen doch mal Praxiserfahrungen auf den Tisch, gut so. Das kann ich nur begrüßen.
Dass ich von den Fahreigenschaften elektrobetriebener Fahrzeuge angetan bin habe ich ja bereits kund getan. 
Da du im Photovoltaikgeschäft tätig bist gehe ich davon aus, dass deine Angabe über den jährlichen Gesamtertrag auf einer 3x6m Garage stimmen. 
Aber trotzdem oute ich mich als Skeptiker  Die Jahresstromernte für 17 Tkm mögen als theoretische Größe stimmen, sind aber in der Praxis kaum zu erreichen. 
Warum?
1. Das Fahrzeug müsste tagsüber am Strom in der Garage hängen
2. Der Ertrag einer solchen Anlage hängt etwas vom Standort ab - Nord- SüdDland.
3. Der Ertrag hängt extrem stark von der Jahreszeit und dem Wetter ab.
Dazu gibt es eine Sammlung von differenzierten Daten aus der Praxis.
https://www.pv-ertraege.de/
Gut, nun kann man sagen, den Solarertrag speise ich ins Netz ein und lade mein Fahrzeug dann aus dem Netz. Dabei zahlt man aber ganz schön drauf, denn für das Einspeisen bekommt man nicht viel. Auf das Spiel kann man sich aber auch ohne E-Mobil einlassen.

Ja und dann möchte ich daran erinnern, dass auch der Strom aus Photovoltaikanlagen nicht zum Nulltarif zu bekommen ist. Laut Umweltbundesamt ist er mit 55 g CO2/KWh belastet. Das resultiert aus Herstellung, Transport, Montage usw.  

Hallo Rainer, deine Kollegen in Dänemark haben genau die Erfahrung machen müssen, die ich in meinem Thread aufgezeigt habe. 



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Re: pro Elektromobilität

Beitrag von nordlandfan » So 10. Feb 2019, 11:13

Hallo Rainer, 

.. da lag aber dann ein Planungsfehler vor Bestellung der Kangoos vor. Da kann das Fahrzeug nichts dafür.

Besser wäre dann dafür wohl der in Spanien produzierte Nissan eNV 2000 gewesen :idea: (unterwegs mit 80% -Ladung in 40-60 Minuten).

4€/ 100km (15kWh) für Mixstromladung (mit viel Windstrom) wäre dem privaten Nachnutzer zu teuer im Vergleich zur Dieselvariante mit 8€/100km (6l Diesel) , alles jeweils für DK momentan gültig  ?! 
Habe ich da einen kalkullatorischen Denkfehler ?

Mit sonnigem Gruß,
Heinz      



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