Typisch deutsche Gerichte

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Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von Ulrike M. » Mo 11. Nov 2019, 09:46

Hallo,

Was würdet ihr als typisch deutsche Gerichte vorschlagen? Es geht um Vorspeise, Suppe, Hauptspeise, Beilage, Nachspeise, Kuchen und Torten, Getränke aber auch Zwischenmahlzeiten?
Ich weiß, Deutschland ist groß, aber ich bin neugierig.

Beste Grüße,
Uli



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von schnuess » Mo 11. Nov 2019, 10:33

Huhu Uli,



das ist ja auch regional sehr unterschiedlich, bei uns wäre folgendes typisch:

Rindfleischsuppe ( mit Markklößchen)
Plätze ( "Kartoffelcrepes"-KEIN Reibekuchen)
Döppekoochen ( Ofengericht aus Kartoffel/Speck/Zwiebel)
Gestömptes ( Kartoffel und Möhren gekocht und anschliessend zusammen gestampft) dazu gibt es ausgelassene Mettwurst

Streuselkuchen ( mit und ohne Füllung)
Derscher Geschwämm ( Stachelbeertorte mit Baiser)

Getränke: Bier  :D

Es gibt bei uns in der Region viel Eintopf: Erbsensuppe, Linsensuppe ( bei uns in der Familie auch Graupensuppe), Gemüseeintopf.......

Falls mir noch mehr einfällt ( bestimmt!), schreib ich nochmal...

Zwischenmahlzeit auf jeden Fall: en gooore Dong (ein gutes Butterbrot:  Scheibe Brot mit Butter und Käse/Wurst)

 



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von präses » Mo 11. Nov 2019, 10:39

Hallo Uli, als Hobbykoch meld ich mich mal zu dem Thema.
Ich glaube die typisch deutsche Küche gibt es ebensowenig wie die typisch österreicherische. In Tirol sieht es wohl anders aus wie in Wien.
Für das Rheinland könnte ich als Vorspeise Ähzezupp (Erbsensuppe), als Hauptgericht Himmel un Ääd (Himmel und Erde) oder Rheinische Sorbrode (Rheinischer Sauerbraten) und als Nachspeise Ärme Ritter (Armer Ritter) vorschlagen. Als kleine Happen für zwischendurch oder zum Bier gibt es in Köln den Halven Hahn oder kölschen Kaviar.
Auch bei uns ist der Döppekooche ( Puttes, Knall ..... ) im Herbst Winter sehr beliebt.



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von schnuess » Mo 11. Nov 2019, 10:45

Ahh präses....die armen Ritter hatte ich nicht auf dem Schirm!
Gibt es bei uns auch ( wohnen an der Grenze zum Siegerland)


Ausserdem dachte ich, Kölsch ( ich mag es! Besonders Gaffel) ist kein Bier??? ;)

Also muss ich präzisieren: bei uns trinkt man Pils!


LG



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von Sonne » Mo 11. Nov 2019, 10:51

Uli, das ist eine spannende Frage. Ich glaube vieles was man für typisch Deutsch hält, ist es gar nicht

Grünkohl mit Pinkel und Mettwurst
gibt es jetzt überall und ganze Gruppen melden sich zum Essen an

Matjes mit Btatkartoffeln
Kilberstuten,
Rosinenbrot das man auf einer Leiter, in Anzügen mit Zylinder den Eltern eines Neugeborenen bringt.
Rindfleisch mit Zwiebelsoße
Vorspeise bei Hochzeiten, oder Zungenragout
Streußelkuchen, Butterkuchen, Bienenstich
Als Nachspeise gab es bei uns früher, Van. Oder Schokopudding, Wackelpeter und Quark.

Wenn du mir deine Adresse per pn schreibst, kann ich dir gerne ein Original DDR Kochbuch schicken.



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von präses » Mo 11. Nov 2019, 11:30

Nachtrag zur Rheinischen (kölschen) Küche, fast als Grundnahrungsmittel kann man die Rievkooche (Reibekuchen) bezeichnen, dazu kommt dann aus dem fast gleichen Teig der Puttes:
  https://up.picr.de/37195048no.jpg    https://up.picr.de/37195046uh.jpg  
Beides wird auch mit befreundeten Mobilisten fast jährlich zelebriert.


 



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von Lira » Mo 11. Nov 2019, 12:04

"Deutsche" Gerichte sind doch sehr regional unterschiedlich. Ich kann Dir fränkische anraten:

Fränkische Bratwürste, Nürnberger Bratwürste entweder vom Grill oder im Zwiebelsud als "Blaue Zipfel" - Spezialität Coburger Bratwurst auf Kiefernzapfen gegrillt, wollten die Gescheiten der EU doch tatsächlich wegen Umweltverschmutzung verbieten, haben sich die resoluten Coburger aber gewehrt und Recht bekommen. Recht so !!!

Karpfen halbiert und gebacken (die sich dann wölben) oder blau (auch Essigsud). Die Aischgründer Spiegelkarpfen sind ein seit 2007 geschütztes Produkt, streng auf den Aischgrund regional begrenzt und durch Fütterung und Haltung (absolut tier-konform!) reglementiert. Gibt's nur in den Monaten mit R im Namen....

Schäuferla = Schweineschulter besonders geschnitten und gebraten, dazu Klöße aus rohen Kartoffeln, maximal halb rohe halb gekochte Klöße, aber alle haben innen ein Kloßbrot = in Butter angebratene Weißbrotwürfel. 
Die Klöß ganz aus gekochten Kartoffeln heißen dann "seidene" und isst man zum Fränkischen Sauerbraten, in dem Rosinen und Pferdefleisch nix zu suchen haben, die Soße aber mit speziellen Soßenlebkuchen sämig bereitet werden, dazu gibt es auch Blaukraut (heisst anderswo Rotkohl)

Vegetarier kommen im Frühjahr groß raus, wenn es allüberall den reichlich vorhandenen, auf den leichten sandigen fränkischen Böden herrvorragend gedeihenden Spargel gibt.
Nicht-Vegetarier essen zum Spargel gerne auch in den Saumagen abgefüllten Preßsack (= Blut mit Fleisch- und Speckwürfeln und allerlei Gewürzen). 

Als Zwischendurch-Gericht gibt's herzhaftes Sauerteigbrot mit G'häck (Bratwurstgehäck) und Zwiebeln.

Dann ist aus unserer Küche auch unser herrlicher Kren (heißt woanders Meerrettich) nicht wegzudenken, ich selber verbrauche sehr viel davon, der beste kommt aus der Gegend um Höchstadt an der Aisch oder Baiersdorf. Früher sind die "Krenweibli" mit dem Zug und der Huckelketze in die Stadt gefahren, sind mit ihren alten fränkischen Trachten von Haus zu Haus gezogen und haben den Kren verkauft. Manchmal sitzt auf dem Hauptmarkt in Nürnberg noch ein Krenweibla. Essen tut man den zu den Bratwürsten, überhaupt zu allen Wurstsachen - aber Marga's Kren ist sooooo gut, dass ich den löffelweise auf frischem Sauerteigbrot genieße. 

An Süßzeug haben wir natürlich die weltbekannten Lebkuchen, die Nürnberger Lebkuchen sind auch ein geschützter Begriff und dürfen regional nur in Nürnberg hergestellt sein. Die besten sind die Elisenlebkuchen, die ein Lebküchner im ausgehenden Mittelalter aus allerbesten Zutaten für eine todkranke Tochter Elise buk und die daraufhin wieder gesund wurde....

Dann haben wir noch Bier-Franken (größte Brauereidickte der Welt noch heute in der Oberfranken) und Wein-Franken. Schon Goethe schwur auf Fränkischen Silvaner, den er sich kistenweise liefern ließ und sogar während seiner italienischen Reise 1786 nicht drauf verzichten wollte und somit auch im Gepäck mitgeführt hatte. 

Essen hat also durchaus auch kulturellen Bezug und Anteil an der Mentalität der jeweiligen Region. 



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von Hummel » Mo 11. Nov 2019, 13:09

@ Manfred,

wann geht deine Saison wieder los ???

Wir brauchen einen SP mit Strom 💡😉



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von präses » Mo 11. Nov 2019, 13:14

@ Barbara, unsere Saison ist durchgehend,oder meinst Du de Rievkoocheparty ?



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Re: Typisch deutsche Gerichte

Beitrag von Hummel » Mo 11. Nov 2019, 14:13

Hallo Manfred,
es muss keine große Party sein. Wir können auch ein paar Reibekuchen von Aldi in die Pfanne hauen.



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