Wiegebericht....

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Re: Wiegebericht....

Beitrag von Turboarrow4 » Mi 28. Jul 2010, 10:22

Mir fehlt halt wirklich das Verständnis, wie es im ach so regulierten Deutschland überhaupt möglich ist, sich eine ABE für ein serienmäßig überladenes Fahrzeug zu erschleichen. Wahrscheinlich haben die Inschieniööre bei der Wiegung am Fahradträger hinten eine Miele - Waschmaschine festgeschnallt, und die Hebelwirkung hat dann die Vorderachse soweit entlastet, dass der Iveco per Hochstart auf die Waage gesprungen ist.....

Eine Schande, eine Schande..... :D



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von Gimli » Mi 28. Jul 2010, 10:39

Zu der Thematik fällt mir gerade ein, dass es einen Beladungsrechner als Excel-Dokument gibt ... mehr dazu per PN.



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von camperfan » Mi 28. Jul 2010, 17:24

Turboarrow4 hat geschrieben:Mir fehlt halt wirklich das Verständnis, wie es im ach so regulierten Deutschland überhaupt möglich ist, sich eine ABE für ein serienmäßig überladenes Fahrzeug zu erschleichen. Wahrscheinlich haben die Inschieniööre bei der Wiegung am Fahradträger hinten eine Miele - Waschmaschine festgeschnallt, und die Hebelwirkung hat dann die Vorderachse soweit entlastet, dass der Iveco per Hochstart auf die Waage gesprungen ist.....

Eine Schande, eine Schande..... :D
So ähnlich empfahlen es einige Händler - bis das Werk die Lösung gefunden hatte: " ... beladen sie so lange ordentlich die Heckgarage, Hobby arbeitet an der Lösung ..."

:lach1



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von cmw » Do 29. Jul 2010, 10:28

Hallo und Moin,

auch wir haben im Mai vor dem Start in den Urlaub unser Mobil mal auf die Waage gestellt... Bei den 5,2 Tonnen unseres Concorde/Iveco war mit Klamotten, Hundefutter, Fahrräder, Wasser 250 L und 3 Gasflasche, ohne Hund - ohne Frau und Kind nur mit mir als Fahrer genau 5.070 Kilo... also schon recht knapp. Toleranzen im Ausland zum Teil 0% - also "Ablasten" - sprich auspacken - vor Ort... - nicht Witzig... und im Falle eines Versicherungsschadens - nach Gutachten kann es zu einer "Mitschuld" kommen.
Die Achslast meines Ivecos Vorne ist auch unbeladen schon Kritisch... :-(
Bei 3,5 Tonnen Fahrzeuge ist das "Drama" noch höher, mein Chef fährt ein Palmo Mobil, 3,5 Tonnen Zulassung - Leergewicht 3,3 Tonnen, nach der Montage der Markise und der Einbau der Gasflaschen schon überladen... - also Auflastung auf 4 Tonnen, dann aber Überholverbot, jährlich Tüv etc... - er hatte sich das anders Vorgestellt - und nach der ersten Saison das Mobil verkauft - und sich ein Mobil auf Spriter als 4,9 Tonner zugelegt... - und nun mit Zuladung...
Unser nächster sollte eigentlich ein 6 oder 6,5 Tonner Iveco Daily werden, die Überlegung geht aber eher zum Eurocargo oder MAN als 7,49 Tonner... mal sehen was der Markt so demnächst bietet :-)

Gruß, Christian



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von dschaps » Do 29. Jul 2010, 19:11

Hallo in die Runde!
Auch ich halte die 3,5 tns Womos oft für Selbstbetrug,wenn mit montierter Markise,Fernsehen und ehefrau das Mobil schon überladen ist.
Die 5 % Toleranzgrenze ist nach Aussagen der Polizei keine Muß - sondern eine Kann- Bestimmung, das heißt, die Polizei kann auf Ausladen bestehen wenn sie schlecht gelaunt ist.Im europ. Ausland gibt es keine Toleranz.
Ein Aspekt über die Folgen des Überladens wird viel zu wenig erwähnt (von wegen Motorrad und Ehefrau ausladen und an der nächsten Ecke wieder einladen ):
Im Falle eines Unfalls zahlt bei Überladung keine Versicherung !! Und dann wird´s richtig teuer.
M.E, lohnt sich Überladung wirklich nicht.Mit 3,5 tns ist man wirklich sehr eingeschränkt !
Gruß
daschaps



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von garibaldi » Do 29. Jul 2010, 21:58

dschaps hat geschrieben:Mit 3,5 tns ist man wirklich sehr eingeschränkt !
Gruß
daschaps
Das kommt natürlich immer auf die Ansprüche an ... ;)

Im Ernst: ich finde, da wären eigentlich die Hersteller in der Pflicht. Wenn man ein Womo für 4 Personen baut, muss man doch davon ausgehen, dass die so grob gerechnet mindestens 200 kg auf die Waage bringen, eher mehr, wenn Mutti oder Vati nicht gerade Hungerkünstler sind, und dazu Klamotten, einen vollen Frischwassertank etc etc, wenn da ein Hersteller ein Womo mit 300 oder 400 kg Zuladung baut, hat er seinen Beruf verfehlt. Da wäre halt mal Intelligenz statt kurzfristigem Gewinnstreben gefragt ...



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von Adler » Do 29. Jul 2010, 22:03

cmw hat geschrieben:Hallo und Moin,


Unser nächster sollte eigentlich ein 6 oder 6,5 Tonner Iveco Daily werden, die Überlegung geht aber eher zum Eurocargo oder MAN als 7,49 Tonner... mal sehen was der Markt so demnächst bietet :-)

Gruß, Christian
Darüber hab ich auch schon nachgedacht... wenn es allerdings um maximale Zuladung geht, dann wirst du wohl eher mit dem 3l Iveco aufgelastet auf 6700kg klar kommen als mit dem Eurocargo oder gar dem MAN die ja von Haus aus schon fast ne Tonne mehr auf die Waage schmeissen.
Oder, falld du nen großen Führerschein hast, dann halt über 7,5t und MAN bzw. Eurocargo nehmen.

Mein derzeitiger Flair bringt voll geladen mit Wasser Klamotten Gas und Gastank 5400kg auf die Waage also noch 600kg Luft.

Der nächste hat noch mehr Platz nach oben... ne knappe Tonne :mrgreen:


Wenn man sich einen 4t ablasten lässt auf 3,5t und dann mit 3,7t in einen Unfall verwickelt wird... kann dann die Versicherung die Zahlung verweigern wegen Überladung?
Die Kiste war doch Bremsen und Fahrwerkstechnisch absolut für dieses Gewicht ausgelegt und die Prämie geht ja auch nicht nach Gewicht sondern nach Neuwert...
Ich würde, wenn ich unbedingt unter 3,5t fahren wollte, immer einen mit mehr zulässigem Gesamtgewicht kaufen und dann versuchen abzulasten... denn bei einem Verkauf, kann der nächste dann frei wählen wie er ihn fahren möchte.



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von thomasd » Do 29. Jul 2010, 22:15

Adler hat geschrieben: Ich würde, wenn ich unbedingt unter 3,5t fahren wollte, immer einen mit mehr zulässigem Gesamtgewicht kaufen und dann versuchen abzulasten... denn bei einem Verkauf, kann der nächste dann frei wählen wie er ihn fahren möchte.
Es ist auch eine Preisfrage!
Leider denken wenige an Sicherheit/Gesundheit, sondern nur ans Geld.

Wenn jede "Tüvprüfung" eine Gewichtskontrolle beinhalten würde, hätte 90% der Wohnmobile keine Plakette(meine Meinung). :lach1



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Re: Wiegebericht....

Beitrag von Adler » Do 29. Jul 2010, 22:21

thomasd hat geschrieben:
Adler hat geschrieben: Ich würde, wenn ich unbedingt unter 3,5t fahren wollte, immer einen mit mehr zulässigem Gesamtgewicht kaufen und dann versuchen abzulasten... denn bei einem Verkauf, kann der nächste dann frei wählen wie er ihn fahren möchte.
Es ist auch eine Preisfrage!
Leider denken wenige an Sicherheit/Gesundheit, sondern nur ans Geld.

Wenn jede "Tüvprüfung" eine Gewichtskontrolle beinhalten würde, hätte 90% der Wohnmobile keine Plakette(meine Meinung).

:lach1
90% ist sicher zu hoch gegriffen, weil es ja (fast) nur die Fahrzeuge unter 3,5t betrifft...aber es wären viele.

Bei meinem Karmann auf Fiat Ducato hat das schwerere Fahrwerk grad mal 1300€ im Anschaffungspreis mehr gekostet.
das währe mir meine Sicherheit allemal wert und wie erwähnt auch das größere Kundenpotential bei einem Wiederverkauf.



Andy

Re: Wiegebericht....

Beitrag von Andy » Fr 30. Jul 2010, 06:08

Adler hat geschrieben:Wenn man sich einen 4t ablasten lässt auf 3,5t und dann mit 3,7t in einen Unfall verwickelt wird... kann dann die Versicherung die Zahlung verweigern wegen Überladung?
Die Kiste war doch Bremsen und Fahrwerkstechnisch absolut für dieses Gewicht ausgelegt und die Prämie geht ja auch nicht nach Gewicht sondern nach Neuwert...
In diesem Fall denke ich nein, da der Unfall technisch bedigt nicht vermieden werden konnte.

Aber vielleicht wird sich die Versicherung bei der Regulierung wieder an Dich wenden, da Du vorsätzlich gehandelt hast - trotz Wissens der Überladung abgelastet. Ich denke, da werden sich die Versicherungen ein Stück vom Kuchen wieder von Dir zurückholen. Und meiner Meinung nach mit Recht :!:



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