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Mobile Freiheit Das Reisemobilforum für Spaß und gute Laune 2012-08-31T22:21:56+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/app.php/feed/topic/13112 2012-08-31T22:21:56+01:00 2012-08-31T22:21:56+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=259743#p259743 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Ich wünsche euch weiterhin eine schöne Zeit und hoffe auf weitere Berichte von euch.

Danke für die schönen Augenblicke und Einblicke über ein, mir weithin, unbekanntes Spanien.

VG
he76xe

Statistik: Verfasst von he76xe — Fr 31. Aug 2012, 23:21


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2012-08-31T17:15:46+01:00 2012-08-31T17:15:46+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=259704#p259704 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Was uns so aufgefallen ist:
Alleine in der Provinz Málaga stehen 120 000 Immobilien/Wohnungen leer und weitere 40 000 Bauten sind angefangen und erst mal eingestellt.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei ca. 25 % und ist bei Jugendlichen noch deutlich höher. Trotzdem sahen wir keine herumlungernden, sich betrinkende Jugendlichen auf den Straßen. Wir waren allerdings „nur“ in drei Großstädten.

Stauseen und Windkraftanlagen sind zahlreich vorhanden.
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Die größte Photovoltaikanlage Europas steht in Spanien. Leider lag diese etwas abseits unserer Route. Hier eine der vielen kleinen Anlagen:
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In Spanien sind 15 Meerwasser-Entsalzungsanlagen in Betrieb und 17 im Bau. Geplant waren ursprünglich 51 Anlagen, aber der Staat muss sparen. Stauseen sind billiger (und schöner).
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Es gibt auffallend viele Läden für Kinder, Kinderkleidung, Kinderschuhe usw. Bemerkenswert ist auch, es gibt so gut wie keine schreienden Kinder, nur solche:
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Spanier lassen ihre Kinder nicht alleine. Kinder werden überall hin mitgenommen, egal zu welcher Uhrzeit.
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Der Umgang der Spanier mit ihren Kindern ist sehr entspannt, gelassen, liebevoll, was allen Beteiligten offenbar gut bekommt.
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Im Laden Obst und Gemüse grapschen hier hauptsächlich die Ausländer, also . . . . Für den Zweck liegen oftmals Einmalhandschuhe bereit, die ziehen aber meist nur Spanier an.
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Verfallene Fabriken gibt es hier natürlich auch
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und viele verlassene Gehöfte oder gar ganze Dörfer
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Verkabelungen dieser Art sind auf dem Land fast der Standard:
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Leider ziehen sich Stromleitungen kreuz und quer durchs Land. So manch schöner Ausblick wird dadurch sehr getrübt. Ein Landschaftsbild ohne Leitung zu fotografieren bedarf einiger Mühe

Alles wird verbrannt, Feld- und Gartenabfälle und was sonst so noch mit brennen könnte. Irgendwo steigen immer Rauchfahnen auf.
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Der Andalusier Miguel Montes saß wegen Fahnenflucht und 5 gelungenen Fluchten aus dem Gefängnis 36 Jahre in Haft und kam jetzt nur durch 2 Gnadenerlasse der letzten und jetzigen spanischen Regierung frühzeitig frei! Was müsste man im Dland alles anstellen, um für über 36 Jahre auf Staatskosten eine Rundumversorgung zu bekommen?

Wenn man den Medienberichten glauben darf,
- sind Verträge, selbst mit Behörden und den Ministerien oft nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind. Sie werden bei Bedarf einfach annulliert.
- Und wer glaubt, vor Gericht alles hieb- und stichfest belegen zu können, darf sich noch lange nicht sicher sein, dass er Recht bekommt. Aber wo ist das anders?

2011/12 war der trockenster Winter seit 70 Jahren. Auch das ein Zeichen dafür, dass Klimaveränderungen nicht alleine durch den Menschen verursacht werden, denn 1932 war es trockener und damals gab es keine Ölheizungen, kaum Autos und kaum Flugzeuge.

Komisch, zu Beginn unseres Spanienaufenthaltes vermissten wir das vom Dland gewohnte üppige Grün in einer peinlich aufgeräumten Landschaft, als wir Spanien verließen, empfand ich das Grün und die Ordnung etwas erdrückend, gestylt, reglementiert und beschnitten. . .

Aber vielleicht gerade deshalb:

Andalusien ist schön!!!
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Farbenfroh und voller Lebensfreude
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Traditionell
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Geschichtsträchtig
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Manchmal erschreckend ehrlich
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Tiefgehend
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Herzlich
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Religiös
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Verbindet problemlos Religion, Traditionen und Lebensfreude miteinander
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Und es ist geheimnisvoll
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Entdeckt es – abseits der Küsten.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 31. Aug 2012, 18:15


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2012-08-17T11:00:23+01:00 2012-08-17T11:00:23+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=258352#p258352 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Jaca
In Jaca war bei dieser Spanienreise 2011 unsere erste und 2012 letzte Übernachtung auf spanischem Boden. Es ist der letzte größere Ort vor der französischen Grenze.
Auf dem Weg von Zaragoza bzw. Huesca nach Jaca führt die Straße rauf und runter, von 250 auf 1230 und dann wieder ganz runter. 6 % Steigungen/Gefälle sind in Spanien normal, das ist eigentlich nicht viel, aber ganz schön heftig, wenn das 10 und mehr km immer gleichmäßig mit 6 % bergab geht. Zu meiner Zeit hat man in der Fahrschule noch gelernt, dass bergab der gleiche Gang gewählt werden sollte, wie bergauf. Das machen wir auf solchen Gefällstrecken auch brav, was die Bremsen ungeheuer schont. Immerhin hat unser Zug mit dem Jeep am Haken knappe 9,5 to, welche ganz schön schieben.
Entsprechend langsam fahren wir dann bergab. Aber hier waren für LKW sowieso 30 km/h vorgeschrieben, die wir ganz knapp überschritten, und nicht zuletzt wegen der dort befindlichen Baustelle eine lange Schlange hinter uns ansammelten.

Die Guardia Civil macht auf der Strecke regelmäßig Kontrollen, und zwar in der Form, dass sie kurz irgendwo stehen, einige Fahrzeuge kontrollieren, dann mit Blaulicht in der ewig langen Baustelle die Schlange überholen, um bei nächster Möglichkeit wieder einige Fahrzeuge zu kontrollieren. So haben sie uns einige Male überholt und irgendwann auch kontrolliert – was zu erwarten war. Ganz offenbar kam ihnen der Jeep am Haken wohl etwas groß und schwer vor. Sie kontrollierten den Trailer, und die Gurtbefestigungen, Rücklichter und die Warntafel, welche VEHÍCULO LARGO (Fahrzeuge und Gespanne ab 12 m Länge) haben müssen, studierten die Gewichte aller Fahrzeugpapiere und rechneten und berieten; kamen mit den deutschen Zusatzeinträgen in den Papieren nicht so recht klar, aber die ganzen Abkürzungen verstehen wir selbst kaum.

Das alles hat jedoch seine Richtigkeit, die Gurte sind weit überdimensioniert, die Warntafel ordentlich von einem Fahrzeugbauer befestigt und überhaupt hatten wir damals alles passend mit Gewichtsreserven gekauft. Wir dürften 800 kg mehr mit dem Concorde ziehen und der Anhänger könnte auch 400 kg mehr laden als der Jeep leer wiegt – oh, wir sollten uns wohl doch einen größeren zulegen, ein V8 Mustang oder ein Camaro würden sich hinter dem Concorde gut machen :cool1

Na ja, die wirklich freundlichen Herren der Guardia Civil waren dann auch ganz bald zufrieden, akzeptierten auch anstandslos die „deutsche“ Hecktafel, welche um einige mm von der Spanischen Vorschrift abweicht, und winkten uns weiter, um uns kurz drauf wieder mit Blaulicht zu überholen, um die Fahrzeuge hinter uns zu kontrollieren.

In Spanien ist die Polizei überhaupt sehr präsent. Es verging hier kein Tag, an dem wir nicht mind. eine Verkehrskontrolle der Guardia Civil passiert haben. In jedem größeren Ort gibt es kommunale Polizei, die auch ständig auf der Straße ist, und wir stehen nirgends, ohne dass nicht mehrfach Polizei vorbei fährt. Aber von Touris bzw. von uns wollen sie eigentlich nichts. Wir wurden bisher immer durchgewinkt, man grüßt freundlich.

Auch hier keine Bilder, aber es folgt in Bälde noch ein kleiner Nachtrag zu unserer Spanienreise – mit Bildern.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 17. Aug 2012, 12:00


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2012-08-15T20:18:51+01:00 2012-08-15T20:18:51+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=258194#p258194 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Huesca
Lag auf unserer Route und wir steuerten es an, weil es hier eine Repsol mit Autogas geben soll. Kommt man von der Autobahn, befinden sich auch hier rechts und links der Straße je eine Repsol-Tankstelle. Die auf der linken Seite hat LPG! Man sollte jedoch keineswegs weiter fahren und auf einen Kreisel zum Umkehren hoffen, sondern einfach den Gegenverkehr abwarten und in die linke Tankstelle einfahren.

Der im 1. Jahrhundert vor Christus gegründete Staat Osca (das heutige Huesca) hatte bereits damals einen Senat und ein fortschrittliches Schulsystem.
Vom 8. Jahrhundert an entwickelte sich die Gegend zu einer maurischen Hochburg. Der Rest ist wie gehabt.
Zu sehen gibt es eine gotische Kathedrale und ein Renaissance-Rathaus. Auch hier kann man den Gräueltaten des frühen Mittelalters kaum ausweichen.

Hierzu gibt’s leider keine Bilder, die Heimfahrt drängte, denn ein Enkelkind wird in Bälde erwartet.

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 15. Aug 2012, 21:18


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2012-08-09T04:06:41+01:00 2012-08-09T04:06:41+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=257476#p257476 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Zaragoza
Der letzte Ausflug auf unserer Spanienreise führte uns in die fünftgrößte Stadt Spaniens - wenn man schon wiederholt dran vorbei fährt.
Eine moderne Stadt, ganz nett, schreit aber nicht unbedingt nach Wiederholung. Lediglich die Basilica de Nuestra Señora del Pilar war beeindruckend. Wir haben es zwar beide überhaupt nicht mit Kirchen, wir sind das schon richtig leid, aber mit Ausnahme der "maurischen" Kathedrale in Cordoba, die ein absolutes Highlight ist, war dies die beeindruckendste der bisher gesehenen.
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Ja und am Goya Museo Ibercaja kann man eigentlich nicht vorbei gehen. Leider sind die meisten Zeichnungen des Künstlers zwangsläufig Zeitzeugen, sprich sie stellen grausamste Handlungen aus der Zeit der Inquisition dar. Wir waren also ganz schnell wieder draußen. In Spanien wird man immer wieder und allerorten mit einem der düstersten Kapitel der europäischen Geschichte, nein, der katholischen Kirche, sehr deutlich konfrontiert. Unser sowieso schon distanziertes Verhältnis zu dieser Institution haben wir in Spanien nochmal überdacht, das Ergebnis kann sich jeder an 3 Fingern abzählen.
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Ganz nett ist auch die Atmosphäre in der Innenstadt, die zahllosen netten Bars überall und die größtenteils gelungene Verbindung zwischen historischen Bauten und Moderne.
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An der Stelle des heutigen Zaragozas lag ganz früher eine keltiberische Siedlung. Die eigentliche Gründung der Stadt erfolgte zwischen 24 und 12 v. Chr. durch die Römern.
Seit dem 8. Jahrhundert gehörte die Stadt zum Kalifat von Cordoba und war ein Vorposten im Kampf gegen die christlichen Königreiche in Nordspanien. Nach dem Zerfall des Kalifats eroberten 1110 Almoraviden die Stadt. Doch bereits 1118 konnten Christen „Saragossa“ von den Muslimen zurückerobern und zur neuen Hauptstadt des Landes erheben.
Aus touristischer Sicht kann Zaragoza nicht mit Städten wie Granada, Cordoba oder Sevilla konkurrieren, hat aber durchaus das eine oder andere zu bieten.
Z. B. die sehr beeindruckende Basilica de Nuestra Señora del Pilar
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und der Aljafería-Palast. Er wurde im 11. Jahrhundert erbaut unter Abü Dscha´far Ahmad I. ibn Sulaimän ibn Hüd, Muqtadir. Später wurde er von den Königen Aragoniens genutzt. Heute ist er Sitz des Regionalparlaments von Aragonien. Die Aljafería ist das einzige vollständig erhaltene maurische Bauwerk in Zaragoza.
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Nicht weit von der Basilica steht die Börse (La Lonja), ein zwischen 1541 und 1551 unter Gil Morlanes und Juan de Sariñena erbauter, walmdachgedeckter Block, dessen Innenraum eine hohe Halle bildet, in dem schlanke Renaissancepfeiler ein spätgotisches Rippengewölbe tragen.
Gleich um die Ecke vom Plaza del Pilar ist ein Teil der alten römischen Stadtmauer zu sehen. Etwas weiter wurde 1909 auf der alten Stadtmauer die Markthalle im Stil des Historismus errichtet. Ein Gang durch die Halle lohnt sich auf jeden Fall – zumindest für Leute wie uns, die ihre eigene Küche mit sich herumfahren.

In der Nähe von Zaragoza (Figueruelas) befindet sich das angeblich größte GM-Werk Europas. Mit dem Werk wurde Spanien zum drittgrößten Fahrzeugproduzenten in Europa.
Interessant wären auch die heute noch benutzten Wohnhöhlen des im Norden gelegenen Stadtteils Juslibol.

Uns war nach dem Stadtbesuch aber mehr am Auffüllen unseres LPG-Tanks im Jeep gelegen, welcher schon seit Cádiz leer war. Wie üblich gibt es auch für Zaragoza zwei Adressen von Autogas-Tankstellen. Wir fuhren jene an, welche auf dem Rückweg zu unserem Wohnmobil am Weg lag, „Repsol, Autovía de Logroño, 50011 Zaragoza“ beidseits der 4-spurigen Straße. Genau wie in Cádiz war auch das Fehlanzeige.

Deutsche Medien berichteten von Geisterstädten in Spanien. Stimmt, die gibt es recht häufig. Eine davon ist das ehemalige Expo-Gelände bei Zaragoza. Hier nur ein kleiner Ausschnitt.
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Das Gelände hat Straßen im Karree, zum Teil 4-spurig mit grünem Mittelstreifen, alles mit Straßenlampen versehen, die nachts natürlich alle an sind, und ein Wachdienst fährt Tag und Nacht die Runde.

Statistik: Verfasst von Gast — Do 9. Aug 2012, 05:06


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2012-08-05T07:47:32+01:00 2012-08-05T07:47:32+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=256973#p256973 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Teruel
Eine Industriestadt, welche in der Vergangenheit viele Kämpfe erlebt hat. Es begann mit den Römern, welche das keltische Turba eroberten und zivilisierten. Während der Reconquista war die Stadt wegen der strategischen Lage im Kreuzfeuer. 1171 eroberte das „christliche“ Spanien die Stadt zurück. Erst 1502 auf dem Höhepunkt des perversen Massenmordens im Namen Christi (Inquisition) musste die letzte Moschee schließen. 1937 brachten sich hier Tausende in der erbittertsten Schlacht des Bürgerkrieges gegenseitig um.

Sehenswert sind u. a. die 5 verbliebenen Mudéjar-Türme. Wir kamen jedoch wegen der berühmten „Liebenden von Teruel“ hierher, deren Sarkophage im Mausoleum neben der Iglesia de San Pedro ruhen.
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Irgendwie ist bei solchen Dingen die Erwartungshaltung manchmal zu hoch, jedenfalls ist die Geschichte selber ergreifender als das Mausoleum.

Hier noch einige Eindrücke aus der ganz netten Stadt:
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Statistik: Verfasst von Gast — So 5. Aug 2012, 08:47


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2012-07-29T18:43:30+01:00 2012-07-29T18:43:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=256275#p256275 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Die Fahrt von Cuenca nach Teruel
An der Abzweigung zu den historischen Bauten von Moya (verlassene Ortschaft) sind wir wegen zu großer Entfernung und der im Vorfeld nicht auszumachenden Stellmöglichkeit vorbeigefahren.
Verlassene Siedlungen konnten wir auf unserer weiteren Route zudem mehrfach am Straßenrand sehen, und wir wurden in der Folge großartig entschädigt, durch eine Landschaft, welche Ihresgleichen sucht.
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Na ja, nicht ganz, im Grunde hatten wir das ja alles schon größer, schöner und ohne das in Spanien unvermeidbare störende Beiwerk in den USA gesehen.
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Für die Bilder mussten wir ganz schön im unwegsamen Gelände umhergehen, um über steile Hänge zu Miradors zu gelangen, von denen aus sich die in Spanien unmittelbar vor der grandiosen Landschaft befindlichen Schrotthalden, Bauhöfe, Stromleitungen usw. ausblenden ließen. Denn so sieht die grausame Realität aus:
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Uns steht als Gast in einem anderen Land zwar kein Urteil zu, trotzdem ist es für uns immer wieder völlig unfassbar, mit welcher Gleichgültigkeit in Spanien großartigste Natur verschandelt wird. Mit etwas Geschick könnte diese, in Europa wohl einzigartige Landschaft erhalten und sicher auch schonend touristisch vermarktet werden - doch wir sind eben in Spanien, Olé.
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Statistik: Verfasst von Gast — So 29. Jul 2012, 19:43


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2012-07-28T04:55:36+01:00 2012-07-28T04:55:36+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=256179#p256179 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Nördlich von Ciudad Encantada findet man lt. Reiseführer die moosverhangenen Wasserfälle des Nacimiento del Rio Cuerva.

Die Fahrt dorthin führt durch eine reizvolle Landschaft.
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Unterwegs fanden wir in Tragacete einen Hinweis auf die Molino de la Chorrera. Nach wenigen km kann man das Auto am Wegrand parken und geht über einen Weg entlang des Bachlaufes zu einem netten Wasserfall.
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Und nach wenigen Minuten Gehzeit lag der kleine Wasserfall vor uns.
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Außerdem gab es an der Nebenstraße einen sauberen Brunnen, um unsere Wasservorräte aufzufüllen, klasse.

Die Weiterfahrt zu den moosverhangenen Wasserfällen des Nacimiento del Rio Cuerva hätten wir uns jedoch sparen können, denn nach dem trockensten Winter der letzten 70 Jahre war das alles nur ein trauriger Rinnsal.
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Für die Rückfahrt zu unserem Wohnmobil wählten wir eine schmale Straße quer durch den Parque Natural de el Hosquillo. Dies waren gut 50 km wunderbare Natur, Wälder, Wiesen, Weiden, einfach nur schöne Landschaft.

Statistik: Verfasst von Gast — Sa 28. Jul 2012, 05:55


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2012-07-19T19:16:42+01:00 2012-07-19T19:16:42+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=255337#p255337 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Ciudad Encantada
Dies ist eine bemerkenswerte Felslandschaft, ein klein wenig USA in Spanien. Die Formationen sind derartig einmalig, dass die Filmindustrie hier in der Vergangenheit eifrig tätig war. Es wurden hier Szenen zu Filmen wie:
Der Koloss von Rhodos, Los Barcos, The Mercenario, Bluthund, Gwangis Rache, Conan the Barbarian, Get Mean – Johnny Hamlet, Django - Der Totengräber warten schon, Mercenario der Gefürchtete, El Frutero, Der letzte Mohikaner,
Die Niebelungen, Die Wolfshexe usw. gedreht.
Wer sich für die entsprechenden Bilder der jeweiligen Filme interessiert, findet hier Interessantes:
http://www.western-locations-spain.com/ ... /index.htm

Wir fuhren aber nicht wegen der „Berühmtheit“ hierher, nein, das haben wir erst im Nachhinein herausgefunden. Wir wussten lediglich was von beeindruckenden Felsformationen nördlich von Cuenca und fuhren drauf los. Schon die Anfahrt ließ unsere Erwartungen steigen.
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Und dann lag die Felslandschaft vor uns, noch getrennt durch ein Kassenhäuschen. Aber der Rundgang ist den kleinen Obulus wirklich wert und das Ganze muss ja auch gepflegt und sauber gehalten werden – und sauber war es, ungewöhnlich sauber sogar.
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Viele Löcher gibt es
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und sogar einen kleinen Arch
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und etwas weiter gleich noch einen. Nein, wir sind nicht in Moab.
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Viele Felsen haben Namen, dies sollen mit etwas Phantasie die Liebenden von Teruel sein.
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Statistik: Verfasst von Gast — Do 19. Jul 2012, 20:16


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2012-07-14T18:15:52+01:00 2012-07-14T18:15:52+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254595#p254595 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Gast — Sa 14. Jul 2012, 19:15


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2012-07-13T21:05:37+01:00 2012-07-13T21:05:37+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254515#p254515 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Cuenca
Cuenca, die „malerische“ Altstadt klebt buchstäblich an einem Felsrücken, welcher an zwei Seiten steil zu den Flüssen Júcar und Huécar abfällt.
DSC_2572 http://up.picr.de/11120643ag.jpg

Die engen Gassen stammen noch von der maurischen Siedlung. Drum herum wuchs in der Gotik- und Renaissancezeit eine Stadt, welche mit Woll- und Tuchhandel zu Wohlstand kam.

Wenn man sich durch die scheußlichste Stadt unserer Spanienreise (unsere ganz persönliche Meinung, man möge es uns verzeihen) auf den Felsen, in die Altstadt durchgearbeitet hat,
DSC_2540PS http://up.picr.de/11120650jy.jpg
DSC_2545PS http://up.picr.de/11120653ir.jpg

lassen sich dort durchaus mehrere Tage verbringen, sofern man/frau von Museen, Kirchen und sonstigem nicht genug bekommen kann.
DSC_2582 http://up.picr.de/11120658nm.jpg
DSC_2563PS http://up.picr.de/11120665as.jpg

10-stöckige uralte Häuser gibt es am Rand der Altstadt, über steilem Abgrund gebaute Balkone können bestaunt werden,
DSC_2573 http://up.picr.de/11120671hg.jpg

und natürlich gibt es neben zahlreichen Museen auch die gotisch-normannische Kathedrale.
DSC_2544PS http://up.picr.de/11120677xc.jpg

Wir konnten uns beide nicht im Geringsten für Cuenca erwärmen, fragten uns, woran das liegen mag. Nun, die neuen Stadtteile sind gelinde gesagt einfach unattraktiv. Auffallend viele Leute laufen hier rum wie Marionetten, als wenn sie willenlos ferngesteuert wären, Augenkontakt ist hier nicht möglich. Sowas haben wir ja noch nie und nirgends in Spanien erlebt. Das steht im krassen Gegensatz zu den Menschen in Andalusien. Irgendwie waren wir dann froh, wieder auf unserem Stellplatz weit außerhalb der Stadt zu sein.

Am nächsten Morgen gab es noch einen Fototermin mit dem Auto am Mirador oberhalb der Altstadt, denn die Aussicht in die Schlucht am Fuße der Altstadt ist schön,
DSC_2589 http://up.picr.de/11120691ra.jpg
DSC_2588 http://up.picr.de/11120709yf.jpg
DSC_2587 http://up.picr.de/11120723kt.jpg
DSC_2577 http://up.picr.de/11120727wz.jpg
DSC_2556 http://up.picr.de/11120734ql.jpg

und dann ging es ganz schnell in die nahegelegene Serranía, ein gebirgiger Landstrich mit Wäldern, Weiden und Schluchten.
DSC_2590 http://up.picr.de/11120744uv.jpg
Dort soll es interessantes zu sehen geben.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 13. Jul 2012, 22:05


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2012-07-12T19:53:43+01:00 2012-07-12T19:53:43+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254386#p254386 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> :merci

Statistik: Verfasst von Biggi & Reinhard — Do 12. Jul 2012, 20:53


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2012-07-12T19:51:05+01:00 2012-07-12T19:51:05+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254385#p254385 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Statistik: Verfasst von Gitte — Do 12. Jul 2012, 20:51


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2012-07-12T19:33:35+01:00 2012-07-12T19:33:35+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254382#p254382 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Die Condesa de Teba, Eugenia de Montijo war eine Spanierin, und ihr Vorname wurde erst französish, nachdem sie zur Kaiserin von Frankreich durch die Heirat mit Napoleón III wurde.

Die Restaurierung wurde solange fortgeführt, bis 1870 das frazösische Imperium stürzte. Sie wurde dann von ihrem Neffen, dem Conde de Peñaranda weitergeführt.

Die Gestaltung des Innenhofes, des sogenanten Patio de Armas, war ein Hauptbestandteil dieser Arbeiten unter der leitung des Architekten Sureda.

Eugenia kam nach dem Tod Napoleóns III. zeitweise in die Burg zurück, um dort zu leben.

Einer der grössten Poeten Spaniens, Fray Luís de León, wurde in Belmonte geboren.

Und dann hat der Ort wohl dem "Café Belmonte" den Namen gegeben: Ein Solo mit Brandy und Kondensmilch, die in Spanien immer gezuckert ist.

Danke Oricos

Statistik: Verfasst von Gast — Do 12. Jul 2012, 20:33


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2012-07-12T17:54:00+01:00 2012-07-12T17:54:00+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254367#p254367 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Statistik: Verfasst von Gast — Do 12. Jul 2012, 18:54


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2012-07-12T10:49:29+01:00 2012-07-12T10:49:29+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254316#p254316 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> 8 Monate Urlaub angeboten hat. Irgendwas mach ich verkehrt. :mrgreen:

Statistik: Verfasst von he76xe — Do 12. Jul 2012, 11:49


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2012-07-12T07:04:19+01:00 2012-07-12T07:04:19+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254290#p254290 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> nimm dir einfach 8 Monate frei und los geht´s ;)

Statistik: Verfasst von Gast — Do 12. Jul 2012, 08:04


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2012-07-11T18:06:59+01:00 2012-07-11T18:06:59+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254244#p254244 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> die Lust machen eure Tour einfach mal nachzufahren.

Grüße aus dem verregneten bergischen Land
he76xe

Statistik: Verfasst von he76xe — Mi 11. Jul 2012, 19:06


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2012-07-11T17:03:27+01:00 2012-07-11T17:03:27+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=254237#p254237 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Weiter ging es nach Belmonte
La Mancha in phantastischer Abendstimmung:
DSC_2466 http://up.picr.de/11120520ki.jpg

Belmonte, ein wohl kaum bekannter Ort der La-Mancha, welcher aber durchaus Erstklassiges zu bieten hat, z. B. das hervorragend erhaltene, eindrucksvolle Castillo, welche sogar reichlich mit Mobiliar bestückt ist.
DSC_2530MSP http://up.picr.de/11120536fx.jpg
DSC_2476PS http://up.picr.de/11120542zy.jpg
Während im Keller gefoltert wurde (die Bilder erspare ich euch), ließen es sich die Herrschaften hier oben gut gehen.
DSC_2484 http://up.picr.de/11120546hx.jpg
DSC_2505 http://up.picr.de/11120550he.jpg

Es wurde 1456 erbaut; im 19. Jahrhundert wurde die Burg auf Befehl von Eugénie de Montijo ausgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts ging es in den Besitz des Dominikanerordens über. Im 20. Jahrhundert nutzte die falangistische Jugend das Gebäude.

Vom Turm und obersten Wehrgang bieten sich schöne Aussichten auf La Mancha.
DSC_2514 http://up.picr.de/11120592ix.jpg
DSC_2508 http://up.picr.de/11120595yx.jpg

Derzeit ist die Burg im Besitz der Herzöge von Peñaranda, Nachkommen der Herzöge von Alba und von Eugénie de Montijo. Mögen diese dafür sorgen, dass die Anlage auch weiterhin so gepflegt und erhalten wird.
DSC_2475 http://up.picr.de/11120599dx.jpg
DSC_2515 http://up.picr.de/11120609jo.jpg

Sehenswert ist auch das Colegiata de Belmonte, eine im 15. Jahrhundert entstandene große und ausgezeichnet erhaltene Kirche mit alten, nicht restaurierten, aber gut erhaltenen Altären, Kapellen und einem bemerkenswerten gotischen Chor.
DSC_2537PS http://up.picr.de/11120616cs.jpg
DSC_2535PS http://up.picr.de/11120620ik.jpg
DSC_2536PS http://up.picr.de/11120621nu.jpg

Im Foto nur schwer einzufangen, aber immer wieder sehr beeindruckend sind die Farben der La Mancha. Da geht manchmal helles Ocker über leichte Brauntöne ins tiefe Umbra über, Äcker in hellem Rot wechseln wenige Meter weiter in kräftiges Dunkelrot und dazwischen liegen goldfarbene Getreideäcker, silbern glänzende Ähren und satt grüne Felder … ein unvergleichliches Farbenspiel mit allem, was die Natur zu bieten hat.
DSC_2539 http://up.picr.de/11120629ae.jpg
DSC_2569 http://up.picr.de/11120631md.jpg

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 11. Jul 2012, 18:03


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2012-07-09T15:34:15+01:00 2012-07-09T15:34:15+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253962#p253962 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Zora — Mo 9. Jul 2012, 16:34


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2012-07-09T12:39:38+01:00 2012-07-09T12:39:38+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253952#p253952 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Liebe Sonnenputzer, wieder mal wunderschöne Fotos. Wie konserviert Ihr denn den Reisebericht für euch? . . .
Aber meine Frau :cool1
Danke für das Lob.
Bisher war ich hauptsächlich mit dem Schreiben beschäftigt und an eine Konservierung habe ich erst durch diesen Anstoß nachgedacht.
Wir werden mal verschiedenes ausprobieren. Beim Speichern/Drucken als PDF wird ja nur die gerade geladene Seite gespeichert - logisch.
Vielleicht kann aber einer der User oder der Admin einen Tipp dazu geben.

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 9. Jul 2012, 13:39


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2012-07-09T11:09:09+01:00 2012-07-09T11:09:09+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253948#p253948 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Statistik: Verfasst von Zora — Mo 9. Jul 2012, 12:09


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2012-07-09T12:46:31+01:00 2012-07-08T21:03:48+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253935#p253935 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Campo de Criptana
Cervantes berichtete, das Don Quijote auf dem Campo de Criptana gegen die Windmühlen kämpfte.
Wir wollten es genau wissen und fuhren dort hin. Die Mühlen sind über Schotterpiste zu erreichen. Wir fragten auf der Touri-Info und durften auf dem Busparkplatz bei den Mühlen zwei Tage stehen, großartig.
DSC_2414PS http://up.picr.de/11098999te.jpg

Auch diese Mühlen stammen aus dem 16. Jahrhundert und sind in einem sehr guten Zustand.
Nein, das ist wirklich nicht Griechenland, das ist La Mancha!
DSC_2399 http://up.picr.de/10976045uu.jpg
DSC_2403 http://up.picr.de/10976046em.jpg
DSC_2420 http://up.picr.de/10976050sl.jpg
Die verschiedenen Tageszeiten hüllen alles in ein ganz besonders reizvolle Licht.
DSC_2435PS http://up.picr.de/10976057bu.jpg

DSC_2451 http://up.picr.de/10976061cw.jpg
DSC_2456 http://up.picr.de/10976064dy.jpg
DSC_2461 http://up.picr.de/10976068vb.jpg
DSC_2462aPS http://up.picr.de/10976069dr.jpg

Statistik: Verfasst von Gast — So 8. Jul 2012, 22:03


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2012-07-08T10:45:01+01:00 2012-07-08T10:45:01+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253904#p253904 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> http://img5.fotos-hochladen.net/uploads ... 3n9aws.gif

Statistik: Verfasst von Zora — So 8. Jul 2012, 11:45


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2012-07-08T10:18:22+01:00 2012-07-08T10:18:22+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253901#p253901 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=6752

Euren wunderschönen Reisebericht kann ich leider nur ohne Fotos zum Lesen runterladen.

Meine eigenen Reiseberichte speichere ich als PDF ab, so kann ich sie auch an interssierte Freunde senden.

Wie man allerdings PDFs in Foren setzt? Keine Ahnung ob das überhaupt geht.

Statistik: Verfasst von Zora — So 8. Jul 2012, 11:18


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2012-07-08T08:50:59+01:00 2012-07-08T08:50:59+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253900#p253900 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
. . . Habt Ihr das alles als PdF erstellt?
Nein, das haben wir noch nicht gemacht. Ist alles ein Word-Dokument mit den Links auf die Bilder.
Wäre aber schön, wenn sich das direkt aus dem Forum heraus machen ließe. Gibt es da vielleicht eine Möglichkeit?

Statistik: Verfasst von Gast — So 8. Jul 2012, 09:50


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2012-07-07T23:51:46+01:00 2012-07-07T23:51:46+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253892#p253892 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Habt Ihr das alles als PdF erstellt?

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads ... puz1d7.jpg

Statistik: Verfasst von Zora — So 8. Jul 2012, 00:51


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2012-07-07T17:17:39+01:00 2012-07-07T17:17:39+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253881#p253881 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von jion — Sa 7. Jul 2012, 18:17


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2012-07-07T16:48:31+01:00 2012-07-07T16:48:31+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253880#p253880 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Consuegra
Der Hügel Calderico wurde von den Römern erobert, am Fuß des Hügels wurde die römische Stadt Consaburum gegründet. Diese entwickelte sich zur bedeutendsten Stadt in der Provinz Carpetania und war eine wichtige Station auf der Nord-Süd-Achse.
Bei Ankunft der Mauren verblieb die Mehrheit der hispanischen und gotischen Bevölkerung im Ort – man staune.

Leider wurde Consuegra am 11. September 1891 vom Hochwasser des Flusses Amarguillo zerstört, auch die römischen Brücken verschwanden dabei.

Zu besichtigen gibt es eine ansehnliche Burganlage, welche vermutlich in den ersten Phasen der Reconquista entstand. Später wurde sie dem Johanniterorden übereignet. Während des Spanischen Befreiungskrieges 1813 wurde die Burg zerstört. Während der Säkularisation wurden die Johanniter enteignet, die Ruine gelangte 1836 in private Hände, ging 1962 jedoch in den Besitz der Stadt über, worauf die Substanzsicherung der Burg begann. Durch die Gründung der Bauschule 1985 erhielten die Renovierungsarbeiten, die noch heute weitergehen, einen großen Schub. Die Anlage ist in einem erstaunlich guten Zustand.
DSC_2353 http://up.picr.de/10975996rh.jpg
DSC_2317 http://up.picr.de/10975998ww.jpg
DSC_2318 http://up.picr.de/10976000xa.jpg
DSC_2327 http://up.picr.de/10976003xn.jpg

Von der Burganlage bietet sich eine wunderbare Aussicht auf die La Mancha, bzw. einen kleinen Teil davon.
DSC_2328 http://up.picr.de/10976006aw.jpg
DSC_2329 http://up.picr.de/10976008jt.jpg

Gleich neben der Burganlage befinden sich mehrere Windmühlen aus dem 16. Jahrhundert.
DSC_2313 http://up.picr.de/10976012ze.jpg
DSC_2342 http://up.picr.de/10976018yl.jpg
DSC_2331 http://up.picr.de/10976023ko.jpg

Von ursprünglich 13 Mühlen sind noch 11 erhalten. In einer Mühle ist der funktionsfähige Mechanismus zu besichtigen. Diese Mühle wird jedes Jahr beim Safranfest in Betrieb genommen. Eine Müllerin war auch gerade anwesend.
DSC_2346 http://up.picr.de/10976029cy.jpg
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DSC_2368PS http://up.picr.de/10976040ip.jpg

Statistik: Verfasst von Gast — Sa 7. Jul 2012, 17:48


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2012-07-04T22:49:01+01:00 2012-07-04T22:49:01+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253722#p253722 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> ist schon OK, wir kennen uns und ich kann das auch so einordnen wie du das meinst.
Mit dem Michelin Routenplaner haben wir wirklich gute Erfahrungen gemacht. Die Mautstrecken hat er bisher schön umfahren, auch die Spanischen.
Das große Problem aller Kartenmaterialien scheint zu sein, dass die Straßenbaubehörden neue Trassen nicht zuverlässig an die entsprechenden Stellen melden. In Frankreich und Spanien fahren wir oft genug viele km laut Navi in der Pampa. Meist sind das Ortsumfahrungen, die dem Aussehen nach jedoch schon länger in Betrieb sind. Aber wem erzähle ich das, du kennst die Situation ja auch bestens.

Die französische Seite hat noch ein paar wenige, kurze Engstellen. Aber das war für mich kein Problem. Wir sind das an einem Freitagvormittag gefahren und wie gesagt, wenig bis mäßiger Verkehr. Einige LKWs sind natürlich auch auf der Strecke und die Guardia Civil kontrolliert dort fleißig, auch WoMos mit Anhänger - sie fanden jedoch nichts zum Beanstanden und waren freundlich.

Landschaftlich ist das sehr reizvoll. Leider gibt es an den schönsten Stellen keine Haltemöglichkeit.

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 4. Jul 2012, 23:49


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2012-07-04T14:11:30+01:00 2012-07-04T14:11:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253672#p253672 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Es ging mir um die Fahrbarkeit, ich fahre ja auch mit Anhänger und bin dadurch ja nicht so beweglich. Man berichtet mir glaubhaft, dass die spanische Seite sehr gut ausgebaut ist, die französische Seite nicht so dolle ist, aber recht gut fahrbar. Das wollte ich auch mal von Deutschen hören...
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Hab' das nochmal nachgelesen, klingt anders als ich es ausdrücken wollte, aber besser krieg ich's nicht hin. Ist nicht pampig gemeint, auch wenn der erste Satz so klingen mag. :mrgreen:

Statistik: Verfasst von Har-Pi — Mi 4. Jul 2012, 15:11


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2012-07-03T21:15:30+01:00 2012-07-03T21:15:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253613#p253613 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Seid Ihr über Somport (Tunnel) raus gefahren?
Ich will da im August nach Frankreich überwechseln, ich will mal versuchen, ohne grosse Scherereien ohne Maut nach Deutschland zu fahren und habe vom Osten Frankreichs langsam die Nase voll, immer das Gleiche.
Ja Detlev, durch den Tunnel du Somport. Die Strecke finden wir angenehm zu fahren. Gut, es geht mal auf 1300 m und mal auf ca. 1000m hoch und jedes mal wieder runter; es ist dort eine Baustelle, die aber nicht stört, da relativ wenig Verkehr auf der Strecke ist.

Nimm doch mal den Michelin Routenplaner http://www.viamichelin.de/web/Routenplaner da stelle ich immer PKW mit Anhänger (WoMo geht leider nicht) und Vignetten- und Mautstrecken meiden ein. Damit bekommst du zuverlässig eine entsprechende Strecke vorgeschlagen.

Viel Spaß und nicht ärgern :f

Statistik: Verfasst von Gast — Di 3. Jul 2012, 22:15


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2012-07-02T21:15:46+01:00 2012-07-02T21:15:46+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253514#p253514 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Ich will da im August nach Frankreich überwechseln, ich will mal versuchen, ohne grosse Scherereien ohne Maut nach Deutschland zu fahren und habe vom Osten Frankreichs langsam die Nase voll, immer das Gleiche.

Statistik: Verfasst von Har-Pi — Mo 2. Jul 2012, 22:15


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2012-07-02T06:51:05+01:00 2012-07-02T06:51:05+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253435#p253435 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> danke für die Blumen.
Unsere Reise ist noch nicht ganz zu ende, in mehreren Etappen geht der Bericht noch weiter über Zaragoza bis Jaca.
Da ist noch das ein oder andere Highlight bei.

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 2. Jul 2012, 07:51


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2012-07-01T20:58:15+01:00 2012-07-01T20:58:15+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253421#p253421 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Danke für`s mitnehmen und für die Mühe. :merci

Statistik: Verfasst von Gitte — So 1. Jul 2012, 21:58


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2012-07-01T20:40:48+01:00 2012-07-01T20:40:48+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253418#p253418 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> La Mancha
Nach vielen Monaten verlassen wir Andalusien wieder Richtung Norden, nach Kastillien- La Mancha.
In dieser Schlucht überqueren wir die Grenze.
DSC_2263 http://up.picr.de/10916347jq.jpg

Kastilien-La Mancha gehört zu der historischen zentralspanischen Landschaft Kastiliens.
Fast jeder kennt La Macha durch die Bücher über Don Quijote. 1605 erschien die erste Ausgabe des Buches „Don Quijote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes. Auch heute findet man noch überall jene charakteristischen Windmühlen, mit denen Don Quijote den Kampf aufnahm. Allerorten findet man Don Quijote, Rosinante und Sancho Panza an Wänden, in Kreisverkehr, als Statue usw.
DSC_2282 http://up.picr.de/10916378mj.jpg
DSC_2374MSP http://up.picr.de/10916355if.jpg
DSC_2375 http://up.picr.de/10916384zo.jpg
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Die Landschaft besteht im Wesentlichen aus einem riesigen Hochplateau. Für Touristen empfehlen sich Routen wie z. B. Ruta de los Pueblos Negros, Route der Safran-Felder, Route der Burgen oder die Ruta de Don Quijote.
DSC_2393 http://up.picr.de/10916423ym.jpg

Was uns in La Mancha sehr entgegen kommt ist die Bevölkerungsdichte von 26,6 Einw./km² (im Dland sind es 100 mehr), in Andalusien waren es 96,5 Einw./km². In La Mancha steht uns keiner auf den Füßen, die Leute sind entspannt, freundlich, hilfsbereit und lassen einen ansonsten völlig in Ruhe. Natürlich verhalten wir uns entsprechend rücksichtsvoll, wie man es als Gast immer tun sollte.

Eigentlich sollten in dieser Gegend die größten Weinanbaugebiete Spaniens sein. Auf der Fahrt nach Valdepeñas konnten wir jedoch kaum Reben entdecken. Wo sie die wohl versteckt haben? Egal, Valdepeñas hat jedenfalls reichlich Bodegas und zahllose Edelstahltanks mit Wein, die einer Raffinerie zur Ehre gereichen würden. Die Stadt ist für uns weniger attraktiv, in Bodegas versumpfen wir nicht.
DSC_2292 http://up.picr.de/10975967sg.jpg
DSC_2297 http://up.picr.de/10975975gj.jpg
DSC_2299 http://up.picr.de/10975978il.jpg
DSC_2294 http://up.picr.de/10975987hu.jpg

Dafür hatten wir schöne Naturerlebnisse.
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Statistik: Verfasst von Gast — So 1. Jul 2012, 21:40


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2012-06-28T18:56:24+01:00 2012-06-28T18:56:24+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253143#p253143 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Hier unsere vorerst letzte Station in Andalusien
Unsere vorerst letzte Unternehmung in Andalusien ist eine Wanderung bei Aldeaquemada zur Cascada de la Cimbarra im Paraje Natural.
Eine wunderschöne Anfahrt über eine schmale Straße mit Serpentinen, die für große Wohnmobile durchaus befahrbar ist, wenngleich einige Engstellen vorhanden sind. Wir waren jedoch nur mit dem Jeep da.
Die Wanderung ist nicht weit, nicht anstrengend, nicht spektakulär jedoch mit schönen Picknickmöglichkeiten, etwas romantisches also. Den Rest erzählen die Bilder.
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Kaskaden kann man das ja nicht gerade nennen, aber nach dem trockensten Winter seit 70 Jahren darf man sicher nicht mehr erwarten.
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Nach einem schönen Picknick vor den Kaskaden geht es weiter auf dem kleinen Rundweg zu einem Mirador und dann zurück zum Auto.
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Aber unsere Spanienreise ist jedoch noch nicht ganz beendet. Schon im nächsten Bericht begegnen wir Don Quijote, Rosinante und Sancho Panza :cool1

Statistik: Verfasst von Gast — Do 28. Jun 2012, 19:56


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2012-06-28T16:41:30+01:00 2012-06-28T16:41:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253130#p253130 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Da gibt es also "schöne" und "nicht so schöne". Ist halt geschmackssache.

Statistik: Verfasst von Lira — Do 28. Jun 2012, 17:41


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2012-06-28T11:31:13+01:00 2012-06-28T11:31:13+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253102#p253102 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Har-Pi — Do 28. Jun 2012, 12:31


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2012-06-28T11:27:55+01:00 2012-06-28T11:27:55+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253101#p253101 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Turboarrow4 — Do 28. Jun 2012, 12:27


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2012-06-27T21:35:06+01:00 2012-06-27T21:35:06+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=253057#p253057 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Wie lange bleibt ihr noch in Spanien – oder habt ihr in Deutschland am Ende gar kein Zuhause mehr?
Hallo Lira,
wir haben im Dland kein Zuhause mehr, das notwendigste haben wir im DG bei Monikas Mutter abgestellt, von allem anderen haben wir uns getrennt. Bei Monikas Mutter haben wir jedoch ein Bett für den Notfall.

In Spanien waren wir gute 8 Monate unterwegs. Inzwischen sind wir jedoch im Dland angekommen und stehen am Ausgangsort unserer Reise.
Leider hinken die Berichte etwas nach, da wir im letzten Monat Probleme mit dem Internet hatten. Wir haben zu viel verbraucht für unsere Routen- und Stellplatzplanung und dann ging mit Bildern hochladen nichts mehr.

Mit unseren 16 m können wir schlecht einfach mal drauf los fahren und schauen wo ein Plätzchen zum Stehen frei ist. Da landet man schnell in engen Dorfgassen, aus denen nur schwer (rückwärts) wieder rauszukommen ist. Stellplätze in unserem Sinn gibt es in Spanien ja nicht und Campingplätze sind für uns, mit ganz wenigen Ausnahmen, auch nicht sonderlich geeignet. Wir planen daher alles mit google maps und Satellitenansicht. Da haben wir schon ein richtiges Auge für geeignete Plätze entwickelt. Das verbrät halt viel Volumen vom Stick, hat aber bisher super geklappt.

Es folgen in den nächsten Tagen noch einige schöne Berichte.

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 27. Jun 2012, 22:35


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2012-06-27T21:54:47+01:00 2012-06-27T09:27:48+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=252994#p252994 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Was mir aufgefallen ist, in Spanien sieht man kaum tätowierte, was mir im Gegensatz hier in Deutschland schon wie eine Sucht vorkommt. Dadurch sehen die Frauen einfach auch natürlicher aus ohne Tattoo

LG

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 27. Jun 2012, 10:27


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2012-06-27T08:54:41+01:00 2012-06-27T08:54:41+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=252988#p252988 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Diese Lebensweise ähnelt auch sehr der im südlichen Italien und den italienischen Inseln.
In Palermo auf dem Stellplatz mitten in der Stadt machten wir auch mal kein Auge zu, da nebenan von 2.00h bis 5.00h mit allem Krawall und Lärm und Gestank der Müll von kleinere auf größere Müllautos umgeladen wurde. Das war so ziemlich meine schlimmste (in Bezug auf Unruhe) Wohnmobilnacht. Die Straßenreinigung hingegen fährt auch in Italien auch sonntags gerne schon vor 6.00h rum, und das aber auch im Winter. Wie oft sind wir da schon im Bett gestanden, als der Reiniger wohl aus lauter Lust an der Freude seine Kreise um unser Wohnmobil gezogen hat.

Wie lange bleibt ihr noch in Spanien – oder habt ihr in Deutschland am Ende gar kein Zuhause mehr?

Statistik: Verfasst von Lira — Mi 27. Jun 2012, 09:54


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2012-06-26T23:06:18+01:00 2012-06-26T23:06:18+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=252971#p252971 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Córdoba, ein Highlight
eigentlich wollten wir durch Córdoba durchfahren und am östlichen Stadtrand unser Wohnmobil parken. Aber westlich, kurz vor der Stadt, boten sich wunderbare Plätze zum Stehen an, völlig einsam, ruhig und kaum zu sehen, sowas gefällt uns.
Um 22:30 Uhr genießen wir noch bei angenehmen 30 Grad die laue Abendstimmung. Ja, 30 Grad sind wirklich ein angenehmer Genuss, wenn man das mit den Mittagstemperaturen vergleicht. Überhaupt haben wir uns an die Wärme hier sehr gewöhnt und wenn es nur noch knapp über 20 Grad hat, empfinden wir das als sehr frisch.
Bei den Temperaturen versteht man auch den Tagesablauf der Spanier, der völlig anders ist als bei uns. Ab ca. 13:30 Uhr bis 17 Uhr ist Siesta. Da ruht nahezu alles in Spanien. Lediglich der eine oder andere Supermarkt hat noch offen. Ab 17 Uhr wird wieder bis 20 bzw. 21 Uhr gearbeitet. Dann beginnt hier der Feierabend. Entsprechend sind natürlich die Essenszeiten verschoben und es ist normal, dass Leute noch nach 23 Uhr spazieren gehen. Ab Mitternacht bis zum Morgen wird die Zeit madrugada genannt. In der Folge beginnt die Arbeit auch etwas später wie wir das gewohnt sind, in der Regel ab 9 Uhr. Allerdings gibt es auch Bereiche, in denen nachts, in der madrugada gearbeitet wird. Es ist nicht selten, dass zwischen 2 und 5 Uhr die Mülltonnen geleert werden. Auch die Straßenkehrer beginnen oft vor Sonnenaufgang mit ihrer Tätigkeit. In beiden Bereichen sind übrigens etliche Spanierinnen tätig. Aber kommen wir wieder zu unserer Städtetour.
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Unser erster Ausflug galt dem Stadtteil Juderia
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und der Mezquita de Córdoba, von außen relativ schmucklos, von innen überwältigend.
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Die Römische Brücke, Puente Viejo, führt mit 16 Bögen über den Guadalquivir direkt auf die Moschee zu.
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Am stadtauswärtigen Ende der Brücke befindet sich der "Torre de la Calahorra", ein mittelalterlicher Wachturm, in dem heute ein Museum untergebracht ist.
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Der Emir Ab dar Rahman I. begann 785 mit dem Bau dieser Moschee, die heute mit 23.000m² die drittgrößte der Welt wäre. Ungefähr 860 Säulen tragen jeweils 2 übereinander liegende Bögen und erzeugen ein interessantes Spiel aus Licht und Schatten.
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Nicht nur Granada ist mit Assoziationen an die Zeit der Maurenherrschaft verbunden, in Córdoba erreichte die Macht des Islam in Europa, noch völlig unangefochten durch christliche Herrscher, ihren Höhepunkt bereits über 500 Jahre vor dem Fall von Granada.
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Auch Córdoba wurde von den Iberern gegründet, später schlossen sich die Bewohner dem Karthager Hannibal auf dessen Feldzug gegen Rom an, 206/169 v. Chr. (die Angaben sind widersprüchlich) wurde es von den Römern erobert. Bis zum Bau des Kolosseums und des Amphitheaters von Karthago stand hier das größte Amphitheater des römischen Reiches, welches 40.000 Besuchern Platz bot. Irgendwann zerstörten die Vandalen Córdoba, die Stadt blieb jedoch Teil des Westgotenreiches. Von 554 bis 571 gehörte es zum Byzantinischen Reich. Nach der Rückeroberung durch die Westgoten 572 verlor es an Bedeutung und verfiel zusehends. Das übliche Trauerspiel.
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711 wurde die Stadt von den Mauren eingenommen und war ab 756 die Hauptstadt des umayyadischen Emirats von Córdoba. Im 10. Jahrhundert wurde das Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten über eine halbe Million Menschen in Córdoba, das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Es gab über 80.000 Werkstätten und Geschäfte, 600 öffentliche Bäder, 300 Moscheen und 50 Krankenhäuser!!!! in der islamischen Metropole. Christen, Juden und Muslime lebten meist friedlich zusammen. Die Omaijaden-Herrscher regierten tolerant, ließen Christen und Juden nach deren Fasson selig werden, gerade aus heutiger Sicht besonders bemerkenswert: in Córdoba teilten sich damals Muslime und Christen 20 Jahre lang ein und dasselbe Gotteshaus, und als es einfach zu klein wurde, kaufte Abd-al-Rahman den Christen ihr Gotteshaus für 100.000 Golddinare ab, damit sich diese ein neues Gotteshaus an anderer Stelle bauen konnten. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, von so viel Toleranz und gegenseitiger Achtung konnte und kann sich Rom noch heute eine Scheibe abschneiden.
Wie wäre es denn, wenn sich mal die Katholiken mit Muslimen ihr Gotteshaus teilen, bis diese ihre eigene Moschee errichtet haben? Schließlich beten doch beide denselben Gott an.
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Die blühende Stadt zog damals Gelehrte aus der ganzen Welt an. Das Wissen dreier Kulturkreise und dreier Religionen konnte sich hier zum Wohle aller ergänzen.
Händler aus dem Osten, aus Bagdad, aus dem byzantinischen Konstantinopel und sogar Wikinger kamen hierher, um ihre Waren anzupreisen. Reisende, Dichter, Poeten und Denker kamen; die Weisheit des Ostens drang in die geistige Öde des Westens und veränderte den Alltag und die Gewohnheiten, z. B. die Folge der Speisen (Suppe, Fleisch, was Süßes), Trinken aus Kristallgläsern, die Kleidung (Leichtes im Sommer, Pelz im Winter) oder das Schminken und Frisieren, wie man sich mit einer Creme die Zähne putzt, Waschen/Baden . Dies und vieles mehr lehrte uns Zirjab, ein schwarzer Muslim, ein Revolutionär der feinen Lebensart. Zu einer Zeit, in welcher der Rest von Europa sich im Dreck suhlte, gab es alleine in Córdoba hunderte Bäder. Maimonides, ein jüdischer Gelehrter aus Córdoba hatte bereits vor 1200 Prophylaxe und Hygiene zum Mittelpunkt seiner medizinischen Ansichten gemacht. Abu al-Qasim aus Córdoba schuf um 1000 mit seinem 30-bändigen Lehrbuch Grundlagen, welche die Chirurgie für ein halbes Jahrtausend bestimmte. Ibn Ruschd dokumentierte mit seinen Werken die antike Philosophie für die Nachwelt.
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Nach dem Untergang des Kalifats wechselte ab 1031 die Herrschaft mehrfach, Dschahwariden, Abbadiden, Almoraviden, Almohaden führten Regie, bis 1236 christliche Truppen Córdoba eroberten. Die neuen Herrscher duldeten keinen Zweifel an ihrer durch fanatisches Christentum geprägten mittelalterlichen Weltlehre. Inquisition und Vertreibung von Juden und Mauren trugen dazu bei, Córdobas strahlenden Stern zum Erlöschen zu bringen. Die einstige Metropole der Geisteswissenschaften erlosch zur bedeutungslosen Provinzstadt. Wen wundert´s, wenn so viel Kleingeist an die Macht kommt.
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Was er wohl heute zu all dem sagen würde, was die Leute in seinem Namen machen?
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Statistik: Verfasst von Gast — Mi 27. Jun 2012, 00:06


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2012-06-21T22:05:17+01:00 2012-06-21T22:05:17+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=252476#p252476 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Sevilla
Ja, die Städte. . .
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„Da der ökonomische Erfolg Sevillas vor allem den höheren Einkommensschichten zugutekam, erreichen Arbeitslosen- und Kriminalitätsrate Werte, die kaum von einer anderen spanischen Stadt übertroffen werden, usw.“ - soweit die Zeilen im Reiseführer.

Als wir uns der Stadt näherten, stellen wir fest, dass hier nicht nur, wie meist in Spanien, die Erdgeschossfenster vergittert sind, sondern des Öfteren auch die Fenster des ersten Obergeschosses. Bessere Industrieparks waren mit massiven Zäunen umgeben, die Zufahrt nur am Wachhäuschen vorbei möglich, solche Areale sind geschützt wie Kasernen.

Angesichts der Gegebenheiten verzichten wir gerne auf stadtnahe Stellmöglichkeiten, wir fahren raus aufs Land und finden 20 km entfernt einen ruhigen und sicheren Platz für die nächsten Tage.

Sevilla ist wohl eine Gründung der Iberer, wurde später von Phöniziern und Karthagern besiedelt und 205 v. Chr. von den Römern erobert. Nach einem kurzen Zwischenspiel der Vandalen geriet Sevilla 441 in die Hände der Westgoten. 712 wurde die Stadt von den Mauren erobert und fiel 1248 wieder in die Hände der Christen. Mit der Eroberung Amerikas begann für Sevilla eine neue Blütezeit. Hier und in Cádiz entluden die spanischen Galonen ihr geraubtes Gold und Silber. Und es ist fast nicht zu glauben, nachdem jüngst eine Firma eine solche Galeere mit solch geraubtem Gold gehoben hatte, klagte der spanische Staat auf die Herausgabe seines Eigentums und bekam vor internationalen Gerichten Recht. In was für einer Welt leben wir hier eigentlich???

Sevilla ist eine schöne, moderne, großzügige Stadt mit gepflegten Parkanlagen, Palmen und zahlreichen prachtvollen historischen Gebäuden. Wir haben das Bilderbuch-Sevilla besucht, den Stadtteil Santa Cruz. In erster Linie interessierte uns die Kathedrale von Sevilla (Santa María de la Sede), sie ist die größte gotische Kirche der Welt und zählt zu den größten Kathedralen der Welt. Ihre Länge beträgt 115 m, ihre Breite 76 m. Die Höhe des mittleren von insgesamt 5 Kirchenschiffen beträgt 42 m. Die Kathedrale wurde in den Jahren 1401 bis 1519, und wie könnte es anders ein, auf den Überresten der im 12. Jahrhundert errichteten arabischen Mezquita Mayor gebaut. Offenbar trauten damalige Baumeister allerorten ihren christlichen Fundamenten nichts zu.
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Da der große Altar wegen Renovierungsarbeiten verhängt war, und wegen des stattfindenden Gottesdienstes ein Teil der Kathedrale abgesperrt war, gab es eigentlich nicht viel zu sehen. Später war dann mehr geöffnet, aber wir hatten absolut keine Lust uns in eine ewig lange Schlange wartender Touris einzureihen.
Übrigens soll in der Kathedrale Cristóbal Colón (Kolumbus) beerdigt sein, eine nicht ganz so ehrenhafte Person, wenn man sich näher mit seinen Motiven und seinem Handeln beschäftigt. So geht aus seinen Logbüchern und Briefen hervor, dass er vorrangig auf der Suche nach Edelmetall-Vorkommen war.
Er hatte von Königin Isabella I. den Auftrag, die einheimische Bevölkerung freundlich zu behandeln, er aber versklavte 550 Indios und brachte davon die überlebende Hälfte nach Spanien. Dort wurden sie von Königin Isabella I freigelassen und lebende Überrest zurück in ihre Heimat gebracht.

Seitengang eine Kirche
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Wir schauten uns etwas in der Stadt um
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Als zweites wollten wir zum "Royal Alcazars of Seville", ein orientalischer Festungspalast, so scheint es jedenfalls auf den ersten Blick. Die Anlage gilt als älteste Königsresidenz in ganz Europa und geht auf eine maurische Burg der Almohadenherrscher zurück. Der Palast an und für sich wurde jedoch erst ab 1364 von dem Liebhaber islamischer Kunst, Pedro I. „der Grausame“ erbaut.
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Es muss damals ganz schön was los gewesen sein, wenn man den Malern glauben darf. Hier ein Wandteppich.
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Die Bäder oder sowas. . .
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Die Gärten
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Der Palast
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Sevilla wirkte etwas steril und zu durchgestylt auf uns, die Leute (90 % Touristen) vielfach angespannt und so gar nicht spanisch. Wir konnten uns nicht so recht anfreunden mit der an und für sich recht schönen Stadt Sevilla.

Statistik: Verfasst von Gast — Do 21. Jun 2012, 23:05


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2012-06-17T17:50:47+01:00 2012-06-17T17:50:47+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=252008#p252008 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Am 25. und 29.Mai.12 berichteten wir von der Romeria. Inzwischen hatten wir den Zielort der Wallfahrt besucht.

El Rocio
Da liegt es nun vor uns, das winzige Nest in einem riesigen Sandhaufen am Rande des Nationalparks Coto de Doñana: El Rocio.
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Ein Mal im Jahr wird die 700 Seelengemeinde zum Mittelpunkt Andalusiens und hat dann um eine Million Gäste.
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Und dabei geht es um dies:
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Wir kamen 14 Tage nach dem großen Ereignis, der Romeria, in den Ort. Der Alltag ist wieder eingekehrt, nur die üblichen Wochenendbesucher sind hier.
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Die riesigen Plätze und außergewöhnlich breiten Straßen bestehen allesamt nur aus Sand, nichts als Sand. Sie lassen Autos und Fußgänger – soweit sie sich überhaupt der sengenden Sonne und dem Staub der Straße aussetzen, winzig erscheinen.
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Romantisch die Seitenstraßen:
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Die Spuren der sensationellen Großveranstaltung sind noch nicht ganz beseitigt, die „Campingplätze“ der Wallfahrer gut zu erkennen, sie scheinen etwa die Größe zu haben, wie man sich amerikanische Getreidefelder vorstellt. Letzte Aufräumarbeiten sind noch in Gange.

Auffallend sind die Unterkünfte, welche sich viele Bruderschaften hier errichtet haben. Nicht wenige weisen eine stattliche Größe auf, die einem Bauernhof zur Ehre gereichen würde, haben Stallungen dabei und natürlich den Stellplatz für den üppig geschmückten Wagen, auf dem der Schrein der heimischen Kirche transportiert wird, erkennbar am Glockenturm.
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Am heutigen Sonntag war man noch in so manchem Haus mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Bei sengender Hitze verlassen wir den einmaligen Ort wieder. Momentan ist das Fahren auf spanischen Autobahnen ein besonderes Erlebnis. Nein, nicht nur wegen der Klimaanlage im Fahrzeug, an vielen Strecken ist der Mittelstreifen mit Oleander bepflanzt, der jetzt in voller Blütenpracht steht, und das, soweit das Auge reicht.
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Statistik: Verfasst von Gast — So 17. Jun 2012, 18:50


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2012-06-16T09:15:09+01:00 2012-06-16T09:15:09+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=251872#p251872 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Am Atlantik, wo sich Monika und Gerd aufhalten, ist es immer windiger als hier, und damit oft erträglicher.

Hier haben wir normalerweise um die 70% Luftfeuchtigkeit, heute nur 53% und 27 Grad um 10 Uhr am Morgen.

Statistik: Verfasst von Har-Pi — Sa 16. Jun 2012, 10:15


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2012-06-16T05:55:50+01:00 2012-06-16T05:55:50+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=251863#p251863 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Wie warm ist es denn mittlerweile in Spanien? Müsste doch schon auf "mörderische" Temperaturen zurückgehen - aber am Meer wird es wohl so sein, wie in Sizilien - bissi Lüftchen geht immer ?!

Statistik: Verfasst von Lira — Sa 16. Jun 2012, 06:55


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2012-06-16T05:39:37+01:00 2012-06-16T05:39:37+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=251860#p251860 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Abschied von Chipiona
Nach einigen Internet-Problemen kann es nun mit den Berichten weiter gehen:

In Chipiona kann man glatt die Zeit vergessen. . .
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Ganze drei Wochen waren wir Gast in Chipiona und haben hier und in der Umgebung schöne Dinge erlebt. Aber wir waren nicht nur unterwegs, wir haben auch einfach Strand und Ort genossen, uns dem Nichtstun hingegeben. Vom Wohnmobil aus genossen wir freie Sicht auf den Golf von Cádiz, konnten die Schiffe beobachten, welche hier in den Guadalquivir bis Sevilla hinauf fahren. Derzeit ist dieser einize schiffbare Fluss Spaniens bis Sevilla auch für Hochseeschiffe befahrbar. Die Römer konnten den Guadalquivir bis Córdoba mit ihren Schiffen befahren.
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Bei Ebbe sind die Riffe vor Chipiona gut sichtbar. Diese wurden bereits zur Zeit der Römer angelegt und werden zum Fischen benutzt. Nach jeder Flut bleiben etliche Fische im Riff und können einfach eingesammelt werden. Für jedes Riff ist ein Fischer zuständig, denn es bedarf ständiger Pflege.
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An einem Relax-Tag gehen wir morgens zur Markthalle oder in den vielen kleinen Läden den Tagesbedarf besorgen, auf dem Weg in einer Bar vorbei, als zweites Frühstück Churros mit Café Americano – ok, wir wissen, traditionell müsste das Chocolate con Churros sein. Wir genießen den etwas dörflichen Charme, denn hier hat der Tourismus noch nicht allzu viel verdorben.
Wer Highlife will, für den ist Chipiona sicher nicht der richtige Ort, wir fühlten uns manchmal eher wie auf einer ruhigen Südseeinsel, einfach herrlich.
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Der Leuchtturm „Faro de Chipiona“ ist mit 69 Metern der höchste Spaniens und liegt an der Spitze einer kleinen Landzunge namens „Punta del Perro“, der Punkt des Hundes.
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Chipiona ist mit seinen gut 17.000 Einwohnern ein vorwiegend von Spaniern besuchter Ferienort. Einige wenige deutsche und englische Hotelgäste waren auszumachen.

Der alte Ortsteil liegt um die Iglesia Nuestra Señora de la O und die nahe Fußgängerzone kann sich mit Palmen, Blumen, Bars und zahllosen kleinen Geschäften durchaus sehen lassen. Der Kirchplatz lädt mit seinen großen Palmen und den üppig blühenden Bougainvillea zum Verweilen ein.
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Bemerkenswert ist das Kloster Santuario de Nuestra Señora de Regla de Chipiona. Die neogothische Kirche ist fast ins Meer gebaut.
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Der letzte Sonnenuntergang vor unserem RV war nochmal richtig schön, schöner als jedes TV-Programm.
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Statistik: Verfasst von Gast — Sa 16. Jun 2012, 06:39


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2012-06-11T23:22:54+01:00 2012-06-11T23:22:54+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=251407#p251407 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Die Provinzhauptstadt Cádiz mit über 125.000 Einwohnern hat eine schöne Altstadt, welche zum gemütlichen Bummeln einlädt. Die Viertel El Populo, La Vina und Santa Maria stehen mit ihren alten Bauwerken im starken Kontrast zu den sehr zahlreichen „modernen“ Bettenburgen und Hasenställen aus Beton.
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Cádiz erhebt sich auf einer Landzunge, welche weit in die Bucht von Cádiz ragt, welche wiederum ein kleiner Teil des Golfs von Cádiz ist. Die Phönizier sollen diese Stadt gegründet haben.
Nachdem wir uns durch einen langen Stau langsam zur Parkgarage in zentraler Altstadtlage durchgewartet hatten, führte unser erster Weg in die nahegelegene Kathedrale.
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Der ganze Spaß ist allerdings etwas teuer, die Kathedrale 5 €, der Turm nochmals 5 € und das Kirchenmuseum 2 €, alles pro Nase versteht sich.
Also für 3 € haben wir heute ein Cerveza, einen Tinto de Verano, ein Tellerchen mit ca. 12 Oliven und 2 Spießchen mit je einem ordentlichen Stück feiner Leberpastete bekommen – nur mal so zum Vergleich!
Auf Turm und Museum haben wir daher dankend verzichtet, die Kathedrale war genug Kirche für heute. Wir wenden uns der Altstadt zu,
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wobei der Weg unvermeidbar durch Shoppingmeilen führt.
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Aber sobald man in die kleineren Gassen abbiegt, gelangt man an wunderbare, schöne Plätze, die bei dem heißen Wetter zum Verweilen einladen.
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Die Größe der Gummibäume ist enorm.
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Einen Döner-Park gibt es auch. . .
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Übrigens, die Rinde eines Flaschenbaumes:
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Gelegentlich lehnt sich moderne Architektur auch an der Geschichte an, was dann wesentlich gelungener als das quadratisch, praktische im Hintergrund wirkt.
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Cádiz hat natürlich noch eine ganze Menge mehr zu bieten, aber nach einem Spaziergang am Strand haben wir für heute genug Stadt gesehen.
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Statistik: Verfasst von Gast — Di 12. Jun 2012, 00:22


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2012-06-01T20:30:52+01:00 2012-06-01T20:30:52+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250585#p250585 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Jerez de la Frontera
Jerez - Pferdefreunde finden in der königlichen Reitschule Sehenswertes. Ab und zu herrscht auf der Rennstrecke Trubel. Aber die meisten Besucher kommen nach Jerez wegen der Bodegas, in denen der berühmte Wein reift. Wir kamen nur wegen Gas, GPL bzw. LPG.
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Städtetourismus ist nicht meins, mir graust es vor Städten, nichts als Staus, Gestank, Hitze, Beton- und Asphaltwüsten. Umso angenehmer war ich von Jerez überrascht. Ein Parkplatz in unmittelbarer Altstadtnähe war schnell gefunden.
Aus der Tiefgarage heraus standen wir vor dem Alcázar; die Catedral La Colegiata befindet sich in unmittelbarer Nähe. Was wollen wir mehr?
Auf den paar Metern zur Catedral kamen uns viele Leute entgegen. Wir befürchteten schon Gedränge in der Catedral oder dem Alcázar, aber Fehlanzeige, die strömten alle zu den beiden großen Bodegas, welche sich in unmittelbarer Nähe befinden.

Wie schon gehabt, auch die Catedral La Colegiata wurde auf den Grundmauern einer Moschee errichtet. Bemerkenswert ist der völlig frei stehende Glockenturm und im Innern das Gemälde „Maria als Kind“ von Zurbarán.
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Das Alcázar gibt da schon mehr her. Die Festung geht auf die Maurenzeit (12. Jh.) zurück, wurde aber deutlich verändert.
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Moschee, die einzige erhaltene von ehemals 18, welche die moslemische Stadt besaß.
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Die Maurischen Bäder sind sehr schön restauriert, fast einen Tick besser als in der Alhambra.
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Maurischer kleiner Palast
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Palast und die Türme
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Eine Ölmühle aus dem 18. Jh. hat uns sehr beeindruckt, der Zugang dahin jedoch noch mehr.
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Eindrucksvoll ist auch die Camera Obscura, ein Vorläufer der WebCam. Damals gab es offenbar noch keine Datenschützer. Die Camera Obscura wirft vom höchsten Punkt des Gebäudes über Spiegel und eine Optik ein Livebild der Umgebung auf einen großen Teller in einem dunklen Raum. Das Ganze kann natürlich geschwenkt und gedreht werden. Die Camera Obscura mit einem Aufzeichnungsgerät gekoppelt, und die Stasi hätte ihre helle Freude daran gehabt.
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Interessant ist auch eine Apotheke aus dem 19. Jh.
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Es war ganz nett in Jerez de la Frontera.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 1. Jun 2012, 21:30


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2012-05-30T10:48:17+01:00 2012-05-30T10:48:17+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250417#p250417 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> :P

ganz ganz "großes Kino" - einfach klasse :!:

Vielen Dank für diesen immer wieder schönen "Augenschmaus" :!:
:D

Friesische Küstengrüße nach "Südeuropa"

Kerli und Lia
8-)

Statistik: Verfasst von Kerli — Mi 30. Mai 2012, 11:48


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2012-05-30T10:26:07+01:00 2012-05-30T10:26:07+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250416#p250416 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Statistik: Verfasst von Gitte — Mi 30. Mai 2012, 11:26


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2012-05-29T21:47:16+01:00 2012-05-29T21:47:16+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250386#p250386 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Romeria 2. Teil
Die Rocío-Bruderschaften kommen aus Cádiz, Huelva, Sevilla und anderen Provinzen. Die Anreise zur Wallfahrt nach El Rocío dauert mehrere Tage. Es wird im Freien übernachtet.
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Aber am Samstag wollen alle in El Rocío sein und an den Festakten der Wallfahrt teilzunehmen, die bis zum Pfingstmontag andauern.
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Traditionell wird der Weg zu Pferd, mit dem Karren oder zu Fuß zurückgelegt.
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Die Kleidung ist im Flamenco-Stil gehalten und alles war von einem tiefen Glauben geprägt.
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So war es zumindest früher, erzählte ein älteres spanisches Ehepaar, damals gab es auch keine Fähre, sondern man musste mühsam Pferd und Wagen mit Booten und Schiffen übersetzen, berichteten sie. Aber heute ist das alles ein großes Fest, die Geselligkeit steht im Vordergrund, der Glaube ist Nebensache geworden, fuhren sie fort.
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Inzwischen benutzen auch viele ihre liebevoll umgebauten Geländewagen oder Traktoren..
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Trotzdem, tagsüber wird auch heute noch voller Freude und mit Gesang gepilgert (die Bruderschaft mit dem Ochsenkarren) und nachts im Freien übernachtet.
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Dabei wird bis tief in die Nacht am Lagerfeuer gesessen, und bei gemeinsamem Essen und Trinken gefeiert, gesungen und getanzt, Flamenco natürlich, so erfahren wir. Klar, man hat ja alles dabei:
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Es herrscht eine unglaublich ansteckende Lebensfreude.
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Und dabei wird auf der Romeria auch mal geheiratet.
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Am Ziel, in El Rocío kampieren die Wallfahrer. Am Samstag präsentieren sich dann die Bruderschaften während ununterbrochen die Glocken läuten.

Am Sonntag wird Gottesdienst gefeiert, am Montag wird die Jungfrau aus der Wallfahrtskapelle durch den Ort getragen und danach geht es wieder nach Hause. Man freut sich aufs die nächste Romeria und verabredet sich schon mal dafür.
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Dies winziges Nest El Rocío ist einmal im Jahr der Mittelpunkt Andalusiens und weist zur Zeit der Wallfahrt die höchste Pferdekonzentration Europas auf.
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Danach ist El Rocio wieder für ein Jahr wie ausgestorben. Das kleine Dorf mit dem großen Namen liegt am westlichen Rande des Parque Nacional de Doñana. Der Ort hat sehr viele Häuser, aber nur rund 700 Einwohner, denn die meisten Häuser gehören Bruderschaften, welche diese nur einige Tage im Jahr nutzen, zur Romeria. Die ungewöhnlich breiten Straßen bestehen nur aus Sand. Fußgänger erscheinen winzig. Es herrscht ein Hauch Westernatmosphäre, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Kapellen der einzelnen Bruderschaften, deren Bauweise an mexikanische Dorfkirchen erinnert.
Wir müssen diesen Ort mal besuchen, unbedingt, etwas Westernatmosphäre schnuppern wenn der Trubel vorbei ist.

Statistik: Verfasst von Gast — Di 29. Mai 2012, 22:47


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2012-05-25T23:04:30+01:00 2012-05-25T23:04:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250181#p250181 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Romeria 1.
Wer kurz vor Pfingsten im westlichen Andalusien ist, kann der Romeria eigentlich nicht entweichen. Wir berichten hier etwas über die Romeria und fügen Bilder ein, welche wir in Sanlúcar de Barrameda gemacht haben.
Hier entdeckten wir übrigens einige interessante Wohnmobilkonstruktionen:
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Und wer wirklich keinen
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dabei hat, benutzt den stromlosen Wecker:
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aber das war der einzige, alle anderen hatten ihren Moppel dabei, der ununterbrochen lief – für den Kühlschrank.

Romeria heißt auf Spanisch Wallfahrt. Eine berühmte Romeria führt nach El Rocio, wo die Heilige Jungfrau, hier genannt Blanca Paloma (Weiße Taube), verehrt wird.
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Am Dienstag und Mittwoch vor Pfingsten treffen zahlreiche Pilger in Sanlúcar de Barrameda ein und überqueren hier den Guadalquivir,
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Fahrzeuge mit einer großen Fähre:
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Und Fußgänger mit einem alten amerikanischen Landungsboot, erkennbar am unvergleichlich satten Sound großvolumiger Benzinmotoren:
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Fast hundert Bruderschaften und über eine Million Menschen sind Teil einer phantastisch festlichen Atmosphäre, die während dieser Wallfahrt nach El Rocío herrscht. Viele Bruderschaften führen prächtige Wagen mit,
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gezogen von
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Fortsetzung folgt

Statistik: Verfasst von Gast — Sa 26. Mai 2012, 00:04


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2012-05-24T18:59:29+01:00 2012-05-24T18:59:29+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250103#p250103 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Heiko — Do 24. Mai 2012, 19:59


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2012-05-24T17:19:42+01:00 2012-05-24T17:19:42+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=250097#p250097 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Feria de la Manzanilla
Die Feria de la Manzanilla ist das Weinfest von Sanlúcar de Barrameda = 600 m Allee, beidseitig mit rund 85 Weinzelten, Bodegas und sonstigen Gastronomiebetrieben.
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Dazu kommen zahlreiche Fahrgeschäfte und mehrere hundert Meter mit Schieß-, Los- und anderweitigen Buden.
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In der Mitte der Allee wird geritten und es können in prächtigen Kutschen Rundfahrten gemacht werden.
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Nein, es ist mehr als ein Weinfest, es ist das Fest der Pferde und der farbenprächtigen Kleider. Ob groß oder klein, wer was auf sich hält, trägt bei festlichen Anlässen Flamenco-Kleidung.
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Lebensfreude und Flamenco sind in Andalusien unzertrennlich.
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Sanlúcar de Barrameda ist ein 60 000 Einwohner-Ort an der Mündung des Guadalquivir. Von hier startete Kolumbus zu seiner 3. Amerikafahrt und Magelan zu seiner Weltumsegelung. In der Umgebung soll das legendäre Tartessos gelegen haben. Es gibt hier nichts von den Dingen, die man unbedingt gesehen haben muss, aber der Kleinstadtcharme ist sehr anziehend. Der hiesige Manzanilla (trockene Sherrysorte) schmeckt und Hummerkrabben werden reichlich in den Lokalen entlang des Flussufers angeboten.

Von hier starten auch Ausflugsboote ins Gebiet des Parque Nacional de Doñana und einmal im Jahr werden die Pilger der Romeria von hier über den Guadalquivir übergesetzt.

Statistik: Verfasst von Gast — Do 24. Mai 2012, 18:19


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2012-05-20T09:28:33+01:00 2012-05-20T09:28:33+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=249575#p249575 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Wunderschöne Bilder .....das tut der Seele richtig gut sie anzusehn ...hier in Ostfriesland ist es verregnet bei 14 Grad .....es ist kalt und ungemüdlich . Und im Haus hat man
das Gefühl es ist noch kälter ..weil man hat ja die heizung aus ...es ist ja SOMMER :(

Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag ...genießt die Wärme !

Statistik: Verfasst von womofreude — So 20. Mai 2012, 10:28


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2012-05-19T20:13:30+01:00 2012-05-19T20:13:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=249562#p249562 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Wieder dahoam
Strandbilder mit Sand, Meer, blauem Himmel und vielleicht noch einigen Palmen kennt jeder zu Genüge. Wir streuen in den heutigen an und für sich bilderlosen Bericht einige „Eindrücke“ vom Strand in Chipiona ein.
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Unser zu Hause ist dort, wo unser Computer steht, also im RV.
Ja, wir sind nach dem Kurztrip ins Dland wieder sehr glücklich in Jerez gelandet - wir konnten es kaum erwarten. Als die Flugzeugtür aufging, bekamen wir eine Heißluftdusche. Das Thermometer unseres RV zeigte auf der späteren Fahrt 41 Grad an.
DSC_1272 Ebbe http://up.picr.de/10506850bd.jpg

Unser Besuch im Dland war ok, die Ärzte sind mit uns zufrieden und unsere engste Familie haben wir auch mal wieder gesehen.
DSC_1290 Alles fließt http://up.picr.de/10506855fp.jpg

Wieder in Spanien angekommen vermissten wir natürlich das herrliche frische, satte Grün der Buchenwälder vom Westerwald.
DSC_1277 Die Farben des Strandes http://up.picr.de/10506874ld.jpg

Leider ist das nicht ohne reichlich Regen zu haben und so waren wir doch froh, dem Nieselregen und der Kälte wieder per Düsentrieb entfliehen zu können.
DSC_1294aPS Segelqualle http://up.picr.de/10506881qp.jpg

Richtig froh waren wir wieder über die guten Straßen in Spanien und die deutlich angenehmere Fahrweise auf Spaniens Straßen. Überhaupt sind die Spanier viel deduldiger, toleranter, warten, auch ohne Hupen, wenn z. B. einer die Weiterfahrt versperrt. Genau so gelassen geht es vor Supermarktkassen zu, da fährt einem keiner den Wagen in die Hacken!
DSC_1284 Alles fließt http://up.picr.de/10506882ve.jpg

Nach so vielen Monaten in Spanien, empfinden wir das, was auf den Straßen im Dland abgeht, als den reinsten Horror, jeder gegen jeden in einer Ellenbogengesellschaft, der ständige Fight um jede Wagenlänge, hinterm Steuer setzt der Verstand aus. Ähnliches empfanden wir jeweils nach unserer Rückkehr aus den USA-Urlauben - ab der Gangway beginnt in Frankfurt der Alptraum- in jeder Beziehung.
DSC_1337aPS Im Panzer auf in den Kampf http://up.picr.de/10506885be.jpg

Bezahlen müssen die Dler das Ganze mit schwersten Unfällen, einen ganz schlimmen sah ich auf der Autobahn (die Sanitäter packten unverrichteter Dinge ihre Sachen wieder ein), an einem zweiten fuhr ich knapp vorbei, ein auf einen PKW gefallener Betonmischer – das Ende dürfte genau so verlaufen sein, denn er lag Stunden später noch auf dem PKW, so erzählten die Leute. Makaber, aber das Bild trifft es:
DSC_1319aPS Platt http://up.picr.de/10506889hh.jpg

Unser RV konnten wir wieder unversehrt in Empfang nehmen. Das nette ältere Ehepaar von der Venta verabschiedete uns herzlich; wir werden sie in allerbester Erinnerung behalten und sicherlich irgendwann wieder bei ihnen in der Bar sein oder unser Fahrzeug für einige Tage dort deponieren. Großartige Leute, diese Spanier.
DSC_1333 Ruhe http://up.picr.de/10506893ia.jpg

Statistik: Verfasst von Gast — Sa 19. Mai 2012, 21:13


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2012-05-17T14:04:43+01:00 2012-05-17T14:04:43+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=249474#p249474 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Überraschungen und Problemlösungen
Monika schreibt: Am 04.05.2012 soll es regnen … tut es aber nicht, vielleicht weil wir Regenhose und –jacke angezogen und damit den Regen vertrieben haben?
Wir fahren zuerst einmal zur Wäscherei in Sanlúcar de Barrameda, unsere Wäsche abholen.
Danach gehen wir am Strand entlang bis zur Mündung des Guadalquivir, wo wir unser Picknick machen. Zwischen dem Playa de la Piletas und dem Playa de la Calzada ist ein Festplatz, der als Wohnmobil-Stellplatz beschildert ist. Der Platz wäre super, ausreichend groß und auch durch breite Straßen anzufahren … und dann auch noch mit Blick aufs Meer. Leider werden auf dem Platz gerade Festvorbereitungen getroffen, sodass es vorerst keinen Sinn macht, hierher zu wechseln.

Nach dem Picknicken fahren wir weiter am Guadalquivir entlang, durch Bonanza, vorbei an den Salinen und an den Fischerbooten, welche die Restaurants mit den berühmten Hummerkrabben (Langostinos) versorgen, bis zum Parque Natural Entorno de Doñana.
DCS_1226 http://up.picr.de/10506610di.jpg

Ich finde es schrecklich öde und langweilig, mit zehn Stundenkilometern durch den Schirmkiefernwald zu fahren - schneller geht bei der heftigen Schlaglochpiste einfach nicht und trotzdem werden wir dabei ordentlich hin und her geschüttelt. Bis auf zwei Greifvögel sehen wir kein Tier und auch keine Menschen. Weiter am Fluss entlang werden wir allerdings durch den Blick auf ganze Flamingo-Familien belohnt. Hier sind sie also ganz nah, und wir hatten sie kürzlich an der Laguna de Fuente de Piedra kaum zu Gesicht bekommen, soweit waren sie dort hinter Absperrungen versteckt.
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Es gibt hier etliche, uns unbekannte Wasservögel – vielleicht ist das ein Löffelreiher? Jedenfalls sieht sein Schnabel am Ende so aus - der Arme.
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Eine Kuh mit ihrem Kälbchen schaut ganz neugierig.
DSC_1248 http://up.picr.de/10506638zx.jpg

Die Pferde und die Schafe von der kleinen Farm werden mit Mohrrüben gefüttert, die hier wohl im Überfluss angebaut werden. Das Fohlen hält sich aber lieber noch an die Muttermilch.
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Das flache Land ist so gar nicht mein Fall, aber die Blümchen ziehen mich an. Heute ist es ein Strauß aus dunkelblauer Spanischer Jungfer (ähnlich unserer Jungfer im Grünen) und weißer Hundskamille, und einen Zweig leuchtend blauer Pimpernelle nehme ich auch noch mit.
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Wir haben auch wieder einen wichtigen Trip ins Dland vor uns. Von Jerez de la Frontera geht es in den nächsten Tagen mit Ryanair in den kühleren Norden.
Leider gibt es in Jerez keine privaten Parkservices, wie sie z. B. in Málaga zahlreich vorhanden sind. Die Parkmöglichkeiten am Flugplatz sind nur für kleine Fahrzeuge gemacht, mit einem richtigen Auto hätte man bereits Probleme. Unsere Nachforschungen nach einem sicheren Abstellplatz für unser 15-m-Gespann blieb erfolglos – erfolglos, bis wir zufällig vor einem Autovermieter mit Herz anhielten und aus einer Laune heraus die spanische Mitarbeiterin nach einer sicheren Abstellmöglichkeit fragten. Sie telefonierte herum und ihr amerikanischer Kollege brachte uns prompt zu einer Venta in der Nähe des Flugplatzes – zu einer Venta!. Nach einem kurzen Gespräch mit den Besitzern hatte der Amerikaner alles für uns geregelt. Auf dem Parkplatz hinter dem Haus können wir unser Gespann abstellen. Oh, oh, wenn das mal gut geht.
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Nachdem wir mit dem Amerikaner wieder zu unserem Auto zurückgefahren waren, beschlossen wir nochmals zu der Venta zu fahren um den Stellplatz in Ruhe anzusehen. Wir aßen dort erst mal zu Mittag, unterhielten uns lange mit dem älteren Ehepaar, den Eigentümern, sie erzählten uns ihre Geschichte, wir ihnen unsere. Die beiden waren einfach nur herzlich und nett. Der Preis war fair, beide wohnen in dem Haus und werden ein wachsames Auge auf unser rollendes Casa de Pensionistas haben, na denn.

Als wir dann wie vereinbart einige Tage später mit Concorde und Jeep am Haken auftauchten, schauten die Besitzer des Lokals nicht schlecht. So groß hatten sie sich das Wohnmobil nicht vorgestellt, aber „sin problemas“. So können wir dann sorgenfrei zum Flieger gehen.
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Statistik: Verfasst von Gast — Do 17. Mai 2012, 15:04


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2012-05-14T18:30:44+01:00 2012-05-14T18:30:44+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=249209#p249209 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Platzwechsel
Wir standen eine Woche in Grazalema, hatten die letzten 3 Tage z. T. Regen und die Wetteraussichten waren wechselhaft.
Wir möchten sowieso an den Golf von Cádiz, also nutzen wir den Tag der Arbeit und packen es an.

Von Grazalema (805 m) müssen wir erst noch auf 1100m, bevor es jenseits des Passes nach In El Bosce hinunter geht. Da wir die Bergstrecke mit RV und Jeep getrennt fahren, möchten wir in El Bosce ankoppeln und Verladen.
Leider stehen dort zu viele kleine Wohnmobile und ein Reisebus, sodass wir erst ein Stück später den Jeep auf den Anhänger laden können. Dafür haben wir in der Mini-Entsorgungsstation in El Bosce noch unsere Tanks entleert. Es ging leidlich, die Entsorgungsstation ist halt nichts für größere Fahrzeuge. Zudem ist der Wasserhahn derart ungeschickt montiert, dass er mit Sicherheit jede Menge unserer netten, rücksichtsvollen Camperkollegen dazu verleitet, den Wasserhahn ganz tief in den Rüssel ihrer Chemotoiletten einzutauchen, ein schöner Schitt!

Die Weiterfahrt war jedoch super, das Wetter ebenso, leider verpassten wir trotz 16,5 Zoll Navigationsmonitor 2 mal die Abfahrt zu dem geplanten Stellplatz. So mussten wir im großen Bogen um unser Ziel herumfahren, und beim 3. Anlauf klappte es. Wir stehen wunderbar in der Pampa, die nächsten Siedlungen sind km-weit entfernt, keiner sieht uns, und wir sehen auch niemanden, fast niemanden:
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Denn in der Dämmerung kommen vom benachbarten, unbebauten Grundstück die Kaninchen heraus. Wir beobachten sie, das ist besser als jedes TV-Programm.
In unserer Nachbarschaft befindet sich Spaniens High Tech Industrie, Alestis – Aerospace, Airbus Military, CARBURES EUROPE, GrupoTAM und weitere. Außer der Guardia Civil sorgen noch private Security-Dienste für unsere Sicherheit. Hier können wir sorglos schlafen und unser RV den ganzen Tag alleine lassen.

Nach unserem verspäteten Frühstück starten wir gleich zu einer Erkundungsfahrt Richtung El Puerto de Santa Maria. Dieser Ort und auch der nächste, Rota, gehört ganz und gar nicht zu der Sorte, welche uns begeistern kann. Alles auf Touris getrimmt, der ganze Strand ist mit Hotelanlagen, Ferien- und Zweitwohnungen zugebaut, in denen auch heute, am 1. Mai tote Hose ist. So gepflegt die Anlagen auch alle aussehen, aber solche Geisterstädte mögen wir nicht.

Nördlich von Rota machen wir jedoch eine kleine Pause am schönen Sandstrand, an dem zu unserem Glück auch nicht viel los ist. In der Hauptsaison möchten wir in dieser Ecke nicht sein. Zum Meer hin liegt viel Seetang am Strand, das stört zwar so manchen Angler, aber uns nicht, denn das Wasser ist sowieso noch zu kalt.
DSC_1200PS http://up.picr.de/10443161fr.jpg

Wir fahren in Strandnähe nach Chipiona. Das ist zwar auch ein Ort mit vielen Hotels für Touristen, aber das ist noch ein Ort, in dem Spanier leben, wo es ganz viele Geschäfte und Bars für Einheimische gibt, ein großer Ort mit dörflichem Charakter, ohne die ganz großen Bettenburgen, ohne zubetonierten Strand, fast noch ein andalusisches Dorf. Das gefällt uns, das ist unser Geschmack.
DSC_1218 Hotel http://up.picr.de/10443175nm.jpg
DSC_1210PS Leuchtturm http://up.picr.de/10443176xq.jpg
DSC_1206PS Kirche http://up.picr.de/10443182pw.jpg

Aber auch hier dürfte die Welt nicht ganz so in Ordnung zu sein, wie es auf den ersten Blick scheint – Corrupcion wurde auf die Mauer vor einer Baulücke gesprüht.
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Mit so einem ganz kleinen „Se Vende“ Schild (zu verkaufen) am Haus fängt es an. . .
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Und solche Schandflecke kommen dann dabei heraus – Corrupcion?
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Trotzdem, mit diesem Ort Chipiona werden wir uns noch näher beschäftigen.

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 14. Mai 2012, 19:30


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2012-05-10T19:43:33+01:00 2012-05-10T19:43:33+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=248773#p248773 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Angelika — Do 10. Mai 2012, 20:43


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2012-05-08T17:39:13+01:00 2012-05-08T17:39:13+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=248380#p248380 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Bandoleros
Während im Dland schönstes Wetter ist, wurde für weite Teilen Spaniens Regen angesagt.
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Bergwanderungen sind momentan nicht möglich. Also beschlossen wir einen Ausflug nach Ronda zu machen. Ein Stadtbesuch ist bei Regen optimal, denn dann sind nicht so viele Touris unterwegs. Hier der Plaza del Socorro
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Ronda ist über 2000 Jahre alt und liegt mit seinen gut 36.000 Einwohnern in den Bergen des südlichen Andalusiens, nur 55 km von der Costa del Sol und etwa 100 Kilometer nordöstlich von Gibraltar. Das Gebiet um das heutige Ronda war schon in der Altsteinzeit besiedelt. Nach Kelten und Phöniziern kamen irgendwann auch die Römer und bauten auf dem Felsplateau von Ronda den Ort Laurus. Später kamen die Mauren, der Ort wurde Provinzhauptstadt, die heute noch teilweise vorhandene Stadtmauer wurde in der Zeit errichtet, das Tor Almocabár ist noch gut erhalten. Ronda war zu dieser Zeit ein wichtiges kulturelles Zentrum von "Al-Andalus", reich ausgestattet mit Palästen und Moscheen. Erst im Jahre 1485 eroberten auf grausame Weise „christliche“ Könige Ronda, rissen natürlich auch hier, wie schon gewohnt, das Maurische nieder und bauten auf den Mauern islamischer Moscheen ihre christliche Kirchen und Klöster.

Der Altstadtkern mit maurischen Relikten und mittelalterlichen Zeugnissen befindet sich südlich des Guadalevín. Die Mehrzahl der Sehenswürdigkeiten befindet sich in der Altstadt, weshalb wir, nein ich, dort auch möglichst zielstrebig hin wollte, jedoch durch einen Shoppingabstecher von Monika aufgehalten wurde. Ein T-Shirt für das Enkelkind musste noch her, der passende Laden war auch schnell gefunden, und dann kam es mir vor, als müsse das T-Shirt dort erst noch genäht werden. Aber dann ging es weiter, zur Stierkampfarena, denn dort ist auch die Touri-Info.

Ein Opfer:
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Der Gefeierte eines völlig unfairen Schauspiels:
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Ausgerüstet mit einem Plan ging es auf der Stadtmauer entlang über die Neue Brücke und in die Altstadt. Von hier aus gibt es einen Abstieg zu einem schönen Mirador mit Blick auf die Schlucht und die neue Brücke. Ein Wahrzeichen von Ronda, die „Neue Brücke“, wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Sie verbindet die Altstadt La Ciudad mit den neuen Stadtteilen über die Schlucht El Tajo. Diese Schlucht wurde in Jahrtausenden vom Fluss Guadalevin ca. einhundert Meter tief in die Felsen geschnitten. Der „Fluss“ ist heute jedoch nur noch ein stinkendes Rinnsal und je nach Windrichtung bekamen wir üble Düfte in die Nase. Die Neue Brücke überspannt die Schlucht an der tiefsten und breitesten Stelle. Im 16. Jahrhundert scheiterten mehrere Bauversuche. 1735 wurde sie nach angeblich 8 Monaten Bauzeit zum ersten Mal fertig, stürzte jedoch 1741 wieder ein. Die heutige Brücke ist 98 Meter hoch und wurde nach 42 Jahren Bauzeit 1793 fertig. Im Inneren befinden sich Räume, welche lange Zeit als Gefängnis dienten.
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Ein kleiner Tagesausflug reicht für Ronda natürlich bei weitem nicht aus, weshalb die Liste dessen, was wir in Ronda nicht von innen gesehen haben auch lang ist, z. B. die Santa María la Mayor-Kirche, das Minarett des Heiligen Sebastian, den Palast von Mondragon, das Nationalmuseum, den "Maurische Königspalast", den Palast der Riesen, das Städtische Museum, das Museum von Lara, das Weinmuseum, das Jagdmuseum, das Museum von Peinado, die Stierkampfarena, ein gutes Dutzend weiterer Kirchen und Klöster, etliche Gebäude neueren Datums, kein Hotel und keine Restaurants.

Aber wir gingen über die Alte Brücke. Diese überspannt die Schlucht in 30 m Höhe und wurde bereits von den Mauren erbaut.
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Das arabische Stadttor ersetzte man damals durch einen Torbogen.
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Von hier hat man einen schönen Blick auf die Kirche des Heiligen Geistes.
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Und die Santa María la Mayo. Der Glockenturm wurde auf den Fundamenten eines Minaretts errichtet. Im Inneren blieb auch noch die Gebetsnische erhalten. Eine Besonderheit stellt der doppelgeschossige Balkon an der Außenseite der Kirche dar, von dem aus Würdenträger den Wettkämpfen auf dem Platz vor der Kirche folgen konnten. Sehr verschwenderischer Goldschmuck ziert den Hauptaltar des Gotteshauses, eine Machtdemonstration.
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Den maurischen Palast hat man leider ganz schön verfallen lassen.
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Ja und dann kamen wir zu den Bandoleros.
Im 18. und 19. Jhd. ging man ihnen besser aus dem Weg - Spaniens berühmten Straßenräubern, den Bandoleros. Unzählige Sagen und Legenden ranken sich um die Banditen. Während wohlhabende Reisende vor ihnen zitterten, sahen die Ärmeren in ihnen Freiheitskämpfer und Wohltäter. Einer der berühmtesten Bandoleros war El Tempranillo, er wird noch heute jedes Jahr in Grazalema gefeiert.
Wir bekamen „hautnahen“ Kontakt mit ihnen im "Museo del Bandolero" Dies ist ein in Spanien einzigartiges Museum, welches den Banditen gewidmet ist, die früher die Gegend um Ronda unsicher machten.
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Statistik: Verfasst von Gast — Di 8. Mai 2012, 18:39


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2012-05-04T21:36:17+01:00 2012-05-04T21:36:17+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247876#p247876 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Rio Majyceite
Monika schreibt:
Am 26.04.2012 wird die Bachwanderung gemacht, die ich vorgeschlagen habe, mit der kleinen Änderung, dass wir – um Fahrerei zu sparen – den Weg andersrum gehen, d. h. zuerst runter und dann hoch. Egal, heute bin ich fit. Da macht das nix. Wir packen unseren Proviant in den Rucksack und fahren nach Benamahoma, von wo es losgeht. Noch ist der Ort wie ausgestorben, denn heute sind wir relativ früh dran.
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Wir finden den Einstieg und sind begeistert ob der Blütenvielfalt, vor allem aber über den Nachtigallengesang, der uns die ganze Zeit (4 Std. Gehzeit) begleitet.
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Unterwegs kommen wir an verfallenen alten Gebäuden vorbei. Dieses scheint mal eine Mühle gewesen zu sein.
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Der Weg ist über weite Strecken sehr schmal, manchmal wie ein Bergpfad.
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und führt immer wieder über den Rio.
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Die zahlreichen Feigenbäume am Bachlauf überraschen uns. Sie hängen übervoll mit Früchten.
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Wir gehen 4,2 km entlang des Rio Majaceite, was wenig erscheint, wenn man nicht das Rauf und Runter bedenkt, und 4,2 km zurück, nun mehr oder weniger bergauf. „So viele Treppenstufen hatte ich gar nicht in Erinnerung“, meint Gerd auf dem Rückweg. Heute macht ihm das Kindergeschrei von den Schulklassen, die auch den Weg gehen, nichts aus.
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Sogar eine Busladung Frauengemeinschaft begegnet uns. Sie alle gehen den Weg von oben nach unten und nehmen dann wieder den Bus.
Die Liste der Fundstücke am Wegesrand muss im Vergleich zum El Pinsapar leider deutlich erweitert werden um Apfelschalen, Bonbonpapier, PET-Flaschen, Tüten von Bonbons und Chips, sowie deren Inhalt usw.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 4. Mai 2012, 22:36


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2012-05-01T19:38:43+01:00 2012-05-01T19:38:43+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247559#p247559 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> „Salto del Cabrero“
Ein Blick aus unserer Frontscheibe bestätigt es, Grazalema liegt in der Morgensonne, wir bekommen wieder einen wunderschönen Tag.
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Gerd möchte heute (25.04.2012) unbedingt zum „Salto del Cabrero“ gehen, einem Felsen, von dem sich angeblich ein Ziegenhirte aus Liebeskummer gestürzt hat.
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Das ist zwar eine äußerst reizvolle Wanderung, dauert aber laut Reiseführer vier Stunden = drei Stunden bis zum Felsen, eine weitere Stunde bis zur nahe liegenden Ortschaft, von wo man mit dem Bus zum Startpunkt zurückfahren könnte. Gerd möchte aber nicht Bus fahren, sondern den Weg auch zurückgehen.

Angesichts unserer mangelnden Fitness finde ich die Idee nicht gut und schlage eine andere, leichtere Tagestour vor. Wir einigen uns schließlich darauf, dass wir uns die erste halbe Stunde der Wegstrecke ersparen, indem wir mit dem Jeep auf einen zweiten Wanderparkplatz fahren und von dort losgehen.
DSC_1103 http://up.picr.de/10280700ib.jpg

Das Wetter ist prima. Der Weg hat keine extremen Steigungen, aber lang ist er, sehr lang. Wir durchqueren das Gelände von einer großen Finca mit hunderten von Ziegen, großen Ziegen in allen Schattierungen. Kuhglocken, Vogelgezwitscher und Bienchengesumse begleiten uns.
DSC_1108 http://up.picr.de/10280701zd.jpg

Wir bewundern uralte Steineichen,
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große Ameisen
DSC_1125PS http://up.picr.de/10280705fz.jpg

sich sonnende Eidechsen
DSC_1144PS http://up.picr.de/10280713ar.jpg

und bizarre Felsformationen, zwischen denen zu unserer großen Überraschung wilde Pfingstrosen blühen.
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Der Pfad ist immer gut erkennbar gekennzeichnet. Leider laden die Felsen nicht unbedingt zur Rast ein. Nach drei Stunden erreichen wir endlich den „Sprung des Ziegenhirten“, einen ca. 80 m tiefen und ca. 50 m breiten Einschnitt zwischen zwei Felsen. Diese entstanden aus einer großen Felsenklippe, welche sich in grauer Vorzeit spaltete.
DSC_1138 http://up.picr.de/10280721br.jpg

Geier kreisen am Himmel. Sie nutzen die Winde so genial, dass sie keinen einzigen Flügelschlag benötigen. Auch heute konnten wir wieder bis zu 5 dieser majestätisch fliegenden Vögel beobachten. Das folgende Bild wurde allerdings aus mehreren Fotos zusammengefügt.
DSC_ 1151c http://up.picr.de/10280723iu.jpg

Nun, Felsen beeindrucken mich überhaupt nicht,
DSC_1164 http://up.picr.de/10280739qm.jpg

wohl aber die herrlichen Aussichten bis zu den Stauseen in der Ferne und immer wieder die winzigen, leuchtenden Leberblümchen, die Mini-Löwenmäulchen, die kleinen Milchsternchen und all die Miniaturblümchen, die so zahlreich auf den Weiden verstreut blühen und duften.
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Alles in allem war das trotz der Anstrengung eine ganz wunderbare Wanderung.

Statistik: Verfasst von Gast — Di 1. Mai 2012, 20:38


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2012-04-27T17:52:59+01:00 2012-04-27T17:52:59+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247306#p247306 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Wanderung „El Pinsapar“
Der Dienstag (24.04.12) beginnt im Bergdorf Grazalema mit Morgennebel, welcher langsam aus dem Tal hochsteigt und der sich ab 10 Uhr auflöst. Der Blick aus unserer Frontscheibe sagt uns, es wird ein prima Wandertag.
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Wir starten zu unserer Wanderung „El Pinsapar“, zu den Igeltannen (Permit erforderlich). Zunächst fahren wir mit dem Jeep zum Wanderparkplatz an der Landstraße C 9104 Richtung Zahara. Heute ist kein Ranger da, der unsere Genehmigung kontrollieren könnte, wir hätten glatt ohne starten können. Nach einem kräftigen Aufstieg durch einen aufgeräumten und herrlich duftenden Pinienwald auf einem gut sichtbaren und markierten Weg erreichen wir nach mehr als einer Stunde den 1300 m hoch liegenden Puerto de la Cumbres.
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Wir sind heute beide nicht so recht fit. Im Reiseführer stand etwas von 40 bis 45 Min. Früher – ja früher – waren wir immer schneller als im Wanderführer angegeben. Von hier oben haben wir einen wundervollen Rundumblick, auf Grazalema, wo unser RV steht, und auf den höchsten Gipfel des Parks, den Pico de Torreón und in weite Fernen.
DSC_1080 http://up.picr.de/10280661ka.jpg

Ein Stück weiter des Wegs erkennen wir in weiter Ferne an dem Kastell über Zahara de la Sierra sogar den Stausee, an dem wir das vergangene Wochenende verbracht haben. Wir machen erst einmal eine Pause, bis wir auf relativ ebenem Weg zu den Igeltannen kommen, die es angeblich sonst nirgends auf der Welt gibt. Diese Tannen sind quasi lebende Fossilien, denn es gab sie bereits im Tertiär (= vor 65 – 2,5 Millionen Jahren. Das Klima auf der Erde war im Tertiär wesentlich wärmer als heute, es entwickelte sich hauptsächlich im Tertiär die Tier- und Pflanzenwelt, wie wir sie heute kennen.)
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Unter die Tannen mischen sich wilde Oliven, Ginster, Oleander, Kreuzdorn, Zistrosen, und immergrüne Eichen. Am Wegesrand blühen überall kleine Kunstwerke, wie z. B. diese gelben Narzissen, welche so klein wie Gänseblümchen sind.
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Gerd freut sich, dass er Griffon-Geier fotografieren kann, die in großer Höhe ohne einen Flügelschlag ihre Kreise ziehen. Bis zu 5 Stück sind gleichzeitig zu sehen.
Die Körperlänge dieser beeindruckenden Vögel beträgt bis zu 110 cm, die Spannweite bis zu 270 cm. Die Tiere wiegen bis zu11 kg. Die Nahrung besteht ausschließlich aus Aas toter Nutztiere, von Schafen und Ziegen bis hin zu Rindern und Pferden. Auf der Nahrungssuche entfernen sie sich bis zu 60 km von ihrer Kolonie. Am nächsten Tag werden wir sie noch besser zu Gesicht bekommen.
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Die vielen bunten Schmetterlinge lassen sich gar nicht nieder. Sind wohl kamerascheu. Der Weg würde jetzt wieder bergab ins nächste Dorf führen, von wo man mit dem Bus zurückfahren kann, aber wir gehen lieber wieder zurück und genießen nochmal den Pinienwald, der wie ein Sauna-Aufguss duftet. So kommen wir auch auf unsere 10 km, und das reicht uns für heute. Morgen wollen wir ja auch wieder wandern. Vor dem Abstieg genießen wir nochmal die Aussicht. Das Bergdorf in der Bildmitte ist Grazalema.
DSC_1094 http://up.picr.de/10280688ed.jpg

Der Weg führte vorbei an Getränkedosen, Papiertüchern, Stanniolpapier, Orangen- und Bananenschalen. Gut, im Vergleich zu den andalusischen Stränden ist es hier richtig clean, im Vergleich zu Hiking in US-Nationalparks schmutzig.
„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“
(Sören Aabye Kierkegaard)
Wenn der Weg aus felsigen, schmalen Bergpfaden besteht, ist es leider unumgänglich genau hinzuschauen, wohin man den nächsten Tritt setzt, und dabei fällt das Ausblenden einfach schwer ;)

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 27. Apr 2012, 18:52


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2012-04-26T17:58:01+01:00 2012-04-26T17:58:01+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247217#p247217 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von rittersmann — Do 26. Apr 2012, 18:58


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2012-04-26T17:46:17+01:00 2012-04-26T17:46:17+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247216#p247216 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Statistik: Verfasst von Gast — Do 26. Apr 2012, 18:46


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2012-04-25T22:59:33+01:00 2012-04-25T22:59:33+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247146#p247146 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Aufbruch nach Grazalema
Wir wollen wieder wandern. Dafür müssen wir natürlich in die Berge, diesmal wird es die Sierra de Grazalema sein. Dort soll es auch „Stellplätze“ geben und weil wir mehrere Wandertage einlegen möchten, beabsichtigen wir mit dem Concorde ins Bergdorf Grazalema zu fahren.

Doch wie kommen wir dort problemlos hin? Die Berge sind steil, Wege dorthin eng und kurvenreich. Wir wählen zur Anfahrt die kürzere Strecke von Osten über die A-372 direkt nach Grazalema, wo wir unsere Wanderungen machen wollen. Diese Strecke ist auf der Karte weniger kurvig und wie sich später rausstellt die bessere Wahl.
Da Anfahren am Berg nicht gerade zu den Stärken von unserem Agile-Getriebe zählt, fährt Monika auf der Bergstrecke mit dem Jeep und Anhänger ausnahmsweise mal hinterher.

Die Fahrt geht überraschend gut, ohne Jeep am Haken (2,5 to) wird unser Concorde fast zum Flitzer. Am ersten Parkplatz unterhalb des Dorfes Grazalema fahren wir vorbei, die nächsten beiden Parkplatz sind viel zu stark geneigt, auf dem vierten dürfen Wohnmobile nachts nicht stehen (ein Mini-Campingplatz ist gegenüber, bei dem wir nicht mal die Einfahrt passieren könnten) der nächste Parkplatz gefällt Gerd auch nicht und am beabsichtigten Wanderparkplatz dürfen wir nicht über Nacht bleiben, sagt der gerade anwesende freundliche „Ranger“, erklärt uns aber, wo der einzige, für uns ausreichend große Platz – sogar mit Wasser – ist = nämlich gleich unterhalb des Ortes – hihi – das hätten wir also viel einfacher haben können.
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Nun, der Platz ist schnell wieder erreicht, RV und Anhänger abgestellt, kurz die Aussicht bewundert, dann fahren wir mit dem Jeep nach El Bosque um das Permit für eine unserer Wanderungen abzuholen. Hier gibt es 4 Wanderrouten, für die man zwecks Limitierung der Besucher eine Genehmigung benötigt. Es ist sehr Ratsam, diese rechtzeitig vorher zu holen oder telefonisch zu reservieren, wozu Spanischkenntnisse unerlässlich sind.
Bei der Touri-Info bekommen wir nach viel Schreibarbeit der Angestellten den Antrag für die Genehmigung. Letztere müssen wir dann eine Straße weiter bei der Gemeindeverwaltung abholen. Was für ein Umstand! Was für ein Schreibkram! Kaum zu glauben, dass bei dem Verwaltungsaufwand noch immer 25% arbeitslos sind. Zu allem Überfluss lese ich später, dass wir die Genehmigung auch in Grazalema hätten bekommen können, aber so ganz sicher sind wir uns da doch nicht. . .

Die Entsorgungsstelle in El Bosce, die dort in der Nähe der Touristeninformation für Wohnmobile angeboten wird, wäre für uns übrigens deutlich zu eng und zu kurz. Das ginge nur mit seeeeehr viel Rangieren an einer Gefällstrecke und dann würden wir mit dem Ablass noch immer weit neben dem Bodeneinlass stehen. Es bestätigt sich immer wieder, Europa ist und bleibt halt ein Matchbox-Country. Aber wir müssen noch lange nicht Entsorgen, und so ist uns das relativ egal.

Später machen wir noch eine Dorfbesichtigung von Grazalema.
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Auf der Touri-Info wollen wir für den übernächsten Tag eine Genehmigung erbitten, um in der Garganta Verde, einer riesigen, grünen Schlucht, zu wandern. Leider sind für diese Woche schon alle Genehmigungen ausgeteilt. Sie sind zahlenmäßig beschränkt, u. a. weil dort Geier und Adler nisten, die durch allzu viel Trubel gestört würden. Schade, aber es gibt genügend andere Routen, vielleicht den Salto del Cabrero, wo sich angeblich ein liebeskranker Ziegenhirte hinunter gestürzt hat? Ich möchte noch Ziegenkäse kaufen, aber gerade wird ein Bus „Pensionistas“ (Rentner) entladen, die sich geschlossen auf das kleine Geschäft stürzen. Wir gehen erst mal einen Tinto de verano trinken und haben später den Laden für uns.
Was braucht man/frau mehr als Baguette, Rotwein und Käse? :f

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 25. Apr 2012, 23:59


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2012-04-24T21:47:28+01:00 2012-04-24T21:47:28+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=247040#p247040 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Super Weekend am Embalse de Zahara el Gastor
Weiter geht’s am Samstag (21.04.2012) Richtung Ronda. TomTom und MS-Autoroute sind sich nicht ganz einig, aber wir wissen, dass wir erst die A 357 und dann rechts ab auf die A-367 müssen. Die Straße ist gut für unser Gespann, aber in Ronda ist der Platz im Industriegebiet überfüllt mit Bussen. Das haben wir nicht berücksichtigt, es ist Wochenende, und da machen auch die Spanier ihre Ausflüge. Also sparen wir uns die Besichtigung von Ronda für ein anderes Mal, fahren weiter und finden – ja wunderbar – einen tollen Platz, ganz für uns, mit Blick auf den Stausee Embalse de Zahara el Gastor und die Burg von Zahara de la Sierra – Frontscheibe (Wintergarten) nach Süden. So haben wir das gerne.
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Und immer wieder ist was: Ein Elektroverbindungskabel zwischen Anhänger und RV ist zerrissen bzw. abgequetscht – wie auch immer. Ein Glück, dass Gerd so viel Werkzeug mit hat. Er legt die Kabel frei, lötet und isoliert neu und schon funktioniert alles wieder. Es folgt ein wundervoller Ausruh-Sonntag mit viel Sonne und Blick auf den schönen Stausee. Das Leben kann ja so herrlich sein.

Statistik: Verfasst von Gast — Di 24. Apr 2012, 22:47


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2012-04-22T18:40:16+01:00 2012-04-22T18:40:16+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246756#p246756 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Garganta del Chorro, einfach Bombastro
Monika schreibt:

Freitag (20.April 12) geht es nach dem Frühstück weiter nach Campillos, wo wir uns in „Google Earth“ einen Stellplatz ausgesucht haben, der, wie sich herausstellt, ein angefangenes Wohngebiet mit der kompletten Infrastruktur (Straße, Parkbuchten, Gehwege, Kanal- und Stromanschlüsse), jedoch ohne Häuser ist. Die Einfahrt ist wegen der parkenden Autos ein wenig abenteuerlich, aber das liebt und bewältigt Gerd ja meisterlich.

Während Gerd den Jeep ablädt, und den Platz von Glasscherben und Gummistrümpfen säubert, kommen schon die ersten Rentner vorbei und verwickelt ihn in ein Gespräch. Einer von ihnen hat 14 Jahre in Deutschland gearbeitet, der andere etwas weniger, beide sprechen gut Deutsch, die Kinder sind noch in Deutschland; die Rentner verbringen den Lebensabend wieder in der Heimat und freuen sich über jede Abwechslung.

Ich hätte nichts gegen eine Pause einzuwenden, aber Gerd ist viel zu neugierig auf die Umgebung, vor allem auf die Stauseen des Guadalhorce und den Naturpark Garganta del Chorro, na dann …
Wir geben „El Chorro“ in den Navi ein und lassen uns führen.
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Da weist ein Schild zu den Ruinen von Bobastro und schon sind wir vom Weg ab … natürlich heißen die Ruinen bei uns „Bombasto“. Wir lieben es, Namen lustig abzuändern, wie Las Vegas für Las Negras oder Ochsen-dung für den Ort Ochtendung u. ä. Der Weg führt uns eng und kurvenreich, aber (in meinen Augen glücklicherweise) geteert durch eine sehr beeindruckende Landschaft, bei der wir immer wieder anhalten und fotografieren müssen. (Monika übernimmt da gerne das Steuer)
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Dann kommen wir an eine kleine, offene Bretterbude (wie bei uns Obstverkaufsstände) neben einer Informationstafel „BOBASTRO, LA CIUDAD DE UMAR IBN HAFSUN“. Hier können wir Eintrittskarten für das gegenüber liegende eingezäunte, weil historische Gelände kaufen. Was wir natürlich tun, zum Preis von 3 €/Person. Vor uns sind schon zwei Gruppen unterwegs, eine Schulklasse und eine Gruppe junger Leute, wohl von einem internationalen „Collegio“, jedenfalls höre ich alle möglichen Sprachen und sehe viele verschiedene Kleidungen und Physiognomien.
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Überall sind Tafeln mit geschichtlichen Erklärungen in Spanisch und Englisch, so dass wir hier wunderbar Geschichtsunterricht bekommen und zum ersten Mal von Umar ibn Hafsun lesen (* um 850; † 917) der in den Bergen von Malaga als Sohn begüterter muslimischer Landbesitzer, die dem alten westgotischen Adel entstammten, geboren wurde. Er war der Führer eines Aufstandes in Al-Andalus. Sein Hauptstützpunkt war dabei diese Festung Bobastro, die auch mehreren Belagerungen durch die Umayyaden trotzte. Auf dem Höhepunkt seiner Macht beherrschte der „Räuberhauptmann“ die Provinzen Málaga und Granada, doch nahm seine Anhängerschaft ab, als er zum Christentum übertrat. Dennoch konnte er bis zu seinem Tod nicht entscheidend geschlagen werden. Die Festung ist wirklich bombastisch, z. T. in den Fels geschlagen. Da es hier oben keine Quellen gibt, musste Wasser für bis zu 1 500 Menschen in Krügen hier hoch transportiert werden. Auch gab es geheime Zisternen und Höhlen, um das Überleben bei Belagerungen zu sichern. Umar ließ für seine Anhänger eine große Felsenkirche in den Stein hauen, die allerdings nach der Eroberung ziemlich geschliffen wurde. Man kann deren Pracht und Größe nur noch ahnen. Die Collegio-Gruppe „besetzt“ den fotogensten Teil für lange Zeit, bis ich den Reiseleiter frage, ob sie jetzt hier Siesta machen. Langsam begeben sie sich zurück zu ihrem Bus und überlassen uns den Ruinen und der Stille der Natur, die wir natürlich gerne noch eine ganze Weile genießen, bis uns (Gerd) die Neugier auf Weiteres zum Auto zurück treibt.
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Wenn auch der Navi immerzu meckert und uns wieder bergabwärts führen möchte, fahren wir unbeirrt bergauf und gewinnen die tollsten Aussichten.
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Dann aber wollen wir endlich diese Schlucht von El Chorro sehen, von der wir im Reiseführer gelesen haben und folgen brav dem Navi wieder runter vom Berg und durch das Tal mit immer wieder wundervollen Fotomotiven bis wir endlich die Schlucht bewundern können. Leider (Gott sei Dank) ist der Wander-, nein Kletterweg gesperrt, nicht dass Gerd noch auf dumme Ideen käme!
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Ein bekannte Treffpunkt für Kletterer, die Bahnstation EL CHORRO
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Leider ist die Bahnstrecke elektrifiziert, aber ein kleines Nostalgieteil fanden wir noch neben dem Bahnhof - dank der Eigenschaft der Spanier, fast alles was nicht mehr gebraucht wird, einfach stehen zu lassen.
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Unser verspätetes Mittagessen nehmen wir neben dem Bahnhof El Chorro auf einer Hotelterrasse mit Blick auf einen kleinen Teil der Stauseen und auf die Klettersteige. Das Essen ist – wie leider bisher fast immer in Andalusien – ziemlich lasch und geschmacksarm. Dazu gibt es teures „pan“, leider kein spanisches Baguette, sondern steinharte, trockene, ungenießbare (deutsche) Brötchen. Gerd hält mich davon ab zu reklamieren, dass ich wirklich viel lieber spanisches pan hätte.

Den Rückweg wollen wir über eine andere Strecke nehmen und fahren nach Álora, von dort über die Berge nach Carratraca und zurück über Ardales wieder nach Campillos, uff, geschafft.
Gerd lädt den Jeep auf den Hänger und hat natürlich gleich wieder neugierige Bewunderer.

Statistik: Verfasst von Gast — So 22. Apr 2012, 19:40


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2012-04-21T19:37:12+01:00 2012-04-21T19:37:12+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246590#p246590 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Heute schreibt wieder Monika:

Lobo Park in Antequera
Brrr … wie kalt! So kalt (10 °C) hatten wir es den ganzen Winter tagsüber in Salobreña nicht. Die Wolken geben der Sonne heute keine Chance; ab und zu nieselt es sogar. Trotzdem steht heute der Wolfspark auf dem Programm. Zieht euch warm an! Der Lobo Park in Antequera wird zwar von Deutschen geleitet, aber die Führung ist heute in Englisch … Spanier sind nicht in Sicht, Engländer können kein Deutsch, wohl aber Deutsche (Mehrheit heute) Englisch … nun denn. Zunächst sehen wir die kleine „Farm“ = Tiere, die irgendwelche Leute abgegeben haben, weil sie sich zu Großtieren auswuchsen, die nicht mehr in die Etagenwohnung passten, so wie verschiedene Hängebauch- und andere Schweine, eine Gans, die als Spielzeug für drei Wochen Urlaub angeschafft wurde und nun mit den Hühnern als Gesellschaft vorlieb nehmen muss (passender Ganterich wird dringend gesucht) sowie verschiedenste Ziegen, die wohl als Lämmer ganz süß zum Knuddeln waren.
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Junge Schäferhunde werden als Schutzhunde für die Guardia Civil ausgebildet. Dann endlich geht es zu den verschiedenen Wolfsgehegen. Daniel, der „Wolfsbändiger“ hat die meisten Tiere mit der Flasche großgezogen und rechtzeitig ausgewildert, damit sie ihre Wildheit nicht ganz verlernen. Es gibt iberische, sibirische, kanadische … Sie unterscheiden sich für den Laien nur wenig. Alle haben bernsteinfarbene Augen und die Führerin sagt, dass wenn angebliche Wölfe in Filmen grüne oder blaue Augen haben, es keine Wölfe, sondern Hunde bzw. Kreuzungen sind, die sich besser abrichten lassen. Eine weiße Timberwölfin, die leider vor nicht allzu langer Zeit ihren Gefährten verloren hat, bezaubert uns besonders mit ihren schwarz umrandeten Augen, eine Errungenschaft der Evolution für den Aufenthalt am Polarkreis, wenn Sonne und Schnee blenden.
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Bei einem Rudel können wir das Gerangel um die Rangfolge beobachten. Ein rangniedriger Wolf wurde auch kürzlich arg gebissen und musste vom Tierarzt nach einer Narkosespritze behandelt werden. Eine andere Wölfin leidet unter einer Darminfektion, die von den spanischen Moskitos übertragen wird und unter der auch spanische Hunde oft leiden. Durch die hohen Futter- und Tierarztkosten ist der Park mehr Verlustgeschäft als Verdienst. Er steht – wie die Führerin sagt – kurz vor dem Ruin. Plakate werben für Patenschaften, z. B. als Geschenk (http://www.lobopark.com). Für 80 € kann ein Jahr lang das Futter für einen Wolf bezahlt werden. Für 120 € kann man zusätzlich das ganze Jahr über kostenlos die Wölfe besuchen. Die Wölfe werden, um dem Leben in freier Wildnis nahe zu kommen, unregelmäßig in einem Abstand von +/- einer Woche gefüttert, und das gleich mit einer so großen Menge Fleisch (mehrere Kilo pro Wolf), dass es für eine Woche ausreicht. Trotz der Kälte ist so ein Auge-in-Auge mit dem Wolf eine faszinierende Begegnung.
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Die Tiere sind neugierig, aber sehr scheu.
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Wie zum Abschied heult – leider in der Ferne – ein Rudel gemeinsam los … schaurig!
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Denen möchten wir, wenn sie hungrig sind, nicht alleine und ohne Zaun dazwischen begegnen, auch wenn es heißt, sie würden den Menschen meiden.

Statistik: Verfasst von Gast — Sa 21. Apr 2012, 20:37


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2012-04-21T07:07:54+01:00 2012-04-21T07:07:54+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246493#p246493 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Wie immer ein schöner Bericht und schöne Bilder.
Wir sind ja auf der Fahrt nach Marokko auch im El Torcal gewesen, mit 3 großen Concorde, durften auch auf dem Parkplatz übernachten.
Im Februar hatten wir natürlich das Glück, das nicht soviel los war, denn auf der Zufahrtsstrasse möchte ich nicht unbedingt mehrere Busse als Gegenverkehr haben.
Die Felsformationen dort sind wirklich gigantisch, fast schöner als in Amerika.

Statistik: Verfasst von womisigi — Sa 21. Apr 2012, 08:07


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2012-04-20T22:26:03+01:00 2012-04-20T22:26:03+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246488#p246488 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Aber heute muss es mal raus: Du schreibst wirklich einen tollen Bericht und die Bilder sind teilweise der Hammer ! ! !

Danke für die tolle Unterhaltung! :)

Statistik: Verfasst von Heiko — Fr 20. Apr 2012, 23:26


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2012-04-20T20:57:25+01:00 2012-04-20T20:57:25+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246479#p246479 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Lira — Fr 20. Apr 2012, 21:57


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2012-04-20T20:47:05+01:00 2012-04-20T20:47:05+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246476#p246476 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Danke für den schönen Bericht und den tollen Bildern(!)

Wir haben in unserer Essecke das selbe Bild vom Bryce Canyon hängen, Fotografiert im Februar bei Schnee - was einen tollen Kontrast bildet :-)

Gruß,

Statistik: Verfasst von cmw — Fr 20. Apr 2012, 21:47


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2012-04-20T20:04:00+01:00 2012-04-20T20:04:00+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246470#p246470 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>

Statistik: Verfasst von Gitte — Fr 20. Apr 2012, 21:04


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2012-04-20T19:46:03+01:00 2012-04-20T19:46:03+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246468#p246468 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Laguna de Fuente de Piedra
Monika schreibt eigentlich nie im Forum, aber der heutige Bericht ist von Monika verfasst!

Alleine in der Provinz Malaga gibt es über 20 Salzwasserlagunen. Wir besuchten die Laguna de Fuente Piedra, welche etwa 30 km nordwestlich von unserem Stellplatz in Antequera liegt.
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Dieser größte Salzwassersee Andalusiens soll eine bedeutende Brutstätte von Flamingos (heißen in Spanien wie der Tanz Flamencos … sehr verwirrend) sein. Zunächst besuchen wir das Centro de Visitantes (Besucherzentrum), um nähere Informationen einzuholen. Dort wird uns gesagt – was wir schon befürchtet hatten, aber die Zeitung schrieb was anderes -, dass der Wasserstand in diesem Jahr wegen des trockenen Winters so niedrig sei, dass nur sehr wenige Flamingos da seien. Mit einem großen Fernglas können wir in der Ferne kleine weiße Punkte ausmachen. Wir sind enttäuscht, zumal wir im Kopf die tollen Eindrücke von vorletztem Jahr in der Camargue haben.
Wie sagt man so schön: Kleinvieh macht auch Mist. Also geben wir uns erst mal mit dem zufrieden, was in der Nähe ist, Enten, Blesshühner usw.
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Es ist manchmal ein bisschen schwierig für uns, die täglichen Dinge gut zu finden, wenn wir ähnliche An- und Aussichten schon als Superlative erleben durften, wie auch gestern die Steinformationen im El Torcal, die nicht annähernd so überwältigend wie im Bryce Canyon in Utah sind.
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Gerd fährt daher unbeeindruckt mit dem Jeep um den See herum. Er ist 7 km lang und 2,5 km breit, bei „Hochwasser“ höchstens 2 m tief.
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Irgendwo muss es doch eine Stelle geben, von wo aus man „Flamencos“ aus der Nähe fotografieren kann, aber nein, der See inkl. Schilfgürtel ist rundherum weiträumig eingezäunt und obwohl wir uns an mehreren Stellen dem Zaun nähern, können wir nur Fotos machen, auf denen man zwar erkennen kann, dass dort Vögel stehen, aber na ja.
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Wahrscheinlich hätten wir – wie damals in der Camargue – früher aufstehen müssen:
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Wir haben uns mittlerweile so gut in Spanien eingelebt, dass wir auch nicht gerne auf unsere Siesta verzichten. Kaum aber haben wir uns ausgeruht und den Kaffeetisch in unserem RV gedeckt, fährt zu unserer großen und freudigen Überraschung ein Wohnmobil vor uns, das wir kennen. Die Stellplatznachbarn aus Salobreña mit nun drei Hunden und zwei Katzen kommen uns besuchen. Die beiden hatten noch am Tag vor ihrer Abreise in den Feldern von Salobrena am Wegesrand einen kleinen, schwachen, aber ganz goldigen Welpen gefunden.
DSC_Rena der Zwerg http://up.picr.de/10210492nt.jpg
Sie haben auf die Schnelle für den kleinen Findling keine neuen „Eltern“ gefunden, waren mit ihm beim Tierarzt zum Impfen usw. und wollen die Kleine mit nach Deutschland nehmen, wo eine Freundin sie höchstwahrscheinlich übernimmt, hoffen sie jedenfalls, denn Mascha, die Leithündin, ist sehr eifersüchtig und mag die Kleine überhaupt nicht adoptieren. Nachdem die Hunde ihr Leckerli verspeist und die Umgebung erkundet haben, werden weitere Gedecke aufgelegt, denn Kuchen und Plätzchen (Kleidergrößenänderer) gibt es bei uns immer genügend. Dann heißt es jedoch wieder Abschied nehmen, nun trennen sich unsere Wege wieder.

Die Sonne scheint noch, carpe diem (pflücke den Tag). Wir fahren in die Stadt zur Besichtigungstour. Beginnen wir doch gleich bei den Dolmen, den prähistorischen Höhlengräbern. Puh, das haben wir gerade noch vor 18 Uhr geschafft. Der Führer der „Cueva de Menga“ wollte gerade abschließen, aber gnädiger weise lässt er uns noch rein, damit wir einen kleinen Eindruck, vor allem aber ein Foto, von dem über viertausendjährigen Monument gewinnen können. Unter einem künstlich aufgeschütteten Erdhügel wird die ovale Grabkammer von drei Pfeilern abgestützt. Der schwerste der Decksteine soll 180 Tonnen wiegen! Wir sind beeindruckt.
DSC_0907 http://up.picr.de/10210526uu.jpg

Weiter geht die Fahrt ins Stadtzentrum, durch die engen Gassen auf Parkplatzsuche. Wir werden fündig und haben gleich einen tollen Ausblick. Wohin wollen wir unsere Schritte lenken? Am besten der Nase nach = zur Alcazaba, im 14. Jahrhundert wahrscheinlich am Ort eines römischen Kastells erbaut. (Zwischen den beiden Türmen ist im Hintergrund übrigens das Gesicht eines liegenden Indios zu erkennen)
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Man betritt sie durch den Arco de los Gigantes, 1585 zu Ehren Philipps II. errichtet und mit dem Stadtwappen geschmückt. Vom Burggarten bietet sich ein schöner Blick auf den Ort bis hin zu unserem WoMo vor dem „El Indio“-Felsen .
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Nach Verlassen der Festung gehen wir links bergab zur brunnengeschmückten Plaza San Sebastian. An ihr erhebt sich der im 18. Jh. erbaute Backsteinturm der Kirche gleichen Namens.
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Das Kirchenschiff stammt aus dem 16. Jahrhundert; die Hauptfassade ist in reichem plateresken Stil verziert. Von San Sebastian führt die C/Encarnación leicht bergab. Hier öffnet sich rechts ein Platz mit dem barocken Palacio Nájera, der das Museo Municipal beherbergt … leider schon geschlossen. Zu spät haben wir erfahren, dass heute „Tag des Denkmals“ ist und der Eintritt kostenlos. Ein bisschen „irren“ wir noch durch die Einkaufzone. Das ist so gar nicht unsere Welt. Immer wieder sind wir überrascht von den vielen Kindergeschäften, d. h. Kindermoden und -spielzeug … allein die Kinderschuhauswahl! Dann treibt uns der Hunger „nach Hause“ ins WoMo, wo wir uns lecker Sauerkraut mit Schupfnudeln zubereiten. Auf Tapas stand uns heute überhaupt nicht der Sinn.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 20. Apr 2012, 20:46


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2012-04-19T18:42:27+01:00 2012-04-19T18:42:27+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246357#p246357 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> El Torcal
Noch am Tag unserer Ankunft in Antequera fuhren wir mit dem Jeep durch die schönen Gassen von Antequera und zum El Torcal. Auf dem Weg zwischen Antequera und El Torcal befindet sich auch ein Campingplätzchen, für uns jedoch viel zu klein.

Der „Paraje Natural Torcal de Antequera“ ist ein ca. 1200 ha großes Naturschutzgebiet in Andalusien. Er liegt ungefähr 15 km südlich der Stadt Antequera in der Provinz Málaga. Mit den außergewöhnlichen Karstformationen ist der Park eine der beeindruckendsten Landschaften Spaniens.

Wir haben uns im Visitor Center informiert, kleine Spaziergänge gemacht und natürlich erste schöne Fotos mit nach Hause genommen.
Bemerkenswert ist die schichtweise Erosion
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Wir wurden an die „Balance Rocks“ unserer USA-Reise erinnert.
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Die Felsformationen inspirieren zu verschiedenen Interpretationen, z. B. ein Kopf
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Oder ein Affengesicht
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Ob der uns was sagen möchte?
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Steinmänner, mächtig, klotzig, hier sind wir.
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Hoppla, Kühe wie in den Alpen
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Von hier aus kann man Malaga und das Mittelmeer sehen.
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Am folgenden Tag möchten wir die große Rundwanderung im El Torcal machen. Das Wetter soll sonnig und nicht mehr ganz so windig werden. Wir sind gespannt.

Einen Tag später:
Ja, das Wetter war wie vorhergesagt schön. Gegen 11 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz des Visitor Centers an, dort standen bereits zahlreiche Busse – oh Schreck.
Als wir uns auf den Rundweg begeben wollten, versammelte sich dort gerade eine größere Schulklasse. Es gelang uns noch vor den Schülern loszulaufen, was uns jedoch wenig nutzte, denn deren Lärm verfolgte uns, obwohl die Kinder außer Sichtweite waren. So konnten wir den El Torcal nicht genießen, Natur und Lärm sind unvereinbar, zumindest für uns.
Außerdem torkelten vor uns auf dem schmalen und sehr felsigen Weg Touris mit einfachsten Badeschlappen, mit hohen Absätzen und mit Salonschleichern herum. Solche Leute lieben wir als Bergwanderer ganz besonders. Irgendwie gelang es uns dann jedoch auch diese schnellen Schrittes zu überholen. Nach einiger Zeit gabelte sich der Weg in den kleinen und den großen Rundweg. Wir wählten den großen und waren heilfroh, dass alle anderen den kleinen Rundgang nahmen. Ab jetzt konnten wir die schöne Bergwelt in aller „Ruhe“ genießen.
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Statistik: Verfasst von Gast — Do 19. Apr 2012, 19:42


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2012-04-18T21:27:20+01:00 2012-04-18T21:27:20+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=246286#p246286 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Abschied von Salobreña
Die letzte Zeit wurde abends wieder der Felsen der Stadt angestrahlt, den wir so aus unserem Mobil betrachten konnten, eine schöne Kulisse.
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Die vergangenen Tage waren sehr windig und wechselhaft, die Wellen so hoch wie den ganzen Winter über nicht.
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In den vergangenen Nächten wurden Teile der Fischzucht, welche sich vor der Küste befindet und vermutlich nicht mehr in Betrieb ist, losgerissen und an Land gespült. Es handelt sich dabei um Ringe von etwa 25 bis 30 Meter Durchmesser.
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Über dem Meer übten Hubschrauber das Absetzen und Aufnehmen von Tauchern.
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Über der Sierra Nevada wurde auch wieder ein „Ufo“ gesichtet. Ralf fragte schon, „Sind sie bereits unter uns oder werden wir noch beobachtet?“
Ich glaube, die tun schon mehr als nur beobachten, denn dies Foto bekam ich erst im 4. Versuch hochgeladen.
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Trotz des Wettereinbruchs ist der Frühling schon ganz stark da. Das Mohnbild wurde Anfang April in den Bergen gemacht. Seither steht auch überall am Wegrand roter Mohn. Und das Obst ist natürlich auch schon an den Bäumen, Rosmarin- und Ginstersträucher, über einen Meter hoch, blühen üppig und von weitem kann man schon das Summen der vielen Bienen wahrnehmen.
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Ja, der Abschied von Salobreña und den Bekannten war nicht leicht für uns. Der Platz ist ein absolut sicherer Ort, die Platznachbarn sehr vertraut, die dort anwesenden Dauer- und Wochenendcamper ausgesprochen nett, hilfsbereit und rücksichtsvoll und etliche Spanier aus den umliegenden Häusern kannten und grüßten einen bei den täglichen Begegnungen am Strand. Vielleicht gibt es im kommenden Winter ja ein Wiedersehen, wir haben es vor.

Aber am Montag nach der großen Feier haben wir dann wirklich die Weiterfahrt gewagt. Am Sonntag hatten wir nach den Aufräumarbeiten von der Feier auch gleich im RV alles gepackt und sicher verstaut, sodass wir am Montag schon morgens um 8 Uhr unseren geliebten Platz in Salobreña, getrennt mit Jeep und RV, verlassen konnten. Der frühe Start war uns wichtig, da später etliche Autos in der engen Ausfahrt parken und wir dann evtl. etwas Platzprobleme und Zeitverzögerungen hätten. So ging alles gut und auf dem großen Platz bei den Sportanlagen wurde der Anhänger angekoppelt und der Jeep aufgeladen. Zuvor war noch eine kleine Störung an der Elektrik zu beheben, denn die Instrumente im Armaturenbrett waren allesamt „tot“. Die Meeresluft hat den Kontakten an den Sicherungen offenbar nicht gut getan. Nach wenigen Minuten war das Problem behoben.
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Von hier aus bot sich ein schöner Ausblick auf die Spuren des Wochenendwetters, welches
die Berge bis tief hinunter mit weißen Hauben versehen hatte (Mitte April).
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Unsere Route führte zunächst nach Granada, um dort unsere Gasvorräte aufzufüllen. In ganz Spanien gibt es lediglich ca. 38 LPG-Tankstellen. Das ist grundsätzlich kein Problem für uns, denn die Gasvorräte reichen, den bisherigen Durchschnittsverbrauch zugrunde gelegt, für über 100 Tage, an denen auch zeitweises Heizen eingerechnet ist.

Nach dem Tanken führte unsere Route westwärts bis Antequera. Dort haben wir einen netten Platz im entstehenden Industriegebiet gefunden. Von hier aus möchten wir verschiedene Ausflüge unternehmen.
Die Tagestemperaturen sind um diese Jahreszeit hier mit 20 Grad ähnlich wie momentan an der Küste, aber in der Nacht ist es mit 4 Grad doch noch empfindlich kalt im Hinterland auf 420 m Höhe. So mussten wir am Dienstagmorgen auch gleich feststellen, dass etwas Luft im Heizsystem ist. Aber morgen früh werden die entlüfteten Heizkörper bestimmt wieder schön warm.

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 18. Apr 2012, 22:27


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2012-04-16T18:17:28+01:00 2012-04-16T18:17:28+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245953#p245953 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Wenn das Unkraut unter dem RV zu hoch wird
sollte man eigentlich weiterfahren. Inzwischen hatte das Unkraut die Leistungsfähigkeit unserer Hubstützen an ihre Grenzen gebracht.

Wir wollten eigentlich spätestens nach Ostern fahren, aber die Spanier haben uns zu einer Woche Verlängerung überredet, denn es gab nochmals ein großes Fest. Der Grill war heiß,
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und dieses Schwein galt es zu bewältigen.
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Heiße Himbeeren mit Eis wurden von Monika mit viel Liebe gemacht.
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Ja und dann erfuhren wir, dass Flamenco überhaupt nicht so eine todernste Sache ist, wie unser Eindruck von verschiedenen Veranstaltungen war.
Die Gitarristen waren natürlich wie gewohnt klasse,
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die Sängerinnen ebenfalls.
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Und wenn Spanier Flamencoklänge hören, dann werden sie unruhig. Es wurde also mit Hingabe zum Flamenco getanzt und dabei kam Lebensfreude pur rüber. Alt und Jung tanzten miteinander und die älteste Tänzerin war 78 und super drauf.
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Vom klassischen zum modernen Flamenco, kein Problem, die Jugend hat auch das drauf.
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Eigentlich ist in Salobreña immer schönes Wetter, aber der April spielte dieses Jahr wirklich verrückt. So kam es, dass die ganze Freiluftparty unterbrochen werden musste, um kurz darauf auf einer benachbarten überdachten Terrasse einer Dauerbaustelle fortgesetzt zu werden. Genauso wie beim Aufbau und Aufräumen packten auch beim Umzug alle mit an. Das Wetter tat der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch, allerdings waren wetterbedingt einige Gäste weniger gekommen – was aber das Schwein auch nicht retten konnte.

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 16. Apr 2012, 19:17


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2012-04-15T16:53:15+01:00 2012-04-15T16:53:15+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245744#p245744 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Statistik: Verfasst von Angelika — So 15. Apr 2012, 17:53


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2012-04-15T07:56:39+01:00 2012-04-15T07:56:39+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245678#p245678 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]>
Na super, dann habt Ihr ja auch endlich den Weg nach oben auf den Gipfel gefunden. Ja, es ist einfach traumhaft schön dort oben.
Ich sag´s ja immer wieder : einfach drauf los fahren ! Hier braucht man kein Navi. Zurück kommt man immer irgendwie und nur so findet man die tollsten Strecken.

Grüße vom Nachbarn
Ralf

Statistik: Verfasst von monaco — So 15. Apr 2012, 08:56


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2012-04-14T22:15:30+01:00 2012-04-14T22:15:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245658#p245658 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Siesta in den Bergen
Unsere Fahrt sollte mal wieder mal über Guájar Alto in die Berge gehen. Inzwischen kennen wir uns dort auf den Schotterpisten schon so gut aus, dass wir kein Navigationsgerät und keine Karten mitnahmen.
Diesmal wollten wir an einer uns bekannten Kreuzung den Weg nach links einschlagen, denn wir hatten auf einer unserer früheren Fahrten gesehen, dass es dort hoch hinauf auf einen Bergkamm gehen müsste.
Und es ging hinauf, vorbei an üppig blühenden Rosmarin, gelbblühendem Ginster, Thymian und Wacholder. Der Duft war berauschend, die Aussicht nicht minder.
DSC_0474 http://up.picr.de/10151589yt.jpg

Oben auf dem Gipfel angekommen war die Schotterpiste abrupt zu Ende. Wir standen neben der Brandwache.
DSC_0485 http://up.picr.de/10151483vu.jpg

Klasse, wir waren am Ziel, in der Einsamkeit, das Wetter war großartig und die Aussicht rundum grandios. Bei klarer Sicht könnte man von hier aus Afrika sehen. Leider war über dem ganzen Mittelmeer ein Dunststreifen. Aber egal, Hauptsache über uns ist der Himmel blau.
DSC_0482 Das Ende unserer Piste und vor uns das Mittelmeer http://up.picr.de/10151467rp.jpg

DSC_0488 Siesta http://up.picr.de/10151529jj.jpg

DSC_0495 Von da unten im Tal sind wir gekommen http://up.picr.de/10151534bw.jpg

Panorama, und die sich durchs Bild schlängelnde Snakeroute sind wir vor einigen Wochen auch mal gefahren.
DSC_0491 http://up.picr.de/10151549id.jpg

Von hier aus konnten wir in der Ferne auch eines unserer früheren Wanderziele, den Pico Lopera erkennen, der an seiner Sägezahnform und der Brandwache an der Spitze unverkennbar ist.
DSC_0487 http://up.picr.de/10151560ug.jpg

Bei unserer Rückfahrt standen an besagter Kreuzung mehrere Personen ratlos mit Karte und Navi in der Hand. Da diese Kreuzung nicht im Navi drin ist und auch die Karten Rätsel aufgeben, waren diese Deutschen heil froh, von Landsleuten eine Wegbeschreibung nach Otívar von uns zu erhalten.

Weiter unten wurde an einem der schönen Brunnen wieder Wasser gebunkert. Reineres Wasser als hier oben in den Bergen, wo sich keine Landwirtschaft und keine Ortschaft in der Nähe der Quellen befindet, kann man wohl kaum bekommen.

Statistik: Verfasst von Gast — Sa 14. Apr 2012, 23:15


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2012-04-14T08:52:00+01:00 2012-04-14T08:52:00+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245535#p245535 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> ja der Embalse de los Bermejales - habe ich euch doch gesagt, dass sich ein Besuch dort lohnt. Und jetzt, wo er sogar recht viel Wasser hat, erst recht.
Alahama de Granada hat uns leider schon vor zwei Jahren auch enttäuscht. Allerdings war damals das Bäderhaus noch geöffnet.
Wann geht´s denn nun weiter? Hier regnet es seit ein paar Minuten und kalt ist es auch.
Wünsche euch alles Liebe und Gute und auf bald einmal

Statistik: Verfasst von andalusa — Sa 14. Apr 2012, 09:52


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2012-04-13T21:04:10+01:00 2012-04-13T21:04:10+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245501#p245501 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Alhama de Granada
Da wir unseren Aufenthalt in Salobreña um eine Woche verlängert haben, wollten wir die Tage für schöne Unternehmungen nutzen.
Der erste Tag führte uns über Lobes und Molvízar nach Otívar. Auf den dann folgenden Kilometern geht die A-4050 durch eine traumhafte Berglandschaft, bis man auf einer leicht hügeligen Hochebene ankommt. Dort bogen wir auf die GR-3302 und fuhren über Jayena und Fornes am südlichen Ende des Stausees vorbei, den wir bei unseren Wanderungen auf den Pico Lopera schon mehrfach in nordwestlicher Richtung liegen sahen. Die Landschaft rund um den Stausee scheint ungeheuer fruchtbar und klimatisch sehr begünstigt zu sein.
DSC_0456 http://up.picr.de/10129431yg.jpg

Bei Arenas del Rey fanden wir an einem Ausläufer des „Embalse de los Bermejales“ einen wunderbaren Picknickplatz direkt am Ufer. 26 Grad im Schatten lassen sich in der Nähe des Wassers doch deutlich besser ertragen.
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Nach unserer Siesta ging es weiter nach Alhama de Granada. Der Ort liegt in der Sierra de Tejeda, auf einer hohen Steilwand am Fluss Alhama, der im Bereich der Stadt eine richtige Schlucht gegraben hat, die zu erwandern sicherlich lohnenswert ist.
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Alhama de Granada verfügt über thermale Gewässer, die schon von den Römern und Arabern genutzt wurden, und mit denen heute Arthritis, Rheuma und Stress behandelt werden – wenn das Kurhotel dann wieder geöffnet ist. Offenbar läuft das hier nur im Saisonbetrieb.

Die Römer, welche die Thermen ebenfalls zu schätzen wussten, hinterließen einige Bauten, wie die Römerstraße, eine Brücke und einige kleine Siedlungen. Letztendlich waren es jedoch die Araber, welche die Stadt prägten. Ihnen ist das labyrinthische und verschlungene Stadtbild des arabischen Viertels, die Reste der Stadtmauern, die Wachtürme und besonders das Baño Fuerte, mit seinen schmiedeeisernen Bögen zu verdanken.

Nach der christlichen Eroberung (1482) war es auch hier mit der Herrlichkeit vorbei, die alten Moscheen, Synagogen und arabischen Paläste wurden durch erdrückende Symbole der neuen Macht ersetzt. Damit holt uns an diesem Ort dann auch prompt das finsterste Mittelalter ein.
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Es wurde fleißig gefoltert und hingerichtet, alles natürlich mit der Bibel unterm Arm, im Namen des 5. Gebots, der Bergpredigt im Rücken und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf den Lippen. Und wenn man ganz genau hinhört, kann man noch heute die Schreie der Gemarterten durch die kräftigen Eisengitter in den schmalen Gassen hören.
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1884 wurde Alhama de Granada durch ein Erdbeben teilweise zerstört und später wieder aufgebaut. Heute ist der Altstadtkern leider sehr vom Zerfall geprägt. Zahlreiche Häuser mit eingefallenen Dächern, dabei auch herrschaftliche Häuser direkt am Hauptplatz, trüben das Stadtbild doch sehr.

Nach einem Stadtrundgang drängte Monika zu den heißen Quellen, welche etwas außerhalb der Stadt liegen. Die reizvolle Zufahrt führt durch einen Felsdurchbruch - und dann ist man auch schon da, vor dem verschlossenen Kurhotel. Mit einem Bad im Hotel war es also nichts, aber wenn man Richtung Hotel über die kleine Brücke geht, sieht man links unten ja noch den „Überlauf“ der heißen Quellen vom Hotel, den jeder kostenlos nutzen darf. Ja und so kam es uns dann auch vor, wie Baden in Schlammlöchern vor dem Abwasserkanal des Hotels – das war also auch nichts für uns.
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Wir hatten uns vom Besuch der traditionsreichen Stadt deutlich mehr versprochen. Vermutlich waren unsere Erwartungen zu hoch; vielleicht haben wir aus den Reiseführern zu viel heraus interpretiert.

Unsere Fahrt ging weiter ans Nordufer des Embalse de los Bermejales.
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Hier fuhren wir über die Staumauer. Im Bereich des Abflusses konnten wir über 20 sehr große Fische (ca. 1 m lang) beobachten. Die sahen aus wie Babyhaie, waren natürlich keine.
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Gegenüber einigen Bildern aus dem Internet war der Stausee zu dieser Zeit jedoch sehr gut gefüllt.
DSC_0470 http://up.picr.de/10129499zh.jpg

Am Nordostufer des Sees befinden sich große Badestrände, Picknickmöglichkeiten und ein schön gelegener Campingplatz. Es war jedoch schon spät und so fuhren wir an all dem nur vorbei, um über Agrón nach Granada zu kommen, wo wir dann unseren LPG-Vorrat im Jeep aufgefüllt haben.

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 13. Apr 2012, 22:04


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2012-04-12T21:22:04+01:00 2012-04-12T21:22:04+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=245274#p245274 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Ostersonntag
„Frohe Ostern“ wünscht man sich zumindest hier in der Gegend nicht. Lediglich der Portugiese auf unserem Platz pflegt diese Art der Begrüßung. Auch konnten wir in den spanischen Geschäften keinen Osterkram entdecken. Lediglich beim deutschen Discounter L… gab es das bekannte Osterwarensortiment, welches jetzt, eine Woche nach Ostern, übrigens noch reichlich und zu stark reduzierten Preisen zu bekommen ist. Ebenfalls noch im reduzierten Sortiment befinden sich „Weihnachtsnudeln“ (lauter Tannenbäume in verschiedenen Nudelfarben). Also nichts wie hin zum deutschen Discounter nach Salobreña

Ansonsten wird Ostern in Spanien und auf unserem Stellplatz insbesondere natürlich gefeiert. Außer dem eigentlichen Osterfest feierten zwei Spanier noch ihre Namenstage. Und dabei geht es natürlich hoch her.
Natürlich gibt es im Internet keine Fotos der teilnehmenden Personen, aber dafür vom Festessen:
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Übrigens, am Ostermontag ist alles vorbei, der Montag ist ein normaler Arbeitstag in Spanien. Dafür ruhte aber am Gründonnerstag die Arbeit.

Statistik: Verfasst von Gast — Do 12. Apr 2012, 22:22


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2012-04-07T21:26:36+01:00 2012-04-07T21:26:36+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=244530#p244530 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Semana Santa
Die Osterwoche ist in Spanien geprägt von zahlreichen Prozessionen, die teils bis spät in die Nacht, oft bis nach Mitternacht andauern. Dabei tragen Laienbruderschaften (Cofradías) gewaltige Pasos (Throne/Altäre) mit Holzfiguren durch die Straßen und Gassen der Orte. Neben Szenen aus der Passionsgeschichte stellen sie Heilige oder biblische Allegorien dar. Der Altar ist der Stolz einer jeden Bruderschaft, der er gehört und von deren Mitgliedern er während der Prozession getragen wird. Die Träger und Trägerinnen (Castaleros) befinden sich dabei unter dem Paso, der mit Samtstoffen behängt ist. Besonders mächtige Altäre, z. B. in Malaga, wiegen bis zu 4 Tonnen und werden von bis zu 250 Männern im schaukelnden Schritt gehoben.

Vor und hinter dem Paso laufen verschiedene Personen mit unterschiedlichen Aufgaben.
Manolas sind um den Tod Jesu trauernde Frauen, welche während der Trauertage schwarz gekleidet sind und am Ostersonntag weiß tragen. Sie tragen streng gescheitelte Haartracht und das typische Schleiertuch.

Nazarenos werden Büßer genannt, die vor dem Paso laufen. Sie sind besonders auffällig wegen ihrer bodenlangen Umhänge und den markanten Kapuzen, welche an Ku-Klux-Klan erinnern, damit jedoch nichts gemein haben. Bei den Nazarenos wird unterschieden in Nazareno de fila, die nur zur persönlichen Buße mitgehen; Nazareno de luz, der die Altarkerze trägt; Nazareno de cruz, der ein Kreuz trägt, Nazareno portador de atributus, der das Symbol der Bruderschaft trägt; und den Manigueteros, die sich an den vier Ecken des Pasos aufstellen.

Natürlich darf die Musik nicht fehlen. Diese besteht hauptsächlich aus Blasmusik und Trommlern.

In einigen Orten werden auch Passionsspiele aufgeführt, bei denen es an keiner noch so schaurigen Darstellung fehlt, bis hin zur Kreuzigung.

Wir beschränkten uns jedoch auf die nicht ganz so spektakulären Prozessionen in Salobreña und Almunécar. Dabei hatten wir den Eindruck, dass dies alles von der Bevölkerung nicht ganz so dramatisch und ernst genommen wird und mehr oder weniger als eine Fortführung alter Traditionen gepflegt wird. Am Rande der Prozessionen trifft sich die Jugend und es sind auch hier wieder die kleinsten bis spät in die Nacht mit dabei, denn Spanier lassen ihre Kinder nie alleine, auch nicht zu Hause.

DSC_0175aPS http://up.picr.de/10074589bz.jpg

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Das Mädchen verteilt Süßigkeiten an die kleinen Zuschauer.
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Schlümpfe dürfen natürlich nicht fehlen.
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Der Star der Prozession
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Unter den Kapuzen verbergen sich viele Frauen.
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Statistik: Verfasst von Gast — Sa 7. Apr 2012, 22:26


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2012-03-29T20:44:30+01:00 2012-03-29T20:44:30+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=243341#p243341 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Wir hatten an diesem Wochenende nicht nur mit der Zeitumstellung zu kämpfen, denn wir wurden bereits wach, als es draußen noch lange dunkel war, nein, das Wetter war auch ganz und gar nicht das, was wir von den vergangenen Wintermonaten gewohnt waren. Es war so ein richtig deutsches, trübes, kaltes Schittwetter, und das Mitte März an der Costa del Sol. Wir hatten schon unsere ganzen Wanderpläne storniert und sahen uns nach dem Frühstück auf der Heimfahrt nach Salobreña.
Aber dann bekamen wir eine SMS und erfuhren von unseren Freunden, dass ca. 100 Kurven weiter oben die Sonne scheint.
Klasse, unsere Freunde hatten unsere Stimmung richtig erahnt, der Tag war gerettet, wir sputeten uns, frühstückten, packten unsere 7 Sachen ein und fuhren der Sonne entgegen. An einer schönen Area Recreativa, der „ Fábrica de la Luz“ am Rande der Sierra de Tejeda, stellten wir unser Auto ab und dann ging es los, der Sonne entgegen, hinauf auf die Berge. Das hatten wir uns schon vor Wochen vorgenommen, als wir hier eine Erkundungsfahrt unternahmen.
DSC_0080 Wandern http://up.picr.de/9963491fvw.jpg

Wir hatten keine Wanderkarte und uns auch nicht informiert. Wir liefen einfach immer bergauf, vorbei an Frühlingsboten und Korkeichen.
DSC_0084 http://up.picr.de/9963496fms.jpg
DSC_0087 http://up.picr.de/9963504cdx.jpg

Fast oben auf dem Berg angekommen, sahen wir einen einsamen Ziegenhirten.
DSC_0096 http://up.picr.de/9983610ucj.jpg
Wir gingen immer unserer Nase nach, und die hatte uns bisher noch nie im Stich gelassen. Als wir so ein Stück auf dem Bergrücken gegangen waren, fanden wir auch den ersten Wegweiser, der uns dann über einen sehr schmalen und steilen Bergpfad den Weg zur „Fábrica de la Luz“ wies.
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DSC_0107 http://up.picr.de/9963569tff.jpg

Den Rucksack mit dem Picknick hatten wir umsonst mitgenommen, denn wir hatten unterwegs keinen Bedarf nach einer Pause. Unten angekommen standen wir dann vor dem Bach, über den es mal wieder keine Brücke gab. Zum Glück führte er nicht allzu viel Wasser und so kamen wir mit ein paar großen Schritten über Steine im Bachbett trockenen Fußes auf die andere Seite und waren nach wenigen Metern bei unserem Auto. Dem günstigen Angebot von frischem Quellwasser an der Area Recreativa konnten wir nicht widerstehen und füllten die immer im Auto mitgeführten Wasserkanister, min. 130 Liter.
Nach einem kurzen Abschiedsbesuch bei unseren Bekannten ging es durch 200 Kurven hinab zur Küste und über die Autovía del Mediterráneo nach Salobreña, den wir konnten es nach 1 ½ Wochen kaum erwarten wieder zu Hause in unserem RV zu sein.
Zur Info: Unser Zu Hause ist dort wo unser Computer steht, also in unserem „rollenden Altersruhesitz“

Statistik: Verfasst von Gast — Do 29. Mär 2012, 21:44


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2012-03-27T19:40:45+01:00 2012-03-27T19:40:45+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=243012#p243012 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Ausflüge
Als bisher mutigsten Ausflug möchte ich Monikas Gang ins Mittelmeer am 12.März bezeichnen, denn 16 Grad sind für mich jenseits von Gut und Böse, aber Monika schaffte es.
DSC_0074 http://up.picr.de/9963449vcp.jpg

Dann standen mal wieder einige Termine im Dland an. Am Tag vor unserem Kurztrip mit Ryanair haben wir den schon länger angekündigten Besuch vom kmfrank (Birgit und Michael) bekommen. Und wie wir da so sitzen und reden, kommt doch tatsächlich und ganz überraschend die WoMoOma (Gaby und Ernst) um die Ecke. Was war das für eine Freude, denn wir kannten uns ja alle vom Forum. Es wurde ein langer Abend, wir haben wunderbar im El Penon (Salobreña) zu Abend gegessen und saßen am Tag unserer Abreise noch bis zur letzten Minute in einem netten Strandlokal, genossen nochmal Fischplatte, Vino Tinto und Sonne. Schade, die Zeit war leider viel zu knapp.

So schön es war, Kinder, Freunde und Bekannte im Dland wieder zu sehen, so sehr sehnten wir uns doch wieder zurück in unser RV. Das Wochenende wollten wir bei Anita Brandt und Gerhard Pollheide auf ihrer Bodega "Vino y Arte" verbringen (Lista de Correos, 29752 Sayalonga, art-opus.de). Die Bodega verfügt über 2 Ferienappartements mit traumhaftem Ausblick auf das Mittelmeer und die Orte Lagos, El Morche und Torrox.
DSC_0075 http://up.picr.de/9963460cjy.jpg

Leider hatte Monika auf unserem Ausflug die Sonne mit nach Deutschland genommen, wo wir dann auch auf der Terrasse sitzen konnten, während Salobreña einen Regentag und Gewitter mit Hagel hatte. Zurück in Andalusien spielt das Wetter nicht wie gewohnt mit, es ist wolkig, kühl und es nieselt immer mal wieder etwas, fast wie in Deutschland. Hat Monika vergessen, die Sonne wieder mitzubringen?
Egal, wir sitzen mit der Fleecejacke auf der Terrasse der Bodega und erfreuen uns an dem Ausblick, der frischen Luft und der Ruhe, die nur von Vogelgezwitscher und einigen Ziegenglocken unterbrochen wird. Wir schmieden Pläne für die nächsten Unternehmungen.
DSC_0079 http://up.picr.de/9963473uqq.jpg

Von der Bodega "Vino y Arte" aus besuchten erst mal ganz liebe, nette Bekannte im Nachbarort. Während einer kleinen Wanderung kehrten wir alle zusammen in einer Tapa-Bar ein und bestellten, ja wir bestellten, und wir bekamen auch was - und dann fiel uns siedend heiß ein, dass weder Monika noch ich Geld eingesteckt hatten. Unsere Euros und das Plastikgeld lagen im Jeep, sicher hinter den Eisentoren unserer Freunde – ach wie peinlich.
Trotzdem hatten wir alle zusammen viel Freude und verbrachten sehr angenehme Plauderstunden mit dem besten Zitronenkuchen, den Monika und ich jemals bekommen hatten, denn der Kuchen war mit frischen Zitronen direkt aus dem Garten gebacken.

Am Abend hatten wir dann ein „Dinner for two“ in der Bodega "Vino y Arte" gebucht, welches eindeutig das beste Essen war, welches wir bisher in Spanien bekommen hatten. Ein dickes Lob und herzlichen Dank an die Wirtsleute Anita und Gerhard.

Statistik: Verfasst von Gast — Di 27. Mär 2012, 20:40


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2012-03-19T21:25:11+01:00 2012-03-19T21:25:11+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=241797#p241797 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Von Movízar in die Sierra del Chaparral:
Wir sind den ersten Teil des Weges bereits Mitte Januar gegangen. Startpunkt war wieder in der Nähe des Friedhofs von Molvízar. Von dort führt der Weg entlang den Südhängen der Sierra del Chaparral und nach ca. 3 Stunden gemütlicher Wanderung kommt man im großen Bogen zurück nach Molvízar. Den Rundweg liefen wir entgegen dem Uhrzeigersinn.

Zunächst ging es vorbei an kleinen Plantagen mit Mandarinen-, Zitronen-, Mandel- und Chirimoyabäumen. An den Mandelbäumen hingen teilweise alte und neue, grüne Mandeln nebeneinander.
DSC_0066 http://up.picr.de/9803452ady.jpg
Entlang des Wegrands fängt inzwischen sehr vieles an zu sprießen und zu blühen. Bei strahlendblauem Himmel und Blütendüften kamen wir uns vor wie an einem wundervollen Frühlingstag in den Alpen - nein, es war noch einen Tick besser, denn wir konnten in der Ferne Salobreña und das Mittelmeer sehen.
DSC_0041 http://up.picr.de/9803455vmv.jpg
DSC_0042 http://up.picr.de/9803456sex.jpg
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DSC_0047 http://up.picr.de/9803464muz.jpg
DSC_0063 http://up.picr.de/9803490edr.jpg

Zurück auf unserem Stellplatz hatte unser Platznachbar sein Wohnmobil zerlegt und beide vorderen Federbeine ausgebaut, da diese neue Dämpfer brauchen. Tags zuvor hatte er bereits die Motoraufhängung erneuert. Er ist ein echtes Schraubertalent, Kompliment.

An einem so schönen Sonntag ist hier am Strand natürlich auch was los. Viele Spanier kommen mit der Großfamilie oder mit Freunden und verbringen hier den Tag. Die Männer sind meist mit angeln beschäftigt. Einige Angler kommen schon ganz früh vor Sonnenaufgang, einzelne übernachten sogar am Strand. Da wir fast noch Vollmond hatten, ist die Nacht am Meer natürlich wunderschön und der Sternenhimmel ist ein ganz anderer als wir ihn in der Nähe von Koblenz gewohnt waren.
DSC_0069 http://up.picr.de/9803473zmx.jpg
DSC_0070 http://up.picr.de/9803476kzs.jpg
Das alles wäre ja wunderbar, wenn es nicht eine ganze Reihe Spanier gäbe, die danach allen Abfall einfach am Strand liegen lassen, obwohl sie auf dem Rückweg zu ihrem Fahrzeug an mehreren öffentlichen, großen Müllcontainern vorbeilaufen.

Der Morgen danach sieht dann leider so aus:

Nun ist es in Spanien durchaus so, dass diese Art der Abfallentledigung mit Strafen von über 1000 € belegt werden kann, aber das kümmert niemanden und wo kein Kläger, da auch kein Richter. Das ist einfach ein Mentalitätsproblem in Andalusien.
Aber wie man uns sagte, wird ein Mal im Jahr, vor Ostern, der Strand gefegt. Wir sind gespannt.
DSC_0072PS http://up.picr.de/9803487rte.jpg

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 19. Mär 2012, 21:25


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2012-03-19T21:25:10+01:00 2012-03-19T21:25:10+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=241796#p241796 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Von Movízar in die Sierra del Chaparral:
Wir sind den ersten Teil des Weges bereits Mitte Januar gegangen. Startpunkt war wieder in der Nähe des Friedhofs von Molvízar. Von dort führt der Weg entlang den Südhängen der Sierra del Chaparral und nach ca. 3 Stunden gemütlicher Wanderung kommt man im großen Bogen zurück nach Molvízar. Den Rundweg liefen wir entgegen dem Uhrzeigersinn.

Zunächst ging es vorbei an kleinen Plantagen mit Mandarinen-, Zitronen-, Mandel- und Chirimoyabäumen. An den Mandelbäumen hingen teilweise alte und neue, grüne Mandeln nebeneinander.
DSC_0066 http://up.picr.de/9803452ady.jpg
Entlang des Wegrands fängt inzwischen sehr vieles an zu sprießen und zu blühen. Bei strahlendblauem Himmel und Blütendüften kamen wir uns vor wie an einem wundervollen Frühlingstag in den Alpen - nein, es war noch einen Tick besser, denn wir konnten in der Ferne Salobreña und das Mittelmeer sehen.
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Zurück auf unserem Stellplatz hatte unser Platznachbar sein Wohnmobil zerlegt und beide vorderen Federbeine ausgebaut, da diese neue Dämpfer brauchen. Tags zuvor hatte er bereits die Motoraufhängung erneuert. Er ist ein echtes Schraubertalent, Kompliment.

An einem so schönen Sonntag ist hier am Strand natürlich auch was los. Viele Spanier kommen mit der Großfamilie oder mit Freunden und verbringen hier den Tag. Die Männer sind meist mit angeln beschäftigt. Einige Angler kommen schon ganz früh vor Sonnenaufgang, einzelne übernachten sogar am Strand. Da wir fast noch Vollmond hatten, ist die Nacht am Meer natürlich wunderschön und der Sternenhimmel ist ein ganz anderer als wir ihn in der Nähe von Koblenz gewohnt waren.
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Das alles wäre ja wunderbar, wenn es nicht eine ganze Reihe Spanier gäbe, die danach allen Abfall einfach am Strand liegen lassen, obwohl sie auf dem Rückweg zu ihrem Fahrzeug an mehreren öffentlichen, großen Müllcontainern vorbeilaufen.

Der Morgen danach sieht dann leider so aus:

Nun ist es in Spanien durchaus so, dass diese Art der Abfallentledigung mit Strafen von über 1000 € belegt werden kann, aber das kümmert niemanden und wo kein Kläger, da auch kein Richter. Das ist einfach ein Mentalitätsproblem in Andalusien.
Aber wie man uns sagte, wird ein Mal im Jahr, vor Ostern, der Strand gefegt. Wir sind gespannt.
DSC_0072PS http://up.picr.de/9803487rte.jpg

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 19. Mär 2012, 21:25


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2012-03-12T07:09:23+01:00 2012-03-12T07:09:23+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=240675#p240675 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> 1 ½ Stunden „Folter“ in der Casa de Cultura
mussten wir für diese Fotos über uns ergehen lassen ;)
Die „Folter“ bestand nicht nur aus einer schmerzhaften Lautstärke, vielmehr war die Anlage derart schlecht eingestellt, dass die „Musik“ des Gitarrenspielers und von CD einfach nur noch schrill, verzerrt und völlig übersteuert wahrzunehmen war. Aber das störte offenbar niemanden. Gleiches hatten wir ja schon beim Dia de Andalucía, beim Fest von Sacromonte und dem Fasching in La Herradura erlebt. Auch beim orientalischen Tanz in Salobreña hat die Lautstärke des Klavierkonzerts der Pausenmusik die Genussschwelle für klassische Musik meilenweit überschritten und die Musik zu den Tanzvorführungen war unmittelbar an der Schmerzgrenze.
Dass viele Spanier resistent gegen extreme Lautstärke sind, wussten wir ja, aber dass manchen auch jeglicher Sinn für den Musikgenuss von klaren, reinen Tönen fehlt, haben wir nun durch sich nahtlos aneinanderreihende Beispiele erfahren.

Das wichtigste Utensil im Reisegepäck nach Spanien sollten daher Ohrstöpsel sein, gute Ohrstöpsel wohlgemerkt! Und die sollte man/frau möglichst immer bei sich tragen, besonders zum Besuch von Veranstaltungen jeglicher Art. Wir hatten sie leider im RV liegen lassen und so habe ich mir notgedrungen aus meinem Papiertaschentuch welche angefertigt.

Ansonsten hat der Gitarrenspieler ja ganz annehmbar gespielt, und vom Flamenco-Gesang, der unseren Ohren doch recht fremd ist und uns eher an die Gebetsrufe eines malträtierten Muezzins erinnert, wurden wir an diesem Abend verschont.
Die Tanzgruppe „Almuñécar Baila“ war schön anzusehen und hatte Mitglieder ab dem Alter von ca. 4 Jahren. Zwei der ganz Kleinen waren einfach köstlich anzusehen und sicher ein Highlight des Abends. Die Teenies und Mütter machten schönen Flamenco, wenngleich dieser an die Künste der Tänzerinnen vom Sacromonte auch nicht annähernd herankamen. Aber es handelte sich ja um eine Volkstanzgruppe, und nicht um Profis. Auffallend war, dass es bei der Veranstaltung nur Tänzerinnen gab, keine Tänzer.
DSC_9989 http://up.picr.de/9787572wox.jpg

Eine sehr temperamentvolle Darbietung:
DSC_9994 http://up.picr.de/9787585cgr.jpg
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Seniorentanz, Flamenco im sitzen: ;)
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DSC_9999_DSC_0009 http://up.picr.de/9787596afv.jpg

Das absolute Highlight des Abends:
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Statistik: Verfasst von Gast — Mo 12. Mär 2012, 07:09


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2012-03-10T22:58:43+01:00 2012-03-10T22:58:43+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=240459#p240459 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Orientalischer Tanz im Salobreña
Dass wir gerade in Salobreña den Bauchtanz zu sehen bekommen, für den uns im orientalischen Teil von Granada die Zeit gefehlt hatte, hätten wir auch nicht gedacht. Eigentlich verhieß das viel zu laute klassische Klavierkonzert als Pausenmusik vor der Aufführung nichts Gutes.

Aber als dann das Licht ausging, orientalische Musik erklang und die erste Aufführung lief, da wussten wir, dass wir nicht enttäuscht werden.
Sechs Frauen boten 1 ½ Stunden lang eine atemberaubende Bauchtanzvorführung, wobei es nicht nur um den Bauch ging. Es wurden zu Regen, Feuer und Wind Schleiertänze geboten, Kämpfe dargestellt und natürlich überaus sinnlicher Bauchtanz geboten. Im Gegensatz zum Flamenco ließ sich hier an den Gesichtern deutlich erkennen, dass die Vorführung den Tänzerinnen viel Freude bereitete.
Meine Kamera stieß bei den schnellen Bewegungen und der schwachen, bunten Bühnenbeleuchtung, aus Rücksicht ohne Blitzlicht, trotz ISO 3200, leider an ihre Grenzen, aber einen kleinen Eindruck von dem außergewöhnlich schönen Abend konnte ich einfangen.
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Statistik: Verfasst von Gast — Sa 10. Mär 2012, 22:58


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2012-03-07T18:38:33+01:00 2012-03-07T18:38:33+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=240026#p240026 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Granada einmal anders:
Wasser, einen Staubsauger, einen Kaffeekocher und vor allem LPG (Gas) brauchten wir. Eigentlich sollte es letzteres im Nachbarort Motril bei Chevrolet geben. Tut es auch grundsätzlich, aber offenbar ist die Nachfrage größer als der Nachschub und so gibt es immer wieder Wochen, in denen es halt kein LPG gibt, weil der Tank leer ist, man nicht rechtzeitig bestellte, und die Lieferung . . . na ja, mañana eben.

Also packten wir unsere Sachen und fuhren zunächst nach Lanjarón um 130 Liter bestes Mineralwasser zu tanken, eigentlich viel zu schade zum Duschen und fürs WC. Dann ging es weiter nach Granada. Dort klapperten wir die großen Märkte ab und tankten auch LPG.

Nach getaner Arbeit kommt natürlich das Vergnügen. Catedral Metropolitana Granada und das Albaycín zu nächtlicher Stunde standen auf unserem Wunschzettel, denn bei den letzten Besuchen kamen wir immer in die den Spaniern heilige Siesta und standen somit vor verschlossener Catedral-Tür. Heute klappte aber alles wie geplant, 4 € Eintritt pro Nase und Catredral, Sacristía y Museo standen uns offen.
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Die Kathedrale wurde auf den Resten einer Moschee errichtet. Sie wurde nach der Rückeroberung Granadas von den Christen erbaut und ist eindeutig als ein Siegesmonument anzusehen. 1521 ließ man die Hauptmoschee abreißen um dort die Kathedrale zu errichten. Architekt und Baustil wechselten während der Bauzeit. Auf gotischem Grundriss entstand eine Renaissancekathedrale. 1561 wurde diese eingeweiht, der Bau war jedoch erst 1704 wirklich abgeschlossen.
Die Capilla Mayor wirkt wie eine Kirche in der Kirche. Das war damals scheinbar in, siehe Córdoba.
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Die Orgel ist sehr beeindruckend, hier eine der 4 Seiten.
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Es gibt einige Kunst zu begutachten, aber das Ganze wirkt auf uns durch die Größe und das viel zu reichlich verarbeitete Gold eher erdrückend denn als Stätte der Andacht und Ruhe. Es ist schlicht und ergreifend eine Machtdemonstration der katholischen Kirche und so sind wir ganz schnell wieder draußen auf der Straße, im Alcaicería.

Hier besuchten wir erst mal eine Cafeteria und bestellten Churros und Kaffee mit Milch. Nein, der heißt hier nicht Café Olé sondern "Cafe con leche" und Churros ist ein Teig, der im heißen Öl gebacken wird. Ist ganz lecker.

Hier im Alcaicería war früher der maurische Basar der Seidenhändler, welcher durch einen Brand im 19. Jahrhundert zerstört wurde. Heute finden sich dort zahlreiche Souvenirgeschäfte, aber einen Hauch Orient kann man noch immer spüren. Überall sind die Wände mit Säulen und maurischen Bögen geschmückt, Fenster und Türen mit geschnitzten Ornamenten versehen.
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Hier wollten wir schon lange mal in eine orientalische Tetería einkehren. Diese gibt es hier in großer Zahl. Die winzigen Lokale wirken sehr gemütlich, alles ist mit bunten, vorwiegend roten Stoffen verkleidet, überall hängen schöne bunte, orientalische Lampen und Spiegel lassen die Räume viel größer erscheinen. Hier würde jetzt noch die Bauchtanzvorführung fehlen, aber die sahen wir einige Tage später in Salobreña.
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Die Tische sind winzig, die Sitzgelegenheiten ebenso. Der Tee wird kunstvoll aus großer Höhe in Schnapsglaskleine Teegläser ausgeschenkt. Der Kellner macht eine gute Show.
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Als es dunkel wurde, schlenderten wir noch durch die bunten Gassen mit den zahllosen kleinen bunten Geschäften, in denen allerlei orientalische Dinge und natürlich reichlich Souvenirs feilgeboten werden. Zum Glück haben wir ein Reisemobil und keine große Wohnung, und so können wir uns an all den vielen schönen Dingen erfreuen, die wir nun alle nicht mehr brauchen.
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Im Albaycín suchten wir noch den Mirador San Nicolas auf, um einen nächtlichen Blick auf die beleuchtete Alhambra und den Generalife zu haben.
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Statistik: Verfasst von Gast — Mi 7. Mär 2012, 18:38


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2012-03-02T22:49:15+01:00 2012-03-02T22:49:15+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=239222#p239222 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Dia de Andalucía, 28.F
Dienstag war Dia de Andalucía, sowas wie der Nationalfeiertag eines Bundeslandes.
Und die Spanier feiern so einen Tag wirklich, es gibt allerorten Volksfeste – trotz Fastenzeit und das in einem eigentlich sehr religiösen Land.
Es fing an mit einem Wettbewerb im Schinkenschneiden, zuerst für Amateure und dann für Profis. Jeder Teilnehmer schneidet dabei in ca. 1 ½ Stunden eine ganze Keule zusammen, bis nur noch der Knochen übrig bleibt. Der geschnittene Schinken wird kunstvoll dekoriert, gewogen, bewertet und der Sieger gekürt. Zum Schluss wurde der Schinken kostenlos verteilt, Tische und Bänke waren reichlich vorhanden.
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Dann gab es einen Boule-Wettbewerb, ein Programm für Senioren und natürlich für Kinder.
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Es spielte die Musikkapelle, der Bürgermeister hielt eine Ansprache, die Himno de Andalucía wurde gesungen. Es gab ein Concierto de Pasadobles und eine Flamenco-Aufführung, natürlich mit zugehörigen Musikanten und dem typischen Gesang.

Gegen Mittag kamen viele Reiter und Kutschen. Diese machten den ganzen Nachmittag Vorführungen, sehr interessant.
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Überall waren Tische und Stühle aufgestellt, Grills und riesige Pfannen wurden angeheizt,
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Nur eines gab es nicht, den im Dland so geliebten Bierstand. Es wurde überhaupt sehr wenig Alkoholisches getrunken, keine Sauforgie, keine grölenden Jugendlichen, keine Auffälligkeiten – außer überaus laute Musik, spanische Musik natürlich. Nur bei den Fahrgeschäften wurden die üblichen Hits der Jugend, lautstark bis zum Abwinken, noch tief in die Nacht hineingedröhnt.
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Spanier feiern anders, sie kommen oft mit der ganzen Großfamilie, mit Freunden und natürlich mit ihren Kindern, sitzen stundenlang zusammen an einem großen Tisch und essen gemütlich, oder stehen einfach beieinander und plaudern.
Alles geschieht sehr locker und trotzdem funktioniert es. Die Leute sind diszipliniert, gelassen, geduldig und freundlich, natürlich immer mit dem gewissen spanischen Blick (ernst).
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Statistik: Verfasst von Gast — Fr 2. Mär 2012, 22:49


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2012-02-29T19:28:17+01:00 2012-02-29T19:28:17+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=238908#p238908 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> 2. Wo uns ein Concorde überall hin bringt. . .
wenn man einen Jeep am Haken hat.
Etwa 4 km vor Albuñuelas fuhren wir rechts hinunter über den Fluss um an der gegenüberliegenden Bergseite über Schotterwege nach Restábal zu fahren.
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Immer wieder eröffnen sich traumhafte Ausblicke, wie dieser hier, der uns ein klein wenig an unsere USA-Urlaube erinnert.
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Oben angekommen geht die Fahrt durch weite Oliven und Mandelplantagen, welche momentan in voller Blüte stehen.
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Nach ca. 10 km war der Weg jedoch mit einer Schranke und großen Steinen versperrt, obwohl es auf der anderen Seite wunderbar weitergegangen wäre. Also alles zurück und doch über Albuñuelas fahren. Zumindest entschädigen uns kleine Abstecher, wie dieser hier, mit wunderbaren Ausblicken auf die gegenüberliegende Felswand.
Aber der Weg war eine Sackgasse, wurde zunehmend schmäler, die Sträucher streiften schon heftig rechts und links am Fahrzeug, und schließlich endete er auf einem kleinen Orangenfeld. Bis zur nächsten Umkehrmöglichkeit unter Olivenbäumen hieß es dann bergauf rückwärtsfahren.
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In Restábal ging es rechts weg auf die GR-3204 über Pinos del Valle. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf den 1986 erbauten Stausee Embalse de Béznar.
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Aber leider auch auf unzählige Plantagen mit Orangen-, Mandarinen—und Zitronenbäumen, die brechend voll hängen und nicht geerntet werden. Warum? Die Früchte haben Frost bekommen. Ja, den hatten wir auch hier im sonnigen Andalusien, an unserem Stellplatz war die tiefste Nachttemperatur mal 3,5 Grad, aber in Granada und in den Bergen gab es über viele Tage deutliche Minusgrade in der Nacht.
Wenn der Frost mehrere Stunden unter null Grad bleibt, verändern sich Zitrusbäume. Die Minustemperaturen lösen dann einen Schutzeffekt aus, um den Baum als solches zu schützen. Der Baum entzieht dabei den Früchten und Ästen Flüssigkeit. Das nennt man Dehydrierung. In der Folge sind die Früchte nicht mehr besonders saftig, manche trocknen sogar ganz aus. Auch die Zellstruktur der Schalen wird durch den Frost zerstört, sie verliert ihre Konsistenz und wird weich. Dadurch dringen die ätherischen Öle aus der Schale in das Fruchtfleisch, und die Früchte bekommen einen bitteren Geschmack. Die Früchte sind zu nichts mehr zu gebrauchen.

Sieben km nach Pinos del Valle kommen wir am Castillo de la Venta de la Cebada vorbei. Viel gibt es nicht zu sehen, ein großer Raum und ein Turm, dessen Eingang zugemauert ist. Aber offenbar sind diese Gebäude auch für die Guardia Civil interessant, denn die Herren inspizierten diese gerade eingehend.
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In Los Guájares schließt sich dann der Kreis und es geht wieder zurück nach Salobreña. Das waren knapp 100 km, davon ca. 40 km auf Schotterpisten durch die wunderbare Sierra del Chaparral. Wie schön, dass sowas in Europa noch möglich ist.

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 29. Feb 2012, 19:28


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2012-02-28T07:35:28+01:00 2012-02-28T07:35:28+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=238659#p238659 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> 1. Wo uns der Concorde überall hin bringt. . .
wenn man einen Jeep am Haken hat.
Unser TomTom ist zum Navigieren auf Forstwegen nicht besonders geeignet. Deshalb haben wir unseren Ausflug abseits befestigter Straßen durch die Sierra del Chaparral diesmal mit MS-AutoRoute geplant und uns dann mit angeschlossenem MS-GPS-Stick führen lassen. Das funktionierte bestens und so navigieren wir auch immer bei den Fahrten mit unserem RV.

Da Monikas Nerven an Straßen entlang steiler Berghänge meistens blank liegen, haben wir diesmal die Rollen getauscht. Monika ist durchs Gelände gefahren, und ich hatte den Laptop auf dem Schoß.
Das war super. Monika hatte keine Angst, und ich konnte endlich während der Fahrt ausgiebig die großartige Landschaft begutachten und Fotos während der Fahrt schießen. Daraus lässt sich entnehmen, Monika ist super gefahren.

Wie bereits Mitte Januar ging es von La Caleta-Guardia durch den kleinen „Canyon“ des Rio Guadalféo nach Los Guájares und weiter nach Guájar Alto. Von hier ging es nordwestlich in die Berge, zunächst immer an den Berghängen entlang, hoch über dem tief unter uns liegenden Rio de la Toba. Natürlich haben wir auf dem Weg an einem der beiden Brunnen unsere Wasserkanister gefüllt, denn in Salobreña werden immer mehr öffentliche Wasserhähne abgesperrt. Ob die Geschäftsleute das Geld der Camper nicht mehr wollen?
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Nach ca. 10 km sind wir an einer Kreuzung rechts abgebogen, da wir auf einem Bergrücken einen schönen Picknickplatz ausgemacht hatten. Es war ein herrlicher Platz mit grandioser Aussicht am höchsten Punkt unserer heutigen Tour. Wir packten unsere US-Armchairs aus und genossen nur noch.
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Wie wir da so saßen und genossen, kam in uns der leise Verdacht, ob wir unseren Concorde nicht lieber gegen einen F350 mit Lance-Truck Camper 1181 inkl. Slide tauschen sollten. Damit könnten wir hier inmitten der wunderschönen Berge, abseits aller Straßen stehen und würden nur vom Schafhirten gesehen – alles nur ein kleiner Traum.
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Zurück auf dem Hauptweg ging es in nördlicher Richtung bis wir ein ausgetrocknetes Flussbett kreuzten.
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Danach ging es rechts in östlicher Richtung nach Albuñuelas, immer an dem Flussbett entlang, welches oft zur tiefen, engen Schlucht wurde.

An einer Stelle kam von links ein weiterer ausgetrockneter Fluss, der bei einem der letzten Regenfälle mit seinen Wassermassen eine ganze Betonbrücke weggerissen hatte. Da bekommt man eine leise Ahnung davon, was hier in der Sierra bei kräftigem Regenwetter abgeht. Bekannte berichteten uns davon, dass bei einem früheren Unwetter Autos, Kühlschränke usw. die Flüsse hinab ans Meer gespült wurden.
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Aber auch hier ging es irgendwie weiter. Wie? Das kommt im zweiten Teil.

Statistik: Verfasst von Gast — Di 28. Feb 2012, 07:35


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2012-02-26T23:26:12+01:00 2012-02-26T23:26:12+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=238515#p238515 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Gute Zeiten noch !!

Statistik: Verfasst von Lira — So 26. Feb 2012, 23:26


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2012-02-26T22:22:11+01:00 2012-02-26T22:22:11+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=238505#p238505 <![CDATA[Re: Wir gehen mal die Sonne putzen]]> Unser Besuch:
Die Tage vor Fasching hatten wir Besuch von Monikas Freundinnen. Das war eine sehr angenehme Abwechslung für uns. Das Hostal San Juan in Salobreña war in Ordnung und hatte Heizung auf dem Zimmer, was hier bei weitem nicht selbstverständlich ist. Unsere Mädels haben dort gut geschlafen.
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Frühstück und Abendessen fand täglich in unserem Motorhome statt. Hier hatten wir es schön gemütlich und unser Besuch konnte etwas vom Stellplatzfeeling mitbekommen. Zu unserer Überraschung fanden die Mädels alles ganz interessant und durchaus in Ordnung. Der erste Besuchstag war ein „Salobreña Tag“ Das Wetter war super und wir gingen über den nahen Strand nach Salobreña.
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Während ich zum Dinner italienisch kochte, genossen die Mädels noch den Sonnenuntergang am Meer.
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Für den zweiten Tag hatten wir gemeinsam eine Wanderung geplant.
Als erstes brauchten wir Marschverpflegung und wo gibt es köstlicheres Gebäck als in der CONCHITA, Calle Mariana Pineda 18, 18670 Vélez de Benaudalla. Im Laden gerieten unsere Mädels lautstark ins Schwärmen.
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Von Vélez de Benaudalla fuhren wir dann durch die wunderbare Bergwelt nach Otívar um auf der A-4050 nordwärts zu unserem Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Pico Lopera im östlichsten Teil der Sierra de Almijara zu gelangen. Wir hatten diese herrliche Wanderung ja bereits am 24.01.12 gemacht und waren dort „auf den Hund gekommen“. Leider war von unserem damaligen Begleiter nichts zu sehen, lediglich die mutmaßliche Mutter des schönen Hundes begegnete uns.
Es war an diesem Tag zwar sonnig, aber sehr kalt auf dieser Höhe. Etliche Pfützen waren total vereist. Aber unserem Besuch machten der Weg und die grandiose Aussicht riesigen Spaß. Bereits bei der Anfahrt über die A-4050 musste ich immer wieder anhalten, da die Mädels die einmaligen Aussichten auf die Berge der Sierra genießen wollten.
Auf dem Pico Lopera angekommen waren sie überwältigt. Das war die schönste Wanderung ihres Lebens meinte eine von ihnen.
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Am folgenden Tag wollten unsere Mädels nach dem Frühstück gerne Frigiliana anschauen.
Wir machten einen kleinen Rundgang durch die Gassen des maurischen Teils
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Danach kehrten wir in einer Tapa-Bar mit schöner Sonnenterrasse ein.
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Anschließend war noch mehr Erholung angesagt. Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher an den Playa de maro. Mir wäre das Wasser ja viel zu kalt gewesen, aber unser Besuch fand es ganz wunderbar, barfuß in den auslaufenden Wellen zu gehen.
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So ein Kurzurlaub ist viel zu schnell vorbei. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. Wir machten einen schönen Brunch, plauderten nochmal ausgiebig und machten uns dann am Nachmittag auf den Weg zum Aeropuerto de Málaga.
Diesmal wählten wir die Küstenstraße. Solange sie an der Steilküste entlang führt, ist das eine sehr schöne Strecke, aber ab Nerja wird es doch zunehmend öde und langweilig. Die Küste ist weitgehend zugebaut, die Orte gehen fast nahtlos ineinander über. Am Aeropuerto hieß es dann Abschied nehmen, Monika und ich waren wieder „alleine“. Schade, das waren sehr schöne Tage.
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Statistik: Verfasst von Gast — So 26. Feb 2012, 22:22


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