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Mobile Freiheit Das Reisemobilforum für Spaß und gute Laune 2010-06-20T20:26:02+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/app.php/feed/topic/1377 2010-06-20T20:26:02+01:00 2010-06-20T20:26:02+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=138407#p138407 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Die Made

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.

Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.

Eines Morgens sprach die Made:
"Liebes Kind, ich sehe grade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol. So leb denn wohl!

Halt, noch eins! Denk, was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa!"

Also sprach sie und entwich. -
Made junior aber schlich hinterdrein;
doch das war schlecht!
Denn schon kam ein bunter Specht
und verschlang die kleine fade
Made ohne Gnade. Schade!

Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde ....

Statistik: Verfasst von Nordi — So 20. Jun 2010, 21:26


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2010-06-20T20:14:19+01:00 2010-06-20T20:14:19+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=138405#p138405 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> :roll:

[mod]Dieses Gedicht wurde entfernt, da es nicht aus der Feder J. Ringelnatz stammt, sondern von Lars Van Rome, welcher bei mir, per eMail, ein Urheberrecht geltend gemacht hat. Außerdem wurde eine unvollständige Wiedergabe bemängelt./18.02.2014/Admin[/mod]

Statistik: Verfasst von Nordi — So 20. Jun 2010, 21:14


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2010-06-20T09:44:09+01:00 2010-06-20T09:44:09+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=138242#p138242 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Der Eber er ist missgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandtschaft alles Schweine.

Statistik: Verfasst von Holger F — So 20. Jun 2010, 10:44


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2010-06-18T18:52:40+01:00 2010-06-18T18:52:40+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=138097#p138097 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Wird einer früh vom Tod betroffen,
heist`s gleich, der hat sich totgesoffen.
Stirbt aber einer von den weisen, Alten,
sagt man; den hat der Wein erhalten.

Trockene Grüße von
don pedro

Statistik: Verfasst von Gast — Fr 18. Jun 2010, 19:52


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2009-09-18T18:37:31+01:00 2009-09-18T18:37:31+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81383#p81383 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
nein, das wußte ich nicht, Danke für den Hinweis, das merke ich mir für unseren nächsten Musikabend vor, wenn ich wieder für das Programm verantwortlich bin :D

Gruß
Waschbaer

Statistik: Verfasst von Waschbaer — Fr 18. Sep 2009, 19:37


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2009-09-18T15:42:50+01:00 2009-09-18T15:42:50+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81366#p81366 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Hyperions Schicksalslied



Wusstest du, dass es von diesem Schicksalslied eine wunderbare Vertonung von Johannes Brahms gibt (für Chor und Orchester) - ich hab die oftmals gesungen.

Beste Grüße,
Uli

Statistik: Verfasst von Ulrike M. — Fr 18. Sep 2009, 16:42


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2009-09-18T09:11:58+01:00 2009-09-18T09:11:58+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81334#p81334 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Guter Rat?
Mich drückt's, ich muss schon sagen
Ganz fürchterlich im Magen.
Und im Bauch?
Auch!
Da würde ich empfehlen
Nur leichte Kost zu wählen!

Und Wein?
Nein!

Statistik: Verfasst von garibaldi — Fr 18. Sep 2009, 10:11


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2009-09-18T09:06:38+01:00 2009-09-18T09:06:38+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81333#p81333 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Moin Moin,
:cool1

dann will ich auch mal:

Da der Gute zum Glück noch unter "uns" ist,
hier nur als Link:

[clicklink=]http://www.yolanthe.de/aktuell/advent/adv-loriot.htm[/clicklink]
Eine gute Wahl! :mrgreen:

Statistik: Verfasst von garibaldi — Fr 18. Sep 2009, 10:06


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2009-09-17T21:37:25+01:00 2009-09-17T21:37:25+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81311#p81311 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> :cool1

dann will ich auch mal:

Da der Gute zum Glück noch unter "uns" ist,
hier nur als Link:

[clicklink=]http://www.yolanthe.de/aktuell/advent/adv-loriot.htm[/clicklink]

Statistik: Verfasst von Kerli — Do 17. Sep 2009, 22:37


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2009-09-17T21:18:29+01:00 2009-09-17T21:18:29+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81308#p81308 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>

1. Schleswig-Holstein, meerumschlungen, deutscher Sitte hohe Wacht,
wahre treu, was schwer errungen, bis ein schönrer Morgen tagt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!

2. Ob auch wild die Brandung tose, Flut auf Flut von Bai zu Bai:
O, laß blühn in deinem Schoße deutsche Tugend, deutsche Treu'.
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!

3. Doch wenn inn're Stürme wüten, drohend sich der Nord erhebt,
schütze Gott die holden Blüten, die ein mildrer Süd belebt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!

4. Gott ist stark auch in den Schwachen, wenn sie gläubig ihm vertrau'n;
zage nimmer, und dein Nachen wird trotz Sturm den Hafen schau'n!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!

5. Von der Woge, die sich bäumet längs dem Belt am Ostseestrand,
bis zur Flut, die ruhlos schäumet an der Düne flücht'gem Sand. -
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!

6. Und wo an des Landes Marken sinnend blickt die Königsau,
und wo rauschend stolze Barken elbwärts ziehn zum Holstengau. -
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!

7. Teures Land, du Doppeleiche, unter einer Krone Dach,
stehe fest, und nimmer weiche, wie der Feind auch dräuen mag!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!

Worte: Mathias Friedrich Chemnitz, 1844
Weise: Karl Gottlieb Bellmann, 1844

Statistik: Verfasst von Lubecamaus — Do 17. Sep 2009, 22:18


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2009-09-17T19:50:36+01:00 2009-09-17T19:50:36+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81302#p81302 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
http://www.vorleser.net/

Statistik: Verfasst von diga — Do 17. Sep 2009, 20:50


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2009-09-17T19:33:51+01:00 2009-09-17T19:33:51+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=81297#p81297 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
ich habe lange Zeit in Nürtingen gewohnt (früher einnmal Kreisstadt, gehoert jetzt zum Kreis Esslingen),
und auf einem Stadtbrunnen steht ein Fragment eines Gedichtes von Hölderlin, welcher seine Jugend
zum Großteil in Nürtingen verbrachte.

Dieses Gedicht gefällt mir ungemein, deshalb möchte ich es hier einstellen:

------------------

Hyperions Schicksalslied

Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden, seelige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.

Schiksaallos, wie der schlafende
Säugling, athmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
In bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seeligen Augen
Bliken in stiller
Ewiger Klarheit.

Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.


-------------

Gruß
Waschbaer

Statistik: Verfasst von Waschbaer — Do 17. Sep 2009, 20:33


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2009-03-09T12:30:17+01:00 2009-03-09T12:30:17+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=39858#p39858 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Wer hat zum Steuerbogenformular
den Text erfunden?
Ob der in jenen Stunden,
da er dies Wunderwirr gebar,
wohl ganz --- oder total --- war?

Du liest den Text. Du sinnst. Du spinnst.
Du grinst - "Welch Rinds" - Und du beginnst
wieder und wieder. Eisigkalt
kommt die Vision dir "Heilanstalt".

Für ihn? Für dich? - Dein Witz erblaßt.
Der Mann, der jenen Text verfaßt,
was mag er dünkeln oder wähnen?
Ahnt er denn nichts von Zeitverlust und Tränen?

Wir kommen nicht auf seine Spur.
Und er muß wohl so sein und bleiben.
Auf seinen Grabstein sollte man nur
den Text vom Steuerbogen schreiben.

Statistik: Verfasst von Gast — Mo 9. Mär 2009, 12:30


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2009-03-09T12:15:44+01:00 2009-03-09T12:15:44+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=39856#p39856 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
"Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte.
Ich wollte das Dasein auskosten
Und das Mark des Lebens in mich einsaugen.
Um alles fortzuwerfen, das kein Leben barg.
Um nicht an meinem Todestage innezuwerden,
dass ich nie gelebt hatte"


Autor unbekannt, aber nicht der dazu gehörige Film. :cool1
Moin Dieter,

diese Zeilen stammen von Henry David Thoreau (1817-1862) ;)
Danke Uwe !!

Statistik: Verfasst von diga — Mo 9. Mär 2009, 12:15


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2009-03-09T09:02:23+01:00 2009-03-09T09:02:23+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=39814#p39814 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
"Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte.
Ich wollte das Dasein auskosten
Und das Mark des Lebens in mich einsaugen.
Um alles fortzuwerfen, das kein Leben barg.
Um nicht an meinem Todestage innezuwerden,
dass ich nie gelebt hatte"


Autor unbekannt, aber nicht der dazu gehörige Film. :cool1
Moin Dieter,

diese Zeilen stammen von Henry David Thoreau (1817-1862) ;)

Statistik: Verfasst von Gimli — Mo 9. Mär 2009, 09:02


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2009-03-09T02:51:58+01:00 2009-03-09T02:51:58+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=39774#p39774 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Ich wollte das Dasein auskosten
Und das Mark des Lebens in mich einsaugen.
Um alles fortzuwerfen, das kein Leben barg.
Um nicht an meinem Todestage innezuwerden,
dass ich nie gelebt hatte"


Autor unbekannt, aber nicht der dazu gehörige Film. :cool1

Statistik: Verfasst von diga — Mo 9. Mär 2009, 02:51


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2009-03-05T23:52:13+01:00 2009-03-05T23:52:13+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=39039#p39039 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Die Nachtigall ward eingefangen,
Sang nimmer zwischen Käfigstangen.
Man drohte, kitzelte und lockte.
Gall sang nicht. Bis man die Verstockte
In tiefsten Keller ohne Licht
Einsperrte. - Unbelauscht, allein
Dort, ohne Angst vor Widerhall,
Sang sie
Nicht - -,
Starb ganz klein
Als Nachtigall.

Joachim Ringelnatz (eigentlich Hans Bötticher, 1883 - 1934)

Gruß Dieter

Statistik: Verfasst von diga — Do 5. Mär 2009, 23:52


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2009-03-05T18:43:42+01:00 2009-03-05T18:43:42+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38987#p38987 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Nimm es für gut nur immer,
Denn wenn du's übel nimmst,
So wird es nur noch schlimmer.

Und tut ein Freund dir weh,
Verzeih's ihm und versteh,
Es ist ihm selbst nicht wohl,
Sonst tät er dir nicht weh.

Doch wenn dich Liebe kränkt,
Sei dir's zu Lieb' ein Sporn,
Daß du die Rose hast,
Das fühlst du auch am Dorn.

von Friedrich Rückert
* 16. 05. 1788 - Schweinfurt
† 31. 01. 1866 - Coburg

Statistik: Verfasst von Holger-Jens — Do 5. Mär 2009, 18:43


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2009-03-05T15:30:39+01:00 2009-03-05T15:30:39+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38931#p38931 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> ein wunderbares Gedicht, es gehört auch zu meinen Lieblingen.
Fontane schreibt dazu in einem Brief an seine Freunde am 11.11.1889

- Wir "rechnen" noch immer mit der Menschheit.
Beifall, Zustimmung, Ehren bedeuten uns immer noch was, als wäre damit etwas getan. Das ist aber falsch und unklug. Wir müssen vielmehr unsre Seele mit dem Glauben an die Nichtigkeit dieser Dinge ganz erfüllen und unser Glück einzig und allein in der Arbeit, in dem uns Betätigen unserer selbst finden. -

Anmerkung Maxima: wobei nach dem aristotelischen Weltbild das Betätigen nicht nur auf die praktische ARBEIT bezogen ist, man ist auch tätig, wenn man im Sessel sitzt und darüber nachdenkt, wohin die nächste Wohnmobilreise gehen soll, grins!

LG
Maxima

Statistik: Verfasst von Gast — Do 5. Mär 2009, 15:30


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2009-03-04T23:08:16+01:00 2009-03-04T23:08:16+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38758#p38758 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Gedicht von Theodor Fontane1819-1898

Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muß in dir selber leben.

Wenn's deinem Innersten gebricht
An echten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt dir Beifall spricht,
Ist all dir wenig nütze.

Das flücht'ge Lob, des Tages Ruhm
Magst du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei dein Heiligtum:
Vor dir bestehen können.

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 4. Mär 2009, 23:08


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2009-03-02T18:10:37+01:00 2009-03-02T18:10:37+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38161#p38161 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Statistik: Verfasst von Zora — Mo 2. Mär 2009, 18:10


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2009-03-02T15:21:18+01:00 2009-03-02T15:21:18+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38119#p38119 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Danke Uwe. Ich hatte im Hinterkopf, dass einzelne Gedichte, namhafter Dichter, als Kulturgut angesehen werden und deshalb zitiert werden dürfen (ohne kommerziellen Hintergrund) und nur die Gesamtwerke des Dichters dem Urheberrecht unterliegen (sofern dieser noch keine 70 Jahre tot ist).

Statistik: Verfasst von Cruiser — Mo 2. Mär 2009, 15:21


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2009-03-02T14:55:18+01:00 2009-03-02T14:55:18+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38113#p38113 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Schön Eure Gedichte - aber
man darf nur Gedichte veröffentlichen (also auch hier reinsetzen), deren Autoren mind. 100 Jahre tot sind, sonst hat man schnell einen Prozess am Hals. Bestes Beispiel ist der Sohn/Enkel(?) von Erich Kästner, der einen User verklagt hat, der ein Kästner-Gedicht ins NET gesetzt hatte.
Das Kopieren und Einfügen von Gedichten ist urheberrechtlich gesehen eine Vervielfältigung / Verbreitung.

Dies ist grundsätzlich nur mit Einwilligung der Autoren möglich, wenn die Urheberrechte noch nicht verjährt sind
(= 70 Jahre nach dem Tod des Autors).

Die Quellen / Link-Angabe und Nennung des Autors ersetzt die Zustimmung der Autoren nicht.

Möglich wäre aber auch, lediglich den Namen des Autors und das Gedicht zu nennen und einen Link zu setzen.

Diejenigen, die hier bereits Gedichte zitiert haben, deren Autoren nicht länger als 70 Jahre tot sind, bitte ich, ihre Postings entsprechend zu überarbeiten.

Statistik: Verfasst von Gimli — Mo 2. Mär 2009, 14:55


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2009-03-02T14:39:15+01:00 2009-03-02T14:39:15+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38111#p38111 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Schön Eure Gedichte - aber
man darf nur Gedichte veröffentlichen (also auch hier reinsetzen), deren Autoren mind. 100 Jahre tot sind, sonst hat man schnell einen Prozess am Hals. Bestes Beispiel ist der Sohn/Enkel(?) von Erich Kästner, der einen User verklagt hat, der ein Kästner-Gedicht ins NET gesetzt hatte.
Mein derzeitiger Wissensstand ist, dass Gedichte, ähnlich wie Zitate, bei nichtkommerzieller Verwendung, abgedruckt werden dürfen. Allerdings ist unbedingt der Autor des Gedichtes zu nennen. Im Übrigen endet das Urheberrecht 70 Jahre (nicht 100) nach dem Tod des Autors.

Statistik: Verfasst von Cruiser — Mo 2. Mär 2009, 14:39


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2009-03-02T13:10:03+01:00 2009-03-02T13:10:03+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38089#p38089 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> man darf nur Gedichte veröffentlichen (also auch hier reinsetzen), deren Autoren mind. 100 Jahre tot sind, sonst hat man schnell einen Prozess am Hals. Bestes Beispiel ist der Sohn/Enkel(?) von Erich Kästner, der einen User verklagt hat, der ein Kästner-Gedicht ins NET gesetzt hatte.

Statistik: Verfasst von Zora — Mo 2. Mär 2009, 13:10


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2009-03-09T11:09:07+01:00 2009-03-02T09:23:02+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=38064#p38064 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Passend zum Jahrestreffen vom 21. bis 24.Mai 2009 in Hassfurt (Unterfranken)das "Lied der Franken":


Frankenlied

1. Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,
Wer lange sitzt muß rosten.
Den allersonnigsten Sonnenschein
Läßt uns der Himmel kosten.
Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid
Der fahrenden Scholaren,
Ich will zur schönen Sommerszeit
Ins Land der Franken fahren!
Valleri, vallera, valleri, vallera,
Ins Land der Franken fahren!

2. Der Wald steht grün, die Jagd geht gut,
Schwer ist das Korn geraten;
Sie können auf des Maines Flut
Die Schiffe kaum verladen.
Bald hebt sich auch das Herbsten an,
Die Kelter harrt des Weines;
Der Winzer Schutzherr Kilian
Beschert uns etwas Feines.
Valleri, vallera, valleri, vallera,
Beschert uns etwas Feines.

3. Wallfahrer ziehen durch das Tal
Mit fliegenden Standarten,
Hell grüßt ihr doppelter Choral
Den weiten Sonnengarten.
Wie gerne wär ich mitgewallt,
Ihr Pfarr' wollt mich nicht haben.
So muß ich seitwärts durch den Wald
Als räudig Schäflein traben.
Valleri, vallera, valleri, vallera,
Als räudig Schäflein traben.

4. Zum heilgen Veit vom Staffelstein
Komm ich emporgestiegen
Und seh die Lande um den Main
Zu meinen Füßen liegen:
Von Bamberg bis zum Grabfeldgau
Umrahmen Berg und Hügel
Die breite, stromdurchglänzte Au.
Ich wollt, mir wüchsen Flügel!
Valleri, vallera, valleri, vallera,
Ich wollt, mir wüchsen Flügel!

5. Einsiedelmann ist nicht zu Haus,
Dieweil es Zeit zu mähen;
Ich seh ihn an der Halde drauß'
Bei einer Schnitt'rin stehen.
Verfahrener Schüler Stoßgebet
Heißt: Herr, gib uns zu trinken!
Doch wer bei schöner Schnitt'rin steht,
Dem mag man lange winken
Valleri, vallera, valleri, vallera,
Dem mag man lange winken.

6. Einsiedel, das war mißgetan,
Daß du dich hubst von hinnen!
Es liegt, ich seh's dem Keller an,
Ein guter Jahrgang drinnen.
Hohio! die Pforten brech ich ein
Und trinke, was ich finde.
Du heilger Veit vom Staffelstein
Verzeih mir Durst und Sünde!
Valleri, vallera, valleri, vallera,
Verzeih mir Durst und Sünde!

Joseph Victor von Scheffel, 1826-1886
Weise: Valentin Eduard Becker

sieh auch:
http://www.schulphysik.de/frank.html
http://www.ergweb.de/html/frankenlied.html

Statistik: Verfasst von Hebra — Mo 2. Mär 2009, 09:23


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2009-02-12T21:41:21+01:00 2009-02-12T21:41:21+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31977#p31977 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>

Kommt, wir wollen uns begeben
jetzo ins Schlaraffenland!
Seht, da ist ein lustig Leben
und das Trauern unbekannt.
Seht, da läßt sich billig zechen
und umsonst recht lustig sein:
Milch und Honig fließt in Bächen,
aus den Felsen quillt der Wein.
Alle Speisen gut geraten
und das Finden fällt nicht schwer.
Gans`und Enten gehn gebraten
überall im Land umher.
Mit dem Messer auf dem Rücken
läuft gebraten jedes Schwein.
O wie ist es zum Entzücken!
Ei, wer möchte dort nicht sein!
Und von Kuchen, Butterwecken,
sind die Zweige voll und schwer;
Feigen wachsen in den Hecken,
Ananas im Busch umher.
Keiner darf sich mühn und bücken,
alles stellt von selbst sich ein.
O wie ist es zum Entzücken!
Ei, wer möchte dort nicht sein,
Und die Straßen allerorten,
jeder Weg und jede Bahn
sind gebaut aus Zuckertorten
und Bonbons und Marzipan.
Und von Brezeln sind die Brücken,
aufgeführt gar hübsch und fein.
O wie ist es zum Entzücken!
Ei, wer möchte dort nicht sein!
Ja, das mag ein schönes Leben
und ein herrlich Ländchen sein!
Mancher hat sich hinbegeben,
aber keiner kam hinein.
Ja, und habt ihr keine Flügel,
nie gelangt ihr bis ans Tor,
denn es liegt ein breiter Hügel
ganz von Pflaumenmus davor.

(Hoffmann von Fallersleben)

Statistik: Verfasst von Cruiser — Do 12. Feb 2009, 21:41


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2009-02-12T20:13:14+01:00 2009-02-12T20:13:14+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31950#p31950 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> vielen Dank! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen und das ausgerechnet jetzt, wo ich ein paar Pfündchen verlieren will. Ich mach mich jetzt über einen Apfel her und träume vom Linsengedicht! :cry:
LG
Maxima

Statistik: Verfasst von Gast — Do 12. Feb 2009, 20:13


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2009-02-12T20:07:19+01:00 2009-02-12T20:07:19+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31947#p31947 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> hier wie versprochen das Rezept für Linsen und Spätzle:
Zutaten für 4 Personen
200g Linsen
1 Ltr. Gemüsebrühe
1 Karotte
1 Stange Lauch
2 Stangen Staudensellerie
200g Speck durchwachsen (evtl.auch mehr)
1 EL Öl - Salz u. Pfeffer
1EL Kräuteressig
20g Kresse
500 g Spätzle (optimal wären handgeschabte aber das können nur Schwäb.-Hausfrauen)
4 Paar Wierner Würstchen
Die Linsen in der Gemüsebrühe garen bis sie weich sind.Karotte würfeln, Lauch in Ringe und Sellerie in Scheiben schneiden.
Ca.10 Min. vor Ende der Garzeit zu den Linsen geben.
Speck würfeln und in Öl knusprig braten. Das Linsengemüse abgießen, zum Speck geben und mit Salz, Pfeffer und Essige
abschmecken. Mit Kresse bestreuen.
Die Spätzle nach Packungsanweisung erwärmen und mit erhitzten Wiener Würstchen dazu servieren.
Ca. 30 Min. Zubereitungszeit.
Guten Appetit
Für gesundheitliche Spätschäden o.Ä. kann ich keine Haftung übernehmen. :mrgreen: :mrgreen: :bäh :bäh

LG
pepa

Statistik: Verfasst von pepa — Do 12. Feb 2009, 20:07


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2009-02-12T19:06:37+01:00 2009-02-12T19:06:37+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31925#p31925 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Rezept folgt demnächst obwohl "Streng Geheim" :cool1 :cool1 :cool1

Gruß
pepa

Statistik: Verfasst von pepa — Do 12. Feb 2009, 19:06


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2009-02-11T19:25:15+01:00 2009-02-11T19:25:15+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31613#p31613 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> ja und wo ist das Rezept???
LG
Maxima

Statistik: Verfasst von Gast — Mi 11. Feb 2009, 19:25


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2009-02-11T17:11:20+01:00 2009-02-11T17:11:20+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31572#p31572 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]>
Für einen richtigen Schwaben gibt es nur ein Gedicht und das sind:

"Linsen und Spätzle :lach1 :lach1 :lach1 :lach1 :lach1 :lach1

Gruß pepa

Statistik: Verfasst von pepa — Mi 11. Feb 2009, 17:11


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2009-02-11T12:09:43+01:00 2009-02-11T12:09:43+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31458#p31458 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Der Adler und die Schnecke
Gedicht von August Friedrich Langbein

Adler:
Wie find' ich dich, du träges Tier,
auf diesem Eichenwipfel hier?
Wie kamst du her? - So rede doch!

Schnecke:
Je nun, ich kroch.
...
Sein hohes Ehrenamt gewann
Nicht anders mancher Schneckenmann.


August Friedrich Langbein


:cool1

Statistik: Verfasst von Adler — Mi 11. Feb 2009, 12:09


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2009-02-11T09:45:49+01:00 2009-02-11T09:45:49+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=31430#p31430 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Jägerliedchen für Walther Tell

Mit dem Pfeil, dem Bogen
Durch Gebirg und Tal
Kommt der Schütz gezogen,
Früh im Morgenstrahl.

Wie im Reich der Lüfte
König ist der Weih
Durch Gebirg der Klüfte
Herrscht der Schütze frei

Ihm gehört das Weite,
Was sein Pfeil erreicht,
Das ist seine Beute,
Was da fleugt und kreucht.



aus
Jägerliedchen für "Wilhelm Tell"

von
Fiedrich Schiller

Statistik: Verfasst von algipsi — Mi 11. Feb 2009, 09:45


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2008-12-16T17:26:03+01:00 2008-12-16T17:26:03+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=19175#p19175 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Letzte Worte
Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß' ich euch!

Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848)

Statistik: Verfasst von Gast — Di 16. Dez 2008, 17:26


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2008-12-08T15:59:02+01:00 2008-12-08T15:59:02+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16688#p16688 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Statistik: Verfasst von Gast — Mo 8. Dez 2008, 15:59


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2008-12-08T14:45:43+01:00 2008-12-08T14:45:43+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16676#p16676 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Ich bin heut so prosaisch,
Mir fällt heut gar nichts ein,
Drum lass ich jetzt das Dichten sein.
Man möge mir verzeih'n ...

:roll:

Statistik: Verfasst von garibaldi — Mo 8. Dez 2008, 14:45


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2008-12-08T14:31:13+01:00 2008-12-08T14:31:13+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16673#p16673 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Address To A Haggis

Fair fa' your honest, sonsie face,
Great chieftain o' the puddin-race!
Aboon them a' ye tak your place,
Painch, tripe, or thairm:
Weel are ye wordy o' a grace
As lang's my arm.

The groaning trencher there ye fill,
Your hurdies like a distant hill,
Your pin wad help to mend a mill
In time o' need,
While thro' your pores the dews distil
Like amber bead.

His knife see rustic Labour dight,
An' cut you up wi' ready sleight,
Trenching your gushing entrails bright,
Like ony ditch;
And then, O what a glorious sight,
Warm-reekin, rich!

Then, horn for horn,
they stretch an' strive:
Deil tak the hindmost! on they drive,
Till a' their weel-swall'd kytes belyve,
Are bent lyke drums;
Then auld Guidman, maist like to rive,
"Bethankit!" 'hums.

Is there that owre his French ragout
Or olio that wad staw a sow,
Or fricassee wad mak her spew
Wi' perfect sconner,
Looks down wi' sneering, scornfu' view
On sic a dinner?

Poor devil! see him ower his trash,
As feckless as a wither'd rash,
His spindle shank, a guid whip-lash,
His nieve a nit;
Thro' bloody flood or field to dash,
O how unfit!

But mark the Rustic, haggis fed,
The trembling earth resounds his tread.
Clap in his walie nieve a blade,
He'll mak it whissle;
An' legs an' arms, an' heads will sned,
Like taps o' thrissle.

Ye Pow'rs wha mak mankind your care,
And dish them out their bill o' fare,
Auld Scotland wants nae skinking ware
That jaups in luggies;
But, if ye wish her gratefu' prayer,
Gie her a haggis!

Robert Burns
(* 25. Januar 1759 - † 21. Juli 1796 )

Statistik: Verfasst von Gimli — Mo 8. Dez 2008, 14:31


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2008-12-08T14:18:42+01:00 2008-12-08T14:18:42+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16669#p16669 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Statistik: Verfasst von Gast — Mo 8. Dez 2008, 14:18


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2008-12-07T17:34:09+01:00 2008-12-07T17:34:09+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16502#p16502 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Das Niedersachsenlied
Herman Grote, 1934


Von der Weser bis zur Elbe, von dem Harz bis an das Meer,
stehen Niedersachsens Söhne, eine feste Burg und Wehr.
Fest wie unsere Eichen halten alle Zeit wir stand,
wenn Stürme brausen übers Deutsche Vaterland.
Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen,
Heil Herzog Widukind Stamm.

Wo fielen die römischen Schergen? Wo versank die welsche Brut?
In Niedersachsens Bergen, an Niedersachsens Wut.
Wer warf den röm'schen Adler nieder in den Sand?
Wer hielt die Freiheit hoch im Deutschen Vaterland?
Das war'n die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen,
Heil Herzog Widukind Stamm.

Auf blühend roter Heide starben einst vieltausend Mann,
für Niedersachsens Treue traf sie der Franken Bann.
Vieltausend Brüder fielen von des Henkers Hand,
vieltausend Brüder für ihr Niedersachsenland.
Das war'n die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen,
Heil Herzog Widukind Stamm.

Aus der Väter Blut und Wunden wächst der Söhne Heldenmut.
Niedersachsen soll's bekunden: Für Freiheit, Gut und Blut!
Fest wie unsere Eichen halten alle Zeit wir stand,
wenn Stürme brausen übers Deutsche Vaterland.
Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen,
Heil Herzog Widukind Stamm.

Statistik: Verfasst von Gimli — So 7. Dez 2008, 17:34


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2008-12-07T17:29:49+01:00 2008-12-07T17:29:49+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16500#p16500 <![CDATA[Re: Lieblingsgedichte]]> Westfalenlied

Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen,
Der in dem Schoß der Reben liegt;
Wo in den Bergen ruht das Eisen,
Da hat die Mutter mich gewiegt.
Hoch auf dem Fels die Tannen steh'n,
Im grünen Tal die Herden geh'n,
Als Wächter an des Hofes Saum
Reckt sich empor der Eichenbaum.
Da ist's wo meine Wiege stand,
O grüß dich Gott, Westfalenland!

Wir haben keine süßen Reben
Und schöner Worte Überfluß,
Und haben nicht sobald für jeden
Den Brudergruß und Bruderkuß.
Wenn du uns willst willkommen sein,
So schau auf's Herz, nicht auf den Schein,
Und sieh' uns grad hinein ins Aug!
Gradaus, das ist Westfalenbrauch,
Es fragen nichts von Spiel und Tand,
Die Männer im Westfalenland.

Und uns're Frauen, uns're Mädchen,
Mit Augen blau wie Himmelsgrund,
Sie spinnen nicht die Liebespfädchen
Zum Scherz nur für die müß'ge Stund.
Ein frommer Engel hält die Wacht,
In ihrer Seele Tag und Nacht,
Und treu in Wonne, treu im Schmerz,
Bleibt bis zum Tod ein liebes Herz.
Glückselig, wessen Arm umspannt,
Ein Mädchen aus Westfalenland!

Behüt dich Gott, du rote Erde,
Du Land von Wittekind und Teut!
Bis ich zu Staub und Asche werde,
Mein Herz sich seiner Heimat freut.
Du Land Westfalen, Land der Mark,
Wie deine Eichestämme stark,
Dich segnet noch der blasse Mund
Im Sterben, in der letzten Stund!
Du Land wo meine Wiege stand,
O grüß dich Gott, Westfalenland


Emil Ritterhaus

Statistik: Verfasst von Cruiser — So 7. Dez 2008, 17:29


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2008-12-07T17:10:18+01:00 2008-12-07T17:10:18+01:00 https://www.mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=16494#p16494 <![CDATA[Lieblingsgedichte]]> Ich fang mal an mit einem meiner Lieblingsgedichte:

Aus der Harzreise (1824)
Prolog

Schwarze Röcke, seidne Strümpfe,
weiße, höfliche Manschetten,
Sanfte Reden, Embrassieren -
Ach, wenn sie nur Herzen hätten!

Herzen in der Brust, und Liebe,
warme Liebe in dem Herzen -
Ach, mich töte ihr Gesinge
Von erlognen Liebesschmerzen.

Auf die Berge will ich steigen,
wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet
und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunklen Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle,
Glatte Herren, glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.

Heinrich Heine (1797 - 1856)

(Embrassieren: veraltet für "Umarmen", "Küssen")

Statistik: Verfasst von Gast — So 7. Dez 2008, 17:10


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