Allem voran: Ich werde auch Bilder nachliefern, allerdings, wenn wir ein paar mehr haben. Das ist dann einfacher.
Und nun zum heutigen Tag:
30. Dezember 2009
Mist! Wieder einmal werde ich nachts mit migräneartigen Kopfschmerzen munter! Stress kann diesmal wohl nicht die Ursache sein, wird wohl der kommende Wetterwechsel seine Vorboten schicken. Eine Tablette lässt mich wieder schlafen, morgens ist es dann durchaus wieder erträglich. Kurz vor 8 Uhr mache ich mich auf den Weg zum Laden, der außerhalb der Saison ein kleines Sortiment an Nötigstem führt: Brot und Gebäck, Milch, Eier, Marmelade. Ich kaufe Semmeln, ein Kornweckerl, das sich später leider als zäh entpuppt, und Croissants. Einem gemütlichen Frühstück steht nun somit nichts im Wege.
Dann fahren Roland und ich abermals nach Hermagor zum Einkaufen. Bei BILLA ist die Hölle los, bei SPAR nicht viel besser. Immerhin kaufen wir nun für die nächsten Tage ein. Dann noch einen kurzen Halt beim Fleischhauer und im Zeitschriftenladen – nach eineinhalb Stunden haben wir diesen wichtigen Teil des Tagesprogramms geschafft.
Nun, was werden wir heute machen? Die Berge sind dick in Wolken und Nebel verpackt, Museen haben um diese Jahreszeit leider geschlossen. Im Sommer gäbe es hier unendlich viel zu tun, aber jetzt? Skifahren wollen wir bei dieser Sicht nicht, Eislaufen auf den Seen ist unmöglich, einen einsamen Eisläufer sahen wir auf einem vereisen Feld laufen.
Tarvis, Kanaltal, das wäre doch was! Und so bummeln wir langsam auf Nebenstraßen nach Tarvis und dann weiter auf der Staatsstraße. Tarvis selbst hat außer Einkaufsläden ja nicht viel zu bieten, die Seilbahn auf den Luschariberg, den Monte Lussari, wie er offiziell natürlich heißt, wollen wir bei guter Aussicht nehmen. Da soll man ja in die Julischen Alpen sehen, das muss sehr schön sen. Also fahren wir weiter, machen in Ugovizza einen kleinen Abstecher ins Dorf. Hier hatte im August 2003 ein enormes Unwetter über Stunden gewütet und den kleinen Bach in eine riesige Mure verwandelt, die sogar den Kirchturm in den Bach gespült hatte. Inzwischen ist der Wiederaufbau beendet, sieht man von einigen Schutzbauten ab, die fast fertig sind.
Weiter geht es durch das enge Tal der Fella bis Pontebba. Hier war bis zum Ersten Weltkrieg die Grenze zwischen Österreich und Italien, hier findet man an der Brücke noch alte Grenzsteine mit eigentümlichen Längenmaßen.
Es sieht aus, als würde es gleich regnen. So kehren wir wieder um und versuchen noch in Tarvis Nudeln zu kaufen, die es bei uns in Österreich nicht gibt – doch alle Läden und Supermärkte haben Mittagspause.
Ein kleiner Umweg führt uns über Villach nach Bad Bleiberg. Hier gibt es neben einem Thermalbad auch ein Schaubergwerk, das natürlich im Winter geschlossen hat.
Um 15 Uhr erreichen wir das heimatliche WoMo. Ein Keks, ein Fruchtsaft, ein Tee – das muss reichen, denn wir wollen schon um 17 Uhr zum Essen ins Restaurant auf dem Campingplatz. „Monarchie“ heißt das von einem Ungarn geführte Lokal, es bietet einige typische ungarische und altösterreichische Speisen. Wir entscheiden uns für einen Grillteller: Das Fleisch ist gut, die Kartoffel dazu sind es auch. So kann man auch den Regen (fast) vergessen, der in der Zwischenzeit immer wieder vom Himmel prasselt. Winterstimmung kommt halt keine auf.
So haben wir auch keine Lust, bei strömendem Regen dem Perchtenlauf beizuwohnen, der durch das Dörfchen geht. Aber während ich diese Zeilen schreibe, höre ich die dröhnenden Kuhglocken der Perchten…
Beste Grüße,
UliStatistik: Verfasst von Ulrike M. — Mi 30. Dez 2009, 20:09
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