Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

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pilote600
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von pilote600 »

meusel hat geschrieben:
Andy hat geschrieben:@Mobi-Driver, @dschaps

Wie ich hier schon öfter geschrieben habe - genau meine Meinung.

Wie schon gesagt: Es gibt Führerscheine, mit denen man die Womos über 3,5t fahren darf.


.....die aber sauteuer sind und völlig unangemessen um ein 4.5t Mobil zu fahren.

Nicht umsonst werden jetzt Sonderführerscheine für THW, Rote Kreuz etc eingeführt weil die jungen Freiwilligen die nur einen 3,5t Führerschein besitzen, nicht bereit sind soviel Geld auszugeben.


Werden nicht eingeführt, und ich finde das auch gut! Und die jungen Menschen müssen das Geld ja gar nicht ausgeben, das bezahlen die Organisationen!!!
WOMO61
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von WOMO61 »

Hi,
Als wir noch mit dem Wohnwagen unterwegs waren wurden wir an der Schwedisch/Norwegischen Grenze (Svinesund) auf die Waage geschickt und hatten natürlich überladen. Ich machte dem Beamten glaubhaft dass ich gerade viel Wasser in den Frischwassertank getankt habe. Er wies mich auf den Parkplatz der hinter der Waage lag und sollte das Wasser ablassen. Das wurde aber nicht weiter kontrolliert so das wir einfach nach einer weile weiter fuhren. Das war unsere erste und einzigste Gewichtskontrolle. Die Gewichtsprobleme (Zuladungen) mit den Wohnwagen sind ja noch viel gravierender wie beim Wohnmobil. Mit dem Wohnmobil war ich noch nicht in einer Kontrolle mit Waage, das habe ich immer selber bei einer Öffentlichenwaage gemacht um zu sehen wo ich mit dem Gewicht liege. Meinen Hymer Camp 55 (5,5 m lang), mit 4 Personen besetzt und Urlaub für einige Wochen nach Norwegen, musste ich auf 3,5 Tonnen Auflasten und so kam ich dann auch mit der Zuladung zurecht. Aber auch meinen Concorde habe ich von 5,0 Tonnen auf 5,2 Tonnen Aufgelastet denn 4 Personen unser Moped und das Schlauchboot mussten natürlich auch mit nach Norwegen. Wir haben jetzt überhaupt keine Probleme mit der Zuladung sind nun nur noch zu zweit unterwegs.
Arminius
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von Arminius »

pilote600 hat geschrieben:
Werden nicht eingeführt, und ich finde das auch gut! Und die jungen Menschen müssen das Geld ja gar nicht ausgeben, das bezahlen die Organisationen!!!

Ohne drei Ausrufungszeichen:

Zitat:

Bundesrat Pressemitteilung 158 / 2008
Veröffentlicht am: 07.11.08
Ausnahmen für Rettungskräfte
Der Bundesrat will erreichen, dass bestimmte Rettungskräfte ausnahmsweise schwere Einsatzfahrzeuge bis zu 4,25 Tonnen fahren dürfen, auch wenn sie nur einen Führerschein der Klasse B besitzen. Dieser berechtigt nach neuerem Recht eigentlich nur zum Führen von Fahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen - anders als der alte Führerschein der Klasse 3. Nach EU-Recht sind Ausnahmen jedoch möglich. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung in einer heute gefassten Entschließung, hiervon Gebrauch zu machen, um die Einsatzbereitschaft der Rettungsdienste aufrecht zu erhalten.

Hintergrund für die Entschließung des Bundesrates ist, dass viele Fahrzeuge der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes mehr als 3,5 Tonnen wiegen. Damit kommen vor allem jüngere ehrenamtliche Helfer, die meist nur den Führerschein der neuen Klasse B besitzen, als Fahrer nicht in Frage. Dies beeinträchtigt den Personaleinsatz zur Besetzung des Fuhrparks erheblich. Der Bundesrat befürchtet, dass angesichts der Altersstruktur vor allem im ländlichen Raum zukünftig nicht mehr genügend Fahrer zur Verfügung stehen.

Entschließung des Bundesrates zur Schaffung einer Ausnahmeregelung für Fahrerlaubnisse von Angehörigen der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes

Drucksache 602/08 (Beschluss)

Zitat Ende

Wenn ich mich nicht irre erlangt dieser Beschluss Rechtsgültigkeit wenn keine Beschwerde eingelegt wird.
camperfan
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von camperfan »

thomasd hat geschrieben:Moin,

vor einigen Jahren geisterte ein Extremfall durchs Netz. Ich versuche es mal aus der Erinnerung, weil alle Beiträge verschwunden sind.

Da hatte ein Schweizer einen Phoenix Alkoven 9,5m auf MAN, zul.GG 9,6 to für ca. 300.000,-€ gekauft.
Hier war die Vorderachse soweit überlastet, dass der Beifahrer während der Fahrt hinten sitzen musste.

Die Geschichte zog sich über Jahre hin und weder Phoenix noch MAN konnten eine Lösung bei bringen und schoben sich die Schuld immer gegenseitig zu.
Jahrelanger Ärger, das Fahrzeug konnte nicht genutzt werden und verlor jeden Tag mehr an Wert. Ein Alptraum!

Was letzendlich genau draus geworden ist, weiss ich nicht. Es ist jedenfalls nach einer Einigung (mit Schweigensklausel)
günstig verkauft worden.
Für mich wäre das ein Horrortripp.

Es ist ein Trauma, das stimmt.

Ich habe eines daraus gelernt, sollten wir uns irgendwann mal ein anderes WoMo, gebraucht oder neu, nochmals zulegen, wird es nur mit rotem Nummernschild bewegt - und zwar vom Händler direkt auf die Waage. Dort werde ich jede Achse einzeln und dann das Gesamtgewicht wiegen lassen. Ggf. direkt mit Wiegeprotokoll, geeichte Waage vorausgesetzt. Stimmt etwas nicht, geht das Fahrzeug wieder auf den Hof des Händler - ohne zugelassen worden zu sein.
Sollte es passen, wird dann erst das Fahrzeug mit den erforderlichen Papieren zugelassen.

Fazit: Kein Kauf ohne vorgehende Wiegung.

Man bedenke bitte und lasse es sich unseren Fall auf der Zunge zergehen:

Der nervöse Camperfan fährt stolz mit dem PKW und den druckfrischen Papieren (gerade vom Werk zugesandt) zur Zulassungsstelle. In den Papieren stehen die Daten, die auf den Prototypen ausgestellt sind - nicht das tatsächliche Gewicht des Fahrzeuges, wie es beim Händler auf dem Hof steht - welches der unwissende Camperfan gerade erworben hat! Dieses Fahrzeug ist dem Grund nach nicht zulassungsfähig, da es nicht dem eigentlichen Zulassungspapier entspricht, es ist WESENTLICH schwerer.

Der Kunde / Verbraucher ist also darauf angwiesen zu glauben, was in den Papieren steht. Und bei dem KATALOGgewicht ist das Sonderzubehör noch nicht erfasst, wir haben zusätzlich ab Werk in der Nähe der Vorderachse zwei dicke 110 Ampere Batterien, die Aufbauklimaanlage (Unterflur). Die schwereren Schwingitze, 5,50 Meter Markise, Automatikgetriebe, Anhängerkupplung, Fahrradträger, Heckstützen und sonstiges nötiges Zubehör (Fernseher, Receiver) und das ganze Campinggeraffel von der Gabel bis zum Campingstuhl ist noch gar nicht dabei.

Wäre es nicht in irgendeinem Forum bekannt geworden und im entsprechenden Forum für Hobby-Wohnmobilfahrer breitgetreten worden - würden alle ohne Bedenken weiter fahren.

Manchmal ist also ein sachlicher Gedankenaustausch recht förderlich, da auch alle Welt mitliest. Insoweit blieb Hobby nur das schnelle Handeln übrig - was diesbezüglich auch eine (kulante) gute Werbung für denHersteller ist. ;)
Diese Aktion ist in der WoMobranche wirklich einmalig und scheinbar sauber und kundenorientiert gelöst.

Aber, noch ist unsere Dicke nicht umgerüstet - die Vorbereitungen laufen gerade an.


Ach ja, die Story mit dem Phönix ist mir bekannt - war der Hammer! Würde mich auch mal interessieren wie das abgelaufen ist, insbesondere, was man mit dem Wagen gmacht hat - lebt das Dingen noch, oder wurde es letztendlich als Hartziel im Schießgelände für die Artillerie verwendet :mrgreen:
kmfrank
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von kmfrank »

thomasd hat geschrieben: Die Geschichte zog sich über Jahre hin und weder Phoenix noch MAN konnten eine Lösung bei bringen und schoben sich die Schuld immer gegenseitig zu.
Jahrelanger Ärger, das Fahrzeug konnte nicht genutzt werden und verlor jeden Tag mehr an Wert. Ein Alptraum!

Was letzendlich genau draus geworden ist, weiss ich nicht. Es ist jedenfalls nach einer Einigung (mit Schweigensklausel)
günstig verkauft worden.

Hallo Zusammen,
der Phoenix wurde nach 5 Jahren in der Schweiz verkauft. MAN hat die Mängel beseitigt Phoenix offensichtlich nicht, das hat der Besitzer selbst gemacht. Eine Einigung hat es außergerichtlich gegeben.
pilote600
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von pilote600 »

meusel hat geschrieben:
pilote600 hat geschrieben:
Werden nicht eingeführt, und ich finde das auch gut! Und die jungen Menschen müssen das Geld ja gar nicht ausgeben, das bezahlen die Organisationen!!!

Ohne drei Ausrufungszeichen:

Zitat:

Bundesrat Pressemitteilung 158 / 2008
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Hintergrund für die Entschließung des Bundesrates ist, dass viele Fahrzeuge der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes mehr als 3,5 Tonnen wiegen. Damit kommen vor allem jüngere ehrenamtliche Helfer, die meist nur den Führerschein der neuen Klasse B besitzen, als Fahrer nicht in Frage. Dies beeinträchtigt den Personaleinsatz zur Besetzung des Fuhrparks erheblich. Der Bundesrat befürchtet, dass angesichts der Altersstruktur vor allem im ländlichen Raum zukünftig nicht mehr genügend Fahrer zur Verfügung stehen.

Entschließung des Bundesrates zur Schaffung einer Ausnahmeregelung für Fahrerlaubnisse von Angehörigen der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes

Drucksache 602/08 (Beschluss)



Zitat Ende

Wenn ich mich nicht irre erlangt dieser Beschluss Rechtsgültigkeit wenn keine Beschwerde eingelegt wird.


Das Problem die Bundesregierung kann beschließen was sie will, solange es nicht EG konform ist muss sie es wieder zurücknehmen, und eben diese Regelung wäre nicht EG konform.
thomasd
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von thomasd »

kmfrank hat geschrieben: MAN hat die Mängel beseitigt Phoenix offensichtlich nicht

obwohl ich hätte eher Phoenix in der Pflicht gesehen. MAN wird ein verkehrssicheres Fahrgestell ausgeliefert haben und wenn Phoenix mit seiner Überbauung der Achsen die zulässigen Lasten überschreitet kann MAN nicht Schuld sein. Es sei denn, es wurden gesonderte Vereinbarungen getroffen.

Ich hatte mehrmals Kontakt mit dem Besitzer, habe den Wagen leider nicht bekommen. :luftgeh
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von 64ersnoopy »

Ich bin mir nicht sicher ob dieses hier im Forum schon einmal Thema war. Darum hier ein LINK zur Gewichtsermittlung während der Fahrt, den ich im Forum unserer Schweizer Freunde gefunden habe:
pilote600
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Re: Wer wurde schon mal auf die Waage geschickt?

Beitrag von pilote600 »

64ersnoopy hat geschrieben:Ich bin mir nicht sicher ob dieses hier im Forum schon einmal Thema war. Darum hier ein LINK zur Gewichtsermittlung während der Fahrt, den ich im Forum unserer Schweizer Freunde gefunden habe:


Diese Dinger gibt es auch in D, z.B A5 bei Achern und A81 nach dem Engelbergtunnel
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