Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

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schnuess
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Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von schnuess »

Guten Morgen!


Aus gegebenem Anlass ( wir überlegen die Anschaffung...) hätte ich gerne mal von den "Hänger-Fahrern" unter uns gewusst, wie umständlich das Fahren damit in der Praxis ist!
Sprich Stellplatzsuche, Bergfahrten ( Alpen, Pyrenäen), Maut?


Über ein paar Erfahrungsberichte würde ich mich freuen....damit wir leichter entscheiden können!


Danke!


LG

die schnuess :f
womisigi
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von womisigi »

Maut ist klar, kommt eventuell dazu, das fahren ansich ist reine Übungssache, ich fahre mein Leben lang schon mit Hänger und hab gar kein Problem, kenne aber genug die es einfach nicht kapieren, das mußt du für dich selbst entscheiden.
Das man dann am Urlaubsort, gerade wenn man länger an einem Ort ist ein Fahrzeug zusätzlich hat, ist nur optimal.
Auf jeden Fall mit Hänger vor der Abfahrt immer genau drauf achten: ist er richtig angekuppelt, ist das Stromkabel angeschlossen, ist die Bremse auf.
Denk mal an die ganzen Wohnwagenfahrer, die haben auch nichts anderes, nur das meistens der Hänger größer als das Zugfahrzeug ist.
schnuess
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von schnuess »

Huhu Sigi!


Danke schonmal-das es etwas Übung erfordert ist klar ( mein Mann fährt PKW und Anhänger ohne Probleme!).
Mir ging es darum, wie umständlich beispielsweise die Stellplatzsuche ist...wie oft musste man weiterfahren, weil kein Platz für Womo+Hänger war ( Stellplätze-kein CP), wie schwierig ist es in den Bergen?
Wieviel Schwierigkeiten hat man an den Tankstellen ( zu eng?)oder auf den Supermarktparkplätzen etc

Wir wollen in dem Hänger ein Motorrad oder so ein "Dreirad" transportieren, damit man den Radius der Erkundung etwas erweitern kann ;-)


LG

die schnuess
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von Mobi-Driver »

Moin moin Schnuess ,

hier kommen meine Erfahrungen bezüglich "Fahren mit Anhänger" :

Vorab :
Ich hatte die Klasse 2 und bin ca. 20.000 km mit LKW + Zweiachsanhänger gefahren (beim Bund) .
Anschließend hatte ich einige Wohnwagen, mit denen ich durch diverse Länder gereist bin .
Später war ich mit PKW und großem Motorboot (getrailert) auf Tour .


Das Fahren mit Anhänger ist sehr gewöhnungsbedürftig und Manche lernen es nie (so kommt es mir oftmals vor) .
Du hast ein Wohnmobil welches schon 7m Länge hat . Hängst Du jetzt einen Anhänger hinten dran, dann
hast Du in bestimmten Ländern Probleme bei der Stellplatzsuche, da nicht immer die Stellplätze eine Größe haben,
wo Du auch mit Hänger drauf passt .
Probleme gibt es hauptsächlich beim Rückwärtsfahren mit dem Anhänger .
Und wenn es dann noch sehr eng ist, dann trennt sich die Spreu vom Weizen .
Das heißt: Dann zeigt sich der wahre Könner oder der Anfänger .
Fährst Du mit einer Fähre, wirst Du viel stärker zur Kasse gebeten .

Obwohl ich das Fahren mit Hänger gelernt habe, würde ich mir möglichst keinen Hänger für Mobi anschaffen .
Aber das ist halt meine Ansicht zum Thema ... ;)
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von Heiko »

Spruch des Fahrlehrers beim Bund:

"Das heißt Anhänger - den Hänger hat man in der Hose!" ;)
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von 64ersnoopy »

Letztlich muss Jeder und Jede für sich entscheiden, ob er/sie mit Anhänger fahren kann und will.

Welche Einschränkungen es tatsächlich gibt, hängt davon ab, wie groß das Gespann insgesamt ist bzw. seine einzelnen Teile sind. Ein 6m Wohnmobil mit einem 2m Anhänger ist halt was völlig anderes als ein 9m Wohnmobil mit 5m Anhänger.

Ich selbst habe bei unseren größeren Urlaubstouren an unserem 7,5m Wohnmobil noch einen knapp 2m langen Anhänger mit. Auf SP habe ich bisher wenig Problme gehabt. Dies halt auch dadurch, dass ich den Anhänger ohne nennenswerten Aufwand abkoppeln und dann bei entsprechend breiten SP neben das WoMo stellen kann. Haut das nicht hin, findet sich vielleicht auch eine Ecke auf dem SP, wo der Anhänger allein stehen kann.
Wenn es vorwärts nicht mehr weitergeht, fangen natürlich die Probleme an. Und hier ist meine Erfahrung, das eine WoMo-Gespann sich anders verhält als eine PKW-Gespann. Dies wird auch relativ leicht deutlich, wenn man sich den Hebelweg von der Hinterachse bis zur Anhängerkupplung verdeutlicht. Aber, mit etwas Übung kennt man die Reaktion seines Gespannes. Tja, und auch hier kommt es dann abschließend wieder auf das Gespann selbst an. Ein kleiner Anhänger lässt sich halt auch mal leicht abkoppeln und per Hand so versetzen, dass man sein Gespann nicht rückwärts bewegen muss. Bei einem großen Anhänger ist dies oftmals nicht/nur sehr schwer möglich.

In Sachen Maut sind natürlich die jeweiligen Regelungen maßgeblich. Als Besonderheit möchte ich allerdings auf die Schweiz und Österreich hinweisen.
Österreich: Anhänger sind in der Maut des Zugfahrzeugs berücksichtigt.
Schweiz: WoMo >3,5 to zahlen die Schwerlastabgabe. Für Anhänger <3,5 to ist eine Vignette erforderlich. Bei WoMo <3,5 to mit Anhänger sind 2 Vignetten erforderlich.

Stephan
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von Leberkäsbaron »

Ich kann die Ausführungen von Mobi-Driver nur unterschreiben.
Habe selber ein paar Monate lang einen Grossroller auf dem Hänger mitgezogen und war einfach nur noch genervt. Und das nicht nur wegen dem Auf- und Abladen und dem jedesmal nötigen Verzurren des Rollers. Hatte damals einen Carthago mit über 8m Länge. Mit dem Hänger kamen dann 12 m Gesamtlänge zusammen und das ist für Stellplätze und engere Ecken einfach zuviel. Beim Entsorgen musste ich jedesmal den Hänger abkuppeln ... hat mich alles so genervt, dass ich den ganzen Terz nach ein paar Monaten wieder verkauft habe.
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von Lubecamaus »

Wir fahren seit 3 Jahren mit einem Anhänger. Haben beim Fahren kaum Probleme, da, wo das Womo rumkommt, kommt auch der Anhänger hinterher. Sind letztens über einen total zugeparkten Parkplatz gut rausgekommen.( Macht wohl auch die Übung als Fahrlehrer für alle Klassen.)

Nur auf einigen SPs ist etwas manchmal kompliziert, wenn die Stellflächen angeordnet und eng sind wie in einer Ölsardinenbüchse. Solche Plätze meiden mir einfach. Wir haben allerdings bis jetzt fast immer gute SPs gefunden, wo man noch Platz für den Anhänger hatte. Mal stand er neben uns oder wird am Womo gelassen. Einmal hatten wir Schwierigkeiten in Frankreich, da war die Stellfläche sehr kurz. Sind dann kurzerhand weitergefahren. Wir möchten auf den Anhänger auf keinen Fall mehr verzichten.

Fähr-Gebühren sind dann ja auch etwas erhöht. Maut logischerweise auch. Aber das sollte bei unserem Hobby kein Hinderungsgrund sein.

Wir standen vor kurzem auf einem ziemlich großen SP. Wiese und Schotterwege. Man konnte sich hinstellen, wo man wollte. Spätabends kam dann noch ein Womo mit Anhänger auf den Platz gefahren, mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Womo mit 2 Slideouts, mindestens 10m lang und einem großen Anhänger mit Doppelachse. In diesem großen Womo waren 2 Personen und 5 große Hunde. Und im Anhänger vermutlich ein PKW. Allerdings solch große Plätze findet man natürlich nicht so häufig.

Also, nur Mut zum Anhänger.
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von Har-Pi »

Ich hatte an unserem Concorde einen geschlossenen Anhänger von ca 5 m Länge, womit wir bei gut über 13 Meter Gespannlänge waren.

Das ist in Spanien überhaupt kein Spass. Ab dann haben wir Motorrad oder Roller auf dem offenen, viel kürzerem Anhänger getrailert, das war schon ein besseres Fahren.

Nun haben wir einen kleinen Integrierten mit 6,5 m Länge, dazu kommt der geschlossene Anhänger mit ca 4 m Länge, also um die 10 Meter Zuglänge.

Das geht eigentlich ganz gut.

Einen Rat möchte ich gern geben: Man sieht den Anhänger normalerweise nicht in den Rückspiegeln und nicht jeder will die Rückfahrkamera ständig laufen lassen, bzw. den Monitor ständig kontrollieren.

Daher ist es sinnvoll, sich diese Gummiausleger mit Licht zu besorgen, die dann die normalen Positionsleuchten entweder ersetzen oder ergänzen (einfach mit dem TÜV sprechen, was machbar ist).

Mit denen sieht man den Anhänger immer, was ungemein beruhigt...und man sieht beim Rückwärtsfahren auch sofort, wenn er aus der Spur läuft und nicht erst, wenn er schon schräg steht.

Ich kann auch nur empfehlen, am Wochenende auf einem grossen Parkplatz zu üben, mit Pylonen geht es am besten.

Auf Stellplätzen muss man oft abkuppeln, damit man auf die Plätze passt, ich schaue in der Regel in den Bordatlas, ob Plätze für über 10 m lange Fahrzeuge vorhanden sind.
Mobi-Driver
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Re: Fahren mit Hänger-wie umständlich ist es wirklich?

Beitrag von Mobi-Driver »

Heiko hat geschrieben:Spruch des Fahrlehrers beim Bund:

"Das heißt Anhänger - den Hänger hat man in der Hose!" ;)

Tut mir wirklich leid das es so bei Dir ist :lach1 :lach1 :lach1
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