Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
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Lubecamaus
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Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Nur, weil ein dänischer Womo-Fahrer Rehen auf der Fahrbahn ausweichen wollte, ist wieder ein entsetzlicher Unfall geschehen:
http://www.shz.de/home/top-thema/articl ... toter.html
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Gitte
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Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Da kann ich nur sagen , brutal und schrecklich. Wenn es sogar einen Toten gegeben hat. Wahnsinn.
Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Ich habe bei meinem Sicherheitstraining gelernt: Vollbremsung und Lenkrad festhalten! Wie ich allerdings in der konkreten Situation reagieren würde, bin ich mir als Tierfreundin nicht so sicher. Ich habe vor so einer Situation große Angst.
LG
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juscha
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Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Bei dieser Gelegenheit wollte ich immer schon gerne wissen, sind eure Mobile eigentlich mit Airbags ausgestattet?
Wir haben 2007 einen nagelneuen Laika/Ducato gekauft und erst im Nachhinein ziemlich verblüfft festgestellt, dass weder Fahrer- noch Beifahrerseite mit einem Airbag ausgestattet sind. Das heutzutage neue Autos noch ohne Airbags angeboten werden, war uns nicht bewusst und irgendwie sind wir damit auch nicht wirklich glücklich.
Liebe Grüße aus Köln
Wir haben 2007 einen nagelneuen Laika/Ducato gekauft und erst im Nachhinein ziemlich verblüfft festgestellt, dass weder Fahrer- noch Beifahrerseite mit einem Airbag ausgestattet sind. Das heutzutage neue Autos noch ohne Airbags angeboten werden, war uns nicht bewusst und irgendwie sind wir damit auch nicht wirklich glücklich.
Liebe Grüße aus Köln
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majo
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Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Moin,
hört sich schrecklich an. Ich hatte vor Jahren auch schon mal (zum Glück) fast das "Vergnügen":
Auf dem Weg zur Arbeit kam mit mal von links ein riiiiiiesen Rotwild von der Wiese und hatte scheinbar viel Zeit - Boah, was ging mir die Pumpe. Meine Gedanken, draufhalten und voll in die Eisen (hoffentlich bremst der hinter dir auch) und dem Tier "gut zugeredet" - Ob es das vernommen hatte? Es blieb nämlich auf meiner Spur stehen und suchte Blickkontakt, bevor es umkehrte - da war ich aber auch schon auf 2 m dran. Ach ja , und obwohl wir da einen Scenic fuhren, musste ich noch leicht hochsehen!
Mir gruselt´s heute noch. Und bei Fahrten wenn die Sonne aufgeht bin ich in der Pampa und im Wald jetzt sehr, sehr aufmerksam und fahre lieber zu langsam als zu schnell.
Schönen Tag noch
Ela
hört sich schrecklich an. Ich hatte vor Jahren auch schon mal (zum Glück) fast das "Vergnügen":
Auf dem Weg zur Arbeit kam mit mal von links ein riiiiiiesen Rotwild von der Wiese und hatte scheinbar viel Zeit - Boah, was ging mir die Pumpe. Meine Gedanken, draufhalten und voll in die Eisen (hoffentlich bremst der hinter dir auch) und dem Tier "gut zugeredet" - Ob es das vernommen hatte? Es blieb nämlich auf meiner Spur stehen und suchte Blickkontakt, bevor es umkehrte - da war ich aber auch schon auf 2 m dran. Ach ja , und obwohl wir da einen Scenic fuhren, musste ich noch leicht hochsehen!
Mir gruselt´s heute noch. Und bei Fahrten wenn die Sonne aufgeht bin ich in der Pampa und im Wald jetzt sehr, sehr aufmerksam und fahre lieber zu langsam als zu schnell.
Schönen Tag noch
Ela
Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Es ist schlimm, was da passiert ist.
Ich möchte nicht wissen, wie jeder in so einer Situation reagieren wird. Ich denke, da "vernünftig" und "logisch" und "der Verkehrssituation angepasst" zu reagieren ist schwierig und nicht vorhersagbar.
Ich möchte nicht wissen, wie jeder in so einer Situation reagieren wird. Ich denke, da "vernünftig" und "logisch" und "der Verkehrssituation angepasst" zu reagieren ist schwierig und nicht vorhersagbar.
Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Hi Ela,majo hat geschrieben: Es blieb nämlich auf meiner Spur stehen und suchte Blickkontakt, bevor es umkehrte - da war ich aber auch schon auf 2 m dran. Ach ja , und obwohl wir da einen Scenic fuhren, musste ich noch leicht hochsehen!
Mir gruselt´s heute noch. Und bei Fahrten wenn die Sonne aufgeht bin ich in der Pampa und im Wald jetzt sehr, sehr aufmerksam und fahre lieber zu langsam als zu schnell.
Schönen Tag noch
Ela
boah, da habt Ihr aber BEIDE Glück gehabt, Gott sei Dank! Mir hat's jetzt auch gerade gegruselt, als ich Deinen Text las. Nicht nur wenn die Sonne aufgeht, auch bei Dämmerung wechselt das Wild, wenn ich auf der Landstraße fahre, ist mir dieser Umstand ständig bewußt und bei uns wird gereist und nicht gerast.
@Juscha
Wir haben Fahrer- und Beifahrerairbag, das war uns beim Kauf unserer Mäusekiste sehr wichtig!
LG
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Gunilla
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Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Ja, so etwas ist immer schrecklich, vor allem wenn es dabei zu Verletzten oder gar Toten kommt. Ich würde wahrscheinlich auch bremsen oder ausweichen - einfach instinktiv! Doch folgendes sollte man beachten:
"Bremsen für Tiere (z.B. Marder): Bei Motorrad angemessen, bei Auto nicht!
Bremsen und Ausweichmanöver können den Teilkasko-Versicherungsschutz entfallen lassen.
Eine gerade in ländlichen Gegenden wohl bekannte Situation: Man ist mit dem Pkw auf einer Landstrasse unterwegs, und plötzlich läuft einem ein Hase, Marder oder Fuchs vors Fahrzeug. Wer jetzt spontan auf die Bremse tritt oder ein riskantes Ausweichmanöver vollführt, muss seine Tierliebe möglicherweise später bereuen. Denn verliert er dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und wird dieses beschädigt, so zahlt die Teilkaskoversicherung meist keinen Cent.
Für Wildunfälle muss die Teilkaskoversicherung normalerweise nur dann zahlen, wenn der Fahrzeugschaden durch den Zusammenstoß mit einem Tier entstanden ist. Verunglückt der Versicherte dagegen durch bloße Ausweich- oder Bremsmanöver, so ist dieser Schaden - anders als bei Vollkaskoverträgen - nicht gedeckt.
Wenn eine Kollision mit einem großen Wildtier unmittelbar bevorstand und der Fahrzeugführer dem Tier ausgewichen ist, gibt es in der Praxis dennoch oft Geld von der Versicherung. Und zwar dann, wenn das Ausweichen erfolgte um einen schweren Aufprall abzuwenden. Grund: Erleidet der Versicherte dadurch, dass er sich bemüht, einen Schaden abzuwenden oder gering zu halten Nachteile, so muss die Versicherung ihm diese laut Gesetz ausgleichen. Wer dagegen einem kleinen Tier, wie einem Hasen, Igel oder Marder ausweicht, muss da-durch entstehende Schäden in der Regel selbst tragen. Hier stehen die meisten Gerichte auf dem Standpunkt, dass die von Kleintieren ausgehende Gefahr für einen Pkw so gering ist, dass es unverhältnismäßig wäre, das mit einem Brems- oder Ausweichmanöver verbundene Unfallrisiko in Kauf zu nehmen (so z.B. BGH, Az. IV ZR 321/95).
Für Zweiradfahrer ist hingegen nach einem Urteil des OLG Hamm eine andere Beurteilung möglich: Zweiradfahrer dürften im Unterschied zu Autofahrern auch kleinen Tieren ausweichen oder für sie bremsen, denn hier bestehe - jedenfalls in Kurven - die erhebliche Gefahr, dass die Maschine seitlich wegrutsche, wenn das Vorderrad eines Motorrades ein Kleintier er-fasse und überrolle. In dem zugrunde liegenden Fall war ein Motorradfahrer in einer Kurve einem Marder ausgewichen. Bei dem Bremsmanöver war er gegen die Leitplanke geprallt. Als seine Versicherung nachfolgend nicht zahlen wollte, wurde das Gericht angerufen. Das OLG entschied, dass die Reaktion des Mannes keineswegs unverhältnismäßig gewesen sei. (Urt. v. 31.5.2001; Az. 6 U 28/01)"
"Bremsen für Tiere (z.B. Marder): Bei Motorrad angemessen, bei Auto nicht!
Bremsen und Ausweichmanöver können den Teilkasko-Versicherungsschutz entfallen lassen.
Eine gerade in ländlichen Gegenden wohl bekannte Situation: Man ist mit dem Pkw auf einer Landstrasse unterwegs, und plötzlich läuft einem ein Hase, Marder oder Fuchs vors Fahrzeug. Wer jetzt spontan auf die Bremse tritt oder ein riskantes Ausweichmanöver vollführt, muss seine Tierliebe möglicherweise später bereuen. Denn verliert er dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und wird dieses beschädigt, so zahlt die Teilkaskoversicherung meist keinen Cent.
Für Wildunfälle muss die Teilkaskoversicherung normalerweise nur dann zahlen, wenn der Fahrzeugschaden durch den Zusammenstoß mit einem Tier entstanden ist. Verunglückt der Versicherte dagegen durch bloße Ausweich- oder Bremsmanöver, so ist dieser Schaden - anders als bei Vollkaskoverträgen - nicht gedeckt.
Wenn eine Kollision mit einem großen Wildtier unmittelbar bevorstand und der Fahrzeugführer dem Tier ausgewichen ist, gibt es in der Praxis dennoch oft Geld von der Versicherung. Und zwar dann, wenn das Ausweichen erfolgte um einen schweren Aufprall abzuwenden. Grund: Erleidet der Versicherte dadurch, dass er sich bemüht, einen Schaden abzuwenden oder gering zu halten Nachteile, so muss die Versicherung ihm diese laut Gesetz ausgleichen. Wer dagegen einem kleinen Tier, wie einem Hasen, Igel oder Marder ausweicht, muss da-durch entstehende Schäden in der Regel selbst tragen. Hier stehen die meisten Gerichte auf dem Standpunkt, dass die von Kleintieren ausgehende Gefahr für einen Pkw so gering ist, dass es unverhältnismäßig wäre, das mit einem Brems- oder Ausweichmanöver verbundene Unfallrisiko in Kauf zu nehmen (so z.B. BGH, Az. IV ZR 321/95).
Für Zweiradfahrer ist hingegen nach einem Urteil des OLG Hamm eine andere Beurteilung möglich: Zweiradfahrer dürften im Unterschied zu Autofahrern auch kleinen Tieren ausweichen oder für sie bremsen, denn hier bestehe - jedenfalls in Kurven - die erhebliche Gefahr, dass die Maschine seitlich wegrutsche, wenn das Vorderrad eines Motorrades ein Kleintier er-fasse und überrolle. In dem zugrunde liegenden Fall war ein Motorradfahrer in einer Kurve einem Marder ausgewichen. Bei dem Bremsmanöver war er gegen die Leitplanke geprallt. Als seine Versicherung nachfolgend nicht zahlen wollte, wurde das Gericht angerufen. Das OLG entschied, dass die Reaktion des Mannes keineswegs unverhältnismäßig gewesen sei. (Urt. v. 31.5.2001; Az. 6 U 28/01)"
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Tschuringa
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Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Hallo,
sich angemessen zu verhalten ist sicher leichter gesagt als getan.
Ich bin froh, dass ich vor 2 Jahren ein Fahrsicherheitstraining gemacht habe.
Zwar mit PKW, aber trotzdem wird da das gekonnte Ausweichen und die Vollbremsung geübt.
Ich war doch überrascht, wie zaghaft man eine Vollbremsung ohne die Anweisung und Motivation ausführt.
Seitdem latsch ich doch in brenzlichen Situationen ganz ander auf die Bremse.
sich angemessen zu verhalten ist sicher leichter gesagt als getan.
Ich bin froh, dass ich vor 2 Jahren ein Fahrsicherheitstraining gemacht habe.
Zwar mit PKW, aber trotzdem wird da das gekonnte Ausweichen und die Vollbremsung geübt.
Ich war doch überrascht, wie zaghaft man eine Vollbremsung ohne die Anweisung und Motivation ausführt.
Seitdem latsch ich doch in brenzlichen Situationen ganz ander auf die Bremse.
Re: Womo-Unfall in Schleswig-Holstein
Ich denke es geht nicht nur um diesen Unfall, sondern um die allgemeine Sicherheit in einem Wohnmobil.
Was wäre gewesen wenn im hinteren Bereich jemand gesessen hätte?
Ich bin der Meinung das die Sicherheit immer weniger beim Bau eines Wohnmobil berücksichtigt wird.
Was wäre gewesen wenn im hinteren Bereich jemand gesessen hätte?
Ich bin der Meinung das die Sicherheit immer weniger beim Bau eines Wohnmobil berücksichtigt wird.