"AWD: Gericht stoppt Szene aus Maschmeyer-Dokumentation"

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Leberkäsbaron
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Re: "AWD: Gericht stoppt Szene aus Maschmeyer-Dokumentation"

Beitrag von Leberkäsbaron »

Hallo Bernd,

Deinen Ausführungen ist im Prinzip nichts hinzuzufügen .. eigentlich alles nur gesunder Menschenverstand. Der wird aber meistens deaktiviert, wenn die Dollarzeichen in den Augen leuchten :lach1

Schatzsucher hat geschrieben: Leute, die auf ehrliche Weise viel Geld verdienen haben meine volle Hochachtung.

Das ist allerdings ein Widerspruch in sich ... ehrliche Arbeit bringt nicht viel Geld ... :cry: Ach ja - hier auch mal wieder ein Beispiel für Beziehungen:

[clicklink=]http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 21,00.html[/clicklink] :evil:
Ludwig_53
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Re:

Beitrag von Ludwig_53 »

Frank65 hat geschrieben:Hallo,
zum Thema AWD! Der AWD verkaufte mir vor zehn Jahren eine "absolut sichere Anlage", die vor drei Jahren mit einem Totalverlust endete. Die Geschichte kam dann vor das Landgericht, was aber nicht viel brachte. Durch den AWD verlor ich ca. 50T€. Ein Wort des Bedauerns habe ich von meinem Berater nie gehört, der an mir gut verdiente. Hier geht es nur ums verkaufen und die Provisionen! Wenn ich die drei Buchstaben höre, dreht sich mir immer noch der Magen um!

Sei nicht traurig, Frank. Dein Geld ist NICHT WEG !
(Es gehört jetzt halt nur Herrn Maschmeier und seinen Kumpels)
schimi
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Re: "AWD: Gericht stoppt Szene aus Maschmeyer-Dokumentation"

Beitrag von schimi »

Schatzsucher hat geschrieben:
Schlimm ist das.
Darum Leute, kauft nie irgend etwas, was ihr nicht wirklich verstanden habt.
Da haben Vertriebe Steuersparmodelle verkauft, die sogar auf Kredit finanziert wurden.
Wenn euch also jemand erzählt, dass man sehr leicht und ohne- oder mit geringem Risiko hohe Gewinne machen kann, dann lügt er !!!
Wenn dies möglich wäre, bräuchten die Leute ihre "tollen Geldanlagen" nicht unter Aufwand von hohen Provisionen und aufwendigen Vertriebsmaschinerien an Privatanleger verkaufen, sondern die Banken würden das Geschäft natürlich selbst machen.
Leider ist es auch oft eine doppelte Gier, die hier zum Drama führt. Der Verkäufer bekommt hohe Provisionen und der Käufer giert nach hohen Profiten ("jetzt will auch ich so Geld machen wie die Profis").


Da hast du völlig Recht.

Wobei ich das persönlich noch nicht mal so verwerflich finde. Die Anleger sind ja schließlich alle erwachsene Menschen. Alle Anlageformen haben doch eins gemeinsam:

Hohe Renditemöglichkeit = Hohes Riskio

Was mich richtig zornig macht, ist die Verquickung zwischen solchen Anbietern und politischen Amtsträgern. Wie nennt man das noch in Köln? ;)
schimi
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Beitrag von schimi »

@Fredl

danke für den Link.

Karstadt beruft Doris Schröder-Köpf in Aufsichtsrat

In welcher Bananenrepublik leben wir eigentlich?
Leberkäsbaron
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Re:

Beitrag von Leberkäsbaron »

schimi hat geschrieben: In welcher Bananenrepublik leben wir eigentlich?

Wenn diese hypothetische Frage ehrlich beantwortet würde, gäbe es innerhalb kürzester Zeit einen Volksaufstand - da bin ich sicher :mrgreen:
Rider
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Beitrag von Rider »

Wie sagte Andre Kostolany:

„Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.“
schimi
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Re:

Beitrag von schimi »

Rider hat geschrieben:Wie sagte Andre Kostolany:

„Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.“

Herr Kostolany hatte aber nicht immer Recht.

Siehe Börsenkurs der Deutschen Post und der Telekom :lach1
garibaldi
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Beitrag von garibaldi »

Was den Anfang dieses Freds angeht: Wer gehört noch zu dieser illustren Abzocker-Runde? Riester! Eben der. Wenn Politik und Finanzwirtschaft sich zusammentun, um die Bürger möglichst flächendeckend auszunehmen, haben letztere keine Chance. Und das wird nie enden, so lange sich nicht in den Köpfen was ändert, besonders in den Köpfen der Politiker.

Gestern habe ich eine kurze Reportage zu einem neuen Buch gehört, es heißt glaube ich "Gleich macht glücklich" oder so ähnlich. Da haben britische Wissenschaftler nachgewiesen, dass die glücklichsten Gesellschaften nicht die reichsten sind, sondern die, bei denen der Wohlstand unabhängig vom Niveau am gleichmäßigsten verteilt ist. Die Prediger des freien Marktes müssten sich angesichts solcher harter Fakten in Grund und Boden schämen.

Hier kann man mehr zu dem Buch lesen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16031

Hab' noch weiter gestöbert. Richtig heißt das Buch auf Deutsch: "Gleichheit ist Glück". Da gibt's das: http://www.zweitausendeins.de/suche/?Ar ... %20Pickett
schimi
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Re:

Beitrag von schimi »

garibaldi hat geschrieben:
Gestern habe ich eine kurze Reportage zu einem neuen Buch gehört, es heißt glaube ich "Gleich macht glücklich" oder so ähnlich. Da haben britische Wissenschaftler nachgewiesen, dass die glücklichsten Gesellschaften nicht die reichsten sind, sondern die, bei denen der Wohlstand unabhängig vom Niveau am gleichmäßigsten verteilt ist. Die Prediger des freien Marktes müssten sich angesichts solcher harter Fakten in Grund und Boden schämen.


Kenne das Buch nicht, aber die Aussage geht mir etwas quer runter.

Wenn damit lediglich gemeint ist, das die berühmte Schere nicht ZU weit auseinander gehen darf, könnte es aber stimmen.
garibaldi
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Beitrag von garibaldi »

Vielleicht wäre es aufschlussreich, es mal zu lesen. Ich überleg' mir's noch. Der Witz an der Sache scheint mir der zu sein, dass da erstmals nicht nur die reinen Wirtschaftsdaten betrachtet wurden, sondern ein viel umfassenderer Ansatz gewählt wurde. Da wurden alle möglichen Faktoren wie Volksgesundheit, Kriminalitätsentwicklung und so weiter mit eingearbeitet. Das ergibt dann ein viel aussagekräftigeres Bild als wenn man nur das BIP betrachtet, das ja über den Wohlstand der Gesellschaft überhaupt nichts aussagt.
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