Servus zusammen,
camperfan hat geschrieben:... der es wissen muß!...
pardon, was jetzt genau muss er wissen? Dass es möglich ist, jemanden mit entsprechenden Mitteln zu narkotisiern? Nun ja, die Erkenntnis ist auch für mich als medizinischen Laien nicht ganz neu - aus dem Munde einer Anästhesisten überrascht sie mich ehrlich gesagt nicht wirklich.
Aber: Kann er auch belegen,
- wie oft das schon vorgekommen ist (und auch durch entsprechende Blutanalysen bewiesen wurde),
- bei wievielen
Edes schon entsprechende Substanzen gefunden wurden (einigen hat man ja schon das Handwerk gelegt),
- wieviele Todesopfer durch unsachgemäße Dosierung aktenkundig wurden (siehe Beitrag oben),
- wieviele Langfinger neben ihren Opfern wegen der Narkosemittel im Womo eingeschlafen sind, statt es auszuräumen bzw.
- mit Gasmaske im Kofferraum neben dem Diebesgut aufgegriffen wurden,
- (jetzt wirds spöttisch:) wieviele Langfinger durch diese langwierige Arbeitsweise schon pleitegegangen sind, weil die Kosten für die "Narkosemittel" den Gewinn aus den Brüchen aufgefressen haben, wärend die Konkurrenz in der gleichen Zeit ohne den ganzen Firlefanz die fünfache Anzahl an Womos geknackt hat?
Nochmal: All der Aufwand mit Narkose etc. ist viel zu groß und völlig überflüssig! Ein
ungesichertes Womo (und bisher sind mir nur solche als
erfolgreiche Einbruchsziele bekannt) ist in zwei (2!) Sekunden aufgesperrt (dazu muss man nicht mal das Schloss beschädigen, entsprechende Youtube-Videos kann sich jeder selbst suchen, die Links muss man nicht unbedingt hier veröffentlichen) und mit entsprechend umsichtiger Vorgehensweise ist der Inhalt des Womos dann bequem in einer halben Minute leergeräumt (in der Eile passieren dann auch manchmal Fehler: "Unser Dieb" hat meine Hose samt darin befindlichem Geldbeutel sowie das herumliegende Handy übersehen - vermutlich war er daher noch schneller, oder das bankfrische Bargeld im Rucksack unterm Tisch hat ihm auch gereicht...).
Die Idee mit dem "Gas" wurde uns vielfach hinterher nahegelegt (aus versicherungstechnischen Gründen wäre sie aber beim Diebstahl von Bargeld und Papieren eher nicht relevant). Es erscheint aber auch aus der Sicht der Opfer plausibel, "dass man dann ja schleißlich nichts dafür kann", wenn die bösen Buben (ja, vieleicht gibts auch Womodiebinen...) einem so übel mitgespielt haben. Der naheliegende Fehler, irrtümlich davon auszugehen, dass ein Womo (insbesondere ein Ducato etc.) abgesperrt sei, wenn man den Schlüsssel rumdreht ist viel schwerer einzugestehen.
Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Ein Womo, dass nur mit den serienmäßigen Schlössern verschlossen ist, steht aus der Sicht eines Einbrechers mit offenen Türen herum. Wenn der Besitzer drin schläft, ist es auch noch eine wahre Goldgrube: Dessen vollständiger Bestand an Wertsachen, die er glaubt dabeihaben zu müssen, ist auch noch drin!
Daher nochmal der Rat an alle Womofahrer: Sichert Eure Fahrzeuge zusätzlich und v.a. deutlich von außen sichtbar.
... dann geht der Dieb zum nächsten Fahrzeug. Irgend ein "Anfänger" findet sich gewiss...
Grüße
Tourist
P.S.: Die Äthernarkose hab ich im Tieversuch mit Startpilot an einer "sehr großen Maus", die sich in der Garage in einen Müllsack verirrt hatte, ausprobiert: Luftvolumen im Müllsack + 1/2 Dose Starpilot bringt so ein Tierchen eher in Panik (das zischende Geräusch?), eingeschlafen ist es, auch nach einigen Minuten, nicht. Dauerhaft "betäuben" ließ sich das Vieh nur mit einer großen Schaufel... (an eine Freilassung an anderer Stelle hab ich keinen Gedanken verschwendet

)
P.P.S.: Frage: Worin besteht der Nachweis einer Betäubung jetzt nun genau? Kopfschmerzen? Übelkeit? Aha. Dann wurde ich vergangene Nacht wohl betäubt (muss mal meine Frau fragen, ob sie das war...). Beide Symptome hatte ich (vielleich war die Nacht zu kurz - nichts unsolides denken...) heute morgen, inzwischen bin ich wieder wohl auf...
@DG1YFF: Und wieder meine Frage: War das Womo sichtbar zusätzlich verriegelt, die Alarmanlage aktiviert?