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Re: Geld für Opel?
Verfasst: So 16. Nov 2008, 18:59
von wienix
bei dieser ganzen geschichte krieg ich persönlich nur das gefühl nicht los, dass unser aller geld auf diesem weg der wohltätigkeit ... äh ... einen anderen weg einschlägt, nämlich den nach Amerika, und dass es dort nicht in den geldbeuteln unserer OPEL-belgeschaft wiederzufinden ist, leuchtet ein
ich glaub aber auch, dass es dort nicht einmal in die taschen der amerikanischen arbeitnehmer hineinfindet, was einen als geldgeber für deutsche arbeitsplätze schon ärgern könnte ...sondern es wird wunderliche pfade einschlagen und zum schluss in andere taschen fallen
ich weiß nicht - kommt das denn nur mir so vor

Re: Geld für Opel?
Verfasst: So 16. Nov 2008, 19:10
von mpetrus
Das Gefühl habe ich auch.
Das liegt daran das die vom Peter beschriebenen Wirtschaftsformen (Marktwirtschaft) immer zu lasten der Steuerzahler gegangen ist.
Sei es das Arbeitnehmer früher mit 59 Jahre auf kosten des Steuerzahlers in Rente geschickt wurde, obwohl das Rentenalter 65 bzw. 63 war.
Oder das Superinvestoren "geliehenes" Geld von Sparer in Anlageformen gesteckt haben die heute platzen.
Der Investor hat seine Prämie abkassiert und wird nicht mehr belangt. Der Sparer schaut in die Röhre und benötigt Staatshilfe.
Moral und Selbstdisziplien sind nunmal sachen von gestern.
Re: Geld für Opel?
Verfasst: So 16. Nov 2008, 19:16
von wienix
jo: der unternehmer trägt das risiko, uuuiiiiiiiiiiii
... aber der arbeitnehmer trägt die folgen !

erwischt !
Re: Geld für Opel?
Verfasst: So 16. Nov 2008, 22:16
von mcdudel
Nun, ich meine es kann dafür kein Geld geben, Frage welches denn, woher denn nehmen?
Ich habe mal gelernt das der Arbeitgeber Geld erwirtschaftet und dieses in sein Unternehmen steckt, damit Arbeitsplätze schaft, neue Maschinen anschaft und auch einen Teil für sich behält
Heute wird wie auf der Kirmes beim Losverkauf geschrien, GEWINNE;GEWINNW;GEWINNE; und die erzielt man heuzutage mit Entlassungen der Mitarbeiter um an der Börse diese Gewinne zu erzielen, oder verlegt die Arbeitsplätze in EU-Staaten wo der Stundenlohn einen Teil unseres Lohnes beträgt.
Ich bekomme mit wie in unserer Region alles Platt gemacht wird, z.B.: Siemens, Ben Q, Schachtanlagen, wo bleiben die Arbeitsplätze die man danach verspricht, von vielen tausend vieleicht ein Zehntel.
Die Regionalvereine kreuchen auch am untersten Ende weil die Fördergelder gestrichen oder gekürzt werden, wer hilft diesen, denn diese sind wichtig und verfolgen einen Sozialen Aspekt?
Hier, die Grundschule platz aus allen Nähten weil andere Schulen geschlossen werden, aber wer sorgt für mehr Schulräume oder Lehrer, ich sehe das Manko jeden Tag und zum Schluss, denn ich könnte mich so darin vertiefen und Mitteilen das das Forum aus allen Nähten platzen würde, die Kindergärten. Meine Tochter hat von ihrem Stundengekürzten Job jetzt noch mehr Stunden gekürzt bekommen aber die Kindergruppe wurde auf über 20 Kinder erhöht zwei Personen betreuen diese 24 Kinder im Alter von 3-5 Jahren. Wird eine Betreuerin Krank bleib alle Betreuung bei einer Person. In all diesen Dingen die ich genannt habe sollte man Geld pumpen damit wir hier in Deutschland ausgeglichener Leben können.
Geht mal in euer Kämmerlein und denk mal über all diese Sachen nach
Ich bin nicht gegen die Globalisierung, aber unter diesen Umständen hasse ich diese.
Nebenbei, ich fahre seit gut 20 Jahren Opel.
Gruß Harry
Re: Geld für Opel?
Verfasst: So 16. Nov 2008, 22:47
von knausi1
Hallo womofreunde,
ist eigentlich schon vieles geschrieben worden. Ich habe mit Nein gestimmt. Es sollten maximal Kredite mit den üblichen Konditionen gewährt werden. Und dieses auch erst nach reichlicher Prüfung ob das Geld dort gut angelegt ist. Jeder kleine Häuslebauer wird ja auch erst nackt ausgezogen und dann bekommt er eventuell einen Kredit. Abgesehen haben die oberen Etagen die Entwicklung wirklich verschlafen -Kurzzeitgewinne sind halt wichtiger als Langfristerfolge und eine gute Verankerung in der Gesellschaft. Aber ich möchte mal eine Voraussage geben -in einigen Jahren, wenn alles vorbei ist und die Gewinne wieder sprudeln - dann läuft alles wie in der Vergangenheit ab. Gebe zu, ich bin Pessimist.
Knausi1
PS: Irgendwie hab ich letztens einen Beitrag gesehen, da geht der Chef von ehemals Lehmann-Brother mit 300 Mill. (kann mich durchaus im einige Millionen geirrt haben) im letzen Jahr ganz traurig in seinen wohlverdienten Vorruhestand. Solange dieses Menschenkategorie nicht mit ihrem Privatvermögen haften müssen und die Managerverträge sie von jeder Haftung freischreiben - solange ändert sich nichts oder jedenfalls nichts wirkliches.
Re: Geld für Opel?
Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 08:25
von BossCatOne
Ich habe auch mit nein gestimmt. Warum soll denn der Staat und damit wir alle aufkommen? Es tut mir leid um die Arbeiter bei Opel, keine Frage...
Wo der Staat endlich eingreifen sollte und das am besten sofort, ist, das die Manager endlich auch mal zur Verantwortung gezogen werden. Jeder kleine Arbeiter der einen Fehler macht muss dafür gerade stehen. Nur die Manager brauchen das nicht. Nein im Gegenteil, es wird nach Möglichkeit noch mehr Geld an diese hochbezahlten Leute ausgeschüttet und nach Möglichkeit finden diese Leute dann im nächsten Konzern auch wieder einen hochbezahlten Job und das Karussell dreht sich von vorn...
Wenn Geld vom Staat dann nur in Form von Krediten, mehr aber nicht. Man siehe auch das Beispiel Nokia. Da sind auch Millionen geflossen und was daraus geworden? Nokia ist weg, Mitarbeiter stehen auf der Strasse und die Millionen sind auch futsch. Wer kommt für das alles auf!? Wir... :1sauer
Re: Geld für Opel?
Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 18:31
von rittersmann
Opel wurde von den Amis in den Abgrund geführt. Wir hier in Hessen haben das Trauerspiel seit den achtziger Jahren mitgekriegt. Wir hatten damals noch Kadett und Vectra, aber Mitte der achtziger Jahre war der letzte Kadett eine derartige Klapperkiste, das wars dann gewesen und wir sind zur Konkurrenz. Die hatten damals mehrere Vorstände aus Detroit, die konnten noch nicht mal ein Wort Deutsch. Und der Vorstandschef muß der der oberste Verkäufer der Firma sein. Wie soll das gehen, wenn er nicht die Sprache der Kunden spricht?
Ein anderer Ami (Vorstand für Forschung und Entwicklung) ein schneidiger Enddreißiger, hat einfach den Etat gekürzt und dadurch den Gewinn erhöht. So was sah man in Detroit natürlich gerne, der Mann wurde befördert. Das dadurch nichts entwickelt wurde, hat man erst gemerkt als es zu spät war. Und dann noch der unselige Lopez. Die Folge war, daß der Marktanteil sich in 20 Jahren fast halbiert hat.
Mittlerweile produzieren die Opeler wieder Qualität, aber wenn der Ruf erst ruiniert ist? Heute im Fernsehen hat ein Autoguru gemeint, daß bei Opel im Moment über 50 % der Zulassungen an Großabnehmer wie Autovermietungen, Post, Bund etc. gehen, sowie Eigenzulassungen und Händlerzulassungen sind. Und nur der kärgliche Rest geht an Privatkunden, bei denen Geld verdient wird. Und der vielgelobte Insignia will in einer Liga spielen, die ausreichend besetzt ist und in der Prestige eine große Rolle spielt, welches Opel leider nicht mehr hat.
Wenn in der Marktwirtschaft jemand pleite geht, dann können in der Theorie ja die anderen Anbieter mehr bauen und verkaufen. Folglich werden ja nicht alle Arbeiter arbeitslos, sondern die Konkurrenz wird einen Teil davon übernehmen, die Zulieferer werden für die diese anderen Anbieter arbeiten.
Im Moment ist in Hessen, nächstes Jahr im Bund Wahlkampf. Folglich wird die Politik Opel nicht fallen lassen. Nach dem Beispiel Holzmann sehe ich das mit gemischten Gefühlen.
Sehr leid tun mir die Angestellten, die jetzt um ihren Arbeitsplatz bangen, denn die können am wenigsten für diese Misere.
Re: Geld für Opel?
Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 19:13
von rittersmann
Re: Geld für Opel?
Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 19:19
von Andy
Re: Geld für Opel?
Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 19:57
von jion
Andy hat geschrieben:Wie gesagt, heute Opel morgen

)
vielleich deine Firma?? was dann???