Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

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he76xe
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von he76xe »

Hallo Klaus,

da habe ich mich schlecht ausgedrückt.
Ich meinte - bayrische Dörfer mit Solar, Biogas und Windenergie und natürlich auch der konventionellen Stromerzeugung.

Was ich klar machen wollte, dezentralisierte Stromerzeugung ist möglich.
Dazu braucht es keine Riesen-Atomkraftwerke mehr .

Ausbau des Netztes:
Die Big Five sind die Netzbetreiber und die haben lieber Gewinne eingestrichen statt investiert.
Kann sich noch jemand an die winterliche Katastrophe in Niedersachsen erinnern als Strom-Masten der Reihe nach brachen?
Spitze oder...?
Die Konzerne haben doch diese Politik gemacht, die Wendehälse waren nur ihre Büttel.
Die Big Five haben gedacht sie könnten das so weiter treiben um Zeit zu gewinnen. auszubremsen.
Damit sie ihren Nachholbedarf im Bereich der erneuerbaren Energieproduktion aufholen können,
um sich wieder Preisbestimmend am Markt zu positionieren.
Gleichzeitig haben sie so auch eine Nutzung norddeutscher Windernergie in Bayern verhindert.

Tja und dann kam Fukushima. Tja und da war in "D"auf einemal das Fass voll - Bürgeraufstand.
So und nun geht diese Rechnung nicht mehr auf. Jetzt sollen sie Handeln und müssen an ihr eingemachtes.
Da ist das Geschrei und die Lamentiererei natürlich groß. Wieder mal nur um Zeit zu gewinnen..alles Taktik.

Verda***t dann sollen sie doch ihr "Hoheitsrecht" auf das Netz wieder an die Rebublik abgeben.
Ich bezahle gerne Steuern zum Ausbau der Starkstromtrassen oder Erdkabel.

Gruß
Anette
garibaldi
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von garibaldi »

Andy hat geschrieben:
garibaldi hat geschrieben:Dass es zur Zeit noch wenig Pumpspeicher-Kapazität gibt, hat ja nichts damit zu tun, dass man viel Kapazität schaffen könnte - wenn man denn wollte!

Vielleicht hast Du nicht gelesen, was ich geschrieben habe,dann jetzt noch mal.

Versuche mal ein riesen Tal zu fluten, um Kapazität für ein Pumpspeicherkraftwerk zu bekommen. Glaub mir, selbst Atomkraftgegener werden plötzlich zu Pumpkraftwerksgegnern.

Und vielleicht gibt es auch Personen, die sich mit Versorgungsnetzten beschäftigen - die haben das sogar studiert. Und auch die würden Dir sagen, dass all das nicht so einfach ist. Von wegen Grundlast, Überlast, möglichen Schwarzfall, etc.


Meine Güte, habe ich behauptet, dass es einfach wäre??? Mit Verlaub, hier werden ständig Dinge unterstellt, die so schlicht falsch sind. Ein KKW ist auch nicht einfach, oder? Und was die protestierenden Kernkraftgegner angeht: Ist schon klar, auch Anwohner von möglichen zukünftigen Stromtrassen sind nicht begeistert etc. , ist doch alles kein Argument! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Geht nicht gibt's nicht! Du argumentierst auf dem selben Niveau wie seinerzeit die Leute, die meinten, die Eisenbahn würde krank machen ...
megamechanics
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von megamechanics »

Hallo,
da immer wieder die hohen Kosten der Energiespeicherung (regenerativ erzeugter Strom aus Windkraft/Sonne) herangezogen werden, möchte ich mal als Gegenargument die Möglichkeit "intelligentes Energiemanagement" einwerfen: sehr einfach als Beispiel lässt sich der Kühlschrank mittels Zeitschaltuhr zwischen 9-17 Uhr auf maximaler Leistung und danach ohne Stromversorgung betreiben. Damit nutzen wir unsere 1,7 Kwp Photovoltaik Inselanlage hervorragend aus. Weiter hängt das Womo mit den Gelakkus in der Zeit zwischem 11-15 Uhr am Inselwechselrichter und wird abends dann als Energiequelle fürs Fernsehen herangezogen.
Die teuersten Komponenten waren bei unserem Inselsystem nicht die 4 zusätzlichen Solarakkus, sondern die Wechselrichter. Trotzdem rechnet sich die Anlage, den ganzen Aufwand (Eigenleistung) darf man allerdings nicht einberechnen. Der bequemere Weg ist natürlich die übliche Stromversorgung des örtlichen Energieversorgers, nur wollen wir bei der ganzen "Mache" möglichst aussteigen und wenn man die Preisentwicklung und Prognose nüchtern betrachtet, ist der Weg nicht der Schlechteste ;)
In unserem Fall betreiben wir die Pumpen und Steuerungen für Solarthermie (9 Meter Höhe, 70 Meter Abstand zwischen Modulen und Kombispeicher) und Kaminwärmetauscher ausschließlich über den selbst erzeugten Strom. Kreissägen, E-Kettensägen, Akkuschrauber etc. werden problemlos in der Sonnenzeit betrieben bzw. geladen. Das schafft jede Menge gute Laune und Unabhängigkeit und lässt uns die kindergartenhafte Umsetzung der Energiewende gelassener betrachten.

Der nächste Schritt wäre die Speicherung des Stromüberschusses durch Umwandlung in Wasserstoff bzw. Erdgas, wie es Audi als Projekt bereits umsetzt. Die paar Jahre, bis diese Technologie für kleinere Anlagen angeboten werden wird, können wir gut überbrücken.
Willi_chic
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von Willi_chic »

he76xe hat geschrieben:Traurig aber wahr...
Gut, dass es das Unglück in Japan gegeben hat.
Gut, dass Asse ein Paradebeispiel für eine große Sauerei ist.
ich glaub ja nicht daß das gut ist, und sehe es mal als verbale Entgleisung

gegen tiefe Überzeugung und Ideologie haben Fachkenntnisse keine Chance, und ich gebe zu daß es mühsam ist sich die Materie reinzuziehen

deshalb klinke ich mich aus dieser Diskussion aus, sie wird die Welt nicht verändern

grüße klaus
garibaldi
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von garibaldi »

Willi_chic hat geschrieben:
he76xe hat geschrieben:Traurig aber wahr...
Gut, dass es das Unglück in Japan gegeben hat.
Gut, dass Asse ein Paradebeispiel für eine große Sauerei ist.
ich glaub ja nicht daß das gut ist, und sehe es mal als verbale Entgleisung

gegen tiefe Überzeugung und Ideologie haben Fachkenntnisse keine Chance, und ich gebe zu daß es mühsam ist sich die Materie reinzuziehen

deshalb klinke ich mich aus dieser Diskussion aus, sie wird die Welt nicht verändern

grüße klaus

Das mit dem "Gut, dass ..." ist in der Tat eine Entgleisung, beziehungsweise es war vermutlich ironisch gemeint. Das hat aber nichts mit Ideologie zu tun. Alles, was bisher an Argumenten von dieser Seite kam, bezog sich ausschließlich auf Fakten, die jeder kennt. Oder willst Du bestreiten, dass es bereits energieautarke Gemeinden in Deutschland gibt? Und die sind so gut vernetzt, dass sie sogar noch Strom in ganz Deutschland verkaufen! Können die das nur, weil ihnen Deine Fachkenntnisse fehlen, oder wie? Funktioniert das alles nur, weil keiner merkt, dass es gar nicht funktionieren kann?
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von megamechanics »

gegen tiefe Überzeugung und Ideologie haben Fachkenntnisse keine Chance, und ich gebe zu daß es mühsam ist sich die Materie reinzuziehen

deshalb klinke ich mich aus dieser Diskussion aus, sie wird die Welt nicht verändern

Boah Klaus, was ist das denn für eine destruktive "Entgleisung"?

Die "Fachkenntnisse" haben uns schließlich in diese miesliche Lage gebracht, ein wenig mehr Ideologie hätte den Fachidioten nicht geschadet. Meine Überzeugung hat jedenfalls eine funktionierende Inselanlage hervorgebracht mit Einbindung von Resourcen des Wohnmobils, mitunter natürlich mit Fachkenntnissen und ERFAHRUNG, die für mich über jedem Studium und Titel steht.
Soviel zum Thema "Fachkenntnisse" und Ideologie...
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von garibaldi »

Passt irgendwie nicht schlecht zum Thema:
http://www.zeit.de/2012/38/Atommuell-En ... te/seite-1
Andy
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von Andy »

garibaldi hat geschrieben:Mit Verlaub, hier werden ständig Dinge unterstellt, die so schlicht falsch sind.

Genau so ist es.

garibaldi hat geschrieben:Du argumentierst auf dem selben Niveau wie seinerzeit die Leute, die meinten, die Eisenbahn würde krank machen ...

Wenn Du das meinst, wird es wohl so sein. Vielleicht fasst Du Dir mal an Deine eigene Nase und denkst mal darüber nach.

Ich klinke mich dann hier auch mal aus.
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von he76xe »

In der Tat es war ironisch gemeint...
wobei ich der Meinung bin, das Unglücke und Fehler immer auch eine positive Seite haben.
Man kann daraus lernen, an ihnen wachsen, Dinge verbessern und weiterentwickeln.
Meistens haben Katastrophen immer zu positiven Veränderungen geführt.

Ich formuliere es dann mal um:
TRAURIG aber WAHR, dass erst diese Unglücke
zum Ausstieg aus der Kernenergie, zum Nachdenken,
Umdenken, zu Diskussionen und zum Handeln führen.

Lieber Willy_Chic
besser so????

VG
he76xe
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Re: Atomstrom ist ja soooo sauber und wirschaftlich.......

Beitrag von Tourist »

Hallo, Ihr energiegeladenen Mobilisten,

kaum ist man eine Weile weg, springt im Forum der Funke richtig so richtig über...
Willi_chic hat geschrieben:...in Bayern wären ganze Kommunen schon längst unabhängig, wenn sie ihren Solarstrom nicht ins Netz einspeisen müssten.
-> und was tun sie nachts oder im im Winter?...
ja, das fragen wir uns in unserem Dorf auch. Die eine Idee ist eine Fernwärmeleitung von der örtlichen Biogasanlage zu einigen Anwesen, damit wir Bayern uns im Winter nicht den A.... abfrieren, oder - besser noch, weil im Verbund mit bestehenden Leitungsnetzten eine Einspeisung durchaus möglich wäre - die dezentrale Verstromung des anfallenden Biogases (in der Übergansphase z.T. aber auch von konventionellem Heizöl) in Anlagen wie dieser hier (schon wieder so ein gieriger Großkonzern ;) ...), um im Dunkel mondloser Nächte zwischen Feldern und Wäldern nicht die Orientierung zu verlieren.[clicklink=]http://www.volkswagen-antriebssysteme.c ... twerk.html[/clicklink] .

Ist halt im Moment alles noch Neuland und recht kostspielig, Heizöl- + Stromrechnung aber leider auch.

Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht alles gleich und sofort passieren muss (außer der KKW-Abschaltung, dafür schränke ich mich gerne an allen Ecken und Enden ein), finde es aber unerträglich, dass z.B. in der überwiegenden Zahl der Neubauten ganz konventionelle Anlagen zur Energie-"Erzeugung" eingebaut werden, obwohl deren Zukunft mehr als fraglich erscheint (die PV-anlage auf dem Dach halte ich da eher für Kosmetik). Größere Stückzahlen von den o.g. oder vergleichbaren Anlagen senken den Preis, "Großkonzerne" sind an dieser Stelle sicher tolerierbar, wenn es den Endanwendern nutzt (die "Kleine Inspektion", mal zu Haus im Keller durchgeführt, wäre sicher mal was Neues ;) ).
Wie sehr man selbst den Konsum an wichtigen Ressourcen (allen voran Wasser und Elektrizität) einschränken kann, erkennen wir immer auf Reisen im Womo (bei den Beträgen aus einem anderen Thread zweifle ich jedoch leicht, ob andere da unsere Erfahrung teilen...). Die Kunst ist es, vieles davon in den Alltag zu übernehmen, ohne die Lebensqualität (all zu sehr) einzuschränken. Mit etwas gutem Willen und guten Ideen klappt das aber - ich bin da ganz optimistisch!

Elektrisierte Grüße
Tourist
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