. Der SP in Zenete ist generell gut, wäre nur die laute Straße daneben nicht, mit Wifi und Strom kostet das 11€. Eben war die nette Platzchefin da und hat mir einen großen Korb Zitrusfrüchte gebracht....
Einen geschlagenen langen Tag sitze ich, mein Kästchen bewachend, vor diesem. Gegenüber ist ein großer Früchte-Umschlagplatz, den ganzen Tag bis ca. 20h kommen große Lkw, die mit Kisten voller Zitrusfrüchten beladen werden und wieder abfahren. Der Verkehr erliegt während der Nachtstunden und nimmt erst ab ca. 7h wieder „Fahrt“ auf.
Dienstag, 24. Februar 2015
Morgens noch etwas Rumgetrödel, es gibt für Männlein und Weiblein je eine Dusche bzw. ein „Badezimmer“, in welchem in der Ecke eine halbrunde Duschwanne (ohne Duschvorhang oder ähnliche Abtrennung) steht, eine Toilette, ein Waschbecken. Naja, passt doch. Also – einmal Körperreinigung bitte, funktioniert. Mittlerweile stehen ganze 4 Wohnmobile hier, als ich mich in die Dusche bewege, ist es überall noch still und ruhig. Urlauber schlafen länger.... als solche, die kribbelig auf einen Werkstatt-Termin hinfiebern.
Bin dann rechtzeitig in der Werkstatt, dann flutscht alles. Doch zunächst muss ich eine superidiotische Auffahrt hinauffahren, um in die Werkstatt zu gelangen. Werde beobachten, dass alle, wirklich alle Pkws, die hinunter gefahren werden, dies auf drei Rädern tun müssen,weil das rechte Hinterrad wegen des Absatzes und der anschließenden Steigung abwärts in der Luft hängt. Dem Architekten dieser Werkstatt gebührt wirklich „großes Lob“ !!!!! Also – ich fahre ein, bleibe unten stehen, gebe meine Zweifel zum besten, nein, ich solle herauffahren, oben rechts steht aber ein Pkw, ich habe keinen Radius, um schräg aufzufahren, sondern muss geradeaus, was mir gar nicht gefällt - also gut, ich fahre hinauf. Ohrenbetäubendes Geräusch – die elektrische Treppe schrappt an der Kante, mir entgleiten die Gesichtszüge und dem Werkstattchef, der mich heraufdirigierte, bleibt das Lächeln im Gesicht stehen. Heieiei, das tut weh. Ich wage nicht, die Stufe zu probieren. (Sie wird allerprimstens weiter ihren Dienst tun)
Durchatmen, die gesamte Werkstattbelegschaft schaut mich an wie ein Mondkalb. Was hätte ich denn ändern können? Ich KONNTE nicht schräg auffahren und so den Crash mit der Trittstufe verhindern........
Erst mal ins Ersatzteillager mit einer sehr resoluten ca. 30jährigen blonden Spanierin mit tiefer beinahe Baritonstimme – 108,50€ gezückt, Dichtungsgummi entgegengenommen – rauf zum Monteur. Irgendwie ist mein Vertrauen in die Werkstatt geschwunden. Der Monteur reisst erst mal die alte Sache raus, das geht ja schnell und „verlegt“ dann den neuen Dichtungsgummi. Mehrfach. Denn entweder ist ein Stück übrig oder es klafft ein Loch. Irgendwann passt es dann aber doch. Dann wird die Führung noch mit Wunderspray eingesprüht, ich solle auch öfter mal das ganze Gezehe einsprühen, hm, ja, die Tür war sehr schwergängig in letzter Zeit, stimmt, und WD40 hab ich eigentlich immer dabei. Sollte man vielleicht auch mal anwenden. Hm. Der Mensch ist ja lernfähig. Erst passt das nicht, dass mein Sicherheitsschloss aussen noch zu verschließen ist – dann bissi die Türhalterung nachgezogen – und dann geht auch das. Also alles prima. Nein, das kostet nichts weiter, wenn ich den Gummi bezahlt habe. Heieiei. Der arme Mensch hatte über eine halbe Stunde geschwitzt, bis das einigermaßen saß – er bekommt ein Scheinchen, das nicht nur einen Fünfer aufgedruckt hatte, und freut sich. Die resolute Blonde bittet mich um den Autoschlüssel, der Chef der Mechaniker erklärt mir (in Englisch), sie hätten das nicht bedacht, dass ich an der Steigung meine Trittstufe hängenbleiben könnte – die Blonde rangiert Kästchen hinunter, wovor es mich schon gegraust hatte. Vorher wurden zwei andere in der Gefahrenzone geparkte Pkws weggefahren, ein Mechaniker steht unten, einer oben, sie dirigieren die Blonde, die zentimeterweise sich hinunterhangelt, es dauert einige Zeit, bis sie millimetergenau auf Zurufe der Kollegen das Kästchen hinunterlaviert hat. Ich lobe sie ausführlich, überlasse auch ihr noch ein paar Münzen und verabschiede mich. Pah. Wie kann man nur solch ein Autohaus bauen, das eine so schwierige Zufahrt in die Werkstatt hat. Alles gut, ich bin heilfroh, dass Kästchen wieder gesund ist und alles wieder in Ordnung. Jetzt nichts wie weg und raus an die Küste, der Tag ist ein Traum.
Großes Hallo, als ich am Nachmittag auf dem Stellplatz eingeparkt hatte, will heissen, Martina und Monika kamen grade von einem Kaffee im nahen Ort zurück, Charlotte entspannte auf dem Stühlchen in der Sonne vor ihrem Wohnmobil. Dann standen noch 5 andere Alleinfahrer, die zusammen unterwegs sind und im entsprechenden Forum über ihre Erlebnisse berichteten. Wiedersehensfreude – ruhiger schöner restlicher Nachmittag, wir sitzen in der Sonne, erzählen, stricken, freuen uns, werden am Abend in eines der Wohnmobile des Quintetts eingeladen, sehr nett, herrlich, entspannt, Urlaub. Fühlte sich fast an wie ein Sommer-Urlaubs-Tag. Toll.
Mittwoch, 25. Februar 2015
70- Blick über meine neuen Solarplatten zum Sonnenaufgang.jpg
71- Stellplatz Punta Calnegre.jpg
Ich nehme mein Rad vom Radträger und radle mal rum. Diese Plastikwelt interessiert mich.
73- Eigenartige Architektur - verrostet bereits bevor es je bezogen war - und das mitten im Dreck, seltsam, wirklich.....jpg
74- Vereinigte und originelle Hüttenwerke......jpg
75- Schönes Büchtlein.jpg