"Dummerweise"?Coolcat70 hat geschrieben:Ich hätte da eine gerechte Strafe für solche Leute. Dummerweise in D abgeschafft worden.
Ich würde behaupten, dass es ein Zeichen für die Akzeptanz und den Schutz der Unantastbarkeit der Menschenwürde ist (die auch für Kriminelle gilt), dass die Todesstrafe in Deutschland nicht mehr praktiziert wird. Ich stimme allen zu, die behaupten, dass es nichts schlimmeres gibt, als wenn Menschen durch Menschenhand getötet werden. Sei es nun in Form eines geplanten Mordes, eines unglücklichen Verkehrsunfalles, im Krieg... oder durch den legalisierten Mord per Gesetz.
Gäbe es in Deutschland die Todesstrafe, würde wahrscheinlich der "Mopp" wieder viel zu voreilig (und wie im Mittelalter zur eigenen Belustigung) in aufsehenerregenden Fällen die Höchststrafe fordern, nur um möglicherweise seine eigene subjektive Wahrnehmung von Gerechtigkeit zu bestätigen oder sich als Herdentier dem Willen der Masse anzuschließen.
Doch haben sich die Befürworter der Todesstrafe auch darüber Gedanken gemacht, dass Menschen bzw. die Justiz Fehler begehen können? Wie sollte man mit vollstreckten Fehlurteilen umgehen? Ein Mensch (das Opfer) wurde vom Staat (dem Täter) ermordet. Wären diese Opfer, wie im Krieg, einfach nur ein bedauerlicher jedoch unvermeidbarer "Kollateralschaden"? Wer bitte schön soll nun für diesen Mord haftbar gemacht und hingerichtet werden? Der Bürger, der sich lauthals aus einer Bierlaune heraus für eine Hinrichtung des potentiellen Deliquenten stark gemacht hat oder etwa der Richter, der sich an Gesetze gehalten und aufgrund derer er das Urteil gesprochen hat?
Ich bin generell ein Befürworter von Regeln. Erst dadurch wird uns Menschen ein friedliches Leben in der Gemeinschaft ermöglicht. Wer diese Regeln/Gesetze missachtet, muss zur Rechenschaft gezogen werden. Jedoch nicht in Form von zivilisierter Rechtsprechung mit unzivilisierten Strafen!
Gruss
Peter

