Nach einem traumhaften Sunset am Freitag an der Algarve . . .
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haben wir am Samstag einen Ausflug über staubige Pisten im Hinterland gemacht,
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und wollten an einem schönen Platz oberhalb eines Stausees, den wir von früher kennen, picknicken. Zunächst ging es zur unteren Staumauer des Barragem do Arade.
Die Gesteinsschichten sind hier senkrecht aufgefaltet.
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Der See ist fast leer
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Ebenso der früher bei Freistehern sehr beliebte Platz unterhalb der Staumauer.
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Auch der Platz oberhalb der Staumauer ist nicht gerade gut besucht, nur einige Engländer sind da – seltsam.
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Die Ruine des ehemaligen Restaurants steht nach wie vor unverändert da.
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Die Fahrt um den Stausee herum war recht abenteuerlich, denn wir wählten einen anderen Weg, als den uns bekannten. 12 km Schotterpiste liegen vor uns, bis wir an der oberen Staumauer sein werden, die des Barrango do Funcho. Unser Sygig-Navi-Programm kennt die Piste, was schon mal beruhigend ist.
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Das Hinterland ist trocken und warm, die Gegend von Menschen verlassen, soweit das Auge reicht voll praller, weitgehend unberührter Natur. An der Algarve ist Medronho-Zeit (Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaumes Arbutus unedo)! Unsere Strecke ist gesäumt von zahllosen dieser Gehölze. Niemals zuvor sahen wir derart viele Erdbeerbäume voller Früchte in allen Reifestadien. Hier die winzigen Blüten, die bei Bienen sehr begehrt sind.
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Der Erdbeerbaum ist ein immergrünes Gehölz, das bis zu 10 Meter hoch werden kann. Am Strauch können Blüten und Früchte gleichzeitig sein. Die Früchte erinnern an Erdbeeren, sie haben eine leicht stachelige Oberfläche, sind im Inneren hellgelb, haben eine etwas mehlige Konsistenz und verfügt über süßen Geschmack. Erdbeerbäume werden nicht in Plantagen angebaut. Die Bauern machen Schnaps und Marmelade aus ihnen. Vereinzelt werden diese Früchte auch mal auf Bauernmärkten angeboten.
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Im Internet werden die Früchte als nicht besonders geschmackvoll beschrieben. Uns munden sie jedoch hervorragend und noch nie zuvor konnten wir derart viele futtern. Immer wieder müssen wir anhalten und naschen, bis wir schließlich nicht mehr können.
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Korkeichen gibt es hier übrigens auch, aber die kann man ja nicht essen
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Von unserer Strecke eröffnen sich attraktive Blicke auf die weite unberührte Hügellandschaft und den oberen Stausee Barrango do Funcho. Unterhalb der Staumauer dieses Sees müssen wir später das Flussbett queren.
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Irgendwann müssen wir rechts auf eine schmale Schotterpiste abbiegen. Zwei PKW kommen hier unmöglich aneinander vorbei. Dieser neue Weg scheint nicht viel befahren zu sein. Nur eine Reifenspur ist im Staub zu erkennen. 2,2 km meldet der Navi bis zur Staumauer. Nach einigen spannenden Wegabschnitten haben wir endlich unser Ziel vor Augen. Da müssen wir noch hinunter. . .
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und diese sehr grobe, steinige und steile Abfahrt liegt hinter uns.
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Ich hatte große Bedenken, dass es hier überhaupt weiter geht. Erinnere ich mich doch dran, dass an der oberen Staumauer Wege mit Gatter versperrt sind. Dieser zum Glück nicht. Ein Stein fällt mir vom Herzen, denn alles zurück – nein, lieber nicht. Hatte ich doch unterwegs schon große Bedenken zu „was wäre wenn“ . . . z. B. eine Panne, ein beschädigter Reifen usw.? Mindestens 12 km Fußmarsch bis zum nächsten Haus? Der ADAC kommt hier bestimmt nicht hin und ein Abschleppwagen vermutlich auch nicht. Samstag, und die nächste Jeep-Werkstatt ist im über 100 km entfernten Faro. Solche Gedanken sollte man lieber nicht weiter verfolgen.
Der obere Stausee Barrango do Funcho ist deutlich besser gefüllt, es sind jedoch alle Schleusen geschlossen, die Stromerzeugung gleich Null.
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Und das ist nochmals das traurige, fast beängstigende Bild des unteren Stausees Barragem do Arade.
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Der sehr trockene und sonnige November wird hier als St.-Martin-Sommer bezeichnet.