ich dachte immer, Camper gehören zu den "Toleranten"

Zyniker-Modus an:
Also, wir fahren ein altes Wohnmobil, in dem WC und Dusche noch in einem gemeinsamen, recht engen, Raum sind - wir haben beschlossen, nicht drin zu duschen. Also fahren wir am liebsten Plätze an, bei denen eine Dusche in nutzbarer Nähe ist. Auch wenn wir dann fürs Duschen bezahlen müssen.
Es soll ja sogar noch Campingbusse geben, die nicht mal eine richtige Nasszelle haben, sondern nur ein Porta-Potti für Notfälle. Diese sollten dann natürlich auch immer auf Campingplätze fahren. Dann nehmen sie auch auf den "Comfort-Stellplätzen" den Luxus-Mobilen keinen Stellplatz weg.
Sö, Zyniker Modus aus.
Wir fahren sowohl einfache Stellplätze an wie auch gut ausgestattete Plätze. Auch ein CP darf es sein, wenn uns der Ort gefällt.
Dabei haben wir schon viele gute und manchmal auch negative Erfahrungen gemacht. Es gibt nämlich auch unter den Campern solche und solche. Und die Tatsache, dass Andere das gleiche Hobby wie wir haben, macht nicht automatisch jeden WOMO-Fahrer zu meinem Freund.
Erst neulich sind wir von einem "netten" Zeitgnossen gebeten worden, doch etwas mehr Abstand zu halten. Wir parkten ca. 5 Meter neben ihm ein. Er wollte wohl beim Frühstücken nicht gestört werden. Es gibt auch nettere Nachbarn.
Solche Zeitgenossen können mir genauso gestohlen bleiben wir Diejenigen, die ihre Hunde frei rumlaufen lassen und sich einen Dreck um die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge kümmern oder Diejenigen, die ihren Abfall einfach an die Stromsäule stellen, weil der Mülleimer am anderen Ende des großen Parkplatzes ist........die Liste ist beliebig erweiterbar. Aber ich lege mich mit solchen Typen auch nicht mehr an. Bringt mir persönlich keinen Vorteil und verkürzt mein Leben durch unnötige Aufregung..........
Wenn die Campingplatzbetreiber aktiv werden, um ihre Existenz zu sichern, dann finde ich, ist das ihr gutes Recht. Ob sie dabei den klügsten Weg eingeschlagen haben, ist eine andere Frage. Aber wenn Gemeinde als Konkurrent auftritt, ist es für mich nachvollziehbar, dass die Leute intervenieren.
Egal, wie das für dieses Einzelschicksal ausgeht - wir machen weiter, wie bisher. Und wenn wir Länder besuchen, in denen freies Stehen nicht erwünscht oder sogar verboten ist, dann nutzen wir die Campingplätze des Landes und meckern nicht, wenn wir weggeschickt werden, weil wir auf einem normalen Parkplatz stehen.
Und wenn ich in Deutschland einen für mich besonders schönen Platz kenne, dann zahle ich auch 15 oder 20 Euro dafür , wenn der gebotenen Service oder die Lage mir das Geld wert ist. Wenn ich den Service nicht möchte, fahre ich natürlich dort nicht hin und muss ihn dann auch nicht bezahlen...........der Markt regelt sich durch Angebot und Nachfrage.