Elektronikmacken beim Dukato 250!
Verfasst: Do 17. Mär 2011, 14:55
Hallo,
zum Thema "Elektronikprobleme" kann ich auch etwas von den Erfahrungen mit meinem neuen Pössl Roady Ducato 250 von 2010 beitragen.
Nach einer Nacht mit Dauerstrom auf einem Stellplatz in Lüneburg bei ca. -10 Grad springt der Motor an einem Sonntagmorgen nicht an. Alle möglichen Warnleuchten leuchten vor sich hin, aber nichts tut sich. ADAC gerufen. Der Mann meint, der Kraftstofffilter wäre eingefroren und ich sollte mal eine Stunde mit dem Heizlüfter rangehen. Kommt mir zwar unglaubwürdig vor, aber ok. Nach 2 Stunden sinnlosen Erwärmens - das Teil kocht fast - rufe ich wieder den ADAC, der den Abschleppdienst. Der kommt dann auch bald mit einem Tieflader und mein Womo wird zum örtlichen Händler in Lüneburg geschleppt und vor dem Tor abgestellt. Wir mit einem Leihwagen (ADAC-Schutzbrief)80 km nach Hause gefahren. Am nächsten Abend wieder zurück nach Lüneburg. Der Wagen ist "aufgetaut" und der Kraftstofffilter ausgetauscht (Garantie). So weit, so gut!
Drei Wochen später will ich auf unserem Grundstück starten. Wieder die gleichen Macken mit Lichtshow in den Anzeigen. Meinen örtlichen Händler angerufen. "Das wird wohl am Schlüssel liegen!". Ich versuche also mit dem Zweitschlüssel zu starten. Nach dem 10.Versuch springt der Motor an. Ich glücklich und will den Motor wieder ausmachen , um meine Jacke zu holen. Der Schlüssel wird abgezogen, der MOTOR BLEIBT AN. Nach einem weiteren Telefonat mit der Werkstatt also ohne Schlüssel 12 km zur Werkstatt gefahren. Sehr merkwürdiges Gefühl!!! Viele Monteure mit vielen elektronischen Geräten versuchen, die Fehler auszulesen oder die Ursache zu finden. Gelingt ihnen natürlich nicht. Der Wagen springt jetzt auch nicht an, ist ja klar. ("Das hatten wir noch nie!!"). Der Wagen muss da bleiben. Einen Ersatzwagen gibt es natürlich nicht - von wegen Mobilitätsgarantie - weil ich ja aus eigener Kraft zur Werkstatt gefahren bin, die zu allem Überfluss auch noch nicht weit genug von meinem Wohnort weg ist. Am nächsten Tag kommt der Anruf von meiner FIAT-Werkstatt, die sich übrigens sehr bemüht hat, alles wäre in Ordnung. Sie haben den Sicherungskasten ausgetauscht, weil der feucht war. Na gut! Mit Wehmut denke ich an meinen Karmann Colorado mit VW T4-Antrieb zurück. Der fuhr immer!!!
Zwei Wochen später bin ich in Dänemark auf einem ansonsten menschenleeren CP. Am Sonntag will ich los. Wieder der gleiche Scheiß!! Nichts geht mehr. Nach ca. 2 Stunden Startversuchen mit Dauerstrom und Trockenreiben und Rumruckeln an allen möglichen elektrischen Bauteilen springt die Kiste tatsächlich an!!! Wäre in der Nähe eine Karmann-Händler gewesen, ich hätte auf der Stelle getauscht. So also 600 km zurück nach Hause. Beim Pinkeln und Tanken natürlich den Motor angelassen. Zuhause dann auf dem Hof, Motor aus, erneuter Startversuch: Wieder nichts!! Ich beschließe im Lotto zu gewinnen und mir ein richtiges Wohnmobil mit einem richtigen Motor zu kaufen, der auch immer funktioniert!! Am nächsten Tag wieder 1 Stunde Startversuche mit Lightshow, dann tatsächlich angesprungen und flugs wieder zur Werkstatt. Man kennt mich dort schon und weiß sich auch keinen Rat. Wir beschließen gemeinsam,den Wagen dort zu lassen und in den nächsten Tagen die gesamten Kabelbäume etc. auszutauschen. Nach 5 Tagen und dem Austausch von 2 großen Plastiktüten mit Kabeln, Leitungen etc. funktioniert bis jetzt alles.
Zusätzlich zum Spaß mit dem Wohnmobil habe ich jetzt also bei jeder Fahrt und jedem Startversuch den Zusatzkick: Springt er an oder nicht? Man muss sich das Leben eben spannend gestalten....
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zum Thema "Elektronikprobleme" kann ich auch etwas von den Erfahrungen mit meinem neuen Pössl Roady Ducato 250 von 2010 beitragen.
Nach einer Nacht mit Dauerstrom auf einem Stellplatz in Lüneburg bei ca. -10 Grad springt der Motor an einem Sonntagmorgen nicht an. Alle möglichen Warnleuchten leuchten vor sich hin, aber nichts tut sich. ADAC gerufen. Der Mann meint, der Kraftstofffilter wäre eingefroren und ich sollte mal eine Stunde mit dem Heizlüfter rangehen. Kommt mir zwar unglaubwürdig vor, aber ok. Nach 2 Stunden sinnlosen Erwärmens - das Teil kocht fast - rufe ich wieder den ADAC, der den Abschleppdienst. Der kommt dann auch bald mit einem Tieflader und mein Womo wird zum örtlichen Händler in Lüneburg geschleppt und vor dem Tor abgestellt. Wir mit einem Leihwagen (ADAC-Schutzbrief)80 km nach Hause gefahren. Am nächsten Abend wieder zurück nach Lüneburg. Der Wagen ist "aufgetaut" und der Kraftstofffilter ausgetauscht (Garantie). So weit, so gut!
Drei Wochen später will ich auf unserem Grundstück starten. Wieder die gleichen Macken mit Lichtshow in den Anzeigen. Meinen örtlichen Händler angerufen. "Das wird wohl am Schlüssel liegen!". Ich versuche also mit dem Zweitschlüssel zu starten. Nach dem 10.Versuch springt der Motor an. Ich glücklich und will den Motor wieder ausmachen , um meine Jacke zu holen. Der Schlüssel wird abgezogen, der MOTOR BLEIBT AN. Nach einem weiteren Telefonat mit der Werkstatt also ohne Schlüssel 12 km zur Werkstatt gefahren. Sehr merkwürdiges Gefühl!!! Viele Monteure mit vielen elektronischen Geräten versuchen, die Fehler auszulesen oder die Ursache zu finden. Gelingt ihnen natürlich nicht. Der Wagen springt jetzt auch nicht an, ist ja klar. ("Das hatten wir noch nie!!"). Der Wagen muss da bleiben. Einen Ersatzwagen gibt es natürlich nicht - von wegen Mobilitätsgarantie - weil ich ja aus eigener Kraft zur Werkstatt gefahren bin, die zu allem Überfluss auch noch nicht weit genug von meinem Wohnort weg ist. Am nächsten Tag kommt der Anruf von meiner FIAT-Werkstatt, die sich übrigens sehr bemüht hat, alles wäre in Ordnung. Sie haben den Sicherungskasten ausgetauscht, weil der feucht war. Na gut! Mit Wehmut denke ich an meinen Karmann Colorado mit VW T4-Antrieb zurück. Der fuhr immer!!!
Zwei Wochen später bin ich in Dänemark auf einem ansonsten menschenleeren CP. Am Sonntag will ich los. Wieder der gleiche Scheiß!! Nichts geht mehr. Nach ca. 2 Stunden Startversuchen mit Dauerstrom und Trockenreiben und Rumruckeln an allen möglichen elektrischen Bauteilen springt die Kiste tatsächlich an!!! Wäre in der Nähe eine Karmann-Händler gewesen, ich hätte auf der Stelle getauscht. So also 600 km zurück nach Hause. Beim Pinkeln und Tanken natürlich den Motor angelassen. Zuhause dann auf dem Hof, Motor aus, erneuter Startversuch: Wieder nichts!! Ich beschließe im Lotto zu gewinnen und mir ein richtiges Wohnmobil mit einem richtigen Motor zu kaufen, der auch immer funktioniert!! Am nächsten Tag wieder 1 Stunde Startversuche mit Lightshow, dann tatsächlich angesprungen und flugs wieder zur Werkstatt. Man kennt mich dort schon und weiß sich auch keinen Rat. Wir beschließen gemeinsam,den Wagen dort zu lassen und in den nächsten Tagen die gesamten Kabelbäume etc. auszutauschen. Nach 5 Tagen und dem Austausch von 2 großen Plastiktüten mit Kabeln, Leitungen etc. funktioniert bis jetzt alles.
Zusätzlich zum Spaß mit dem Wohnmobil habe ich jetzt also bei jeder Fahrt und jedem Startversuch den Zusatzkick: Springt er an oder nicht? Man muss sich das Leben eben spannend gestalten....
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