Reisen im 21.Jahrhundert

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sketchup2001
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Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von sketchup2001 »

Hallo,

oh mein Gott...wie erschreckend(für mich und ausdrücklich meine Meinung).....1982 sind wir zu einer 6wöchigen Reise zur Dordogne, dem Perigueux und der Atlantikküste mit einem 127er Fiat, einem Baumwollzelt und einem 1flammigen Kocher aufgbrochen....eine tolle Reise, mit vielen guten zwischenmenschlichen Begegnungen ohne Internet,email, Handy, Privatfernsehen usw.

...unser einzige Informationsquelle war unsere damaliger Vermieter, der sagte: An die Dordogne müsst ihr fahren, da ist es schön...und eine Frankreichkarte und Departementkarten von Michelin!


...und heute...2010....haben die Menschen ein Problem,. ohne Reiseberichte, Foren, Stellplatz-u. Campingplatzverzeichnissen-u. datenbanken, Erfahrungsberichen im www usw. einen lockeren, entspannten und erholsamen Urlaub zu verbringen..(z.B. Hilfe die CD von Frankreichs Küsten funktioniert nicht, wie sind die Leute dort, kann man da überfallen werden,spricht man da auch deutsch, gibts da auch Schnitzel mit Pommes usw.)

..das gilt nicht nur für Wohnwagen-, Wohnmobil u. Campingurlaub...das gilt für den gesamten Urlaubsmarkt !

...nein sie verlassen sich auf die vielfältigen, subjektiven Meinungen von total unterschiedlichen Charaktären, um ihren Urlaub zu planen...

...Leute...fahrt hinaus in die Welt und lernt die Länder, Regionen und Menschen selbst und unvoreingenommen kennen...(und glaubt nicht alles was in den Medien steht)

Wir fangen jetzt(März 2010, Frankreich und Spanien) wieder damit an, ohne subjektive Beeinflussung, immer der Nase und dem Gefühl nach!!!

...nochmals....dies ist nur meine Meinung!!!

Gruß und ein tolles Urlaubsjahr 2010

Stephan aus der eiskalten Eifel

P.S...viele werden sagen, warum soll ich nicht an den Erfahrungen Anderer profitieren...klar..aber man kann sich damit auch die eigenen verbauen!!!


Der aus Büchern erworbene Reichtum fremder Erfahrung heißt Gelehrsamkeit. Eigene Erfahrung ist Weisheit.
Gotthold Ephraim Lessing
Herr B.
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von Herr B. »

...Leute...fahrt hinaus in die Welt und lernt die Länder, Regionen und Menschen selbst und unvoreingenommen kennen...(und glaubt nicht alles was in den Medien steht)

Toller Tipp ! Danke!!!
matsches
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von matsches »

Du hast zwar recht mit deinem Bericht,
aber ich finde es auch schön zu planen und mir im Internet, durch Bücher und das Fernsehen,
die Gegend und Tipps anzusehen. Dies macht mir Spaß und steigert die Freude auf den Urlaub.
Gruß und weiterhin ein schönes Entdecken von Land und Leute
Martina
womonauten
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von womonauten »

Wie vieles im Leben....die Mischung machts!

Ich denke auch, dass je älter man wird, desto besser möchte man vorbereitet sein...ist zwar nicht zwangsläufig so, aber in Tendenz ist da sicher was dran....

Als Junger Mensch (mit langen Haaren, aber das ist nicht so wichtig)...bin ich auch gerne mit Freundin getrampt und gezeltet, z.B. in England (sehr freundliche Autofahrer übrigens, zumindest damals)......und das ist eine Reiseform, da kannste fast GAR NIX planen....das würde ich heute - 30 Jahre später - so nicht mehr machen

(außer, ich gebe meine sog. Karriere auf, lasse mein Haar wieder lang wachsen und nehme dann mit dem Womo einfach Tramper mit.... :lol: Achtung: Satire, so weit ist mein beruflicher Leidensdruck noch nicht, muss ja doch noch ne weile produktiv Geld verdienen, :roll: ....obwohl....alles verkaufen, sich bei seinen Eltern offiziell anmelden, und nur noch mit dem WoMo rumfahren und am Läppi nebenbei mit Zertifikaten hoher Hebelwirkung (total unproduktiv :mrgreen: ) etwas zusätzliches Geld machen, sich so durch Europa/Nordafrika treiben lassen, bevor man zu alt und krank dafür ist..... Baby, das ist schon seeeehr verführerisch.... :? )

Gruß
David
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von Ulrike M. »

Hallo,

Man kann das so und so sehen...

Ich kenne viele Leute, die dem von dir angeführten Klischee zu 100 % entsprechen. Die fahren immer an denselben Ort, immer in dasselbe Quartier, essen immer bei ein- und demselben Wirt ihren Schweinsbraten.

Warum?

Sie haben einfach Angst vor dem Neuen, es könnte ja etwas passieren. Und weil Murphy nicht schläft, passiert auch etwas, wenn sie einmal doch über ihren Schatten springen.

Auf der anderen Seite steht die Freude am Planen, Vorfreude auf das, was man vielleicht sehen wird. Das muss aber nicht heißen, dass man "die schönste Zeit des Jahres" von A bis Z verplant.

Ich für meinen Teil lese dies und das im Vorfeld, im Urlaub kommt es dann in vielen, vielen Fällen auch ganz anders. Ich versuche in der Fremde Neues zu entdecken. Ich ginge niemals zum gleichen Einkaufsladen wie daheim, ich versuche Kontakte zu knüpfen, neue Straßen zu fahren, die in keinem Führer stehen. Manchmal - nicht immer - entdeckt man dabei Kleinode. Ach ja, man muss auch nicht überall Deutsch sprechen! In der Regel versuche ich es mit Englisch, in Frankreich mit Französisch, in Italien mit meinen paar Brocken Italienisch. Und wenn gar nichts mehr läuft, dann kann man auch Arme und Beine verwenden, das läuft ganz gut. So kauften wir im Baltikum eine Art Kipferl in der Meinung, sie seien wie bei uns mit Marmelade gefüllt. Als wir genüsslich zum Kaffee hineinbissen, kam eine feine pikante Füllung zutage! Auch nicht schlecht, war sogar exquisit!

Beides hat seine Berechtigung.

Beste Grüße,
Uli
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von Kerli »

Ulrike M. hat geschrieben:
Ich kenne viele Leute, die dem von dir angeführten Klischee zu 100 % entsprechen. Die fahren immer an denselben Ort, immer in dasselbe Quartier, essen immer bei ein- und demselben Wirt ihren Schweinsbraten.

Warum?

Sie haben einfach Angst vor dem Neuen, es könnte ja etwas passieren. Und weil Murphy nicht schläft, passiert auch etwas, wenn sie einmal doch über ihren Schatten springen.



Wir kennen auch solche Leutchen (.....sind aber ganz ganz liebe und hilfsbereite Menschen )
:cool1

Die beiden stehen seit nun 35 Jahren mit dem Wohnwagen auf dem selben Campingplatz im Herzen
Ostfrieslands.
:shock:

Wir haben die beiden "Dauercamper" schön häufiger mal besucht.........nach spätestens 3 Tagen
kenne ich dort jeden Pflasterstein und jeden Baum.
;)

Und im Ort ist ab 18 Uhr auch "tote Hose"........
:D

Aber die beiden "Urzeit-Camper" sind dort glücklich und zufrieden und das ist letztendlich die Hauptsache :!:
:cool1
heideelfen
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von heideelfen »

Hallo erstmal,
Meine Eltern hatten 18 Jahre einen Wohnwagen auf einem Campingplatz in Altenbruch (bei Cuxhaven ) stehen.Dort gab es immer die selben Rituale...die selben Leute usw........
Als meine Liebste und ich den Krempel übernommen haben,lief es noch ein paar Jahre so.Wir haben sogar noch einen neuen Wohnwagen gekauft.Als wir dann 2004 ein Mobil gemietet haben waren wir eigentlich schon verloren,Als der Wohnwagen dann in die Werkstatt musste,und dann bei uns auf dem Hof stand war klar:Wir tauschen den Krempel gegen ein Womo :dance4: und wir haben es bis heute nicht Bereut :cool1 denn freier und ungezwungener kann mann seine Freizeit nicht ausleben ohne immer die selben Rituale zu durchleben.
Gruß Carsten
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von Joanne »

Für mich verlängert das Planen den Urlaub, weil es die Vorfreude ungemein erhöht.
Auch will ich gewissermaßen schon wissen, auf was ich mich einlasse. Will etwas über Sitten, Gebräuche und die Mentlität meines Reiselandes erfahren. Und ich will auch wissen, wo ich ggf. "sicher" übernachten kann, wenn sich "spontan" nichts anderes ergibt.
Bisher ist noch (fast) keine Reise so verlaufen, wie wir sie geplant hatten. Wenn es uns wo besonders gut gefallen hat oder wir nette Leute kennen gelernt haben, sind wir mal länger geblieben und wenn wir uns trotz "Planstation" dort nicht wohl gefühlt haben sind wir weiter gefahren.

Für mich bedeutet Freiheit, es eben gerade so zu machen, wie es uns in den Sinn kommt. Ich habe die Freiheit, mir einen Plan zu machen oder eben keinen zu machen, mich an meinen Plan strikt zu halten oder einfach alles über den Haufen zu werfen.

Trotzdem finde ich nichts schlimmer als Leute, die in ein Land kommen und dort erwarten, dass alles so ist wie zuhause. Deshalb finde ich eine gewisse Vorbereitung auf das Land durchaus wichtig!

Grüßle

Nancy
Gogolo
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Re: Reisen im 21.Jahrhundert

Beitrag von Gogolo »

Ich habe früher auch detailliert geplant - und das hat mir auch Spaß gemacht.

Nachdem wir (meine Gogoline und ich) ab 01.03.2010 gemeinsam in den wohlverdienten Ruhestand gehen haben wir keine Zeit mehr zum feinplanen, denn wir wollen reisen, reisen, reisen,... Unser Ziel ist, insgesamt nicht mehr als drei Monate im Jahr zu Hause zu sein und neun Monate mit dem Gogolobil zu fahren. Dabei wollen wir uns nach Lust und Laune und ohne Zeitdruck treiben lassen. So werden wir am 15.06. mit der Fähre nach Island fahren und dort drei Monate bleiben; die Fähre zurück geht am 15.09. Nur diese beiden Eckdaten stehen fest, die Route auf Island wird vor Ort entschieden, sie ist abhängig vom Wetter, von den anfangs der Reise noch bestehenden Straßensperren im isländischen Hochland (wegen Schnee und Eis), von den netten Leuten die wir unterwegs treffen, von ..... Vorher (Mitte März bis Mitte Mai) fahren wir noch nach Ungarn und zu den oberitalienischen Seen um dem Frühling entgegen zu fahren - auch hier fahren wir ohne festes Ziel und Route und entscheiden vor Ort.

Und ab Ende Oktober steht schon wieder die nächste Reise an: zur Überwinterung nach Jordanien und Syrien bis zum März 2011.

Klar, um die Einreisebestimmungen und Landkarten sowie Reiseliteratur werden wir uns schon vorher kümmern. Aber keine exakte Planung mehr - wir hätten auch nicht mehr die Zeit dazu. :D :D :D


Habe die Ehre

Gogolo
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