Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

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rittersmann
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Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von rittersmann »

Wir waren die Tage – (nach einem Termin in Solingen) – in Köln auf dem bekannten Stellplatz am Rheinufer gelandet. Nach dem üblichen Dom- und Innenstadtbesuch haben wir abends etwas mit dem Stellplatzbetreiber geplaudert. Wir haben ihn nach einem Ziel für eine kleine Radtour gefragt, die wir am kommenden Tag machen wollten. Nachdem er uns einiges in der Nähe genannt hatte, fiel die Wahl auf das mittelalterliche Städtchen Zons. Es sei etwa 25 KM entfernt und es gäbe viel altes Gemäuer und einige schöne Lokale. Also genau nach unserem Geschmack.

Dazu sei erwähnt, daß wir uns für unser Womo Falträder von Dahon (20 Zoll) zugelegt haben, die jetzt immer in der Garage bleiben. Das ewige und leidige Montieren auf dem Fahrradträger ist somit Vergangenheit. Wir hatten schon mal einige KM damit gefahren, aber eine größere Bewährungsprobe stand noch aus.

So sind wir am nächsten Tag mit unseren „Kleinen“ immer am Rhein entlang Richtung Norden geradelt. Bei strahlendem Sonnenschein war es das reinste Vergnügen. In Zons sind wir um die Mittagszeit angekommen und haben teils per Rad, teils zu Fuß das Stadtchen erkundet. Das Fahren hatte tierisch Spaß gemacht. Lediglich die verlängerte Rückseite schmerzte etwas. Aber irgendwie hatten wir noch keine Lust auf eine Rückfahrt und so kam die Überlegung in Gang, noch etwas weiter Richtung Norden zu fahren, was wir auch prompt in Angriff genommen haben.

http://666kb.com/i/bk5t393hjsxhicwd4.jpg

In unserem jugendlichen Leichtsinn haben wir als nächstes Ziel Düsseldorf auserkoren, mit dem Gedanken für den Rückweg ein Schiff oder die Bahn zu nehmen. In Düsseldorf angekommen hat die Sitzfläche dann schon ganz heftig geschmerzt!

An Rheinufer vor der Altstadt sind wir zu einem Stand einer der Schiffsgesellschaften und haben nach einem Ticket für eine Fahrt nach Köln gefragt. Der gute Mann schaute uns ungläubig an und meinte, daß es nach Köln kein Schiff gäbe, das wäre stromaufwärts viel zu lange unterwegs. Lediglich ein Schiff mit wahnsinnig lauter Diskomusik, welche man schon kilometerweit vorher gehört hat, würde Richtung Köln fahren und wäre 5 Stunden unterwegs. Wenn wir 5 Stunden lang diese Musik ertragen könnten? Nein, nein und nochmals nein!!

Also wollten wir uns nach dem Bahnhof umschauen. In der Fußgängerzone sind wir an einem Büro der Touristeninfo vorbei. Dort rein und einen Mitarbeiter gefragt wie es zum Bahnhof ginge und wann die Züge nach Köln fahren würden und ob man ein Rad mitnehmen könnte. Er schaute aus dem Fenster, sah erst mal kein Rad und fragte, wo denn unsere Räder seien? Als wir von unseren Falträdern erzählten, meinte er erst, ob wir ihn veräppeln wollen. Wir nahmen ihn dann mit raus und er hat die Räder ausgiebig begutachtet und uns lange ausgefragt.

Mit einem Zugplan und vielen guten Wünschen sind wir dann los und haben uns erst mal ein verspätetes Mittagessen geleistet. Anschließend durch die Altstadt, die am Nachmittag schon ziemlich voll war. Danach haben wir per Rad die Kö erkundet.

Gegen 16.30 Uhr kam dann der Moment, wo wir eigentlich Richtung Bahnhof fahren wollten. Die schmerzenden Hinterteile hatten sich wieder einigermaßen entspannt und so kam die glorreiche Idee, doch erst mal einige Kilometer Richtung Süden mit dem Rad zu fahren und dann unterwegs einen Zug zu nehmen.

Als wir uns wieder eingerollt hatten, das Wetter war immer noch phantastisch, wurde der Gedanke an Zug und Bahnhof immer weiter nach hinten gedrängt. Mittlerweile wurde es vorstellbar, die komplette Strecke zurück zu fahren. Unterwegs sahen wir noch einen größeren Polizeieinsatz mit etlichen Autos und einigen Motorrädern. Eine Jugendbande hatte wohl auf einem Fest in einem Dorf nördlich von Köln Randale veranstaltet.

Gegen 21.00 Uhr kamen wir zu unserem Womo zurück. Ziemlich geschafft und mit lädierter Rückseite aber ansonsten wohlauf und sehr zufrieden mit uns und unseren "Kleinen"

http://666kb.com/i/bk5t48aj0owi82nrs.jpg
Maxine
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von Maxine »

Wir hatten ja schon das Vergnügen, Eure "Kleinen" zu begutachten und auch Probe zu fahren. Die sind echt klasse. http://s19.rimg.info/6cd07f3d75b38a8898df6980659fd767.gif
Mit so 'ner Mega-Tour habt ihr sie ja anständig eingeweiht. http://s.rimg.info/63bbbeae3004506af47cda12d0fbedf0.gif

Liebe Grüße auch an Birgit.
Arminius
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von Arminius »

Möönsch Günter,

da seid Ihr ja 2 mal bei uns vorbeigekommen (Worringen).

Aber toller Erfahrungsbericht! Wir liebäugeln auch mit solchen Klapprädern aber ich habe Bedenken bezüglich der Langstreckentauglichkeit. Wenn man zügig fährt erfordern sie wahrscheinlich doch mehr Aufmerksamkeit oder?
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von mpetrus »

Wir besitzen ja auch zwei Klappräder.
Das Problem mit dem Hintern haben wir auch, wobei das nicht an den Rädern liegt.
Das ist bei allen so, abhilfe schaffen da nur Radlerhosen
rittersmann
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von rittersmann »

aber ich habe Bedenken bezüglich der Langstreckentauglichkeit.

Länge läuft, oder so ähnlich heißt ja ein Spruch. Aber der gilt hier nur eingeschränkt. Die Räder erfordern einen Hauch mehr an Aufmerksamkeit, aber ich würde sie uneingeschränkt als Langstreckentauglich bezeichnen. Nur werden ich in Zukunft eine gepolsterte Fahrradhose mitnehmen, :D :D und meine Holde will sich einen Gelsattel besorgen. Ansonsten sind die Geräte einfach top. Leicht, aber doch stabil und sehr einfach zu verstauen.
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von mpetrus »

Mir fällt da grad noch was ein.
Ich habe die Hinterreifen mit etwas stabileren Fahrraddecken ausgestattet die auch "selbstflickend" sind.
Der Grund liegt darin, das das ganze Gewicht auf dem Hinterrad liegt und der Luftdruck von fast 4 Bar für mich ein gewisses Risiko der Pannenhäufigkeit ergeben hat.

Ansonsten sind wir mit den Räder auch schon Touren mit mehr als 40 km gefahren.
Die Räder rollen wegen den kleinen Räder nicht so gut auf den Kieswegen, du verbrauchst also mehr Kraft.
Auch ist die durchschnittliche "Reisegeschwindigkeit" geringer, aber ich bin im Urlaub und da kommt es auf eine viertel Stunde nicht drauf an.

Der Vorteil ist wirklich das geringe Gewicht von nur 14 kg und die kompakten "Packmaße". Was noch zählt! Wenn du die Räder in die Transporttasche steckst (Die gab es damals bei uns dazu), ist die Tasche normales Handgepäck (in Busse und Bahn) und kostet kein Geld. Must halt die Tasche irgendwie auf dem Gepäckträger verstauen.
Zuletzt geändert von mpetrus am Do 17. Jun 2010, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von janoschpaul »

Hallo Günter,
sehen ja gut aus die Räder.
Wir fahren auch nur *bayrischergrobdialektan* mit Gummiarschhose *bayrischergrobdialektaus* ;)

Mit Gelsattel jedoch komm ich garnicht zurecht, vielleicht erst mal ausleihen (von Freunden) und ausprobieren.
Mir sind die Sättel zu "schwammig".
rittersmann
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von rittersmann »

Der Vorteil ist wirklich das geringe Gewicht von nur 14 kg und die kompakten "Packmaße". Was noch zählt! Wenn du die Räder in die Transporttasche steckst (Die gab es damals bei uns dazu), ist die Tasche normales Handgepäck (in Busse und Bahn) und kostet kein Geld. Must halt die Tasche irgendwie auf dem Gepäckträger verstauen.

Unsere wiegen nur noch 11,5 Kilo, die Tasche war auch dabei. Die ist fest unterm Sattel montiert. Wir haben Sie aber noch nicht ausprobiert.

Wir fahren auch nur *bayrischergrobdialektan* mit Gummiarschhose *bayrischergrobdialektaus* ;)

Interessanter Ausdruck :lol:
Achim
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von Achim »

Die Räder sehen gut aus. Interessante Alternative! Ich muss mal nach den Preisen schauen.
matsches
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Re: Jungfernfahrt mit neuen Beibooten

Beitrag von matsches »

Mit dem Sattel hatte ich das selbe Problem und es hat nur geholfen, den Sattel auszutauschen!
Aber das ist auch bei anderen Fahrrädern so und ein Gelsattel hilft nicht immer, da es oft an der Form des Sattels liegt.
Am besten ausprobieren oder Hilfe bei einem guten Fahrradfachhändler einholen.
Gruß Martina
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