Die aktuelle Diskussion in meiner Heimatstadt passt wunderbar in diesen Thread :
Im Rahmen einer größeren Umbaumassnahme mit einer neuen Stadtumgehung hat der Stadtrat auch an die Wohnmobilisten gedacht (nicht zuletzt wegen meiner ständigen Nerverei

) und wollte einige kostenlose, stadtnahe WoMo Stellplätze ohne Strom u.a. einplanen. Entsorgung soll in der nahe gelegenen Kläranlage möglich sein. Ich hab mich schon drauf gefreut, euch diese neuen Plätze zu empfehlen. Auch für den städtischen Handel wäre das sicher eine Bereicherung.
Wird nix draus !
Kaum, dass die Pläne bekannt wurden, erhob sich sofort eine Bürgerinitiative dagegen. Die Argumente :
Es gibt es an der nahe gelegenen Talsperre zahlreiche Campingplätze, wo die Wohnmobilisten deutlich besser aufgehoben sind, denn ....
... die verhalten sich ja wie Camper, stellen die Stühle und Tische raus und lärmen lautstark bis in die Nacht
... die lassen ihren Müll zurück und die Plätze sehen sicher bald aus wie eine Müllhalde
... die lassen ihre Generatoren laufen, die lärmen und stinken
... die Heizungen der Wohnmobile laufen nachts durch und stören auch ungemein
... die lauten Dieselmotore der Mobile stören die Nacht- und Mittagsruhe der Anwohner
So. Jetzt seit ihr dran. Sind das alles nur Vorurteile ????
Deshalb bin ich auch uneingeschränkt dafür :
Wer entweder den Grundgedanken des autarken Wohnmobils missverstanden hat oder sich kein Wohnmobil leisten kann oder will, das wenigstens für die eine in Deutschland zugelassene freie Übernachtung ohne Strom und Sanitäranlagen auskommt, der gehe bitte auf einen Campingplatz.
Wir brauchen für unsere Übernachtung einen Parkplatz, der gross genug ist. Feddich. Wenn wir mehr Komfort haben oder länger bleiben wollten, dann gingen wir auf einen Campingplatz.
Punkt aus.
PS: Vielen Dank an die Wohnmobilisten, die uns allen mit ihrem Verhalten die wunderschönen stadtnahen Parkplätze in unserer Stadt ´versaut´ haben !