garibaldi hat geschrieben: Ich verstehe diesen Standpunkt sehr gut, allerdings denke ich, dass er zu kurz greift. Man sollte solche Sachen einfach als ganz normale Steuer betrachten, genau wie die Mehrwertsteuer etc.. Letztlich geht es ja nur darum, all das zu finanzieren, was die jeweilige Gemeinde an Leistungen zur Verfügung stellt, von der Müllabfuhr über Wasser- und Stromversorgung bis zum Sauberhalten eines Strandes beispielsweise. Gut, einige dieser Dinge sind in den letzten Jahr(-zehnt-)en an Privatfirmen ausgelagert worden, und leider produzieren Verwaltungen auch gerne überflüssige Kosten, aber grundsätzlich gibt es eben einen Haufen Kosten, die irgendwie gedeckt werden müssen. Wenn da die bisherigen Einnahmen nicht reichen, darf und muss eine Gemeinde sehen, wie sie zu mehr Einnahmen kommt. Und dabei nur die Ortsansässigen zur Kasse zu bitten und alle Anderen, die die zu finanzierende Infrastruktur mit nutzen, außen vor zu lassen, wäre den Einheimischen gegenüber nicht fair. Touristen sind nicht nur gewinnbringend, sie sind auch eine Belastung. Alles hat eben zwei Seiten.
Hallo,
das ist sicherlich richtig, aber mit der Übernachtungssteuer/Bettenabgabe der falsche Ansatz. Ich selber lasse mich von sowas nicht abschrecken, wenn ich dahin möchte, fahre ich egal was es kostet. Aber grundsätzlich muss die Steuer von denen erhoben werden die die Kosten verursachen. Jetzt kommt die Bettensteuer bei den Touristen genauso an, wie bei Tagungsgästen, die außer dem Hotel nichts sehen. Und glaube mir ich bin geschäftlich schon in vielen Städten gewesen, die wirklich schön sein sollen, ich aber nichts davon gesehen habe außer die Zufahrt und das Hotel. Die Steuer muss erhoben werden wo Sie die Kosten verursacht. Da müssen dann Steuern auf die Eintrittsgelder, weil die Leute ja zu den Attraktionen hinkommen (sonst erweitert sich der Umkreisgürtel und der Verkehr in die Städte wird nur mehr, weil es z.Bsp. in der Nachbargemeinde keine solche Steuer gibt und die Leute dort übernachten) , dann müssen die ganzen Imbussstuben und Einweggetränkeverkäufer mit höheren Steuern belegt werden - da dort viel Müll produziert wird. Das aber nur an den Übernachtungen fest zu machen ist unangeracht. Aber was in der Politik ist schon gerecht und alles ist eine Sache der Betrachtungsweise. Aus einem anderen Winkel mag meine Einschätzung völlig falsch sein, trotzdem stehe ich dazu. Genauso wie ich die Politik und Religion anderer toleriere und trotzdem in Länder mit Maut, Umweltzonen und Touristensteuer in welcher Form auch immer fahre und mich in relgiösen Sehenswürdigkeiten ordentlich kleide und benehme.
Gruß
Mario

