Meld mich doch nochmal zum eigentlichen Thema.
Also ganz ehrlich - man(ich) muß manchmal zweimal lesen was hier so geschrieben wird.
Da ich (Cornelius offensichtlich auch) wohl zu den wenigen MENSCHLICHEN Usern hier im Tröd gehöre, bin ich etwas verblüfft.
Man kommt zwangsläufig zu dem Schluß, dass der größte Teil der Mitdiskutierenden entweder reine Theoretiker sind und in wirklichkeit gar nicht Auto fahren

oder aber: Sie fahren, aber nur sehr unkonzentriert, weil sie ständig darum bemüht sind, die entsprechenden , für Deutsche offensichtlich unabdingbaren Regeln und Paragraphen, hinsichtlich des Verhaltens des "Feindes" , also der anderen Verkehrsteilnehmer zu überprüfen.
Leute, ich lach mich über Eurer Gutmenschentum kaputt - wie wahrscheinlich jeder, der viel unterwegs ist oder war.
Was diskutiert Ihr hier für einen Blödsinn? Paragraph hin oder her, mir persönlich ist das doch, wenn es um Menschenleben geht, im jeweiligen Augenblick, fast völlig wurscht, wie die Rechtslage aussieht.
1. Ist doch klar, dass wenn ein Schild (oder eine Vorschrift) besagt, dass man bspw bloß 80 fahren darf, man das tun SOLLTE. Aber (deswegen meine Anspielung auf die "Theoretiker") Ihr tut so, als würdet Ihr das auch in die Tat umsetzen. Und da beginnt es lächerlich zu werden. Ich glaube NIEMANDEM, wenn er behauptet, dass er sich immer einhundertprozentig an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Das mag behaupten wer will - ich glaube es nicht. Und wenn derjenige selbst davon wirklich überzeugt ist, dann wahrscheinlich nur deshalb, weil er durch die Gegend träumt und infoge dessen vielleicht gar nicht weiß, dass er gerade ein Schild übersehen hat.
Man SOLLTE auch auf die Beschilderung auf Wanderwegen achten und trotzdem hat es neulich eine Familie erwischt. MENSCHEN eben. Und weil es eben so ist, dass wir uns unterscheiden, macht es keinen Sinn, als der ständig im Rechthabende, andere zu kontrollieren , zu bewerten und entsprechend anzuka... . Das kann zwar mal vorkommen, aber wenn ich hier so manche Betrachtungsweise lese, sieht es wohl so aus, dass sich doch Etliche die Fahrtzeit verkürzen, indem sie eigentlich nichts anderes tun.
2. Ob es Euch nun paßt oder nicht - es ist wie es ist. Hinter jedem Steuer sitzt (noch) ein Mensch. Sich darüber aufzuregen, ob ein Verkehrsteilnehmer anstatt vorgeschriebener 80 nun 90 fährt, ist so korinthenkackerisch, dass ich mich schämen würde, das überhaupt zu schreiben.
Sicher, wahrscheinlich hat sich hier die absolut fehlerfreie Elite des deutschen Straßenverkehrs zusammengefunden, aber ich gehöre nicht dazu. Ich sage mal, dass ich immer versuche - besonders, wenn ich es eilig habe, nicht in die Punkte-Region zu steuern, aber bis dahin reize ich meine Möglichkeiten aus.
Und weil es eben ist , wie es ist, macht es keinen Sinn, sich als Robin Hood der Verkehrsregeln aufzuführen und, wie der Audi im Video, den Verkehrserzieher rauszuhängen.
ICH persönlich finde es bei weitem nicht so schlimm, wenn man mal kurz betend irgendwo überholt, wo man nicht darf, oder mal etwas schneller fährt, als wie wenn man ganz bewußt und vorsätzlich andere Verkehrsteilnehmer provoziert und sich und andere damit einem viel größeren Risiko aussetzt, als es nötig und ursprünglich, durch das Verhalten des "Feindes" der Fall gewesen wäre.
Das geht mir echt nicht rein - das ist der deutsche regelsüchtige Korinthenkacker und Egoist in Reinkultur (wofür wir ja auch bekannt sind).
"Hier komm ich der Womoskipper und ich sag wo es langgeht - ob ich dabei sämtliche Tatsachen des Straßenverkehrs ignoriere, ist mir wurscht - die Erde ist eine Scheibe - basta."
Ich bin nur verblüfft, wenn ich hier feststelle, dass sich der Eine oder Andere auch im Ausland aufhält - weil ich mich frage , wie das wohl gehen soll. Vermutlich fahrt Ihr gar kein Womo, sondern bucht Flugreisen, denn mit diesem unsozialen Verhalten und dieser Art der Sicht auf andere Menschen und/oder Verkehrsteilnehmer, könnte die Reise im Auto , selbst im benachbarten Ausland, ein wenig aufreibend sein .
Ihr könnt es drehen und wenden, wie ihr wollt - noch ist beim Autofahren auch etwas Hirnarbeit notwendig und die Regeln und Paragraphen nehmen Euch nicht ALLES ab. Wenn ich im Ort ein Kind über den Haufen fahre, hätte ich wesentlich mehr damit zu kämpfen, wenn ich wüßte, dass ich hätte wesentlich umsichtiger und rücksichtsvoller fahren müssen, als wie wenn ich halt eben statt 50 52 oder 55 gefahren wäre. Wobei streckenweise natürlich das Eine mit dem Anderen zusammenhängt.
Ich oute mich mal:
1. Genauso , wie es uns einer meiner Vorredner "übersetzt" hat, stellte ich mir den Verlauf, VOR der aufgezeichneten Sequenz vor. Das ist nämlich nicht die Ausnahme, sondern die Regel, als Vorspiel für eine solche Situation.
2. Der Titel ist mir wie auf den Leib geschrieben. Der Audi hätte tatsächlich etwas Glück nötig, dass uns nicht gleichzeitig , am selben Rasthof, der Sprit ausgeht, denn dann könnte es zu einer unangenehmen Konfrontation kommen. Andererseits behaupte ich mal, dass es sich um einen "Potenz"-Audi handelt und der Fahrer, würde ich am Rasthof sein Auto ansteuern, natürlich NICHT aussteigen oder das Fenster runterlassen, weil er nämlich außerhalb seines Vehikels ein ganz kleines Würstchen ist und im Grunde genau weiß, dass er Murcks gemacht hat.
So - nun könnt Ihr das Bildchen meines Womos auf Eure, wahrscheinlich die Sicht komplett einschränkende Fahndungliste an der Windschutzscheibe, neben die ständig mitlaufenden Kameras ( zur Beweissicherung) setzen.
Zur Gutmenschenberuhigung - das will ich nicht vergessen: Nein, ich fahr keinen LKW mehr, ich handel friedlich mit Wertpapieren und kann Euch also nur noch mit dem PKW oder dem Womo am Heck kleben.
Es grüßt der Campingpit, dessen 5-Tonner auch mal im LKW-Überholverbot überholt und der anstatt der vorgeschriebenen 100 auch mal 120 fährt , der seine Besatzung während der Fahrt an den Kühli und auf den Topf schickt, der auf seinen während der Fahrt rumlaufenden Hund aufpasst, seine Besatzung auch mal ins Bett schickt, der einen Moppel an Bord hat, Rockmusik hört und während der Fahrt raucht, ißt und trinkt, der also sowieso alles falsch macht und geächtet ist - aber wegen dieser ganzen Punkte auch gar keine Zeit hat, seine Mitmenschen ständig auf ihre Fehler hin zu untersuchen und mit zweifelhaften Mitteln zu disziplinieren.
