Wir haben einen wunderbaren Strand vor unserem Stellplatz und eigentlich sieht er auch sehr friedlich aus. Eigentlich. . .
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Nicht nur Frauchen sammelt hier fleißig Muscheln, Bonnie macht das auch gerne.
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Aber es gibt auch andere. Das schaut dann schon etwas unheimlich aus. Einige Leute ziehen einen Schaber mit Netz über den Meeresboden, in dem alles landet – außer dem Sand. Ich war in dem Glauben, dass es verboten ist, Schleppnetze über den Grund zu ziehen, ist es hier offenbar nicht.
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Ihr Ziel ist es, essbare Muscheln aus alle dem auszusortieren, was in ihrem Netz gelandet ist. Und da landet viel Leben drin, das achtlos am Strand liegengelassen wird und in der Sonne verendet. In so einem Haufen unbrauchbarer Muscheln wimmelt es von kleinen Krebsen, Fischchen und eben unerwünschter Muscheln. Was sind das nur für Leute, die keinerlei Respekt vor Natur und Leben haben? Was wäre denn dabei, den unerwünschten Fang zeitnah wieder ins Wasser zu werfen?
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Am Wochenende war ein Angelwettbewerb. Auf mehreren hundert Metern standen die Angler am Strand und fischten was das Zeug hielt. Na ja, groß ist deren Ausbeute nicht, umso zahlreicher jedoch die für alle Lebewesen gefährlichen Hinterlassenschaften am Strand. Zu viele Möwen haben wir hier schon verenden sehen. Was macht ein Tier, wenn es von diesem Mist was schluckt?
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Leidvoll verenden tut es, wie hier diese beiden Fische, die die Ebbe freigelegt hat und denen offenbar die achtlos liegengelassene Angelschnur samt Haken und Blei zum Verhängnis wurde. Tragen die Leute ihren Kopf eigentlich nur dazu, damit es ihnen nicht in den Hals regnet?
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Ja und diesen Haken mit einem Meter hauchdünner Angelschnur hat sich Bonnie durch die Oberlippe gepikst. Da war sehr vielleicht Stress angesagt. Schrecklich, mein Adrenalinspiegel war jenseits jeder Messskala.
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Ich bekam den Haken alleine nicht raus und sobald man dran kam, jaulte das Hundchen wie am Spieß. Also mit dem Hundchen auf dem Arm die 152 Stufen rauf und dann weiter zum WoMo tragen. Das ging gut, sie war ganz ruhig. Monika kam mir schon auf halbem Weg entgegen, denn ich hatte sie kurz angerufen.
Im WoMo haben wir Bonnie erst mal weiter beruhigt und mit einer kleinen Bastelzange konnte ich dann den Haken rausdrehen. Ein letzter Aufschrei, dann war für Bonnie und uns alles gut. Die Stelle ist von innen zwar noch zu sehen, aber scheinbar entzündet es sich nicht. So, nun wenden wir uns wieder den schönen Dingen zu und packen die Angler in eine der ganz unteren Schubladen, ungefähr dort, wo auch die Hundebesitzer landen, die den Kot ihrer Vierbeiner überall achtlos liegen lassen.
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Wir haben erst mal genug von diesem Strand und beschlossen an eine kleine Bucht zu fahren, an der keine Angler sind. Bonnie hatte dort wieder ihren gewohnten Spaß, und uns fiel ein Stein vom Herzen. Nicht auszudenken, wenn sie den Haken verschluckt hätte.
Auf der Fahrt können wir einen Blick auf die Marina von Albufeira werfen.
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Und das ist er, der Praia dos Arrifes.
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Ein kleiner Strand, an dem ein paar Schnorchler mit Harpune auf Fischfang gehen. Von Anglern ist hier keine Spur zu sehen.
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Zu so einem Ausflug haben wir natürlich unsere Picknicksachen dabei und Bonnie freut sich immer riesig, wenn sie davon auch was abbekommt.
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Nun ist mit Schokolade erst mal Entspannung angesagt.