Lieblingsgedichte
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Waschbaer
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Re: Lieblingsgedichte
Hallo zusammen,
ich habe lange Zeit in Nürtingen gewohnt (früher einnmal Kreisstadt, gehoert jetzt zum Kreis Esslingen),
und auf einem Stadtbrunnen steht ein Fragment eines Gedichtes von Hölderlin, welcher seine Jugend
zum Großteil in Nürtingen verbrachte.
Dieses Gedicht gefällt mir ungemein, deshalb möchte ich es hier einstellen:
------------------
Hyperions Schicksalslied
Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden, seelige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.
Schiksaallos, wie der schlafende
Säugling, athmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
In bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seeligen Augen
Bliken in stiller
Ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.
-------------
Gruß
Waschbaer
ich habe lange Zeit in Nürtingen gewohnt (früher einnmal Kreisstadt, gehoert jetzt zum Kreis Esslingen),
und auf einem Stadtbrunnen steht ein Fragment eines Gedichtes von Hölderlin, welcher seine Jugend
zum Großteil in Nürtingen verbrachte.
Dieses Gedicht gefällt mir ungemein, deshalb möchte ich es hier einstellen:
------------------
Hyperions Schicksalslied
Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden, seelige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.
Schiksaallos, wie der schlafende
Säugling, athmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
In bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seeligen Augen
Bliken in stiller
Ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.
-------------
Gruß
Waschbaer
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Lubecamaus
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Re: Lieblingsgedichte
Das Schleswig-Holstein Lied
1. Schleswig-Holstein, meerumschlungen, deutscher Sitte hohe Wacht,
wahre treu, was schwer errungen, bis ein schönrer Morgen tagt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
2. Ob auch wild die Brandung tose, Flut auf Flut von Bai zu Bai:
O, laß blühn in deinem Schoße deutsche Tugend, deutsche Treu'.
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
3. Doch wenn inn're Stürme wüten, drohend sich der Nord erhebt,
schütze Gott die holden Blüten, die ein mildrer Süd belebt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
4. Gott ist stark auch in den Schwachen, wenn sie gläubig ihm vertrau'n;
zage nimmer, und dein Nachen wird trotz Sturm den Hafen schau'n!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!
5. Von der Woge, die sich bäumet längs dem Belt am Ostseestrand,
bis zur Flut, die ruhlos schäumet an der Düne flücht'gem Sand. -
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
6. Und wo an des Landes Marken sinnend blickt die Königsau,
und wo rauschend stolze Barken elbwärts ziehn zum Holstengau. -
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
7. Teures Land, du Doppeleiche, unter einer Krone Dach,
stehe fest, und nimmer weiche, wie der Feind auch dräuen mag!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Worte: Mathias Friedrich Chemnitz, 1844
Weise: Karl Gottlieb Bellmann, 1844
1. Schleswig-Holstein, meerumschlungen, deutscher Sitte hohe Wacht,
wahre treu, was schwer errungen, bis ein schönrer Morgen tagt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
2. Ob auch wild die Brandung tose, Flut auf Flut von Bai zu Bai:
O, laß blühn in deinem Schoße deutsche Tugend, deutsche Treu'.
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
3. Doch wenn inn're Stürme wüten, drohend sich der Nord erhebt,
schütze Gott die holden Blüten, die ein mildrer Süd belebt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
4. Gott ist stark auch in den Schwachen, wenn sie gläubig ihm vertrau'n;
zage nimmer, und dein Nachen wird trotz Sturm den Hafen schau'n!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, harre aus, mein Vaterland!
5. Von der Woge, die sich bäumet längs dem Belt am Ostseestrand,
bis zur Flut, die ruhlos schäumet an der Düne flücht'gem Sand. -
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, stehe fest, mein Vaterland!
6. Und wo an des Landes Marken sinnend blickt die Königsau,
und wo rauschend stolze Barken elbwärts ziehn zum Holstengau. -
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, bleibe treu, mein Vaterland!
7. Teures Land, du Doppeleiche, unter einer Krone Dach,
stehe fest, und nimmer weiche, wie der Feind auch dräuen mag!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Schleswig-Holstein, stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland!
Worte: Mathias Friedrich Chemnitz, 1844
Weise: Karl Gottlieb Bellmann, 1844
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Kerli
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Re: Lieblingsgedichte
Moin Moin,
dann will ich auch mal:
Da der Gute zum Glück noch unter "uns" ist,
hier nur als Link:
[clicklink=]http://www.yolanthe.de/aktuell/advent/adv-loriot.htm[/clicklink]
dann will ich auch mal:
Da der Gute zum Glück noch unter "uns" ist,
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garibaldi
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Re: Lieblingsgedichte
Eine gute Wahl!Kerli hat geschrieben:Moin Moin,
![]()
dann will ich auch mal:
Da der Gute zum Glück noch unter "uns" ist,
hier nur als Link:
[clicklink=]http://www.yolanthe.de/aktuell/advent/adv-loriot.htm[/clicklink]
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garibaldi
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Re: Lieblingsgedichte
Wenn wir gerade beim eher skurrilen sind, noch ein bisschen Quatsch:
Guter Rat?
Mich drückt's, ich muss schon sagen
Ganz fürchterlich im Magen.
Und im Bauch?
Auch!
Da würde ich empfehlen
Nur leichte Kost zu wählen!
Und Wein?
Nein!
Guter Rat?
Mich drückt's, ich muss schon sagen
Ganz fürchterlich im Magen.
Und im Bauch?
Auch!
Da würde ich empfehlen
Nur leichte Kost zu wählen!
Und Wein?
Nein!
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Ulrike M.
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Re: Lieblingsgedichte
Hallo,
Wusstest du, dass es von diesem Schicksalslied eine wunderbare Vertonung von Johannes Brahms gibt (für Chor und Orchester) - ich hab die oftmals gesungen.
Beste Grüße,
Uli
Waschbaer hat geschrieben: Hyperions Schicksalslied
Wusstest du, dass es von diesem Schicksalslied eine wunderbare Vertonung von Johannes Brahms gibt (für Chor und Orchester) - ich hab die oftmals gesungen.
Beste Grüße,
Uli
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Waschbaer
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Re: Lieblingsgedichte
Hallo Uli,
nein, das wußte ich nicht, Danke für den Hinweis, das merke ich mir für unseren nächsten Musikabend vor, wenn ich wieder für das Programm verantwortlich bin
Gruß
Waschbaer
nein, das wußte ich nicht, Danke für den Hinweis, das merke ich mir für unseren nächsten Musikabend vor, wenn ich wieder für das Programm verantwortlich bin
Gruß
Waschbaer
Re: Lieblingsgedichte
Mal etwas derberes aber durchaus zutreffend:
Wird einer früh vom Tod betroffen,
heist`s gleich, der hat sich totgesoffen.
Stirbt aber einer von den weisen, Alten,
sagt man; den hat der Wein erhalten.
Trockene Grüße von
don pedro
Wird einer früh vom Tod betroffen,
heist`s gleich, der hat sich totgesoffen.
Stirbt aber einer von den weisen, Alten,
sagt man; den hat der Wein erhalten.
Trockene Grüße von
don pedro
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Holger F
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Re: Lieblingsgedichte
Etwas Lustiges :
Der Eber er ist missgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandtschaft alles Schweine.
Der Eber er ist missgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandtschaft alles Schweine.