gehts uns an den Kragen???

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Zora
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Zora »

Nochmal zurück zur Mautfrage. Ich fände es sinnvoll, wenn es bei uns eine Transitmaut geben würde, davon wären dann die Bewohner nicht betroffen, aber jeder, der durchreist, so wie wir in anderen Ländern auch. Allerdings ist auch die Rede davon, die Autobahnen zu privatisieren, das würde dann heftig.
de leeuw
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von de leeuw »

Zora hat geschrieben:..... Allerdings ist auch die Rede davon, die Autobahnen zu privatisieren.....

ok. ich nehme die parkplätze.
Urban
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Urban »

Cruiser ich muß Dir widersprechen,

Jahrelang haben wir eine Putzhilfe für unseren Laden gesucht...also jemanden der nicht nur ein wenig den Boden massiert....sondern jemanden der die Arbeit auch sieht und diese dann erledigt...also auch spülen....mal die Kühlschränke schrubben.

Wir haben es schon lange aufgegeben....nicht einer von den Großmäulern war in der Lage gut und verantwortungsvoll zu putzen.....ne die haben lieber dauernd gefehlt ...haben dafür aber geklaut wie die Raaben................neenee für die 800,-€ im Monat für 35-40 Stunden putzen machen wir uns lieber selber die Hände dreckig.....wir wollen garkeine Angestellten mehr.
Lieber mache ich nur 10 Monate im Jahr auf und lasse Samstag und Sonntag zu, bin aber auf keinen Fremden angewiesen.

Und ich garantiere Dir wenn ich mit kurz vor der 60 mir jetzt einen Job suchen müßte ....innerhalb von 14 Tagen hätte ich einen....
Garantiert und jede Wette und schlecht bezahlt wäre der auch nicht........
außerdem wo steht denn das man nicht mehere Jobs haben kann....60 Stunden und mehr arbeiten sind für mich jedenfalls kein Problem wenn ich muß........aber vielleicht muß die soziale Hängematte noch weiter gekürzt werden, damit sich einige Herrschaften mal bequemen eine Schaufel oder Besen in die Hand zu nehmen und mal wieder um 7 Uhr aufzustehen und nicht bis Mittags im Bett zu liegen und jede Arbeit abzulehnen.
Ich meine damit nicht die wirklich bedürftigen.....denen gönne ich alles nötige zum Leben


Nein ich meine die die uns alle auslachen wenn wir Tageintagaus zur Arbeit gehen brav unsere Steuern bezahlen
Cruiser
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Cruiser »

Urban hat geschrieben: ...außerdem wo steht denn das man nicht mehere Jobs haben kann....60 Stunden und mehr arbeiten sind für mich jedenfalls kein Problem wenn ich muß........aber vielleicht muß die soziale Hängematte noch weiter gekürzt werden, damit sich einige Herrschaften mal bequemen eine Schaufel oder Besen in die Hand zu nehmen und mal wieder um 7 Uhr aufzustehen...

Ich schätze mal, Du musstest nie den ganzen Tag schwer arbeitet, ich meine, an einem Fliesband stehen, am Bau Steine schleppen, unter Tage Kohle brechen, oder als Forstwirt im Wald mit der Kettensäge in der Hand, im Schweiße deines Angesichts deine Brötchen verdienen und am Ende des Monats feststellen, dass es eben nicht für ein Leben im Wohlstand reicht. DAS hältst Du garantiert keine 60 Std. in der Woche aus.
Urban
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Urban »

Stimmt nicht ...ich habe als junger Mann immer nebenbei gearbeitet...auch auf dem Bau ...als Verkaufsfahrer und nachts alleine einen ganzen LKW mit Tannenbunde abgeladen und das bis zu 18 Stunden am Tag.....bis wir ...mein Kollege und ich genug Geld zusammenhatten um unser Geschäft anzuzahlen......und stehe du mal 8 Stunden ohne Pause ohne ein einziges mal zu sitzen....bis zu 500 mal bücken am Tag dazu im Sommer arbeiten bei über 50 Grad und bis zu 220 Grad Abstrahlwärme.Und das mache ich jetzt schon 34 Jahre.
Was meinst Du warum wohl kaum noch Deutsche diesen Job machen...die Ausländer sind sich nicht zu fein dafür....
Jüngere Bekannte von mir wollten mal helfen als jemand krank war ....die brechen zusammen ohne Pause immer stehen die ganze Zeit reden konzetrieren bis zu 15 verschiedene Bestellungen im Kopf behalten und gleichzeitig aufpassen sich nicht dauernd zu verbrennen.....erzähl Du mir nichts von arbeiten.......als ich letztes Jahr einem Kumpel einen ganzen Samstag beim Holzmachen geholfen habe war das Erholung und Urlaub für mich.
Cruiser
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Cruiser »

lass uns mal wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen, wir haben zu unterschiedliche Meinungen über faire Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen und faires miteinander im Arbeitsleben.
Helle
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Helle »

Urban hat geschrieben:warum immer so pessimistisch, hier in unserem Lande funktioniert doch vieles eigentlich ganz gut, auch früher sind von der Politik fehler gemacht worden...aber es gab halt nicht 5 Nachritensender die rund um die Uhr Haarklein alles berichten.
....

Du hast Recht, Urban - und ich bin auch nicht pessimistisch, ich bin ein ganz und gar positiv gestimmter Mensch, rege mich nur manchmal spontan über Manches auf :) Sonst würde ich sicher nicht jeden Morgen um 6:40 uhr losfahren, 60 Km durch das Sauerland hinter Langholztransporten herdüsen um auch im Winter pünktlich um 8:00 Uhr zur Arbeit zu kommen....und abends wieder zurück......kostet mich mit Abschreibung, Versicherung, Sprit etc. ca. 350-400 Euro von meinem Nettogehalt. (OK- einen Teil krieg ich vom Finanzamt wieder!) Wenn ich das runterrechne und mit dem ALG 1 vergleiche, dann bin ich so blöd, für vielleicht 400 Euro Differenz arbeiten zu gehen und über 10 Stunden am Tag weg von zu Hause zu sein, mich der Gefahr auf der Straße und dem Stress im Beruf auszusetzen.... :) . Aber 1. macht mir die Arbeit Spaß, die ich mache, 2. bleibt immer noch genug zum Leben übrig und 3. hoffe ich sehr, in etwa 10 Jahren noch eine Rente zu bekommen, die höher ist als die Sozialhilfe :D
Was Deine sehr positive Einstellung zum Job-finden betrifft, die teile ich nicht uneingeschränkt. Ich war auch mal, vor über 10 Jahren, da war ich 40, einige Zeit arbeitslos, weil mein Arbeitgeber in die Pleite ging. Hat mich mal locker über 18.000 DM gekostet, weil die betriebl. Altersvorsorge futsch ist, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestundet war, Lohn nicht mehr kam etc........
Seither weiß ich, was ich von der Arbeitsagentur halten darf. Hätte ich mich auf die verlassen, wäre ich heute vielleicht auch in Hartz4 und das Haus wäre weg etc....Nein! - Ich denke auch, dass ich heute nicht wirklich von Hartz4 leben müsste, würde ich wieder mal arbeitslos. Ich würde mir auch schnell wieder einen Job suchen oder mich vorübergehend freiberuflich oder selbständig verdingen, das hab ich damals auch gemacht. Aber das läßt sich sicher nicht auf Alle übertragen. Ich habe mehrere Ausbildungen, halte mich für ganz gut qualifiziert in verschiedenen Bereichen (und bin deshalb evtl. für Vermittlung zu teuer!), aber Viele kriegen ja nicht mal die Chance zu EINER soliden Ausbildung, obwohl sie gerne arbeiten wollen. ICH glaube auch nicht, dass die meisten Langzeitarbeitslosen gleichzusetzen sind mit den "Sozialschmarotzern" von denen wir viel zu viele mit durchfüttern. Ich finde es nur sehr bedauerlich, dass es in unserem reichen Land, in dem es uns, wie du ganz richtig schreibst, eigentlich doch ganz gut geht, noch Einrichtungen wie "die Tafel" geben muss (gut, dass es sie trotzdem gibt!!).
Und ganz schlimm finde ich es, dass sogar manche Menschen, die arbeiten gehen, trotzdem auf die Tafel oder das Sozialamt angewiesen sind. So etwas sollte nicht möglich sein - wer arbeiten geht, muss auch davon seinen Lebensunterhalt davon bestreiten können.
Ich glaube einfach mal, dass wir, die hier im Forum lesen und schreiben, (noch) nicht zu dieser Gesellschaftsschicht gehören - schließlich leisten wir uns ein nicht ganz billiges Hobby - und so lange wir es uns noch leisten können, geht es uns auch noch gut. Wirklich schlecht geht es uns erst, wenn wir unsere mobilen Domizile zum Hauptwohnsitz machen müssen.
Aber soweit soll es ja nicht kommen - es geht ja schon wieder aufwärts mit der Wirtschaft.

Jetz muss es nur noch wieder wärmer werden......... :D

Gruß
Helmut
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Helle »

ooops.......war doppelt.....

Gruß
Helmut
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Wilfried.M »

Ich möchte doch feststellen, daß das soziale Umfeld der Arbeitnehmer eine Errungenschaft, im Zusammenwirken mit der Gewerkschaft ist .
Da ist eben auch Arbeitszeit, Stundenlohn, Urlaub und Bestand des Arbeitsverhältnis mit dabei.
Gerecht ist nur, daß kein anderer, auch nicht der Staat, an diesen Errungenschaften herumbastelt, um daß es zum Nachteil der Arbeitnehmer gereicht.
Die Arbeitgeber wollen auch ihren Gewinn behalten und keine Minderung hinnehmen, was auch die letzte Zeit ganz deutlich zeigte, wo die Eigner für die Gesundung ihres Konzerns nichts taten und sogar noch den Staat um Hilfe bettelten.
Ich sehe dies als unverfrohren an
Wir haben in den neuen Bundesländern Beispiele, wo die Firma Entlassungen durchführte, einen anderen Namen sich zulegte, die gleiche n Produkte herstellte, die gleichen Leute wieder einstellte, aber der Lohn in den Sektor der Niedriglohnreihe sich ansiedelt.
Ich würde jede Aktivität der Arbeitnehmer unterstützen, welche sich um den Erhalt ihrer Errungenschaften bemühen.
Da brauch man kein Roter, Grüner, oder Schwarzer zu sein, .... es ist menschlich.
Gruß
Wilfried
Adler
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Re: gehts uns an den Kragen???

Beitrag von Adler »

Urban hat geschrieben:warum immer so pessimistisch, hier in unserem Lande funktioniert doch vieles eigentlich ganz gut, auch früher sind von der Politik fehler gemacht worden...aber es gab halt nicht 5 Nachritensender die rund um die Uhr Haarklein alles berichten.

Fast jeder der hier arbeiten will , findet auch einen Job....man muß sich halt lossagen von dem Modell...jetzt lern ich bei Firma X Elektriker und bleibe das dort bis zu meiner Rente.
Etwas flexibler muß man heute schon sein....irgendwie muß doch wohl jeder kapiert haben das die 30 Stunden Woche bei 3000.-€ Gehalt eben nicht machbar ist...ein wenig Fleiß und Einsatz für "Seine" Firma muß man schon haben in der heutigen Zeit.
Sicher fast 7 Wochen Urlaub ist schön und ich gönne diesem jedermann....aber andere Länder staunen und fragen sich wie wir das machen....im Amiland zB gibt es höchstens 3 Wochen bezahlten Urlaub.....oder denkt doch mal zurück.....wie ich Lehrling wurde ...da gab es 18 Tage im Jahr und als dann fertiger Kaufmannsgehilfe bekam man 19 Tage....mit 25 dann 21 Tage usw usw.
Es geht uns soooooo gut hier und alle sind am Jammern und schimpfen über die die was wagen eine Fa gründen und Leute einstellen....und wenns dann wirklich klappt und der Firmenboss nach Jahren des schuftens mit einem großen Wagen daherkommt und im Luxus Leben kann ...dann kommen die Neider die Mißgönner.....wollen es ihm abnehmen...aber nix da jeder ist seines eigen Glückes Schmied...der alte Spruch von nix kommt nix gilt halt immer noch.

Volle Punktzahl... RESPEKT!!

Zur Maut.. ich bin dafür, wenn dann dieses Geld auch in den Straßenbau gesteckt wird und nicht in irgendwelchen anderen tiefen Löchern verschwindet.
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