Scharfe Theorie das mit dem Terrorismus ...
Warum die Asche ausgerechnet in dieser Höhe ist und nicht runterkommt ist schon erklärbar: Wie hoch die Asche in die Atmosphäre gelangt, hängt von dem Druck ab, den der Vulkan vor dem Ausbruch angestaut hat. Wenn man einen Wasserschlauch senkrecht nach oben hält, spritzt der auch unterschiedlich hoch, je nachdem, wie weit man den Wasserhahn aufdreht. In diesem Fall war der Druck eben so, dass er genau bis in die gängigen Flughöhen geblasen hat. So, und wenn jetzt die Großwetterlage relativ stabil ist und keine Niederschläge stattfinden, dann bleibt die Asche da oben und werden vom Wind horizontal verfrachtet, weil das Teilchen sind, die zu fein sind um aus dieser Höhe runter zu fallen - der Luftdruck ist ja da oben auch viel geringer. Jetzt kam in unserem Fall noch etwas dazu, was speziell für Europa extrem unpraktisch war: ein stabiles Hoch westlich der Achse Großbritannien-Island mit dem entsprechenden Tief östlich davon. Das hat dazu geführt, dass die ganze Asche wie durch einen Trichter direkt von Island mitten nach Europa geblasen wurde und sich so richtig schön bei uns hier ansammeln konnte. Inzwischen hat offensichtlich der Druck im Vulkan nachgelassen, sodass er weniger Asche ausbläst und diese auch nicht mehr so hoch. Folglich kommt sie nicht mehr zu uns und die vorhandene Asche wird sich allmählich immer weiter verteilen und damit verdünnen, weshalb jetzt nach und nach ein Flughafen nach dem anderen wieder freigegeben werden kann.
Noch was zu den Messungen, dem Forschungsflugzeug etc.: Wer jetzt meint, das hätte alles schneller gehen müssen, sollte sich vor Augen halten, dass wir es mit einem Vorgang zu tun hatten, der offensichtlich so noch nie in der neueren Zeit aufgetreten ist. Folglich konnte auch niemand darauf vorbereitet sein. Hinterher ist man immer schlauer.