Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

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Nixus
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Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von Nixus »

Ohne einen Internetzugang ist vielleicht etwas übertrieben, denn um die benötigten Daten auf der Festplatte speichern zu können, muss man sich natürlich erst einmal die Daten aus dem Internet besorgen und dazu wird dann schon ein Anschluss benötigt.
Um die Abläufe besser zu verstehen, sollte ich besser kurz auf das Programm „Google-Earth“ eingehen.
Dieser digitale Weltatlas ist in der Lage auf alle Orte dieses Globus´ zuzugreifen und man kann fast jeden Punkt unserer Erde, in einer mehr oder weniger hohen Auflösung auf seinen PC holen. Um dieses zu ermöglichen saugt das Programm kontinuierlich Daten aus dem Netz, denn die Größe einer normalen Festplatte reicht bei weitem nicht aus, um den Datenumfang, den diese Datenbank zur Verfügung stellt auch nur annähernt abzuspeichern. Man hat die Größe der Google-Earth-Datenbank bereits im September 2006 auf 150 Terrabyte geschätzt und es sollte seit dem wohl schon um ein Vielfaches angewachsen sein. Es ist also nicht möglich, dass man sich den kompletten Datenstamm des Programms auf seinen Heim-PC ablegt.
Wer sich aber mit kleineren Kacheln aus der Erdoberfläche begnügt, dem wurde doch noch ein Hintertürchen offen gehalten.
Damit Google-Earth nicht ständig die gleichen Daten aus dem Netz laden muss, wenn man sich beispielsweise einen Ort ein weiteres mal anschaut, hat das Programm von seinen Entwicklern einen kleinen Zwischenspeicher bekommen, in dem die aktuellen Daten erst einmal abgelegt werden, um die Darstellung auf dem Monitor zu beschleunigen. Das Programm greift dann bei Bedarf ohne Verzögerungen auf diesen Zwischenspeicher zurück.
Dieser kleine Speicher hat eine Kapazität von 2 Gigabyte und ist somit ausreichend (das habe ich persönlich getestet), um eine Fläche mit der Größe der kroatischen Halbinsel „Istrien“ in einer sehr guten Auflösung zu speichern.
Im Normalfall legt Google-Earth beim Programmstart den Zwischenspeicher automatisch an und die Daten werden in den Dateien dbCache.dat und dbCache.dat.index gespeichert. Da diese Dateien jedes Mal neu angelegt werden, swerden die gespeicherten Inhalte beim erneuten Programmstart automatisch mit den neuen Daten überschrieben. Erreicht der Datenumfang die 2 Gigabytegrenze, werden die ältesten Eintragungen gelöscht.
Das bedeutet, dass es am besten wäre, wenn man diesen Zwischenspeicher auf der Festplatte abspeichern könnte, um dann später, wenn keine Internetverbindung mehr zur Verfügung steht, auf die Daten zurückgreifen zu können.
Da es nicht jedem möglich ist, sich sicher in den Eingeweiden der Programmdaten zu bewegen, wurde von Hans-Josef Mennen und Ulrich Hanel ein kleines Programm geschrieben, mit dem man diese Sicherungsarbeit einfach verrichten kann. Es geht nicht vollautomatisch und man muss noch ein bisschen selbst die Hand anlegen, aber mit einer guten Anleitung und ein paar erklärenden Worten, sollte es wohl für die Meisten kein Problem sein, seine Zielorte auch ohne Internetanschluss auf dem LapTop zu betrachten.
Als erstes wird das kleine Programm „G_Cacher“ benötigt. Dieses bekommt man unter der folgenden Adresse kostenlos zum Download angeboten: Klick mich
Eine deutsche Anleitung mit einer illustrierten Bebilderung werde ich rechtzeitig zur Verfügung stellen. Es wird also am besten sein, wenn wir uns an dieser Anleitung orientieren und den Text Stück für Stück durcharbeiten werden.

Das Programm wurde uns freundlicher Weise von den Autoren H.-J. Mennen und Ulrich Hanel kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Beiden sind in dem schweizer Forum Desert-Info aktiv, welches sich mit weltweiten Wüstentouren beschäftigt und sicherlich nicht nur für die Afrikafahrer unter uns interessant ist.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Beiden herzlichst für die freundliche Unterstützung bedanken.


Wer Fragen haben sollte, kann diese auch in Form einer PN direkt an mich stellen, ich werde dann versuchen, die Frage innerhalb der öffentlichen Seiten zu beantworten.

Im nächsten Beitrag habe ich eine Anleitung zu dem Programm und zu den Arbeitsschritten verfasst, welche ich hier gerne zur Verfügung stellen will, damit ihr euch Schritt für Schritt durch das Programm arbeiten könnt.
Nixus
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von Nixus »

Die GoogleEarth Offline-Cacheverwaltung

So, liebe Camper und Mitglieder in der Mobilen-Freiheit,
soeben habe ich die letzten Zeilen für die Anleitung zusammen gefasst und hoffe nun, dass ich alles klar, deutlich und verständlich formulieren konnte.
Es ist nicht immer einfach, die passenden Umschreibungen zu finden, um eine Handlung anschaulich zu erklären, deshalb seid bitte nachsichtig, wenn ich mich vielleicht mal unklar ausgedrückt habe.

Also dann, viel Spaß mit dem digitalen Weltatlas von Google-Earth.

Zu Beginn der Arbeiten solltet ihr nachprüfen, ob der Cache-Speicher von Google-Earth schon auf seinen größten Speicherbereich eingestellt ist.
Dazu startet bitte Google-Earth (im folgenden immer GE) und wählt

=>Tools =>Optionen => Den Reiter „Cache“

Dort tragt ihr unter Größe des Festplatten-Cache (MB):“ 2000 ein, also 2 GB. Das waren erst einmal die Einstellungen am Hauptprogramm und GE muss nun wieder geschlossen werden.


Nun ladet ihr Euch, falls noch nicht gemacht, das Programm „GoogleEarth Offline-Cacheverwaltung“ herunter Klick mich , entpackt und startet es (das Programm benötigt keine Installation auf der Festplatte). Falls sich ein Antivirus-Programm melden sollte, kann man die Meldung ignorieren. Es liegt daran, dass das Antiviren-Programm die Programmstruktur nicht kennt und falsch interpretiert. Aber normalerweise sollte es nicht vorkommen.

http://s1.up.picr.de/4680452.jpg

So sieht die Programmoberfläche nach dem ersten Start aus. Die Kartennamen sind allerdings noch nicht eingetragen, die stammen noch von meinen eigenen Versuchen. Schaut euch die Benutzeroberfläche, die sich größtenteils selbst erklärt, gut an und danach kann das Programm auch erst einmal wieder geschlossen werden.

GE muss dazu noch ausgeschaltet sein.

Die folgenden Einstellungen brauchen nur einmal durchgeführt zu werden und bleiben dauerhaft aktiviert.

Schaltet zu Beginn die Anzeige der versteckten Ordner ein, das geht so:

Unter XP:
Die „Windows-Tastehttp://up.picr.de/4680451.jpg und die Taste „E“ gleichzeitig drücken, im nun geöffneten Explorer in der Menue-Zeile auf „Extras“ klicken und dann die „Ordneroptionen“ auswählen. Als nächstes den Reiter „Ansicht“ klicken und in dem Fenster „Erweiterte Einstellungen“ etwas herunterscrollen. Setzt einen Klick in die Auswahl „Alle Dateien und Ordner anzeigen“ und schließt das Fenster durch einen Klick auf „OK“, fertig.

Bei Windows 7:
Drückt auf den „Start“-Knopf unten links und gebt dann in das Suchfeld „Programme/Ordner suchen“ den Begriff „Ordneroptionen“ ein. Nun geht ihr genauso weiter wie in der XP Beschreibung.


______________________________________________________________________

Als nächstes geht ihr in dem Windows-Explorer „Windows-Taste + E“ zu folgendem Ordner.

In Windows XP sieht das folgendermaßen aus:

Festplatte C: => Dokumente und Einstellungen => „Benutzername“ => Lokale Einstellungen => Anwendungsdaten => Google => Google Earth

und in Windows 7 so:

Festplatte C: => Benutzer => „Benutzername“ => AppData => LocalLow => Google => GoogleEarth

und löscht die zwei, im Bild grau unterlegten Dateien.

http://s1.up.picr.de/4680272.jpg

Nun wird das Programm GE gestartet. Besucht das zu bereisende Land ausführlich (dabei hat sich GE automatisch die beiden nötigen Cache-Dateien wieder neu erzeugt). Am besten ihr zoomt die Gegend, die ihr bereisen wollt, so nah heran, dass man die nötigen Feinheiten auf dem Monitor gut erkennen kann.

Merke: Je näher man sich an die Erdoberfläche heran zoomt, desto schneller hat man die Grenzen des 2 Gigabyte großen Speichers erreicht und umso kleiner fällt dementsprechend das Landschaftgebiet aus. Wählt die Zoomstufe so, dass man nicht gerade die kleinsten Details erkennen kann, aber immer noch genug, um Straßen und Häuser zu erkennen.

Nun „fahrt“ ihr mit dem Bildschirm den kompletten Landschaftsbereich ab, den ihr mitnehmen und speichern wollt. GE speichert nun automatisch die aktuellen Ansichten in den beiden Dateien dbCache.dat und dbCache.dat.index ab. Je genauer ihr den Landschaftsbereich „abfahrt“, desto besser wird hinterher die Qualität der Offline-Ansicht, aber umso schneller ist der Speicher gefüllt und ihr müsst evtl. eine weitere Karte erstellen.
Macht am besten erst einmal Versuche mit kleineren Bereichen, denn das sogenannte „scannen“ braucht seine Zeit, da kann man mit kleineren Bereichen besser üben und den Erfolg kontrollieren.
Wenn ihr euren Bereich einmal komplett „abgefahren“ habt, beendet ihr GE und startet unser kleines Programm.

http://up.picr.de/4680271.jpg

Vergebt nun in den dafür vorgesehenen Feldern einen eindeutigen Kartennamen und evtl. auch eine Bemerkung und drückt dann den Schalter „Aktuellen Cache speichern“.

Nach Druck auf den Schalter „Aktuellen Cache speichern“ erscheint dieser Hinweis:

http://s2.up.picr.de/4680273.jpg

Das kann jetzt bis zu 5 min + dauern, je nach der Größe der Cache-Datei. Die Cache-Datei kann nach langer Nutzung schon 2 GB betragen und auf Grund der Besonderheiten dieser Datei dauert das Speichern halt so lange. Bitte so lange warten bis das Hinweisfenster verschwunden ist.

Um weitere Karten zu erstellen wiederholt ihr den bereits beschriebenen Vorgang des Löschens der zwei Cache-Dateien aus dem Google-Verzeichnis, verbindet den Computer wieder mit dem Internet und besucht dann in GE das nächste Gebiet und speichert es zum Schluss wieder unter eindeutiger Bezeichnung ab.
Auf diese Weise bekommt ihr in dem Programmfenster „Verfügbare Karten“ auf die Dauer eine mehr, oder weniger umfangreiche Auswahl eurer Karten angezeigt.

Einer schnellen Aktivierung der Karten steht jetzt nichts mehr im Wege.
Allerdings müsst ihr als erstes euren PC/Laptop vom Internet trennen, denn sonst wird der aktuelle Speicherinhalt gleich mit neuen Daten überschrieben. Also WLan oder Lan Verbindung trennen.
Danach wählt ihr eine Karte aus dem Auswahlfenster aus und drückt den Schalter „Gespeicherten Cache aktivieren“.

http://s3.up.picr.de/4680274.jpg

Wichtig!

Wenn ihr nun eure Karten Offline anschauen wollt, darf der PC/LapTop nicht mehr mit dem Internet verbunden sein. Google Earth darf erst gestartet werden, wenn keine Verbindung mehr zum Internet besteht, sonst werden die Cache-Dateien sofort beim Start überschrieben und wären somit unbrauchbar.



Wartet ab bis das Programm fertig ist und startet dann GE. Nun könnt ihr eure gespeicherten Karten auch im Ausland und ohne Internet-Verbindung anschauen und zur Reiseplanung verwenden.

Hier findet ihr diese Anleitung als .pdf-Datei. Ihr könnt sie dann downloaden, abspeichern und ausdrucken und bei Bedarf auch mit auf die Reise nehmen. KLICK MICH
Wollrud
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Beitrag von Wollrud »

Super Sache, soetwas geht es auch mit Wikipedia [clicklink=]http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Download[/clicklink] damit hätte man neben den grössten Weltatlas von Google Earth auch noch den weltweiten Reiseführer, alles auf der Festplatte und ohne Internet :!:

gruß Wolli
Nigel
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von Nigel »

Interessante Sache, habe alles ausprobiert und werde noch ein paar Mal "üben". :D
pezz88
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von pezz88 »

Tolle Arbeit Peter, Du bist ja eine echte Bereicherung in der Mobilen Freiheit!

Schöne Tipps und Tools und Top Reiseberichte - nur weiter so!!!

P.
womonauten
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Beitrag von womonauten »

Wirklich interessante Sache...gerade für unterwegs....muss ich mir in Ruhe mal richtig durchlesen und umsetzen....

Ist fest vermerkt...

Gruß
David
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von Gogolo »

Herzlichen Dank, tolle Sache! Werde es in Kürze ausprobieren.
christophbn
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von christophbn »

DANKE für die tolle Anleitung
Gruß
Christoph
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von oldpitter »

Ich bin - wie immer - begeistert
....und habe erstmal "gesaugt" ;)
Nun werde ich beim nächsten freien Tag mal probieren
und werde hier berichten.
Vielen Dank fürs Erste
Mary
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Re: Google Earth ohne Internet-Verbindung benutzen

Beitrag von Mary »

Hallo Peter,
wow danke für die viele Mühe und Infos :)
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