Wo ist bei meinem Generator die Phase?

Diskussionsrunde, nur für registrierte Mitglieder
Forumsregeln
Jeder der möchte kann im Stammtischforum reale Treffen organisieren.

Offizielle, vom Forum organisierte Treffen findet ihr HIER
 
MFG Das Forum
Herr B.
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 1256
Registriert: Di 14. Okt 2008, 13:22
Wohnmobil: Hymer B544
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Wo ist bei meinem Generator die Phase?

Beitrag von Herr B. »

Hallo Elektiker,
bei Stromausfall möchte ich meinen Gasheizkessel über den Generator (Kipor 1000) anschließen. Das der Kessel aber elektirisch fest installiert ist, muß ich eine Verbindung zum Generator schaffen und eine Kupplung einbauen.
Nun mein Problem: Wo ist beim Generator die Phase? Der Fasenprüfer zeigt auf beiden Kontakten (etwas) Spannung. Beim Spannungsprüfer zwische den Kontakten 230 V, aber ein Pol gegen den Schutzleiter zeigt nur ca. 50 V.
Ich hoffe, dass ihr meine Frage versteht und danke für Antworten!
Robinson
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 330
Registriert: Sa 15. Aug 2009, 09:46
Wohnmobil: N+B Flair
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Beitrag von Robinson »

...Da der Generator keinen Mittelpunkt hat, der mit Erde verbunden ist (Beim Netzdrehstrom ist von je einer Phase zum Mittelpunkt (Nullleiter) 230 Volt, zwischen zwei Phasen 380 Volt) hat er in dem Sinne keine Phase und keinen Null. Ich würde es probieren mit einer normalen Schukokupplung, wenn das wegen der Ionisierung nicht geht, muss eine andere Lösung her... am einfachsten wäre für den Notstromfall ein billiger Drehstromgenerator aus dem Baumarkt oder aus China (ebay), der mit einem Drehstromstecker angeschlossen wird und dann das Haus komplett mit drei Phasen versorgt, dann geht auch Licht usw., natürlich nur bis zum maximalwert der leistung, meist 2,7 oder 5,5 kW.

LG
rgk
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 1863
Registriert: Fr 25. Sep 2009, 18:57
Wohnmobil: Concorde Charisma
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re:

Beitrag von rgk »

Robinson hat geschrieben:...Da der Generator keinen Mittelpunkt hat, der mit Erde verbunden ist (Beim Netzdrehstrom ist von je einer Phase zum Mittelpunkt (Nullleiter) 230 Volt, zwischen zwei Phasen 380 Volt) hat er in dem Sinne keine Phase und keinen Null. Ich würde es probieren mit einer normalen Schukokupplung, wenn das wegen der Ionisierung nicht geht, muss eine andere Lösung her... am einfachsten wäre für den Notstromfall ein billiger Drehstromgenerator aus dem Baumarkt oder aus China (ebay), der mit einem Drehstromstecker angeschlossen wird und dann das Haus komplett mit drei Phasen versorgt, dann geht auch Licht usw., natürlich nur bis zum maximalwert der leistung, meist 2,7 oder 5,5 kW.

LG

Das Problem mit der Ionisierung könnte auch mit einem Drehstromgenerator bleiben, da meist der Ionisationsstrom über den
Schutzleiter abgeführt wird. Normalerweise dürfte die Erdung über den Kessel und die Rohre vorhanden sein und so müsste es
mit dem Kipor eigentlich funktionieren. Eine zusätzliche Möglichkeit wäre den Schutzleiter separat bei Kipor-Anschluss zuzuführen.
Also wäre die Zuleitung zur Heizung einfach über einen Schukostecker zum Kipor zu realisieren. (Natürlich mit Trennung zum Netz.)
Andy
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von Andy »

Beide Enden des Generators sind auf die Schukosteckdose geführt. Gegen "Erde" sprich dem Schutzleiter kann man auch nicht, oder nur "Müll" messen, da im Generator nur alle metallischen Teile mit dem Schutzleiterkontakt verbunden sind - hier ist alles isoliert aufgebaut und hat keinen Bezugspunkt.

Um ein gleiches Netz zu bekommen, wie Du es zuhause hast, muss ein Kontakt der Steckdose mit dem Neutralleiter (blau) verbunden werden und der Schutzkontakt mit dem Schutzleitersystem des Hauses. Jetzt hast Du das gleiche Netz und kannst auch Spannung aus der Phase gegen Null und Schutzleiter messen.

Parallel anschließen kannst Du Deinen Kessel nicht. Hierzu solltest Du wenigstens die Phase komplett abtrennen und dann über einen Sicherungsautomaten mit der Phase des Moppels verbinden.

Den Kessel einfach nur abtrennen und mit dem Moppel verbinden funktioniert, ist aber lebensgefährlich, da kein Schutz mehr vorhanden ist und kein Sicherungsautomat auslösen würde.
Robinson
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 330
Registriert: Sa 15. Aug 2009, 09:46
Wohnmobil: N+B Flair
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Beitrag von Robinson »

Der Ionisationsstrom wird nicht über den Schutzleiter abgeführt, dann würde der FI auslösen, außerdem würde dann beim Heizungsanschluß nicht soviel Wert auf Null und Phase gelegt. Theoretisch könnte man einen Pol des Kipor "erden", also wie früher bei der "Schutzmaßnahme Nullung" mit dem Schutzleiter verbinden, aber das wird nicht zulässig sein.

Den Kessel einfach nur abtrennen und mit dem Moppel verbinden funktioniert, aber ist lebensgefährlich, da kein Schutz mehr vorhanden ist und kein Sicherungsautomat auslösen würde.

Das ist so nicht richtig, dann wäre JEDES Gerät, was an einem mobilen Generator betrieben wird, lebensgefährlich... die Sicherung ist in dem Falle im Generator und eine Erdschraube hat er ja auch, um ihn zu erden.

LG
Andy
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Wo ist bei meinem Generator die Phase?

Beitrag von Andy »

So nicht richtig.

Ein Gerät am Kipor zu betreiben, ohne die Erde anzuschließen, kann lebensgefährlich sein. Die meisten Geräte jedoch sich schutzisoliert, haben ein Kunststoffgehäuse, o.ä. Deswegen passiert auch nichts.

Um ein sicheres netz aufzubauen muss man auf jeden Fall den Schutzleiter beschalten.Dafür ist die Erdungsschraube da. Diese müsste mit einem Tiefenerder verbunden werden, um das System sicher zu machen. Das letzte Problem bleibt: Noch sind beide Wicklungen gegen Erde hochohmig.

Hier ist es noch etwas anders zu dem "normalen" Einsatzfall eines Moppels. der Kessel ist aus Metall. Im Fehlerfall (Phase an Metall) kammt es zu keiner Abschaltung einer Sicherung, da kein Ableitungsstrom fließen kann.

Also bleibt einem für die eigene Sicherheit nichts anderes übrig, als N und PE mit der Hausanlage zu verbinden und die Phase separat zum Kessel zu führen.
Robinson
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 330
Registriert: Sa 15. Aug 2009, 09:46
Wohnmobil: N+B Flair
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Beitrag von Robinson »

Ich würde für alle Fälle so ein Teil: http://www.conrad.de/ce/de/product/6125 ... 1&ref=list dazwischenschalten...

LG
rgk
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 1863
Registriert: Fr 25. Sep 2009, 18:57
Wohnmobil: Concorde Charisma
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re:

Beitrag von rgk »

Robinson hat geschrieben:Der Ionisationsstrom wird nicht über den Schutzleiter abgeführt, dann würde der FI auslösen, außerdem würde dann beim Heizungsanschluß nicht soviel Wert auf Null und Phase gelegt. Theoretisch könnte man einen Pol des Kipor "erden", also wie früher bei der "Schutzmaßnahme Nullung" mit dem Schutzleiter verbinden, aber das wird nicht zulässig sein.

Es gibt Steuerungen (z.B Satronic), die über Schutzleiter den Ionisationsstrom ableiten. Die Stromstärke liegt in einem Bereich, wo kein FI anspricht.
Bezüglich der Wertstellung von Null und Phase bei Gasbrennern kann man dies auch mit einem Trafo in der Ionisationsleitung lösen, indem man hier
die Sekundärseite auf 230V Netz klemmt. Ansonsten würde heute noch ein mobiles Gasheizgerät mit Automatikzündung auf Baustellen auf richtige
Polung des Steckers bestehen. Dies gehört inzwischen der Vergangenheit an.


Den Kessel einfach nur abtrennen und mit dem Moppel verbinden funktioniert, aber ist lebensgefährlich, da kein Schutz mehr vorhanden ist und kein Sicherungsautomat auslösen würde.

Das ist so nicht richtig, dann wäre JEDES Gerät, was an einem mobilen Generator betrieben wird, lebensgefährlich... die Sicherung ist in dem Falle im Generator und eine Erdschraube hat er ja auch, um ihn zu erden.

LG

Dies haben wir früher schon im Forum diskutiert. Jeder Wechselrichter im Womo müsste auch einen separaten FI haben, denn ohne diesen ist es auf
der 230V Seite auch gefährlich.
Schlauchi
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 1098
Registriert: Di 7. Okt 2008, 21:31
Wohnmobil: Sunlight T63, Ducato 130, 2,3
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re:

Beitrag von Schlauchi »

Robinson hat geschrieben:Ich würde für alle Fälle so ein Teil: http://www.conrad.de/ce/de/product/6125 ... 1&ref=list dazwischenschalten...

LG


..........................unktioniert aber nur, wenn Du die Beschaltung des Moppels so wie vom Andreas beschrieben änders. Der RCD benötigt eine funktionierte Schutzleiterbeschaltung. Allerdings muss in den meisten Energieversorgungsgebieten zwischen dem eigenen Netz und em Versorgungsnetz zu 100 % getrennt werden. Nicht nur die Phase sondern auch der Nullleiter.

Hans
Robinson
Enthusiast
Enthusiast
Beiträge: 330
Registriert: Sa 15. Aug 2009, 09:46
Wohnmobil: N+B Flair
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Beitrag von Robinson »

Der Fehlerstromschutzschalter funktioniert schon, er schaltet ab, wenn zwischen rausgehendem und reinkommendem Stron mehr als 30 mA "fehlen", d.h. woanders, eventuell eben über den berührenden Menschen, abfließen. Da brauch es keinen Schutzleiter...

LG Peter
Antworten

Zurück zu „Stammtisch“