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Mobile Freiheit • Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkauf
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Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkauf

Verfasst: Di 13. Dez 2011, 22:17
von Condor
Zugetragen hat sich der Fall heute in Mölln nahe Lübeck.

Unser Mitglied Rainer „Modellflieger“ und seine Lebensgefährtin Erika unterstützen seit längerem die Witwe eines vor zwei Jahren verstorbenen, befreundeten Wohnmobilisten beim Betrieb des Wohnmobils. :D

Als diese dann doch irgendwann das Fahrzeug, einen Chausson Allegro 69, nicht mehr weiter halten will helfen sie beim Einstellen der Verkaufsanzeige mit vielen Fotos bei Mobile.de. 24.500 Euro möchte die Witwe für das sehr gut gepflegte, teilintegrierte Wohnmobil noch erzielen. :(

Bereits nach kurzer Zeit meldet sich ein Interessent der das Fahrzeug für ein bekanntes Ehepaar sucht und den Verkauf vermitteln möchte. Er macht bei der
Besichtigung einige eigene Fotos um diese seinen Bekannten zu zeigen. :roll: :roll:

Er bittet Rainer und Erika die Anzeige bei Mobile.de rauszunehmen, seine Bekannten sollten den Preis nicht sehen denn er wolle für seine Vermittlung auch etwas verdienen. :oops: :oops:

Was keiner weiß, dieser nette Herr setzt jetzt eine eigene Anzeige mit seinen Fotos bei Mobile.de zu einem Schnäppchenpreis von 18.000 Euro rein und ködert so ein Ehepaar aus Göttingen, das heute zum Kauf anreist und vor Ort mit dem Vermittler aufkreuzt.

Der Besitzerin des Fahrzeugs wird natürlich nichts von dem Schnäppchenpreis erzählt, den Käufern vermittelt der smarte Herr die Witwe wolle die alten Erinnerungen schnell loswerden. :o

In einem separaten Raum des Hauses verhandeln die beiden, Vermittler und Käufer noch über den Preis, er geht auf 17.500 Euro runter.

Nun soll der schriftliche Kaufvertrag gemacht werden (das Geld hatte aber schon der Vermittler in seinen Händen) als dieser plötzlich feststellt das er seinen Ausweis noch im Auto hat und dieser für die Erstellung des Vertrages ja gebraucht wurde.

Keiner hindert ihn daran mit dem Geld nach draußen zu gehen um den Ausweis zu holen. Das Auto stand in einer Seitenstrasse, keiner hat es gesehen.

Als er nicht wiederkam war allen klar was passiert ist, aber nun war es zu spät. :o :o

Käufer und Vermittler hatten mehrfach an diesem Tage über eine Handynummer Kontakt. Dies Handy war nun natürlich auch nicht mehr erreichbar.

Die Polizei hat die Sache aufgenommen, sieht aber keine große Chance auf Erfolg.

Später fiel auch allen auf, dass der Vermittler immer Handschuhe getragen hatte.
Warum wohl :?: :?: :?:

Übrigens, der Vermittler hatte einen leichten polnischen Dialekt.

Der Witwe ist kein Schaden entstanden, das Wohnmobil steht weiterhin zu Hause, wohl aber dem Käufer der für den Betrag lange gespart hatte und bereits mit Überführungskennzeichen angereist war.


Also Vorsicht beim Verkauf, wenn jemand mit der Vermittlermasche auftaucht.

Re: Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkau

Verfasst: Di 13. Dez 2011, 22:42
von Specht
Hm...also mit so viel Bargeld würde ich nie und nimmer durch die Gegend fahren. Oder ist das so üblich?

Re: Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkau

Verfasst: Di 13. Dez 2011, 23:08
von schlado
Beim Fahrzeugkauf ist Bargeld nicht unüblich.
Vielen Dank für die Einstellung dieser Betrugsmasche.
Unglaublich auf welche Ideen diese Menschen kommen.
Hört sich vielleicht blöd an, aber mir sind solche Betrüger immer noch lieber als solche,
die den Aufkäufer auflauern und diesen dann mit brutaler Gewalt berauben.
Hier hat man zumindest noch eine Chance mit ein bißchen Verstand und solchen Beiträgen
wie hier, dem Betrüger, auch wenn es wirklich schwer ist, auf die Schliche zu kommen.
Gruß aus Kiel
Ralf

Re: Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkau

Verfasst: Di 13. Dez 2011, 23:09
von Modellflieger
Hallo,
noch zum Verkaufsgeschehen: Die Witwe (Verkäuferin) wußte nicht, daß der Vermittler schon des Geld von den Käufern hatte.
Selbst die Ehefrau (Käuferin) hatte nicht mitbekommen, daß ihr Mann dem Vermittler das Geld gegeben hatte, obwohl noch kein Vertrag gemacht wurde.

Moin Moin und viele Grüße
vom Modellflieger

Re: Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkau

Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 06:41
von Arminius
Er bittet Rainer und Erika die Anzeige bei Mobile.de rauszunehmen, seine Bekannten sollten den Preis nicht sehen denn er wolle für seine Vermittlung auch etwas verdienen.
Spätestend da hätten sämtliche Alarmglocken angehen müssen! Sorry, aber wer sich auf dubiose Geschäfte einläßt muss auch damit rechnen hinterher Ärger zu bekommen. Privatverkauf heißt für mich Ware gegen Bares! Wenn sich ein Käufer nicht darauf einläßt dann kann er wieder abziehen.

Und von einem anonymen Vermittler etwas kaufen? Also dafür fehlt mir jedes Verständnis.

Meine "Hochachtung" vor dem Betrüger. Gut gemacht, erinnert mich so ein Wenig an den Film "Der Clou" mit Robert Redford und Paul Newman. :lol:

Aber das Gute an der ganzen Sache ist das es heute Foren gibt in denen man solch unglaubliche Stories verbreiten kann!

Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 07:24
von rittersmann
Bereits nach kurzer Zeit meldet sich ein Interessent der das Fahrzeug für ein bekanntes Ehepaar sucht und den Verkauf vermitteln möchte. Er macht bei der
Besichtigung einige eigene Fotos um diese seinen Bekannten zu zeigen. :roll: :roll:

Er bittet Rainer und Erika die Anzeige bei Mobile.de rauszunehmen, seine Bekannten sollten den Preis nicht sehen denn er wolle für seine Vermittlung auch etwas verdienen
Also den hätte ich auch gleich über den Acker geschickt. Wenn ich schon inseriert habe, dann brauch ich doch keinen Vermittler? Wer nur einmal ein Fahrzeug bei Mobile etc. inseriert, der bekommt gleich zu Anfang Angebote von allen möglichen Vermittlern, teils auch aus dem Ausland. Das hat sich doch schon rumgesprochen, oder?

Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 08:08
von Mary
guten Morgen,
Nun soll der schriftliche Kaufvertrag gemacht werden (das Geld hatte aber schon der Vermittler in seinen Händen) als dieser plötzlich feststellt das er seinen Ausweis noch im Auto hat und dieser für die Erstellung des Vertrages ja gebraucht wurde.
es ist der Hammer, wie geschickt oder clever solche Betrüger vorgehen. Vermutlich konnte der nur gut "reden" und hat die Naivität der Leute einfach ausgenutzt.

Irgendwie aber haben einige Menschen immer noch viel zu viel Vertrauen und gehen gerade solchen Leuten die gut "überzeugen" können auf den Leim.

Wäre mir wahrscheinlich nie passiert, aber ich kenne Leute die glauben anderen Menschen mehr.

Dumm gelaufen ....

Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 08:54
von Heiko
Ich bin sicher nicht unfehlbar und mich kann man sicher auch reinlegen.

Aber das Geld lege ich erst auf den Tisch, wenn der Vertrag dingfest gemacht wurde.
Das heißt inkl. Schlüssel und Papiere.

Aber das ist doch eigentlich normal?

PS: Da fällt mir gerade ein, das ich mal einen Auto TT ungesehen übers Netz gekauft habe, Vertrag über Fax und Zahlung dann vorab.
das war allerdings ein Autohaus mit vielen Zweigstellen. Unwohl war mir aber trotzdem...

Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 09:11
von Mary
Hallo guten Morgen Gabi,
Specht hat geschrieben:Hm...also mit so viel Bargeld würde ich nie und nimmer durch die Gegend fahren. Oder ist das so üblich?
doch könnte man schon, wer weiß denn wo Du es versteckt hast? .... im BH oder am Körper.... um zu zahlen = Ware gegen Geld!

Ein Mal ging es leider aus organisatorischen Gründen nicht das Bargeld abzuholen und ich überwies das Geld dem Autohaus, mir war davor sehr übel und ich bekam Magenschmerzen,
jedoch klappte alles hervorragend.

Ein weiteres Mal: also ich nahm auch so viel Bargeld mit und bezahlte einmal beim Autokauf cash.

Denn wenn man heutzutage ein Auto kauft, evt. in größerer Entfernung und sollte "Vorkasse" überweisen, könnte das Autohaus auch über Nacht in Konkurs gehen.

Alles schon vorgekommen, dann ist das überwiesene Geld auch futsch.

Dann lieber das Geld am Körper tragen und mit einer weiteren Person dort hinfahren. Mein Motto Ware gegen Geld und Brief ist immer die beste Art.

@condor
@all
Allerdings hat dieser o.g. Betrüger gewonnen, wenn er während des bezahlens nur mal eben seinen Ausweis holen möchte :shock:

Re: Eine neue Betrugsmasche beim Wohnmobilkauf- bzw. –Verkau

Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 09:20
von Mobi-Driver
Moin moin Klaus ,
das ist wirklich ein Hammer, was Rainer passiert ist .

Aber mal ehrlich :
Ich lasse doch keinen Fremden mit soviel Bargeld aus dem Haus gehen !!! :o

Zur Bezahlung mit Bargeld :
Unser erstes Wohnmobil, einen Hymer, hatten wir damals bei Karstadt in HH-Billbrook gekauft .
Er war 1,5 Jahre alt, hatte erst 13.000km runter, top gepflegt und war kurz in der Vermietung bei Karstadt .
Der Kaufpreis betrug 40.000 DM , somit 8.000 DM unter dem Kaufpreis beim Händler .
Bezahlung war nur in bar ! 2000 DM angezahlt und bei Abholung 38.000 DM in bar .

Unser drittes Wohnmobil, unser jetziger Frankia, haben wir beim Hymerhändler in Norderstedt gekauft .
Bezahlung in bar bei Abholung , Überweisung war nicht erwünscht .

Somit ist Barzahlung doch öfters als wie man denkt .