Vulkanasche

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garibaldi
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Re: Vulkanasche

Beitrag von garibaldi »

Regenwolken auf 15000 m Höhe? Interessant. Dann war bei Euch gestern wohl doch keine Asche - oder keine mehr ... wer weiß? Wahrscheinlich war in Eurer Ecke sowieso wenig, wenn überhaupt, was nichts über andere Gegenden Deutschlands aussagt.

Zum Rest mal nicht so viel jetzt, es ufert aus. Definitiv ist es aber so, dass, egal wie zuverlässig die Berechnungen des Londoner Instituts sind, das Flugverbot definitiv auf Grund internationaler Richtlinien ausgeprochen werden musste. Der Ramsauer kann also nix dafür, der hat nur bestehende Regeln umgesetzt. Wenn Dir ein Polizist wegen eines unsinnigen Halteverbots einen Strafzettel verpasst, kannst Du ihm dafür auch nicht die Schuld geben.

Was die Satellitenfotos angeht: Es gibt ja schon mehr Satellitenfotos von Vulkanausbrüchen. Die Aschewolken, die so ein Vulkan ausstößt, sind meistens zumindest teilweise dunkel graubraun. Normale Wolken dagegen sind von oben normalerweise immer weiß bis maximal hellgrau (ich muss jetzt nicht die physikalischen Gesetzmäßigkeiten dahinter erläutern). Das kann man also sehr wohl sehr gut unterscheiden, auch als Laie.

Was die Testflüge angeht, die sind zweifellos nur bedingt aussagekräftig. Wenn, dann hätte man schon wirklich im gesamten Luftraum kreuz und quer, und das auf allen relevanten Höhen, testfliegen müssen. Frankfurt-München und Frankfurt-Köln, das ist ein Witz. Damit hatte man über den allergrößten Teil des deutschen Luftraums absolut 0,0 Information. Schau Dir mal die Linie Köln-Frankfurt-München auf der Karte an. Eine gerade Linie mehr oder weniger ganz am südwestlichen Rand Deutschlands ist das. Und das ist auch genau der Bereich, in den die Aschewolke logischerweise am wenigsten vordringen konnte ... leuchtet jedem ein, der ein klein bisschen was von Meteorologie weiß.
garibaldi
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Re: Vulkanasche

Beitrag von garibaldi »

Mobi-Driver hat geschrieben:Lieber Garibaldi ,
entschuldige bitte, daß alle Fachleute keine Ahnung haben, außer Dir natürlich . :mrgreen:
Ich werde jetzt von meiner Seite aus die Beiträge beenden, weil ich auf Deinen Unsinn
nicht mehr antworten möchte .

PS: Grüße bitte Petrus von mir, zu dem Du wohl einen sehr guten Kontakt hast . :lach1

Welche "alle Fachleute"? Ich würde doch mal sagen, dass es in der Sache durchaus unterschiedliche Meinungen auch unter Fachleuten gibt.

Die, die gestern Abend im Deutschlandfunk darüber diskutiert haben, von der Pilotenvereinigung Cockpit, von Vulkanologischen Universitätsinstituten u.s.w., haben alle in meiner Richtung argumentiert ... Ich glaube nicht, dass Du allein entscheiden kannst, was Unsinn ist. Aber antworten brauchst Du deshalb natürlich nicht.

PS: Was Petrus dazu meint, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht, ich habe keinen Kontakt zu dessen Verein. :mrgreen:
Cruiser
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Re: Vulkanasche

Beitrag von Cruiser »

Und das ist auch genau der Bereich, in den die Aschewolke logischerweise am wenigsten vordringen konnte ...

Okay. Also, wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann hat die Aschenwolke eine Bogen um den Kreis Recklinghausen gemacht. Sie war nicht im Südwesten, zwischen Köln und Frankfurt, aber auch nicht im Süden, zwischen Frankfurt und München. Auch war sie weder in Berlin (Air Berlin meldet keine Asche auf den Testflügen), noch in Frankreich (Air France) und auch nicht in Großbritannien (British Airways). Sie war nicht über Norddeutschland, nicht über Dänemark und auch nicht über Südschweden (NATO-Flieger) Ja zum Teufel, wo war die Wolke denn dann? Auch stellt sich mir langsam die Frage, wie Intelligent ist diese Wolke, dass sie ausgerechnet die Ecken meidet, in denen sie gesucht wird?
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Re: Vulkanasche

Beitrag von Cruiser »

garibaldi hat geschrieben:Regenwolken auf 15000 m Höhe?

Sorry, ich muss mich korrigieren: es waren 9000 Meter. (Vulkan)Asche auf mein Haupt :mrgreen:
garibaldi
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Re: Vulkanasche

Beitrag von garibaldi »

Also Recklinghausen ist ja nun nicht soooo weit von der Achse Köln-München weg. Ich hab' mir gerade mal ein paar Wettersatelliten-Bilder vom 18.04 angeschaut. Dem Anschein nach war es so, dass die durch die vorangegangene Nordwest-Strömung nach Zentraleuropa gedrifteten Ausläufer der Aschewolke in schmalen Bändern über den Norden und die östliche Mitte Deutschlands gedriftet sind. Die Nordwestströmung, mit der die Wolke kam, hat sich dann über Norddeutschland so weit abgeschwächt, dass von der Aschewolke nichts den Bogen nach Westdeutschland geschafft hat. Vorausgesetzt, ich interpretiere das richtig, hieße das, dass tatsächlich der Bereich von Westdeutschland (also bei Euch) über Südwest- und Süddeutschland nicht oder nur marginal betroffen war. Was allerdings die Militärs bewogen hat, ausgerechnet in einem Bereich, in dem durchaus mit höheren Aschekonzentrationen gerechnet werden konnte, intensive Flugmanöver abzuhalten, erschließt sich mir nicht so ganz. Aber dazu hab' ich mich ja weiter oben schon geäußert.

Berlin müsste aber eigentlich sehr wohl von Aschewolken-Bändern überflogen worden sein. Was und wo die Air Berlin genau gemessen hat, weiß ich ja nicht. Aber die Chance bestand natürlich durchaus, einen Flieger da rauf zu schicken, und der rumpelt haarscharf ein paar Meter neben so einer Aschekonzentration vorbei und kriegt nix mit ... man muss sich ja immer vor Augen halten, dass das keine durchgehende, kompakte Wolke war.
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Re: Vulkanasche

Beitrag von Cruiser »

garibaldi hat geschrieben:Dem Anschein nach war es so, dass die durch die vorangegangene Nordwest-Strömung nach Zentraleuropa gedrifteten Ausläufer der Aschewolke in schmalen Bändern über den Norden und die östliche Mitte Deutschlands gedriftet sind. Die Nordwestströmung, mit der die Wolke kam, hat sich dann über Norddeutschland so weit abgeschwächt, dass von der Aschewolke nichts den Bogen nach Westdeutschland geschafft hat. Vorausgesetzt, ich interpretiere das richtig, hieße das, dass tatsächlich der Bereich von Westdeutschland (also bei Euch) über Südwest- und Süddeutschland nicht oder nur marginal betroffen war.

Gut, gehen wir mal (nur annäherungsweise) davon aus, dass die Wolke diesen Weg genommen hat. Warum wurden dann die Flughäfen in Düsseldorf, Köln, Amsterdam, Brüssel, Paris und Zürich gesperrt? Warum wurde der Flughafen Kopenhagen gesperrt, die NATO-Jets jedoch durften fliegen? Hat das Computermodell des Met Office in London (wieder einmal) versagt? Wenn dem so ist, hat es sich auch bei der Dichte der Wolke getäuscht? Warum wurden die Fakten nicht mit Wetterballons überprüft? Warum nimmt man Schäden in Milliarden Höhe hin, ohne auch nur ansatzweise zu prüfen, ob es gerechtfertigt ist? Warum hört man nicht auf die Fachleute der Fluggesellschaften, die das wahre Ausmaß überprüft haben? Warum dieses Schauspiel Orwell´schen Ausmaßes? Wo sind die Beweise für eine, den Flugverkehr beeinträchtigende, Vulkanstaubwolke?

Deine verzweifelten Versuche, die Maßnahmen zu rechtfertigen, in allen Ehren, aber, sie sind, anhand der Tatsachen, ziemlich dünn.
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Re: Vulkanasche

Beitrag von garibaldi »

Tja, die Beweise sind genau so dünn wie die Wolke ... :lol:

Nein, im Ernst: Das Problem, das die Jungs hatten (heute hab' ich irgendwo gehört, Ramsauer sei für sein gutes Krisenmanagement gelobt worden! :mrgreen: ), war offensichtlich, dass man schlicht nicht weiß, was die Flieger abkönnen. Die Fluggesellschaften waren da wohl risikobereiter als die Genehmigungsbehörden. Dass keine Messungen vorgenommen worden seien, glaube ich mal nicht, das wäre ja geradezu absurd. Dass Fluggesellschaften das behaupten und es niemand dementiert heißt ja noch nicht, dass es so war. Wenn alles wahr wäre, was nicht dementiert wird, das wäre lustig. Das Problem mit den Messungen ist halt nur, dass die immer nur ein punktuelles Lagebild liefern, die Atmosphäre ist aber kein Punkt, sondern ein Riesenareal, das sich noch dazu permanent durch Strömungen verändert.

Wie es gestern in der Rundfunkdiskussion richtig gesagt wurde: Es ist eigentlich ein unhaltbarer Zustand, dass bis heute kein Mensch weiß, was man den Flugzeugen zumuten kann ohne Risiko. Das ist doch so, als würde man mit einem Boot den Atlantik überqueren wollen, ohne zu wissen, ob die Jolle seetüchtig ist (jaa, ich weiß, der Vergleich hinkt und übertreibt ;) ).
Andy
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Re: Vulkanasche

Beitrag von Andy »

Meinst Du eigentlich, dass Fluggesellschaften das Risiko eingehen würden zu fliegen, wenn die sich nicht sicher wäre, dass es sicher wäre. jeder Absturz und jede Notlandung sind Negativkritiken für diese Gesellschaften und kostet denen Millionen und aber Millionen.

Und meinst Du eigentlich, dass Ramsauer und seine Mannen Spezialisten für Flugzeuge sind?

Schau mal auf deren Berufe und auf das was diese gelernt haben und Du wirst Dich wundern, wie viel Kompetenz dahinter steckt.

Also ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann und an den Osterhasen.
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Re: Vulkanasche

Beitrag von Cruiser »

garibaldi hat geschrieben:war offensichtlich, dass man schlicht nicht weiß, was die Flieger abkönnen. Die Fluggesellschaften waren da wohl risikobereiter als die Genehmigungsbehörden.

Glaubst Du tatsächlich, dass weder der Hersteller, noch die Piloten, eine Ahnung davon haben, was man den Flugzeugen und den Triebwerken zumuten kann? Die Dinger werden, bevor sie produziert, bzw ausgeliefert, werden, auf Herz und Nieren geprüft. Dazu gehören auch Belastungstests unter widrigen Umständen.

Dass keine Messungen vorgenommen worden seien, glaube ich mal nicht, das wäre ja geradezu absurd. Dass Fluggesellschaften das behaupten und es niemand dementiert heißt ja noch nicht, dass es so war. Wenn alles wahr wäre, was nicht dementiert wird, das wäre lustig.

Glaub mal, dass das (sogar lauthals) dementiert worden wäre, wir stehen nämlich kurz vor einer wichtigen Landtagswahl.

Das Problem mit den Messungen ist halt nur, dass die immer nur ein punktuelles Lagebild liefern, die Atmosphäre ist aber kein Punkt, sondern ein Riesenareal, das sich noch dazu permanent durch Strömungen verändert.

Selbstverständlich müssen ständige Messungen durchgeführt werden und das an vielen Punkten. Aber zur ersten Information hätten erst einmal ein paar Messungen gereicht, um festzustellen, wie dicht der Staub tatsächlich ist.

Ach übrigens, da Du ja Satellitenbilder lesen kannst, kannst Du dieses hier sicher aufschlüsseln:
http://img534.imageshack.us/img534/3469/vulkan21.jpg
garibaldi
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Re: Vulkanasche

Beitrag von garibaldi »

Cruiser hat geschrieben:
garibaldi hat geschrieben:war offensichtlich, dass man schlicht nicht weiß, was die Flieger abkönnen. Die Fluggesellschaften waren da wohl risikobereiter als die Genehmigungsbehörden.

Glaubst Du tatsächlich, dass weder der Hersteller, noch die Piloten, eine Ahnung davon haben, was man den Flugzeugen und den Triebwerken zumuten kann? Die Dinger werden, bevor sie produziert, bzw ausgeliefert, werden, auf Herz und Nieren geprüft. Dazu gehören auch Belastungstests unter widrigen Umständen.
Genau das haben die Fachleute bestätigt, dass auch die Hersteller auf Anfrage keine Aussage machen konnten, wieviel Vulkanasche die Triebwerke vertragen. Es klingt unglaublich, ist aber offensichtlich Tatsache!

Dass keine Messungen vorgenommen worden seien, glaube ich mal nicht, das wäre ja geradezu absurd. Dass Fluggesellschaften das behaupten und es niemand dementiert heißt ja noch nicht, dass es so war. Wenn alles wahr wäre, was nicht dementiert wird, das wäre lustig.

Glaub mal, dass das (sogar lauthals) dementiert worden wäre, wir stehen nämlich kurz vor einer wichtigen Landtagswahl.[/quote]
Was interessieren die Meteorologen die Landtagswahlen?

Das Problem mit den Messungen ist halt nur, dass die immer nur ein punktuelles Lagebild liefern, die Atmosphäre ist aber kein Punkt, sondern ein Riesenareal, das sich noch dazu permanent durch Strömungen verändert.

Selbstverständlich müssen ständige Messungen durchgeführt werden und das an vielen Punkten. Aber zur ersten Information hätten erst einmal ein paar Messungen gereicht, um festzustellen, wie dicht der Staub tatsächlich ist. [/quote]
Wer soll denn solche flächendeckenden Messungen machen, und das ständig? Und ein paar Messungen hätten zur ersten Information garnix gebracht, eben wegen der Sache mit den punktuellen Bildern und der weiträumigen Verteilung. Stell Dir vor, die messen an Punkt A, dann fliegt ein Flieger in Punkt B in den Dreck und kriegt Probleme, weil man von Punkt A aus nicht abschätzen konnte, wie die Konzentration in Punkt B ist, was dann?

Ach übrigens, da Du ja Satellitenbilder lesen kannst, kannst Du dieses hier sicher aufschlüsseln:
http://img534.imageshack.us/img534/3469/vulkan21.jpg[/quote]

Schönes Bild - ist wohl eins im Infrarot-Bereich, die sind relativ schwierig zu lesen. Was willste denn dazu wissen?
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