Schatzsucher hat geschrieben:Rom hat sicher mehr zu bieten als manche andere Orte, wo eine Touriabgabe erhoben wird.
Aber ich empfinde es in jedem Fall einfach nur als Abzocke.
Wenn Touristen kommen, dann lassen sie im Ort auch Geld und unterstützen hinlänglich die heimische Wirtschaft. Besonders sehenswerte Städte wie Rom oder auch Paris haben sehr spezielle Preise in der Gastronomie mit viel Phantasie und Kreativität. In den typischen Touristenvierteln werden nicht nur deutlich erhöhte Preise genommen, sondern es wird auch noch für Sitzplätze mehr Geld verlangt usw.
Tourismus ist in vielen Gegenden eine der tragenden Wirtschaftfaktoren. Da möchte der Staat offenbar gern direkt partizipieren. Das ist schlichtweg nicht redlich. Auch unsere bekannte Kurtaxe in den deutschen Bädern hat zwar eine Tradition, ist aber daher nicht weniger ungerechtfertigt.
Warum soll ich als Bewohner dieses Planeten Geld zahlen, wenn ich an den Strand möchte ?
Wir geben regelmäßig Geld im Urlaubs-/Ausflugsort aus und mieten auch mal einen Strandkorb. Wir speisen oft an der Promenade und zahlen Stellplatzgebühren. Warum bitte mehr?
Ich meine, es ist für Rom keine Rechtfertigung, dass es auch andere Wegelagerer gibt, die weniger zu bieten haben.
Viele Grüße
Bernd
Ich verstehe diesen Standpunkt sehr gut, allerdings denke ich, dass er zu kurz greift. Man sollte solche Sachen einfach als ganz normale Steuer betrachten, genau wie die Mehrwertsteuer etc.. Letztlich geht es ja nur darum, all das zu finanzieren, was die jeweilige Gemeinde an Leistungen zur Verfügung stellt, von der Müllabfuhr über Wasser- und Stromversorgung bis zum Sauberhalten eines Strandes beispielsweise. Gut, einige dieser Dinge sind in den letzten Jahr(-zehnt-)en an Privatfirmen ausgelagert worden, und leider produzieren Verwaltungen auch gerne überflüssige Kosten, aber grundsätzlich gibt es eben einen Haufen Kosten, die irgendwie gedeckt werden müssen. Wenn da die bisherigen Einnahmen nicht reichen, darf und
muss eine Gemeinde sehen, wie sie zu mehr Einnahmen kommt. Und dabei nur die Ortsansässigen zur Kasse zu bitten und alle Anderen, die die zu finanzierende Infrastruktur mit nutzen, außen vor zu lassen, wäre den Einheimischen gegenüber nicht fair. Touristen sind nicht nur gewinnbringend, sie sind auch eine Belastung. Alles hat eben zwei Seiten.