Hallo Peter,
ich glaube wir reden an einander vorbei.
Bei der von Dir erwähnten Nullung, produzierst Du ja einen "Schutzleiter" in der Steckdose. Dort würde der Steckdosen-RCD auch funkionieren, wenn ein Fehlerstrom vor (auf der Nutzerseite) dem RCD geschieht. Ich durfte sogar im Tiefen Westen im ersten Lehrjahr noch die klassische Nullung anwenden, danach wurde sie verboten. Viele alte Häuser mit Holzfußboden auf dem Lande haben heute noch die flachen Steckdosen mit den zwei Löschern. Damals gab es ja auch noch keine gut leitenden Betonböden, Heizungsrohre und...... . Umgerüstet wird ja meistens erst bis ein guter Elektriker vorbei kommt und überzeugt.
Hast Du aber an einer Steckdose keinen Schutzleiter würde der RCD nicht funktionieren und leider funktionieren viele von den SteckdosenRCD nicht richtig ohne Schutzleiter und sie gaukelt dir eine Schutzfunktion nur vor.
Da aber unsere kleinen Ersatzströmer gar keinen Schutzleiter haben, sondern nur einen Potentialausgleich, funktionieren diese Steckdosen-RCD dort nicht. Das wollte ich rüber bringen ! Kannst Du als Elektriker leicht ausprobieren. Klaue der Steckdose den Schutzleiter, holen dir einen billigen Steckdosen RCD und messe mit einem zweipoligen Spannungsprüfer (so ein alter Duspol) der einen Arbeitstrom von 35 mA hat zwischen Phase und Schutzleiter an diesem Steckdosen-RCD und es könnte sein, dass Du dich wunderst.
Bei nur einem Verbraucher und keine "böswillige" Verbindung zwischen den Funktionsleitern und dem Erdreich kann natürlich dem Menschen nichts passieren. Da sind wir einer Meinung.
Gute Ersatzströmer haben genau aus diesem Grunde ja auch eine Isolationsüberwachung und am besten noch mit Abschaltung beim ersten oder zweiten Fehler. Ähnlich den Krankenhäusern.
In der kommenden Woche mache ich mal einen kleinen Video, wo man das mit dem fehlenden Schutzleiter und den Steckdosen-RCD sieht. Ich lasse mir mal etwas einfallen.
Gruß Hans