Und da reißt bei mir die Hutschnur:

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mpetrus
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von mpetrus »

he76xe hat geschrieben: Man möge mich berichtigen...
Stuttgart 21... eine Bewegung die um "5 nach 12" kam..
für mich auch unverständlich... insbesondere schon hohe Entwicklungs-, Planungs- und Ausführungskosten entstanden waren.
Wer hätte die, bei Erfolg der Bewegung, denn zahlen müssen ... die Schwaben alleine? *lächel*
Ich weis nicht zu welchen Zeitpunkt die Bürgerbewegung aktiv wurde. Aber ich weis wann z.B. die Bürgerbewegung zum Flughafenausbau in Frankfurt aktiv wurde. Das war zu dem Zeitpunkt als die FAG den Ausbau als Plan bei der Stadt eingereicht hatte.
Das erst jetzt darüber Berichtet wird, liegt nur da dran das die Bürgerbewegung recht hatte, und der Lärm eben messbar vorhanden ist und sich keiner mehr rausreden kann. Oder glaubst du wirklich das die FAG die Demos jeden Montag in Ihren Flughafengebäude, aus reinem Demokratieverständniss sonst erlaubt?

Die hatten im Vorfeld auch immer behauptet alles wird gut. Jetzt kaufen die ganze Strassenzüge von Einfamilienhäuser auf, um die Lärmgeschädigten Eigentümer zu entschädigen. Klasse Planungen die viel Geld kostet und noch mehr Einwohnerflucht rund um den Flughafen bringt.

Stuttgart 21 wurde sicher besser geplant, da werden die Planer alles richtig gemacht haben. :lach1 :lach1
Hinterher wenn nichts mehr geht werden wir alle zahlen. Die Bahn sicher nicht.

he76xe hat geschrieben: Axo...die Gorleben-Blockierer zahlen auch, wenn sie von Bahntrassen weggetragen werden.
Komisch, von denen beschwert sich keiner... sind wohl wenige Schwaben darunter. *grins*
Meines Wissens nach, zahlen die eine "kleine" Ordnungswidrigkeitsstrafe, weil sie den Anweisungen der Polizei nicht folge leistet.
(Höhe ist mir nicht genau bekannt.)
Fürs weg tragen oder Polizeieinsatz zahlen die nichts. Solange beim weg tragen kein Wiederstand geleistet wird.
Was anderes ist es, wenn sich Demonstranten ans Gleisbett ketten und dieses beschädigt haben.
Das ist Sachbeschädigung und die Wiederherstellung des Gleisbettes muss vom Verursacher bezahlt werden.
Zuletzt geändert von mpetrus am Fr 3. Feb 2012, 20:26, insgesamt 1-mal geändert.
he76xe
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von he76xe »

Hallo, ich habe nicht von Frankfurt gesprochen...habe ich auch keine Ahnung von.

ich weiß wie es hier in Köln/Bonn Konrad-Adenauer-Flughafen ist...
In den Stadteilen
Brück, Rath und Porz haben wir wegem dem Fluglärm ein ähnliches Problem. Die Grundstücke hatten aufgrund der Nähe zum Flughafen sehr an Wert verloren, wurden aber trotzdem wegen ihres günstigen Preises gerne gekauft und mit Einfamilienhäuschen bebaut.
Tja, und nu... wird der Flughafen von den schlauen Schnäppchenkäufern/Eigenheimbesitzern wegen unzumutbarer Lärmbelästigung und dem zunehmendem Flugverkehr beschimpft, verklagt.
Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis...alle wollen Mobil sein, am liebsten Direktflüge zum Flugziel, alle wollen Ware aus aller Welt.. aber keiner kommt drauf , dass so ein Flughafen mal erweitern muss. Ich nenn das Dummheit.
SuperDuty
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von SuperDuty »

Friedlich demonstrieren an genehmigten Plätzen ist eine legitime und vom Grundgesetz gedeckte Sache.
Leider verstehen viele unter Demokratie jedoch Narrenfreiheit.

Wenn Gewalt angewendet wird hört der Spaß einfach auf. Und Sitzblockaden auf fremden Eigentum und auf öffentlichen Verkehrswegen (z. B. Castor-Transporte) sind eindeutig Gewalt, sie stellen eine Nötigung dar, verletzen Eigentumsrechte und vieles mehr. Da sind die Herrschaften mit den paar Euro noch viel zu billig weggekommen, denn diese Auswüchse falsch verstandener Demokratie bezahlen alle Steuerzahler. Hier muss eindeutig das Strafgesetz greifen. Denn auch der Schutz von Eigentum ist ein Wert der Demokratie!

Und wenn hier noch die Wahlbeteiligung angesprochen wird, so wäre dazu zu sagen, dass jenen, die nicht zur S21-Abstimmung gingen, das Projekt glatt am A…. vorbei geht, sie also zumindest nichts gegen den Bau haben.
Robinson
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von Robinson »

he76xe hat geschrieben:Tja, und nu... wird der Flughafen von den schlauen Schnäppchenkäufern/Eigenheimbesitzern wegen unzumutbarer Lärmbelästigung und dem zunehmendem Flugverkehr beschimpft, verklagt.

... bei Allen, die erst hingezogen sind, als der Flughafen bereits da war, würde ich die Klage wegen Blödheit abweisen und die, die schon vor dem Bau des Flughafens dort wohnten, sterben wohl langsam aus...

LG Peter
Robinson
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von Robinson »

mpetrus hat geschrieben:Edit: Frage: Was mus ich machen das ich zwei Zitate in mein Komentar bekomme?? Hoffe mit der blauen Schriftfarbe ist das ausreichent gekennzeichnet.

vor dem 2. Quote fehlte das /... so muss das aussehen: [/quote]

LG Peter
mpetrus
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von mpetrus »

he76xe hat geschrieben:Hallo, ich habe nicht von Frankfurt gesprochen...habe ich auch keine Ahnung von.

ich weiß wie es hier in Köln/Bonn Konrad-Adenauer-Flughafen ist...
In den Stadteilen
Brück, Rath und Porz haben wir wegem dem Fluglärm ein ähnliches Problem. Die Grundstücke hatten aufgrund der Nähe zum Flughafen sehr an Wert verloren, wurden aber trotzdem wegen ihres günstigen Preises gerne gekauft und mit Einfamilienhäuschen bebaut.
Tja, und nu... wird der Flughafen von den schlauen Schnäppchenkäufern/Eigenheimbesitzern wegen unzumutbarer Lärmbelästigung und dem zunehmendem Flugverkehr beschimpft, verklagt.
Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis...alle wollen Mobil sein, am liebsten Direktflüge zum Flugziel, alle wollen Ware aus aller Welt.. aber keiner kommt drauf , dass so ein Flughafen mal erweitern muss. Ich nenn das Dummheit.

Die kaufen Häuser die schon seit 20 Jahren und länger da stehen!!
Das ein Flughafen erweitert werden muß stimme ich dir auch nicht zu, da es ettliche Lokalflughäfen wie z.B. Hahn gibt die über Steuergelder am leben erhalten werden und es geräumte Militärflughäfen gibt die brach in der Landschaft stehen.
Ich wollte auch nur sagen das die Gegner schon sehr früh auf Missstände aufmerksam machen. Nicht erst wenn der Bagger angerollt sind.

Ich habe bei deinem letzten Satz ab ... Sorry ..., kein Verständnis da schüttel ich nur mit dem Kopf.
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von mpetrus »

Robinson hat geschrieben:
mpetrus hat geschrieben:Edit: Frage: Was mus ich machen das ich zwei Zitate in mein Komentar bekomme?? Hoffe mit der blauen Schriftfarbe ist das ausreichent gekennzeichnet.

vor dem 2. Quote fehlte das /... so muss das aussehen:

LG Peter[/quote]

Danke, hab dann mal alles richtig gestellt.
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von mpetrus »

dschaps hat geschrieben:
mpetrus hat geschrieben: Du bist also der festen Überzeugung das die fehlende Wahlbeteiligung gleichbedeutend mit Zustimmung zum Ausbau des Bahnhofes zu werten ist.

Ich denke das die fast 60% Wahlmuffel in Deutschland keine Ahnung davon haben was das Recht auf Mitbestimmung bedeutet.

Die hätten den Volksentscheid so formulieren müssen das 75% Stimmen für ein Weiterbau benötigt werden und nicht umgekehrt.

Wenn Du sagst,der Volksentscheid sei nicht gültig, weil die Wahlbeteiligung so gering war,dann kannst Du ja jede Wahl anfechten,denn dank Politikverdrossenheit durch korrupte und unaufrichtige Politiker sinkt die Wahlbeteiligung ja ständig. Wo willst Du da eine Grenze ziehen.
Ich denke,Ihr als Stuttgart 21 Gegner habt es ganz einfach nicht geschafft,genug Leute für die Wahl zu mobilisieren.
Aber nun akzeptiert doch endlich die Abstimmung!!
Gruß
dschaps

Ich würde die Grenze so ziehen: Mindestens 75% aller Stimmberechtigten müssen eine Stimme abgeben, damit die Wahl als solches gültig wird.
Darunter ist die Wahl ungültig und muß wiederholt werden, so sind die Politiker in der Situation wirkliche Leistungen zu erbringen und "keine Märchen" zu erzählen. Zur Zeit haben die keine Veranlassung dazu.
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von megamechanics »

Leider verstehen viele unter Demokratie jedoch Narrenfreiheit.

Tja, das kann man auch andes verstehen, wie du das gemeint hast :cool1

Es ist doch offensichtlich, dass sich viele genau deswegen, nämlich dem Selbstbedienungsladen Kapitalismus (mir das Meißte, den anderen nichts usw.) mit den unglaublichen Summen, die "bewegt werden" (von wo nach wohin?) auf die Straßen bemühen. Das finde ich positiv, auch wenn dadurch "Kosten" entstehen: ich habe nicht bei allem das Dollar Zeichen in meinen Augen.
Für wen ist denn der Flughafen, der Großbahnhof, vor allem in diesen maßlosen Dimensionen, dazu der ganze Lobbyismus, wer kann denn da noch glauben, es ginge um demokratische Entscheidungen zum Wohle des Volkes? Vor allem, bei der Schlaglochpiste Deutschland, überall fehlen tausende Euros und anderweitig werden Gelder mit ettlichen Nullen mehr verschachert. Wenn es nicht fehlen würde, wäre es noch ein klein wenig anders. Und wer glaubt denn wirklich, dass diese Investitionen für die nachfolgenden Generationen wirklich sinnvoll sein mögen?
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Re: Und da reißt bei mir die Hutschnur:

Beitrag von he76xe »

SuperDuty hat geschrieben:Friedlich demonstrieren an genehmigten Plätzen ist eine legitime und vom Grundgesetz gedeckte Sache.
Leider verstehen viele unter Demokratie jedoch Narrenfreiheit.

Wenn Gewalt angewendet wird hört der Spaß einfach auf. Und Sitzblockaden auf fremden Eigentum und auf öffentlichen Verkehrswegen (z. B. Castor-Transporte) sind eindeutig Gewalt, sie stellen eine Nötigung dar, verletzen Eigentumsrechte und vieles mehr. Da sind die Herrschaften mit den paar Euro noch viel zu billig weggekommen, denn diese Auswüchse falsch verstandener Demokratie bezahlen alle Steuerzahler. Hier muss eindeutig das Strafgesetz greifen. Denn auch der Schutz von Eigentum ist ein Wert der Demokratie!

Und wenn hier noch die Wahlbeteiligung angesprochen wird, so wäre dazu zu sagen, dass jenen, die nicht zur S21-Abstimmung gingen, das Projekt glatt am A…. vorbei geht, sie also zumindest nichts gegen den Bau haben.


Ich kann zu deiner Meinung nur eins sagen... es ist gut , das wir in Deutschland demonstrieren dürfen.
und ich fand die vorgehensweisen der Polizei in Stuttgart wie auch beim Castortransport unverhältnismäßig und grenzwertig.
Nicht immer ist der Demonstrant der Aggressor.. nicht immer stimmen die Bilder aus den öffentlich/rechtlichen und privaten Medien. Man kann einen Film zu schneiden und im Ablauf verschieben,

Zu den Stuttgart 21gern geb ich dir Recht... und ich würde den Demonstranten sagen, tut euch zusammen und klagt gegen die Bußgelder, oder nehmt es mit Humor.

Eine Sitzblockade auf öffentlicher Straße ist eine Ordnungswiderigkeit....falsch Parken ist das auch.
Setze ich mich gegen meine "Entsorgung" zur Wehr, dann werde ich verhaftet und bekomme eine Strafanzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Im Falle der Castor- und Endlager Demonstranten wird aus demokratischen Gründen kein Bußgeld erhoben.
Siehe LINK: https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=83
Straftatbestände:
Anketten an ein Gleis = Hausfriedensbruch.
Ausschotteren des Gleisbettes = Hausfriedensbruch in Tateinheit mit Sachbeschädigung

Ich sehe da keine immer noch keine Gewalttat.

VG He76xe
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