megamechanics hat geschrieben:Hallo Cornelius,
danke für deinen Beitrag.
Tja, die Fragestellung ist sicher berechtigt, steuern wir doch seit geraumer Zeit systematisch auf die Diktatur des Großkapitals zu, und nur wenige merken es überhaupt.
Na ja, die Griechen "merken" es derzeit am Deutlichsten, da sie aber als Sündenböcke aufgebaut wurden, ist den übrigen Europäern das nur Recht, bei uns sind es halt die Arbeitslosen und ALG II Empfänger, die herhalten müssen: "sollen die doch den Gürtel enger schnallen".
Ich finde es sehr positiv, das sich die Betroffenen das nicht gefallen lassen, auch wenn viel argumentiert wird, sie (alle bestimmt nicht) hätten über ihre Verhältnisse gelebt: warum flüchten dann so viele Griechen, "über die Verhältnisse" hieße ja, da müsste jede Menge an Erspartem und Sachwerten vorhanden sein. Orwells 1984 ist schon längst überholt, viele merken das noch nicht, bzw. will man das nicht wahrhaben, die Nebelbomben und Blendgranatenpolitik leistet hervorragende Dienste neben der Angst, neue Wege zu betreten.
Trotzdem setzt bei Vielen ein Nachdenken ein, auch wenn die Mehrheit am Großkapital und Euro (ESM) verkrampft festhält.
Früher wurde die Kuh, die man melken wollte, gepflegt, heute wird sie gnadenlos geschlachtet und restverwertet, bis auf den letzten Tropfen "Saft" und den Verbliebenen wird dabei erzählt, das sei gut für das "große Ganze".