Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

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CampingPit
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von CampingPit »

Das Argument mit den Versicherungen ist ohnehin blödsinnig - man könnte grad meinen, jeder Radfahrer, der keine schwerwiegenden Kopfverletzungen erleidet, sei eine Ausnahme.
Mich erinnert das so ein kleinwenig an die Geschichte mit dem Rammschutz bei Offroadern, wo ja kritisiert wurde, dass bei diesen schönen Original-Kuhfängern der Aufprallwinkel für Passanten gefährdent sein soll. Naja, mal unterstellt, dass Geländewagenfahrer in ihrer Freizeit nichts anderes tun , als in eine Menge von Demonstranten o.Ä. zu donnern, mag das stimmen - ansonsten - Schwachsinn.
Ich weiß zudem nicht, ob es bei meinen fast 2,5 Tonnen schweren Offroadern für einen überfahreren Passanten noch so wichtig gewesen wäre, ob er sich die Birne auf der Haube anschlägt.
Ich fahre selber sehr gerne und täglich Mountainbike - im Straßenverkehr natürlich meist ohne Helm - klar ;) . Aber ich muß sagen - mir würden da viel mehr Dinge einfallen, die sinnvoller wären.
Angefangen davon, dass ich den Radfahrern sämtliche Vorfahrtsrechte, die mal zu ihrem Schutz eingerichtet wurden, aberkennen würde.
Denn dann würden die Radfahrer wieder wesentlich aufmerksamer fahren, weil sie nicht ständig im Hinterkopf hätten, eh immer im Recht und auf der Vorfahrtsstraße zu sein.
Das betrifft besonders Kinder, denen heutzutage die Unachtsamkeit auf dem Fahrrad ja schon fast anerzogen wird - bspw durch die schönen rot gemalten Fahrradvorfahrtswege.
Wer in einer Familienfreundlichen Gegend mit mehreren Schulen wohnt, weiß wovon ich rede. Die fahren ohne den Verkehr auch nur mit einem Blick zu würdigen, ungebremst über die Straßen, nur weil der bescheuerte Radweg Sicherheit simuliert und vorgibt, dass nichts passieren kann. Bei einem Autounfall hilft das Styroporhelmchen nur bedingt - von daher wäre UNFALLVERMEIDUNG nicht ganz unauschlaggebend für die Statistik und die Angst, dass die Versicherer über die Maßen belastet werden.
Desweiteren wäre bei mir jeder Radler, der keine Klingel hat (ja, da hört man den spazierengehenden Hundehalter raus :) ), mit mindestens 50 Mäusen dabei. Eine Klingel zu haben und sie nicht zu benutzen, würde das Doppelte kosten.
Presswurstfahrer (z.B. die älteren Herren mit Bierbauch im hautengem Trikot und Profi-eierpolsterhose), die nebeneinander auf der Straße, direkt neben dem Radweg rumgammeln - nur um ihre "Rennmaschine" nicht auf dem gleichen Weg wie der Pöbel ausfahren zu müssen, müßten jeder 100 bezahlen.
Hierbei sei angemerkt, dass ich persönlich, wenn ich auf dem Rad sitze und auf dem Radweg fahre, das Straßenfahren der Presswürste befürworte - dann muß ich sie mit der Cargohose und dem Mountainbike nicht immer überholen :) :)
Würden die Polizeibeamten das dann zudem auch mal kontrollieren, wäre das ein weiterer Vorteil, denn dann müßten sie ihre Zeit nicht ausschließlich damit verbringen, die Teens und ihre Eltern zu nerven, indem sie nichts anderes tun als Jagd auf die Motorroller zu machen.
Bis zu einem gewissen Alter´(Kids) reicht die Helmpflicht aus - finde ich.

Ups - nu hab ich Euch aber ganz schön viel erzählt :o
Ludwig_53
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von Ludwig_53 »

Urban hat geschrieben: .... und was ist mit Gleitschirmfliegen und Ballonfahren....
... dafür zahlen wir schön brav eine zusätzliche Unfallversicherung weil meine KV im Standard das Risiko ausgeschlossen hat, was ich auch absolut für richtig halte.
Das sollte meiner persönlichen Meinung nach grundsätzlich bei allen Sportarten so sein, wo man freiwillig das Risiko einer Verletzung eingeht, für die dann alle Versicherten blechen müssen, die nur harmlose Sportarten treiben.
Mehr Risiko = mehr Beitrag. Ist doch ganz normal, deshalb bezahlen Autoanfänger auch mehr als das Doppelte. Nur bei der Krankenversichung meinen alle, das sei nicht normal.

Und wenn ihr euch auch noch so sehr in all diesen mehr oder weniger aberwitzigen Beispielen ergeht ...

Ich finde, wenn man ein bekanntes Risiko relativ einfach mit relativ preiswerten Mitteln minimieren kann, dann soll man das auch tun. Und wenn die Leute das auf Kosten der Allgemeinheit nicht einsehen, dann macht man das eben über Gesetze.

Bringt Ihr euren Kindern auch diesen Sch.. von persönlicher Freiheit bei, die es verbietet, einen Schutzhelm zu tragen ?

Dieses alberne Geschwätz von ´Einschränkung der persönlichen Freiheit´ mag ich nicht mehr hören. Wo ist denn eure Freiheit, wenn von euch nach einem schweren Unfall nur noch Gemüse übrig ist und die eigene finanzielle Freiheit für die Deckung der Kosten nicht mehr ausreicht ?

Wie war das noch ? Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die der Anderen anfängt.
Urban
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von Urban »

nun laß doch mal die Kirche im Dorf Klaus....auch wenn sich Gleitschirmflieger zusätzlich versichern....auch ich habe wie viele Millionen eine Unfallversicherung obwohl ich nicht Gleitschirm fliege :lach1 ......wo soll das denn noch hinführen wenn man jeden Menschen an die Hand nimmt und über den großen Zebrastreifen des Lebens führt......wir ersticken doch jetzt schon fast an zuviel Reglementierungen, Gängelungen und viel zuviel Bürokratie.
Es gibt tausende von Tätigkeiten oder Handlungen die man durch Verbote , Warnwesten , Helme, Gasmasken vielleicht ein wenig sicherer macht aber das Leben einfach weniger Lebenswert macht

Ich will nicht unter Schutzanzügen/ Maßnahmen ersticken



Dann lieber eine Unfallversicherungspflicht für jedermann..........wenn alle drin sind vom Kind bis zum Greis dann kann die ja nicht mehr als 5 Euro im Jahr kosten
Lira
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von Lira »

Warum wird eigentlich immer nur auf "Risikosportarten" herumgehackt. Was ist mit denen, die nur auf dem Sofa sitzen und Fertigfressen und Zuckerzeug zu sich nehmen und Jahr um Jahr dicker werden und ihre Gefäße verstopfen, Bluthochdrucktabletten brauchen und irgendwann schwer herzinfarkt- und schlaganfallsgefährdet sind? Klar kann ein solcher Infarkt auch jeden anderen treffen - aber die Gefahr, dass dies bei "ungesunder" Lebensweise passiert, wodurch "Sofasitzen ohne weitere körperliche Betätigung" durchaus nachweislich zählt, ist wohl ungleich höher.
Eine Versicherung ist immer ein Ding einer gewissen Solidargemeinschaft. Da gibt es immer welche, die mehr nehmen (müssen) und welche, die mehr geben (müssen).
Aber - alle Risiken im Leben kann man halt nicht versichern und auch nicht ausschließen. Das Leben endet immer - egal, wie es gestaltet war, mit dem Tod.
willy13
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von willy13 »

Fressen tun bei uns die Tiere, scheinbar ist dies nicht überall so!
CampingPit
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von CampingPit »

willy13 hat geschrieben:Fressen tun bei uns die Tiere, scheinbar ist dies nicht überall so!

Ja, scheinbar- also wenn ich manch Einem auf dem SP oder CP so zuschaue, möchte ich das anzweifeln :mrgreen:
megamechanics
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von megamechanics »

Dieses alberne Geschwätz von ´Einschränkung der persönlichen Freiheit´ mag ich nicht mehr hören. Wo ist denn eure Freiheit, wenn von euch nach einem schweren Unfall nur noch Gemüse übrig ist und die eigene finanzielle Freiheit für die Deckung der Kosten nicht mehr ausreicht ?

Erstens ist das kein "albernes Geschwätz" mit der Einschränkung der persönlichen Freiheit, zweitens wettere ich auch nicht ständig gegen den Alkohol, "nur" weil mich eine Besoffene mit knapp 3 Promille zu "Gemüse" gefahren hatte... sowas desillusioniert zweifelsfrei, es wird nie 100%ige Sicherheit geben und auf die finanzielle Freiheit ist auch geschissen, weil sie jahrelanng erkämpft und teuer erstritten werden muss :oops: und vergleichsweise Almosen darstellen, also halt den Ball flach.
Ludwig_53
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von Ludwig_53 »

Wie wär's mit einer neuen Petition im Bundestag zur Abschaffung der allgemeinen Gurt- und Helmpflicht zur Wiedererlangung der persönlichen Freiheit.
Dann sollten wir auch gleich das Handyverbot mit abschaffen und die Alkoholgrenze auf 5 Promille hochsetzen, damit wir die Freiheit unserer mündigen Bürger nicht mehr allzusehr einschränken.
Und den Bußgeldkatalog setzen wir auf die Liste der indizierten Bücher.

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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von megamechanics »

Zufrieden ?
Nöö, erst will ich dich im "Vollgummianzug" in Sicherheitsfarbe sehen :mrgreen: , aber bitte auch nachts tragen (beleuchtet versteht sich), falls du aus dem Bett fallen solltest...

Scheinst ja ein gigantisches Problem mit der persönlichen Freiheit zu haben? Du kannst sie ja aufgeben, das von anderen zu verlangen und Freiheit als "albern" zu bezeichnen ist schon recht heavy, vor allem in diesem Zusammenhang.
Zorkel
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Re: Keine Helmpflicht (Einschränkung der Freiheit)

Beitrag von Zorkel »

http://www.youtube.com/watch?v=w4TqyY3f ... =endscreen

Auf alle Fälle gehört in den Bußgeldkatalog auch aufgenommen , das richtige Schuhwerk im Winter zu tragen , min . 1,6 mm Profil !
0.0 Promille für alle , auch Fussgänger , bei Überschreitung : Fleppe weg !
Rauchen in der Öffentlichkeit , Handy am Ohr oder Musik über Kopfhörer ....... , ganz ganz schlimmer Verstoß !
Rauchen als Fahrzeugführer muss genauso geahndet werden wie Handy am Ohr !
Sonneneinstrahlung auf ungeschützter Haut verursacht Hautkrebs , die Allgemeinheit muss evt . dafür aufkommen ... ,
also , wer Haut bei Sonnenschein zeigt , muss bestraft werden !
Unsere Politiker müssen einfach härtere Gesetze einführen , damit es uns besser geht , zum Wohle aller !
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