dschaps hat geschrieben:. . . Ich selbst habe in meiner Internisten Praxis mehrmals Mangelerscheinungen bei Veganern, vor allen auch in der Schwangerschaft gesehen..
Aber: um Superduty bin ich wenig besorgt, denn er sagt ja, er ernähre sich 95 % vegan. Die 5 % nichtvegan reichen sicherlich aus, um seinen Bedarf an fettlöslichen Vitaminen zu decken. Gruß dschaps
Danke dschaps. In der Schwangerschaft und bei Kleinkindern hätte ich auch einige Bedenken zur absolut veganen Ernährung. Monika ist auf dem Gebiet der Ernährung und auch medizinisch ganz gut ausgebildet und hat damit die Sache bei uns zwangsläufig im Griff.
Darf ich in dem Zusammenhang hier mal meine Informationen zu den besagten Vitaminen anfügen:
Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen Vitamin A, E, D und K.
Bestimmte Gemüse und Früchte enthalten Beta-Carotin. Beta-Carotin ist die pflanzliche Vorstufe von Vitamin A, welches im Körper aus Beta-Carotin gebildet wird. Das dürfte also funktionieren.
Vitamin E ist in vielen Pflanzenölen reichlich enthalten, somit auch kein Problem.
Es bestand der Verdacht, dass mit einer geringen Aufnahme tierischer Produkte ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-D-Mangel vorliegen könnte. Im Rahmen der Adventist Health Study konnte jedoch nachgewiesen werden, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen Vegetariern, Veganern und Mischköstlern gab. Wir führen Vitamin D über angereicherten Soja-Yogurt und über Algen-Tabletten zu. Der Körper speichert Vitamin D, sodass ein Auffüllung des Depots nur in größeren Zeitabständen erforderlich wird.
Vitamin K1 ist in pflanzlichen Nahrungsmitteln reichlich vorhanden. Vitamin K2 wird von Bakterien im Darm gebildet. Ein Mangel ist bei ausgewogener Ernährung auch bei Veganern kaum zu befürchten.
Wie bei jeder Ernährungsweise, ist es auch bei Vegetariern und Veganern wichtig, sich aus der breiten Palette der Möglichkeiten ausgewogen und vielseitig zu bedienen. Und Vorsicht mit Nahrungsergänzungsmitteln! Ein zu Viel kann bei bestimmten Vitaminen zu Schäden führen.