Wir meiden Stellplätze, sofern das möglich ist. Wir sind nicht so wild darauf, in weniger als zwei Meter Entfernung den nächsten Nachbarn zu haben.
Da wir lange in einem Land unterwegs sind, wo SP eher Mangelware sind, ist das Freistehen eine Notwendigkeit und keine Option.
Bedenken habe ich dabei noch nie gehabt und schlechte Erfahrungen (Einbruchversuch) haben wir nur auf Rastplätzen gemacht.
Ich kann allerdings verstehen, dass Stellplatzbetreiber in Deutschland die ihnen entstandenen Kosten wieder einnehmen wollen und müssen. Diese sind im Vergleich zu anderen Ländern viel höher, denn um eine V+E legal zu errichten, können durchaus Kosten im Bereich eines neuen Einfamilienhauses entstehen, denn wir wissen ja: Vorschriften, Vorschriften, Vorschriften...
Glücklicherweise leben wir in einem (relativ) freien Europa und ich kann selber entscheiden, ob ich ein Übernachtungsangebot annehme oder mir (im Rahmen der legalen Möglichkeiten) etwas anderes suche.
"Sozial verträgliches" Freistehen hängt natürlich auch von der Grösse des WoMos ab, als wir noch ein 9-Meter-Mobil fuhren, verbot sich das Parken in ruhigen Nebenstrassen von selber, denn dort will niemand ein riesiges weisses Trumm vor dem Fenster haben und das kann ich auch verstehen. Wenn man mit einem Kastenwagen unterwegs ist, der vielleicht nicht einmal auf den zweiten Blick als WoMo zu erkennen ist, verhält sich das natürlich ganz anders.
Die V+E sehe ich nicht so problematisch, wie es hier dargestellt wird: Wir benutzen keine Chemie (ich will keine neue Diskussion darüber lostreten...), also kann ich in Gullis, öffentlichen Klos, etc. entsorgen, und bei mir gilt der Grundsatz: Ohne Wasser kaufe ich keinen Sprit. Da überlegt der Tankwart schon, ob er meine 200 Euro für den Diesel nimmt und mir 50 Liter Wasser gibt oder auf den Gewinn verzichtet.
Wenn ich mehrere Tage an einem Ort bleiben will, gehe ich gern auf einen vorher sorgfältig ausgesuchten CP und habe bisher fast nur gute Erfahrungen gemacht. Mit den Rabattkarten wie z.B. ACSI ist das ja auch immer in einem bezahlbaren Rahmen (Nebensaison), da wir keine Kinder im schulpflichtigen Alter haben und den Familien mit Kindern nicht noch die Plätze im Sommer wegnehmen.
Nur eine Anmerkung zum Schluss: Bei WoMo-Urlaubern, egal ob Eigner oder Mieter, kann keine Rede von Billigurlaubern sein, dazu reicht die Kenntnis der vier Grundrechenarten, die man selbst als "Spätestentwickler" spätestens vor dem Führerscheinerwerb beherrschen sollte...
